Headsets für Podcasting und Videokonferenzen - Corona Edition

Das war auch mein Eindruck, dann habe ich aber das hier gesehen:

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Das ist zwar der Termichy, geht aber genauso mit dem Urbanears. Sprich, man kann den Bügel extrem weiten (wie auch beim HMC660) ohne dass etwas zu Bruch geht, und dann sitzt er umgehend sehr viel angenehmer. Die Polster tragen sich etwa deutlich besser als beim Termichy, finde ich.

Weitere Unterschiede: der Urbanears isoliert deutlich stärker, ich würde schätzen Faktor 2. Der Termichy ist da wirklich extrem „offen“, man hört auch die eigene Stimme laut und klar wenn man ihn auf hat. Das mag in manchen Situationen aber auch von Vorteil sein: wenn man ihn etwa an ein iOS Gerät angeschlossen hat für StudioLink QuickWeb oder Clubhouse, und dort kein (latenzarmes) lokal monitoring angeboten wird. Will man hingegen etwas mehr „für sich sein“ ist der Urbanears die bessere Wahl.

Und im Klang würde ich den Urbanears auch vorne sehen, aber das ist zum einen natürlich etwas subjektiv und mag zum anderen auch mit der stärkeren Isolation zusammenhängen.

Also entweder bin ich irgendwo flasch abgebogen oder BD hat die Preise für das Custom Game extrem angezogen.
Bei BD selber kostet es derzeit im Angebot 149€ (heruntergesetzt von 199€), bei Amazon hat sich der Preis um die 181€ eingepegelt.
Für 139 € sehe ich das leider nirgendwo mehr oder kann mir jemand die Tomaten von den Augen schießen? :wink:

Die Preise bei Amazon schwanken extrem - Auslaufmodell halt.

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OK, dann waren die von Dir genannten 139€ damals wohl ein echter Glückstreffer und ich sollte jetzt schnell beim Angebot von 149€ zuschlagen?! :wink:

BTW
Ist im Lieferumfang des Custom Game ein zweites Kabel mit dabei, sodass man es ohne Mic betreiben kann?
Als Zubehör ist es zwar gelistet aber aus der Beschreibung geht es für mich nicht so richtig hervor.

Bei mir ist gerade ein neues Testgerät angekommen, das ich gegen das BoomPro von V-Moda testen wollte. Und zwar das hier: https://www.amazon.de/gp/product/B082CLLN92

Das OneOdio Pro M OverEar (bzw. StudioWireless Y8B, irgendwie steht vorne was anderes drauf als hinten :roll_eyes:) hat aus meiner Sicht den Vorteil, das bereits ein dem BoomPro nicht unähnliches Antsteck-Mikro mitgeliefert wird, dass das ganze Paket „nur“ 43 EUR kostet und sich der zugehörige Kopfhörer auch sehr kompakt einklappen lässt. Für mich ist es deshalb interessant, weil ich etwas für unterwegs suche und ich bin gar nicht mal so unbegeistert.

Hier ist mein in der Mittagspause quick und dirty aufgenommener Spontantest. https://kofferwoerter.trivial.studio/wp-content/uploads/2021/02/mikrotest_boompro_vs_one_odio.wav

Erste Reaktion: „oh, das klingt aber auch toll!“
Dann durch deine Erläuterungen gemerkt: ach so, die ersten 2 Minuten sind noch das BoomPro…
(Gute Idee dieser Vergleich).
Das OneOdio klingt jetzt sehr viel lauter und vor allem direkter. Erste Frage wäre: war der Abstand Mikro zu Mund hier vergleichbar? Ich hätte das jetzt vom Hören her zwei bis drei Finger weiter weg gedreht, dafür das BoomPro vielleicht einen Finger näher.
Ansonsten scheint mir das BoomPro deutlich feiner aufzulösen, aber das andere ist keinesfalls ein Totalausfall.

Bzgl „BoomPro ultramobil“: schau mal in den Thread hier, da sind zwei sehr kleine sehr faltbare günstige Kopfhörer dabei die gut zum BoomPro passen:

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Ich habe sehr viel hin- und hergetestet und habe auch versucht, den Abstand vergleichbar zu halten. Dein Instinkt trügt Dich nicht: Der direkte Sound kommt daher, dass das OneOdio einen deutlich längeren Hals hat und wirklich direkt vor dem Mund hängt (wenn man das denn möchte), während das BoomPro ja eher unten am Mundwinkel ist (siehe Vergleichsfoto, links OneOdio, rechts BoomPro). Dennoch: Auch wenn ich das OneOdio sehr weit weg biege ist es lauter. Was die Auflösung angeht, bin ich deutlich zu wenig audiophil, als das rauszuhören. Da vertraue ich Dir einfach. :grinning:

Ich kenne den Nachbarthread, habs aber hier hin gepostet, weil ich dachte, es geht ja irgendwie um Beides, das Mikro und den passenden Kopfhörer dazu. Da ich jetzt sowieso beide Devices habe, kann ich sie ja kombinieren wie ich will. Und der Kopfhörer ist aufgrund seiner Kompaktheit sehr okay.

