V-Moda BoomPro - Test passender Kopfhörer

Die Entdeckung des V-Moda BoomPro Mikrofons für uns Podcastende scheint mir ein Glücksfall zu sein - endlich hat man einen guten, sauberen Kondensatormikrofonklang in Kombination mit einer großen Robushtheit gegen Brummen und sonstige Störungen - und das für 32 €.

Erste Rückmeldungen von Euch bestätigen meinen Eindruck, dass wir hier endlich einen sinnvollen Upgrade-Pfad vom HMC660X gefunden haben - unterhalb der bekannten Beyerdynamics DT297 für 270 €.

Aber irgendwas ist ja immer.

Das BoomPro ist nun mal „nur“ ein Anteckmikrofon, das man unter einen Kopfhörer klemmt. Also braucht man dazu zwingend einen Kopfhörer (so man nicht Konstruktionen mit einem Nackenbügel anstrebt oder ähnliches).


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Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer, aber einer der zum BoomPro gut passt muss eine Anforderung erfüllen: das Kabel muss am Kopfhörer selbst wechselbar sein, bestenfalls mit einer 3,5mm Miniklinken Buchse. Hier zu sehen am Beyerdynamics Custom Game, das ja mit einem ähnlichen, wechselbaren Mikro kommt:

Wenn der Anschluss etwas versenkt ist - was grundsätzlich gut ist, da es mehr Stabilität verspricht - muss er doch groß genug sein, dass der (aber recht schmale) Anschluss des BoomPro wirklich hinein passt.
Es darf auch ein 2,5mm Anschluss ein, dann kann man diesen Adapter zum Einsatz bringen, ohne allzu viel an Stabilität zu verlieren:

Und natürlich ginge auch ein 6,35 mm Anschluss, dann braucht es so einen Adapter:

Solange also einer dieser drei Anschlüsse gegeben ist (bevorzugt der 3,5 mm) - ist der Kopfhörer BoomPro-tauglich.
Im Headset-Vergleichstest hatte ich einen sehr günstigen NoName Kopfhörer (zumindest war mir „OneOdio“ bisher kein Begriff) getestet, und der war gar nicht schlecht, aber da muss es noch bessere Alternativen geben.
Also habe ich etwas rumgeschaut, und mal ein erstes Testset zusammengetragen. Sinn dieses Beitrags ist es, weitere, mir noch unbekannte Kopfhörer zu finden die das obige Kriterium erfüllen und Vorteile bringen.

Getestet hab ich jetzt die hier:

Beyerdynamics Custom Game (149 €)

Ähm - die kommen doch mit einem eigenen Mikro, warum solle man das tauschen?

Nun - in meinem Test bin ich zu dem - vielleicht subjektiven - Ergebnis gekommen, dass das V-Moda BoomPro einen Tucken besser klingt und zudem weniger Kabelklang (Störungen durch Bewegungen) mit sich bringt. Und der Custom Game ist ein extrem gut klingender Kopfhörer, und enorm bequem.
Er scheint mir in vielen Aspekten ein Spin-off des legendären Beyerdynamics DT770 zu sein, nur mit Miniklinkenanschluss.
Für meinen Test war das Custom Game - leider ein Auslaufmodell, es gibt nur noch Restposten - daher die Referenz:

Klang

Einfach wunderbar. Ich vergleiche zwei Aspekte: zum einen den Klang der eigenen Stimme, wie sie der jeweilige Kopfhörer über das BoomPro aufgenommen wiedergibt. Zum anderen den wunderbaren Song „One“ von Aimee Mann, den ich seit Jahren nehme um Kopfhörer zu vergleichen - die Stimme sollte warm aber klar sein, extrem präzise, keinesfalls scharf, alle Instrumente gut zu orten und der Bass ordentlich federn.

Der Custom Game macht hier einfach alles richtig, nichts stört. Damit kann man problemlos stundenlang Musik hören, Filme schauen, oder eben - Podcasten.

Wertung: :star::star::star::star::star:

Tragekomfort

Im Prinzip phantastisch. Die Ohrpolster sind angenehm groß, nichts drückt an den Ohren. Der Bügel hat genau die richtige Spannung, so dass nichts verrutscht aber auch nichts zugepresst wird. Hier zeigt sich die jahrzehntelange Erfahrung der Firma. Einziger Schwachpunkt: die mitgelieferten Kunstleder-Pads sind ok, aber nicht toll. Ich habe sie gegen günstige Velour-Pads gewechselt, damit ist es ein Traum.

Wertung: :star::star::star::star: bis :star::star::star::star::star: je nach Pad

Beyerdynamics DT 240 (65 €)

In diesen Kopfhörer hatte ich große Hoffnungen gesetzt. Für ein Beyerdynamics-Produkt angenehm günstig, und der 2,5 mm Anschluss lässt sich mit diesem Adapter (es werden gleich zwei geliefert) sehr robust verbinden, das sitzt wie angegossen:

dt240

Klang

Geht so. Der Klang ist nicht schlecht, aber eben schon zwei Größenordnungen entfern vom Custom Game. Die Gesangsstimme ist nicht ganz so rund, die eigene Stimme hat nicht diesen unmittelbaren „wow, ich sitze in einem Studio“ Effekt des großen Bruders. Für Podcasting sicher ausreichend, aber eben keine Offenbarung.

Wertung: :star::star::star:

Komfort

Hier trägt es den DT240 - bei mir - aus der Kurve. Die Muscheln sind für meine Ohren zu klein, sie passen gerade eben so rein. Der Andruck ist deutlich zu hoch, man fühlt sich eingeklemmt. Für ein schnelles Abhören mag das alles ausreichen, aber nicht für eine 4-Stunden-Podcast-Sitzung. Da will ich völlig vergessen, dass ich einen Kopfhörer trage - das gelingt beim DT240 keine Sekunde.
Es gibt da draußen aber viele - sehr viele - Fans dieses Kopfhörers, und Kopfformen sind verschieden. So your mileage may vary. Einen Versuch ist es also vielleicht wert, den gibt es sicher auch in vielen Läden zum Ausprobieren.
Wenn er passt, ist er mit dem Adapter sicher eine brauchbare Lösung. Für mich war das nichts.

Wertung: :star::star::star:

OneOdio Pro-10 (25 €)

Diesen Kopfhörer hatte ich schon im Originaltest dabei - er war mir durch die vielen wohlwollenden Rezensionen aufgefallen und hat nicht enttäuscht. ich finde es erstaunlich, wieviel brauchbaren Kopfhörer man heutzutage - ohne DSP-Trick wie bei Bluetooth-Modellen - für 25 € bauen kann.

Klang

Ich mag den Klang. Man wird ihn nicht mit dem des Custom Game verwechseln, aber Aimee Mann kommt sehr sauber und rund rüber, ebenso die eigene Stimme. Für das Geld ist das mehr als beachtlich, ich habe ein paar Stunden mit dem Kopfhörer aufgenommen und der Klang wurde auch nach langer Zeit nicht nervig oder ermüdend.

Wertung: :star::star::star::star:

Komfort

Auch hier schlägt er sich auch nach einer Woche längerem Gebrauch noch sehr gut. Die Ohmuscheln sind fast so groß wie beim Custom Game, der Andruck recht ähnlich. Leider sind die mitgelieferten Pads (Kunstleder) nicht besonders und mein größter Kritikpunkt. Leider passen die oben geposteten knapp nicht darauf - vielleicht findet jemand aber noch dafür passende Velours-Pads? Ansonsten bin ich etwas argwöhnisch was die 3,5mm Buchse angeht - mal sehen ob die ein paar Monate Dauereinsatz übersteht. Immerhin: am zweiten Ohrteil ist noch eine sehr robuste 6,35 mm Buchse verbaut.

Wertung: :star::star::star::star:

OneOdio Pro-50 (40 €)

Der Gedanke war: hey, die sind recht ähnlich zu den Pro-10, haben aber dickere Pads und „Hi-Res“ Sound. Vielleicht lohnen sich hier die 15 € Aufpreis.

Klang

Uh.
Ich weiß nicht, was genau dieser „Hi-Res“-Klang sein soll - auf jeden Fall klingt es recht furchtbar. Aimee Manns Stimme bekommt eine sehr anstrengende Schärfe, auch die eigene Stimme klingt bei weitem nicht so rund wie bei den bisher getesteten. Der Bass geht in Ordnung, aber es fehlen hier komplett die Mitten. Das ist schon wirklich eher nicht angenehm.

Wertung: :star:star:

Komfort

Na ja - ob das dickere Polster jetzt besseren Tragekomfort bietet weiß ich nicht so genau. Auf jeden Fall ist der Andruck etwas größer als beim Pro-10 was ich eher negativ finde. Immerhin ist das Material der Poster etwas wertiger. Aber insgesamt kein relevanter Fortschritt zum Pro-10

Wertung: :star::star::star::star:

OneOdio Kopfhörer Over Ear (32 €)

Der Gedanke war hier: ovale Formen sind oft bequemer als runde - Ohren sind halt nicht rund.

Klang

Joah - bei weitem nicht so problematisch wie die Pro-50, aber auch nicht ganz so entspannt wie die Pro-10. Nicht wirklich störend, aber doch zwei Klassen entfernt vomn Custom Game.

Wertung: :star::star::star:

Komfort

Autsch. Wenn es der Pro-50 beim Klang vergeigt, dann dieser hier beim Tragekomfort. Der Andruck ist absurd hoch, und anders als beim guten alten Superlux HMC660x hat man hier keine Möglichkeit, den Bügel beherzt etwas zu weiten - alles Plastik. Es mag Köpfe geben für die das passt, meiner gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Wertung: :star::star:

Termichy Bluetooth Kopfhörer Kinder (19,99 €)

Was ich fast übersehen hätte, ist die Kategorie „On-Ear“ Kopfhörer. Ich hatte noch eine Kinder-Variante davon rumliegen, und was soll ich sagen: das ist eine ganz vernünftige Lösung, für schlanke 19,99 €.
Schließt man das BoomPro an, werden die ganzen Bluetooth-Optionen deaktiviert, die braucht man ja auch nicht. In Schwarz sieht man ihre Herkunft als Kinderkopfhörer auch nicht:

https://www.amazon.de/Termichy-Lautstärkebegrenzung-kopfhoerer-Drahtloser-Eingebautem-Red/dp/B071HHPD1W?_mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Termichy&qid=1612307999&sr=8-4&th=1&linkCode=ll1&tag=rstockm-21&linkId=479bc016766bc5b0205215d9fe98cca8&language=de_DE&ref=as_li_ss_tl

Klang

Er ist ersichtlich ein „On-Ear“ Produkt, im Gegensatz zu den sonst oben vorgestellten „Over Ear“ umschließt er also nicht die Ohren, sondern liegt nur auf. Das führt zu deutlich weniger Isolation, kann aber auch ein Vorteil sein wenn man etwas mehr von der Umgebung mitbekommt. Ich hatte dieses Modell damals ausgewählt, da es einen erstaunlich guten klang für den Preis bot - absolut tauglich für eine Podcasting-Aufnahme, und auch für Musikhören. Insgesamt rundes, warmes Klangbild, da ist nichts was stört oder nervt. Der Vergleich mit den großen Modellen fällt dennoch schwierig aus: man hört halt immer den ganzen Raum um sich herum. Man taucht also nicht in „seine Podcasting Welt“ ab, sondern ist immer Teil der Umgebung. Muss man mögen.

Komfort

Der Sitz ist auch für große Köpfe - eben keine Kinder - erstaunlich gut: das Metallband oben ist robust, federt weich und ist sogar hinreichend gepolstert.

Ein echtes Feature sind die Maße: der lässt sich, auch zusammen mit dem BoomPro, extrem platzsparend transportieren, ist also gut zum Verschicken geeignet oder als „immer dabei“ Notlösung. Hier zusammengeklappt:

Screenshot at Jan 17 22-41-38

Und hier im Hintergrund: der Beyerdynamic Custom Game zum Größenvergleich:

Screenshot at Jan 17 22-24-36

EDIT:
@kai hat mich darauf hingewiesen, dass es die auch als Schwedisches „Original“ gibt:

Habe ich jetzt nicht getestet, aber Verarbeitung und Klang dürften wohl kaum schlechter sein.

Wertung: :star::star::star:

Fazit

Auf der einen Seite bin ich etwas enttäuscht, dass im günstigen Segment kein sinnvolles Upgrade zum Pro-10 gefunden wurde. Immerhin hat man mit dem Termichy Kinderkopfhörer nochmal einen ganz anderen Ansatz. Andererseits bin ich ganz erfreut, dass mein erster Wurf im ursprünglichen Vergleich damit aber schon ganz brauchbar war - und das beim mit Abstand günstigsten Modell. Velour-Pads wären toll, bitte was finden!

Für Bastel-Nerds - den DT770 modden

Oben habe ich den legendären Beyerdynamics DT770 gerühmt. Seit Jahrzehnten eine Bank. Und mit 115 € gar nicht mal unerschwinglich:

Und gleich mit Velour-Pads. Aber leider eben ohne einen 3,5mm Anschluss.
Aber wir wären hier ja nicht im Sendegate, wenn man da nicht auf Ideen käme. Und in der Tat, es gibt eine Reihe Bauanleitungen, wie man dort das fest verbaute Kabel ab bekommt und stattdessen eine Klinkenbuchse einbaut, etwa hier:

Entscheidend ist dabei, die Buchse selber wirklich robust zu bauen, da hängt dann halt auch noch ein Mikro dran. Würde mich interessieren, ob hier jemand mal so einen Umbau angeht.

Ausblick

Es muss da draußen noch viel mehr geeignete Kopfhörer für den BoomPro geben. Schlagt also bitte gerne weitere Modelle vor, gerne mit Beschreibungen wie von mir oben damit andere sich ein Bild machen können.
Einzige Bedingung: wenn die Busche versenkt ist, solltet ihr ausprobiert haben, ob das BoomPro auch wirklich passt. Problematisch sind etwa Sennheiser-Kopfhörer: die drei Modelle in meinem BEsitz haben versenke 2,5mm Anschlüsse die im Prinzip ok wären, sie sind aber mit einer Schraub-Sicherung versehen so dass man nur original-Sennheiser-Kabel anschließen kann.
Wenn die Buchsen hingegen oben aufliegt, gehen wir da natürlich von aus das es geht.

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Vielen herzlichen Dank für den „Nachschlag“ zu dem ohnehin schon tollen Hauptbeitrag.

Erste Erfahrungen …
Ich habe bis jetzt den Kopfhörer hier mit dem BoomPro probiert und bin sehr zufrieden:

Marke|Besdio
Farbe|Black
Anschlüsse|Bluetooth, Wired
Modellname|BE-EH003
Headphones Form Factor|Ohrumschließend
Verbindungstyp|3,5 mm Klinke
Rauschkontrolle|Aktive Geräuschunterdrückung
Headphones Jack|3,5 millimeters
Artikelgewicht|180 Gramm
Amazon: Link

Allerdings war es ein Zufallskauf und ich habe als Angebot deutlich unter 20€ bezahlt. Dafür ist es ein echter Volltreffer. Bei den originalen, grob 50€ gibt es vermutlich einige Alternativen zu prüfen.

Das BoomPro-Mikro kann (systembedingt) nur rechts verwendet werden, aber es paßt ausgezeichnet und die Kombi arbeitet im Kabelmodus prima.
Aber Vorsicht: Das im Headset eingebaute Mikro für den Bluetooth-Betrieb ist nur für Notfälle tauglich (eigentlich ist es wertlos).
Das aktive Noise Cancelling funktioniert zwar „irgendwie“ aber bei dieser Geräteklasse kann man kaum Qualität erwarten. (Nun - beim Zähneputzen mit der elektrischen Zahnbürste erbringt es Erstaunliches, aber das ist wohl nicht das typische Podcast-Szenario).

Mit dem Original-Stecker des BoomPro am Mac und mit dem beim BoomPro beiliegenden Adapter am XENYX 302USB ausprobiert.

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Danke für die Rückmeldung, das hatte ich gestern Abend auch noch überlegt aber nicht weiter ausgeführt: sehr viele Bluetooth-Kopfhörer bieten auch eine Kabelvariante an, und die könnte dann oft gut passen.

