Headsets für Podcasting und Videokonferenzen - Corona Edition

Moin!

Erstmal großen Respekt für die Arbeit die Du Dir hier machst. Daumen hoch. :+1:

Du verlinkst oben beim Beyerdynamic zum K190.41-1.5m, welches, wenn ich es richtig bei Thomann gesehen habe, nur einen XLR-Anschluss hat. Wenn man es nun, wie in meinem Fall, an ein Xeny302USB anschließen möchte, benötigt man für das Audiosignal einen entsprechenden Adapter?

Ich frage, weil ich aktuell noch ein Kabel mit XLR und 5er Klinke habe, muss jedoch mit einen leider unnötig großen Adapter von 5er auf 3er Klinke wandeln. Durch das Gewicht des Adapters und der Position des Xenyx (liegend) knickt das XLR-Kabel direkt am Anschluss ab und führte nun zum unweigerlichen Kabelbruch/Wackelkontakt. Deshalb würde ich das ganze gern irgendwie stabiler/einfacher stecken. Gibt es da einen Tipp?
Danke sehr.

Grüße

Oh danke für den Hinweis - falsches Kabel. Habe es korrigiert, das hir braucht man in der Regel:

Und das geht dann direkt in den XLR-Anschluss des XENYX.

1 Like

Danke für den interessanten Test!

Ich war noch nie ein großer Fan des DT797-Klangs und finde tatsächlich, dass das Boom Pro besser klingt. Weniger muffelig, wärmer, angenehmer.

1 Like

Ich habe mein Superlux HMC 660X mit XENYX jetzt probeweise durch das BoomPro ersetzt (ein [Bluetooth-]Headset - das auch per Kabel mit Klinkeneingang funktioniert - war vorhanden) und ich bin begeistert. Alle meine Brummprobleme haben ein Ende und der Klang begeistert mich.
Vielen, vielen Dank für den Test und den schönen Artikel!!!

Ich hätte auch noch prinzipiell geeignete JBL-Kopfhörer, die aber einen dünneren Klinkeneingang haben. Hat irgendjemand Erfahrung oder eine Einschätzung, ob eine Adapterlösung von der Stabilität und Geometrie hier überhaupt noch sinnvoll sein könnte? Oder wird die Konstruktion dann absurd - zumal ja Adapter, Kabel und Mikro an der winzigen Klinke hängen?

3 Like

Ich schreibe dazu heute noch etwas länger. Ich habe jetzt die hier ausprobiert, und das scheint mir eine brauchbare Lösung zu sein - hängt aber stark vom Kopfhörer ab. Später mehr:

2 Like

…und dann ist es doch mal wieder alles etwas länger geworden.
Hier der Beitrag dazu:

Vielen Dank dir, Ralf! Unser MacGyver im Auftrag des guten Klanges.

4 Like

Das V-Moda Boom ist jetzt auch bei mir angekommen. Und ich muss sagen, dass ich mir vom Klang mehr erwartet hätte.

Ja, es ist ziemlich Pegelfest und wenig Störgeräusche anfällig, aber bringt in den Tiefmitten und Bässen echt wenig rüber, sodass es unbearbeitet doch sehr Telefonmäßig klingt.

Wenn man die Bässe dann ein wenig anhebt klingt es voller und man hat trotzdem noch einen sehr klaren Klang. Das kann man gut finden, aber letztlich zeigt mir das, wie klein die Kapsel ist, die Kugelförmig aufnimmt. - Da hab ich 7,99€ Nackenbügel Headsets von Amazon, die das gleiche Ergebnis liefern.

Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen, ob ich das Teil gut finden soll, oder eher, sagen wir mal ein wenig „2 Dimensional“.

Und in der Praxis nervt der 3,5mm Stecker schon ein wenig. Es gibt so viele Kopfhörer mit 2,5mm Buchse - und dazu kommt, dass der trrs Adapter bei einigen meiner Kopfhörer nicht ganz reingesteckt werden kann, weil dann nur der Rechte Hörer arbeitet. (Beispiel: Bose On-Ear Wireless)

Also als günstige Variante um für 4-6 Leute ein Mikrofon zu haben finde ich es ok, aber wenn man dann die Kopfhörer noch dazu rechnet und die Adapter finde ich das Paket noch zu „fragil“.

Da würde ich eher Amazon Nackenbügel Mikros nehmen.

1 Like

Am coolsten wäre aber auch ein Headset das gut klingt und dass ich einfach an den USB anschließen kann. Gibts sowas eigentlich?

2 Like

Welches ist das konkret?

Ich hab dieses Jahr fast alle Mikrofone ausprobiert, die es in der Richtung zu finden gibt - 42 an der Zahl.
Am besten hat folgendes abgeschnitten: https://www.ebay.de/itm/224184116063 (Headset Headworn Microphone 1 Stück 6,38€/Stk bzw. 3 Stück 5,81€/Stk)

Kommt direkt aus Fernost und braucht etwa 3-5 Wochen, bis es da ist.

Es ist nicht ganz so präsent, wie das V-Moda, dafür aber linearer.
Im Vergleich würde ich auch nicht sagen, dass das V-Moda zu wenig Bässe hat, sondern das es die Höhen überbetont. (China-Höhen, die oft günstigen Mikrofonen zugeschrieben werden. Dadurch klingts erstmal besser, es lässt sich aber schwerer damit arbeiten.)