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Es ist das MX 300 geworden. Immerhin ist das Kabel abnehmenbar, der Mikrofonarm ist auch gut hochklappbar - klar, für die U-Bahn vielleicht dennoch „komisch“. Denke das Teil klingt so gut wie ein DT 770. Wobei ich den Custom tatsächlich bequemer fand. Da der aber ja bekanntlich eh nur noch schwer zu kriegen ist (BD hat ihn nur noch als B-Ware) wird dir die Entscheidung vielleicht sogar abgenommen.

Ich habe mich jetzt auch für das MMX 300 entschieden. Kommt vermutlich heute, ich werde nach ein paar Wochen Praxistest berichten. :slightly_smiling_face:

Mich würde ja interessieren, ob das Mikro des MMX300 dasselbe ist wie das des Custom Game… Das fand ich ja ganz gut, aber das BoomPro ist in vieler Hinsicht m.E. überlegen.

Aus deiner Aufnahme des Custom Game habe ich zwei Schwächen herausgehört: Zu starke Aufnahme von Plosivlauten und Atemgeräuschen sowie Kabelklang.

Ich habe mir einige Vergleichsaufnahmen zwischen Custom Game und MMX 300 angehört und das erste Problem war beim MMX 300 deutlich unkritischer. Werde ich aber noch mal testen.

Der Kabelklang ist aufgrund der anderen Bauweise hoffentlich ohnehin ein Non-Issue.

Ich werde berichten und auch eine Testaufnahme des MMX 300 machen.

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Heute kam das Boom Pro endlich :slight_smile:

Ich bin ehrlich gesagt nicht in der Lage dazu, den Klang des Boom Pro zu beschreiben. Mir fehlt das ausgewählte Vokabular eines Sound-Menschen.

Aber: Es ist für mich nicht hörbar schlechter als das, was das DT797 produziert.

Dafür ist das DT797 deutlich schwerer und drückt mir zu sehr auf die Ohren. Ich höre da inzwischen meinen Puls und das ist unangenehm.

Kurz: Ich bin sehr begeistert von der Kombi. Ich bringe das billigst mit einer USB-Soundkarte für 9€ ans MBP und habe damit auch weniger Kabel rumfliegen. Was mich am 797 auch gestört hat…

Hach <3

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warum die noch? Eigentlich kannst du den TRRS Miniklinke Anschluss direkt ins MBP packen, der AD-Wandler dürfte da keinesfalls schlechter sein…

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Hat nicht funktioniert, das war natürlich mein erster Gedanke.
Aber vielleicht halte ich es falsch herum. Ich gebe dem noch einmal eine Chance.

Da le* mich doch…

Jetzt klappts :slight_smile: Hab mich ne halbe Stunde damit rumgeschlagen und jetzt ist’s ok… Ach menno

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Hat jemand nen Tip für ein Audiointerface mit den Telefonfeatures „optische Signalisierung“ (aka blinkende LED) und Rufannahme-Button?

Ich hab hier ein Jabra Headset, bei dem mich der Kopfhörer so dermaßen stört, dass ich gerne was eigenes anschließen würde.
Leider klappt das bei dem Jabra (enc060) trotz Miniklinke nicht, weil das Ding nen abgeflachten Eingang hat. Trotz runterfeilen eines TRRS Kabels (nun passt es in die Buchse) hab ich aber nur Sound auf dem rechten Ohr, obwohl das Ding den Mono-Sound auf beide Ohren rausgibt (der Jabra-Kopfhörer kann stereo).

Alternativ hätte ich noch ein altes Plantronics DA80 Interface, aber das hat nur diesen komischen Callcenter-Stecker und ich weiß nicht wie ich da ne Miniklinken-Buchse ranfummeln soll.

Hier nun mein ausführlicher Test des beyerdynamic MMX 300 (aufgrund meiner Non-Stop-Verwendung in den letzten Tagen früher als erwartet):

Da er etwas länger geworden ist, habe ich ihn in einen eigenen Topic ausgelagert.

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Zum DA 80 von Plantronics hab ich mir inzwischen was gebastelt, aber man merkt, das der DA80 schon mehr als ein Jahrzehnt alt ist: es rauscht ganz tüchtig.

Das Kabel „QD auf Miniklinkenstecker“ ist eigentlich dafür gedacht eine Plantronics Hör/Sprech-Kombi an ein Gerät mit Klinkenbuchse anzuschließen.
Ich brauchte den umgekehrten weg und das klappt so:

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Es gibt einen Neuzugang in der Testreihe:

EKSA E900 (34 €)

Ich bin auf dieses Gaming-Headset durch diesen Blogpost aufmerksam geworden:

Volker Weber hat hier ein sehr sinnvolles Experiment gestartet: er bietet (zusammen mit @ralfrottmann) in Clubhouse „wie klinge ich hier“ Sessions an, in denen Leute dort auf die Bühne dürfen und sagen, mit was für einem Mikro sie sprechen. Das wird live bewertet und - auf Wunsch - einem auch direkt zurückgespielt. So entsteht binnen kurzer Zeit eine beachtliche Test-Abdeckung von Mikros. Das E900 hat sich dort als bestes Budget-Headset durchgesetzt:

Und der Preis liegt mit 34€ - und das schon mit Kopfhörer - nochmal deutlich unter dem BoomPro.

Klang des Mikros

Volker hat recht: das E900 klingt wirklich gut. Ich würde das BoomPro noch als etwas transparenter im Klang bezeichnen, weniger aufdringlich - aber das hier ist grundsätzlich schon sendefähig:

EKSA E900

Das Grundrauschen ist höher als beim BoomPro, aber noch im Rahmen. Vom reinen Mikro her also scheinbar wirklich ein Glücksfund - wenn da nicht diverse andere Probleme wären:

Robustheit gegen Störgeräusche:

Die Robustheit gegenüber Netzbrummen ist vergleichbar mit dem BoomPro, sehr gut dass hier die Unsitten des HMX660X wirklich der Vergangenheit angehören. Dafür ist die KOnstruktion mit dicken, schwerfälligen Kabeln sehr anfällig für Kabelklang - man muss den Kopf schon recht still halten, sonst raschelt und döngelt schnell was am Kabel. Ferner ist die Vader-Anfälligkeit, also die Empfindlichkeit Atemgeräsuche mit aufzunehmen, um Größenordungen stärker ausgeprägt als das extrem genügsame BoomPro. In der Summe ist das E900 also deutlich schwerer zu handhaben als das BoomPro, bei in etwa vergleichbarem Klang.

Klang und Komfort des Kopfhörers

Das können wir kurz halten: der Kopfhörer ist unterirdisch. Der Klang ist der schlechteste im ganzen Testfeld - dumpf, muffig, völlig lustlos. Das mag für Konferenzen noch irgendwie erträglich sein, angesichts der starken Konkurrenz fällt er aber einfach zu weit ab. Diesen Kopfhörer setzt man nicht gerne auf, Musik hören verbietet sich völlig.

Komfort

Der Sitz ist in Ordnung, aber dennoch eine Klasse schlechter als der oben getestete AudioOne, der schon nicht überragend war.

Flexibilität der Einsatzzwecke

Wie beim BoomPro wird ein Adapter auf TRRS mitgeliefert, ein Anschluss an Smartphones, Tablets und Rechner wie das MacBook ohne Soundinterface dazwischen ist also möglich. Eine Lautstärkeregelung des Kopfhörers sowie eine Mute-Taste sind ebenfalls dabei. Um es an einem 48V XLR-Anschluss zu betreiben, braucht man wie beim BoomPro diesen Adapter:

Rode VXLR+

Ansonsten fühlt es sich am wohlsten in den „Headset“ Eingängen von Mischpulten wie den oben gezeigten XENYX303USB oder dem Yamaha AG03.

Bewertung und Fazit

Ich würde das E900 wie folgt einsortieren (1: grauenhaft, 5: toll):

Klang Kopfhörer: 1
Klang Mikro: 5
Komfort: 3
Robustheit gegen Störungen: 3
Flexibilität: 4

Mit einer anderen Kabelkonstruktion, weniger Anfälligkeit gegenüber Vadern und vor allem einem besseren Kopfhörer wäre das ein Treffer geworden. So aber muss man sagen: da das BoomPro eigentlich alles besser macht, zu dann doch nicht so viel mehr Preis und der Flexibilität bei den Kopfhörern, bleibt wenig übrig, das für das E900 spricht.

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Außer Konkurrenz: wie klingt eigentlich das aktuelle MacBook Pro 2020 M1?
Antwort: prinzipiell sehr gut, aber es kommt sehr auf die Akustik des Raumes und den Abstand zum Laptop an. Und die Pfoten sollte man besser von der Tastatur lassen:

MacBook Pro 2020 M1