Aber: Bluetooth-Kopfhörer arbeiten zumeist massiv mit Klangaufhübschungen, und wenn man sie „passiv“ über Kabel betreibt hört man plötzlich, was für ein Schrott dort an Treibern verbaut wurde. Da ist man dann mit einem „klassischen“ Kopfhörer viel besser bedient.

Marco Arment hat dazu eine sehr hörenswerte Herleitung/Ausführung im letzten ATP Podcast gemacht, ungefähr das letzte Drittel der Sendung:

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Inzwischen habe ich noch einen JBL E65BTNC ausprobiert. Da dieser Kopfhörer (neben Bluetooth) eine 2,5er Klinke hat, braucht man den genannten Adapter. Technisch geht es, aber die Geometrie aus Adapter, Stecker und Schwanenhals finde ich nicht mehr so optimal. Da steht einfach zu viel „Gestänge“ rum und verkompliziert es irgendwie.

Allg. zum Thema Bluetooth-Headsets: Es mag gut sein, dass das nicht die beste Lösung ist, aber wenn man - wie ich - schon zwei solche Headsets rumliegen hat und mit den verbauten Mikrofonen sehr unglücklich war, dann bringt das BoomPro einen enormen Mehrwert.
Evtl. auch nicht ausschließlich mit Blick auf eine optimale Podcast-Aufnahme, sondern auch als Alltags-HomeOffice-Videokonferenz-Set.

Morgen kommt der OneOdio - evtl. revidiere ich ja dann alles.

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Ich denke auch, dass man die Hybrid-Headphones (Bluetooth und 3,5 mm) nicht ausschließen sollte. Verwende hier einen Sony-CH700N zur Postproduction meiner Podcasts. Natürlich mit Kabel und ausgeschaltetem Bluetooth-ANC-Krimskrams. Der Sony sitzt einfach fabelhaft leicht auf dem Kopf, schließt trotzdem gut ab und der Klang ist meiner Meinung nach wirklich toll transparent. Kostet allerdings immer noch ca. 80 EUR. Auf der anderen Seite: Lag hier halt eh rum und hätte ich nicht schon viel zu viele Mikro-Optionen, würd ich das BoomPro auf jeden Fall damit testen. Denn meine DT-297er sind zwar toll, aber haben auch ordentlich Gewicht und durch das fette Kabel fast schon Schlagseite auf der linken Seite. Danke für den BoomPro-Tipp btw.!

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Hallo,
Spannende Diskussion, hier mein lieblings Kopfhörer:

Das Standard Kabel ist 2,5mm auf 3,5 mm Klinke. Könnte vielleicht ein interessantes Angebot sein.

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Der sieht in der Tat gut aus, werde ich mal ausprobieren. Kann man die Pads irgendwie gegen Velours tauschen?
(ja, ich habe da so einen Velours-Fetisch…)

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Hier hab eich noch eine Möglichkeit beschrieben, den (sehr wenigen) Kabelklang des BoomPro bei vielen Kopfhörern nochmal auf 0 zu reduzieren:

Die Pads lassen sich prinzipiell tauschen. Ich habe mich nicht nach Ersatz umgesehen und kann Dir daher nicht sagen ob Dein Fetisch befriedigt werden kann.

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Ich habe mir das BoomPro an meinen Beats Mixr Kopfhörer gesteckt und bin damit recht zufrieden. Einziger Nachteil im Vergleich zu meinem Jabra Evolve 2: ein hoher Jackenkragen drußen dreht das Mikrofon oft und ich kann Telefonate nicht durch drehen des Mikroarms annehmen.

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Seit dem ich das V-Moda Boom habe suche ich jetzt auch nach passenden Kopfhörer. Bisher getestet hab ich auch nur OdioAudio Pro-50 und der ist mist. Meine Recherche hat ergeben, dass ein sehr beliebter Kopfhörer fürs V-Moda der Philips SHP9500 ist, leider bisschen teuer. (https://www.amazon.de/Philips-SHP9500-00-HiFi-Kopfhörer-neodymium-Schwarz/dp/B00ENMK1DW)
Ich such jetzt gerade einen Adapter von MiniXLR Female auf 3.5mm Klinge female. Einen hab ich gefunden, aber den gibt es gerade nirgendwo zu kaufen. (https://www.amazon.de/weiblich-Stereo-Kopfhörer-Adapter-Klinkenstecker-Verkabelung/dp/B01CTTH00C)
Da könnte man nämlich jeden AKG Kopfhörer mit MiniXLR verwenden. Damit würde ich auch ein Problem umgehen was ich aktuell mit dem V-Moda habe. Nämlich, dass sich das Mikrofon um 360 Grad in dem Klinkeanschluss drehen kann. Den MiniXLR auf Klike würde ich dann fest mit dem V-Moda verbinden, so dass dieser Freiheitsgrad rausgenommen würde. Falls jemand irgendwo so einen Adapter findet, bitte Bescheid sagen, danke.

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Auch hier nochmal danke für die Recherche!
Habe das Boom Pro jetzt auch getestet und find‘ den Klang sehr okay!

@derJugendpfarrer hatte es schon ganz gut beschrieben; gefühlt werden die Höhen ein bisschen „geschönt“.
Ich hab mal ein schnelles ReaEQ-Preset für das Boom Pro gebastelt, definitiv noch nicht perfekt, aber als Ausgangspunkt für mich für die Zukunft nicht schlecht.
(Reaper lässt anscheinend nur ganze Preset Libraries raus, müsste man also komplett ersetzen, hat aber noch alle US Presets mit drin)

Ultraschall V-Moda Preset.RPL.zip (3,2 KB)

Was mir noch aufgefallen ist, als ich eine aufgenommene Spur in ein altes Projekt mit dynamisch aufgenommen Stimmen gezogen hab: Das verträgt sich nur so Mittel. Das Boom Pro klingt ordentlich, aber sehr anders ordentlich, als ein SM58-esques, klassisches Sprachmikro.

(Und an Großmembran kommt das alles natürlich noch längst nicht dran)
Lässt sich auch zusammen-eq-en, ist aber ein bisschen painy.

Freue mich trotzdem, jetzt auch für Freunde mit Podcastinteresse einen sehr billigen Einstiegstipp zu haben und für mich selbst um für Videospiele und mobile Podcast-Dinge bereit zu sein.

Was mich an der Stelle aber wundert: woher kommt eigentlich dieser Pritlove-Headset-kink?! (Naja, vielleicht von @timpritlove <3 )

Ich verstehe die Vorzüge absolut und versuche auch jetzt-seit-Neuestem-podcastenden Büromenschen Headsets ans Herz zu legen, weil eben jene dazu neigen! den Mund während 20 Minuten Aufnahme einmal an jeder Ecke des Schreibtischs, aber nie vor einem fixen Mikro zu haben.

Aber alle die sich hier zusammenfinden und die aktiv Bock auf gute Qualität haben, die können sich doch auch minimal für ein Mikro disziplinieren?
Dann kämen nämlich diese Tipps sehr stark ins Spiel (das Internet ist voll davon, das Sendegate kaum):
XLR & USB Mics à la Audio Technica ATR2100.

Das ist nach wie vor das einzige Mikro in meinen Reihen, dass ich ab und zu auch gerne statt dem NT1A verwende, weil es wirklich fantastisch klingt. (USB und XLR variieren, das ist leider ein bisschen komisch)
Problem: nur US Markt und für 60-70 $ extremst preiswert, hier leider nicht günstig und verlässlich zu bekommen. Hatte es mir mal mitbringen lassen, das war schlau von mir.

Hierzulande soll das sehr bauähnliche Samson Q2U wohl guter Ersatz sein. Bin fast sicher dass das hier einige besitzen, wenn jemand konkrete Erfahrungsberichte zu vermelden hat kann man die ja auch mal sammeln.

Wie gesagt: Boom Pro ist als der Einsteiger-Standard prima, ich wundere mich nur manchmal, warum immer alles auf dem Kopf getragen werden muss :slight_smile:

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Samson Q2U :wink:

Gibt’s da von dir irgendwo ne Sprachprobe, um den Klang mal mit meinem ATR zu vergleichen?

Nicht von mir, aber hier:

und hier:

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Dank @rstockm’s aufmerksam machen aufs V-Moda Boom Pro-Mikrofon, habe ich auch 4 Kopfhörer getestet. Leider sind mir die Over-Ear-Kopfhörer in Video-Konferenzen doch etwas zu klobig. Ich suchte deshalb nach kleineren Kopfhörern mit 3,5 mm Buchse. Da gibt es nicht viele - und es werden immer weniger, weil der Bluetooth-Trend gar kein Kabel mehr braucht. Mein Favorit für Video-Konferenzen ist jetzt der Marshall Major III mit dem V-Moda Boom Pro. Hier mein Blogpost dazu: https://khpape.blog/wordpress/guenstiges-headset-mit-edlem-klang/.

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Das sieht sehr gut aus, ist aber leider auch wieder ein Auslaufmodell - die neue IVer Serie liegt bei 150 € und wird gar nicht mehr Kabel-Only angeboten.

Dadurch bin ich aber auf einen Gedanken gekommen:

Kinder Kopfhörer

Uhm.
Ja, echt jetzt!

Ich habe für K1 mal den hier gekauft:

Und was soll ich sagen: das ist eine ganz vernünftige Lösung, für schlanke 19,99 €.
Er ist ersichtlich ein „On-Ear“ Produkt, im Gegensatz zu den sonst oben vorgestellten „Over Ear“ umschließt er also nicht die Ohren, sondern liegt nur auf. Das führt zu deutlich weniger Isolation, kann aber auch ein Vorteil sein wenn man etwas mehr von der Umgebung mitbekommt.
Ich hatte dieses Modell damals ausgewählt, da es einen erstaunlich guten klang für den Preis bot - absolut tauglich für eine Podcasting-Aufnahme, und auch für Musikhören. Insgesamt rundes, warmes Klangbild, da ist nichts was stört oder nervt.
Der Sitz ist auch für große Köpfe - eben keine Kinder - erstaunlich gut: das Metallband oben ist robust, federt weich und ist sogar hinreichend gepolstert.
Schließt man das BoomPro an, werden die ganzen Bluetooth-Optionen deaktiviert, die braucht man ja auch nicht. In Schwarz sieht man ihre Herkunft als Kinderkopfhörer auch nicht.
Ein echtes Feature sind die Maße: der lässt sich, auch zusammen mit dem BoomPro, extrem platzsparend transportieren, ist also gut zum Verschicken geeignet oder als „immer dabei“ Notlösung. Hier zusammengeklappt:

Screenshot at Jan 17 22-41-38

Und hier im Hintergrund: der Beyerdynamic Custom Game zum Größenvergleich:

Screenshot at Jan 17 22-24-36

EDIT:

@kai hat mich darauf hingewiesen, dass es die auch als Schwedisches „Original“ gibt:

Habe ich jetzt nicht getestet, aber Verarbeitung und Klang dürften wohl kaum schlechter sein.

Insgesamt: es scheint zu lohnen, links und rechts des Weges nach weiteren Lösungen zu schauen. Danke an @Karlheinz für diese Idee, On-Ears hätte ich sonst gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt.

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Danke für den interessanten Hinweis @rstockm! Ich werde den Termichy auch mal ausprobieren.
Ja, wir müssen wirklich mal in anderen Bereichen suchen. Auf meinen Blogpost bin ich auf diese Lösung hingewiesen worden: https://de.turtlebeach.com/products/battle-buds-black-silver.
Ein In-Ear Headset mit Mikrofonarm für 30 €. Ich weiß zwar noch nichts über die Mikrofon-Qualität, aber nach den Überraschungen hier muss ich es einfach mal ausprobieren.

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@Karlheinz Danke, dass du dich „opferst“ und das Turtlebeach-Headset ausprobierst. Bin schon auf deinen Mikro-Test gespannt, da ich mich als Einsteiger über mögliches weiteres Equipment breit informiere bevor ich investiere. Da bevorzuge ich doch reale Tests von erfahrenen Praktikern ggü. reinen Textbewertungen auf online-Shops.

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Ein In-Ear Headset habe ich bisher auch noch nie gesehen, wirklich interessant.
Bin auch ziemlich gespannt auf deinen Test!