Das da oben - wobei es da warscheinlich auch eine gewisse Serienstreuung gibt - klingt wesentlich ausgewogener.

Wenn jemand Beyerdynamic Restposten findet, der Custom Studio, den es auch mal gab, hat Velours und ein Spiralkabel ohne Mic zusätzlich dabei, sollte ansonsten der gleiche Kopfhörer wie der Gaming sein.

(Und bitte, Beyerdynamic hat kein s am Ende :nerd_face:)

1 Like

Danke @rstockm für Deinen ausführlichen Testbericht. Das hat mich überzeugt, und ich habe mir das V-Moda BoomPro besorgt und gleich im Vergleich mit dem Mikrofon des Bayerdynamic Custom Game getestet:

https://colearn.de/mikrofone-nicht-nur-fuer-video-konferenzen/.

Sehr überrascht hat mich der Unterschied beim Direkt-Anschluß über die Headset-Buchse am PC im Gegensatz zum Betrieb am externen Audio-Interface. Hörbeispiele im Blogpost.

2 Like

Ich habe da nochmal drüber nachgedacht, und noch eine Vermutung: ist vielleicht Bitrate/Samplerate deiner internen Soundkarte zu gering eingestellt gewesen? Weil man hört da deutlich Digital-Artefakte, die eigentlich nichts mit einem D/A-Wandler an sich zu tun haben dürften…

Ansonsten beruhigen mich die Ergebnisse von @Karlheinz sehr - es ist eine Sache, sich hier meterweit aus dem Fenster zu lehnen mit „Ende des HMC660“ und eine andere dann zu sehen, dass andere zu ähnlichen Ergebnissen kommen :relieved:

Auch sein anderer Test in einen Besuch wert: vor allem weiter unten die günstigen (Gaming)Headsets. Dieser komplett schauderhafte Klang ist es, wogegen wir alle immer wieder aufklären müssen, und gut wenn es endlich Alternativen gibt:

2 Like

Noch ein guter Life-Hack, um den BoomPro auch noch das letzte bisschen Kabelklang auszutreiben, insbesondere wenn man noch einen 2,5mm auf 3,5mm Adapter verbaut hat und das Mikro dadurch etwas tiefer hängt:

Screenshot at Dec 23 14-07-01

  1. Den Clip oben (!) an den Kopfhörer befestigen. Sollte mit vielen Modellen funktionieren, die in etwa dem DT770 nachempfunden sind (hier: der Custom Game)

  2. die entstehende Schlaufe mit etwas Tape (hier der Sichtbarkeit halber helles) an die Ohrmuschel kleben.

Fertig!
Alles, was hinter dem Clip mit dem Kabel passiert, wirkt sich überhaupt nicht mehr auf den Sound aus. Mit dieser Konstruktion kann man etwa auch gut in Hoddies mit hjohem Kragen podcasten, in dem sich sonst gerne die Kabel verfangen.

1 Like

@rstockm: Eingestellt sind am Thinkpad T460s: 24 bit, 48 kHz. Daran kann es nicht liegen.

Danke, dann bin ich da echt etwas ratlos, an meinen MACs/ iPhones klingt das astrein.

Ja, gute Idee mit dem Hochängen des Kabels. Das tief herausragende Kabel unter der tiefsitzenden Buchse reibt bei Kopfbewegungen sonst immer an der Kleidung über der Schulter. Das müsste bei On-Ear-Hörern eigentlich weg sein. Da suche ich noch nach einem mit 3,5 mm Buchse.

1 Like

Zum Thema BoomPro hier noch ein Tipp an die Sparfuchs-Fraktion:

Da mein Laptop weder eine separate Mic-Buchse noch TRRS hat habe ich mich nach externen Soundkarten umgesehen. Man stößt immer wieder darauf, dass es beim BoomPro in Verbindung mit USB-Karten zu Ground Loops kommt und deswegen viele Geräte unbrauchbar sind.

Ich habe mir auf eine Empfehlung hin das Sabrent USB Externe Soundkarte (für 8,- € bei Amazon) besorgt. Es ist in Verbindung mit dem BoomPro tatsächlich frei von Störgeräuschen und der Mic-Input ist wirklich gut. Habe diesen Stick gegen das Xenyx 302USB getestet und kann praktisch keinen Unterschied zwischen den beiden erkennen (das Xenyx hat vielleicht minimal mehr Körper, da müsste ich nochmal genau nachhören…)
Beim Köpfhörerausgang muss man allerdings leichte Abstriche in Kauf nehmen. Im Vergleich zum Kopfhörereausgang meines Thinkpad X220 zieht der Sabrent-Stick in Sachen Tiefen-Wiedergabe den kürzeren.

Aber die Vorteile liegen auf der Hand: das Ding ist spottgünstig, winzig und der Mic-Input liefert einen klaren Klang. Außerdem funktioniert es mittels Adapter auch am Smartphone. (getestet mit Lineageos 14.1 auf Sony XZ1, wobei in dem Fall das Mikrofonsignal gleich podcast-mäßig an den Kopfhörerausgang durchgeschleift wird)

@rstockm Vielleicht wäre die Info sogar eine Ergänzung deines Ausgangsposts wert, denn es hat ja nicht jeder ein 303USB oder AG03 zu Hause rumliegen. :slight_smile: