Test: Headsets und Mikrofone im Direktvergleich

Wenn das laut Spazifikationen mit 1-9V klar kommt, könnte das mit 5V aus dem USB ja theoretisch klappen :slight_smile:

Ich sehe da in der Beschreibung keinerlei Indiz, dass Speisespannung in Richtung Mikrofon geht.

Siehe auch der Test bei bonedo: http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/the-tbone-usb-1x/2.html
"Über eine Phantomspeisung verfügt das USB-1X nicht, daher muss man auf den Einsatz von Kondensatormikrofonen, die nicht per Batterie versorgt werden können, verzichten."

Wenn man wirklich nur ein HMC660 zum Anschließen hat und allein oder immer per Skype/Mumble/StudioLink unterwegs ist, könnte das eine lustige Alternative sein:

Da liegen angeblich 15V an, die Beurteilungen sind sehr gemischt, aber für 59 €…

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Auch auf die Gefahr hin als Spielverderber beim Hardware-kauf dazustehen… Für Skype/Mumble/StudioLink reicht es wahrscheinlich den XLR-Stecker abzuzwicken und einfach eine Miniklinke anzulöten… Mit einem halbwegs guten Mic-Vorverstärker im Laptop (angeblich sind die Macs da nicht schlecht) könnte das schon reichen.

Meine Theorie ist nämlich immer noch, dass beim HMC660 einfach eine stinknormale Elektret-Kapsel direkt (und außerhalb jeglicher Spec.) an ein XLR-Kabel gefrickelt wurde, und diese Kapseln betreibt man eben entweder mit Plugin-Power, oder mit einer passenden Speiseschaltung. Im einfachsten Fall dieser hier (die blauen Tonfrequenz-Elkos aus 'ner Frequenzweiche sind viel zu gross, aber was anderes lag gerade nicht rum).

Ich hab’ mir jetzt mal ein HMC660 bestellt um das zu testen.

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So, HMC660 ist gekommen und ich habe es an diversen Schaltungen ausprobiert. Die selbstgebaute Speisung funktioniert zwar “irgendwie”, aber ist frickelig. Der Audix Phantomspeiseadapter den ich schon hatte gibt zu wenig Spannung aus (2.2V), damit wird die Mikrofonkapsel des HMC660 noch nicht wirklich warm. Ein ebenfalls heute gelieferter Superlux PS-418S (der billigste Adapter bei Thomann) hatte zwar schon bei Lieferung ein gebrochenes Kabel in seinem Inneren, aber er zeigt eine erstaunlich hohe Signalqualität.

(Bitte entschuldigt den albernen Text…)

Der Phantomspeiseadapter ist eigentlich klein genug dass man ihn noch in’s Innere des Kopfhörers packen können müsste, alternativ braucht es eben einen Mini-XLR-Stecker am Ende des HMC660 Kopfhörerkabels dass es alles passt.

Bild zeigt links das HMC660 Headset-Kabel, in der Mitte ein kurzes Kabel XLR auf Mini-XLR, rechts den Phantomspeiseadapter (auseinandergenommen) und oben das Kabel zum Audiointerface (EchoFire 4).

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Wenn man die Kabel, die im Schwanenhals verschwinden, ein wenig verlängert… dann passt die Platine des Speiseadapters locker in die Ohrmuschel; ohne Verlängerung geht wohl auch, der Zusammenbau ist dann nur etwas hakelig. Vielleicht sollte man noch mit einem Rest Schaumstoff auffüllen damit nichts klappert.



Also 39€ (HMC660) + 19,90€ (PS 418S). Dafür hat man dann ein ziemlich schrottiges Headset das an 9V…48V Phantomspeisung funktioniert. Was mache ich jetzt damit? :confused:

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Mein Stuff ist ebenfalls angekommen. Allerdings habe ich aktuell ein unheimliches Fiepen drin, könnte das von schlechter Erdung/Verkabelung kommen? Das HMC-660 hängt an dem Behringer PS400 und das mit diesem Kabel am UMC22. Der Sound ist entsprechend auf 12V bzw 48V. Auf 12V aber das besagte Piepsen. Stelle ich am PS400 auf 12V verschwindet das Piepsen.

Durch den symmetrischen Aufbau normaler, per XLR angeschlossener, Mikrofone ist die Zuführung der Phantomspannung sehr unkritisch und Störungen dort beeinflussen das eigentliche Nutzsignal kaum. Bei besagtem Headset gilt dies nicht, du hörst daher wahrscheinlich das Pfeifen eines Schaltreglers in der Behringer-Kiste. Mit einem ordentlichen Mikro sollte diese Störung nicht hörbar sein. – Ich denke der Versuch das schlechte Design des HMC mit noch einer weiteren Billig-Kiste zu kompensierten ist nicht zielführend. Mit dem Elektret-Adapter, siehe meine letzten Posts, klingt es aber ganz brauchbar.

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Ich musste das Headset gerade nochmal auseinandernehmen, denn der Kopfhörerteil hatte sich etwas verzogen, dann zerrt es fürchterlich. Bei der Gelegenheit habe ich die Schaltung des Phantomspeiseadapters abgemalt: http://vogelchr.blogspot.de/2016/04/superlux-hmc660-headset-and-ps-418-s.html

Ein interessanter Punkt ist: der Adapter macht einiges an Gain, es kommt also eine deutlich höhere Amplitude raus als z.B. aus dem Beyerdynamic und man muss den Eingang am Audiointerface folglich weniger weit aufdrehen. Auf die Schnelle konnte ich nicht herausfinden welcher Transistortyp Q1 genau ist (für evtl. Nachbauer), aber die ganze Kiste ist angenehm rauscharm.

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Deine Vermutung war richtig, mit dem Superlux PS-418S funktioniert es problemlos

Nicht unwahrscheinlich, wenn sich der PS-418S erst am Ende des Kabels (dort, wo normalerweise der XLR-Stecker sitzt) befindet. Die parallelen Kabel, zusammen mit dem empfindlichen Eingang des PS-418S… da kann ich mir Übersprechen gut vorstellen.

Ja Verlängerungskabel zwischen Interface + Phantomspeiseadapter hat geholfen.(scheinbar)
Oder wahrscheinlich eher an einem Kabel Wackelkontakt im Kopfhörer.
Nachtrag, ja ein Wackelkontakt im Kopfhörer ist der Schuldige. o_O

Sgt mal, bei dem ganzen Aufwand: Was ist eigentlich mit der Idee von @Armin ?

Wir haben uns eine alternative “zusammenmodifiziert”.
Bei Thomann ein Superlux HMC 660 X Headset41 und the t.bone HC 95 Kopfbügelmikrofon30 bestellt. Die Mikrofonkapsel des HC 95 passt genau in den Boom des HMC 660X.

Damit haben wir für rund 70€ und drei Löstellen eine sehr passable
Lösung gefunden. Die Umbauarbeiten sind den Headsets nicht anzusehen.

Scheint mir irgendwie praktikabler zu sein, oder täusche ich mich?

Phantomspeiseadapter in die Ohrmuschel zu löten ist eine einfache, kostengünstige (+19,90€) und effektive Modifikation (6 Lötpunkte und ein bisschen Heisskleber). Und die Soundqualität scheint mir dann dem Beyerdynamik fast ebenbürtig. Dass im Laufe dieses Threads ein wenig herumexperimentiert wurde liegt in der Natur der Sache, nur so kommt man einer guten Lösung nahe.

Das HC95 hat eigentlich auch nur einen “Plugin-Power” Ausgang, daher sehe ich nicht wie nur der Kapseltausch hier das grundlegende Problem beseitigt.

@sreimers wäre es nicht das Einfachste, du würdest einen ordentlichen AD-Wandler ind dein Gerät integrieren und eine zu- und umschaltbare Phantomspeisung dazu bauen? Dann hätte man alles in einer Kiste.

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Mein Setup sieht jetzt wie folgt aus: Behringer U-Phoria UMC22 -> Superlux PS-418S -> MiniXLR auf XLR -> Superlux HMC-660X.
Hab gestern mal spontan eine Folge für meinen Podcast aufgenommen: http://nerdemissionen.de/ne077-home-alone-again/ Hab den normalen ReaEQ und einen Lowshelf Filter auf meiner Spur

Du könntest noch zwei Komponenten sparen, wenn du stattdessen dieses Interface nimmst:

  • das läuft direkt mit dem HMC-660X. Gestern getestet, längerer Bericht folgt.
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Gehe ich recht in der Annahme, dass man das Verhältnis von Direct Monitoring und Rückkanal vom Interface nicht regeln kann? Sprich entweder nur das eine, oder nur das andere? (Ist beim q502 leider auch so)

Ja dem ist so. Ich höre mich, aber leiser über den Direct Monitor. Geht aber noch.

Gibts das q502 auch mit 2x XLR?

Jain:

ist dann aber wieder mit 48V :persevere:
Irgendwas ist echt immer.