Netzbrummen (50hz)


#1

Trotz Verwendung eines Erdungskabels habe ich ein deutliches und konstantes Netzbrummen in meiner Aufnahme. Verwendet habe ich das HMC660 und über dessen Anfälligkeiten für das Netzbrummen habe ich gerade schon viel gelesen.
Jedoch würde mich interessieren, ob Studiolink nicht auch eine Filterlösung bietet. Bei REAPER konnte man ReaFir ein Rauschprofil ermitteln. Jeodoch scheint das PlugIn nicht mit Studiolink zu funktionieren.


#2

Hi @Leon3,

wir haben schon einige Angaben geschrieben, was alles getan werden soll um Netzbrummen zu eliminieren?

Als Erstes würde ich schauen welche Zugänge Du hast. Also Stromzugänge und Ihre Verbindungen um ew. kapazitives- oder flankierendes Brummen auszuschließen. Dies habe ich hier schon einmal länger erklärt: Profi-Klang für alle! Das HMC660 Headset richtig einsetzen - für unter 100 €

Unsere Klassiker und Antworten von Ultraschall und der Community:

Wenn Du nicht weiter kommst bitte folgendes beantworten:

  • was genau hast Du schon ausprobiert um das Brummen zu vermeiden?
  • Kannst Du uns ein Spectro oder Original deiner Aufnahme zukommen lassen?
  • Welches Equipment nutzt Du und wie Ist deine Umgebung beschaffen?
  • Verteilung von Stomanschlüssen, Aufbau der Verteiler… kann alles eine Rolle spielen.

Grüße M.C.


#3

Die Einträge habe ich alle gelesen.

Ich nutze ein MacBook Pro (2018) mit einem Zoom H4pro und das HMC660. An der Kopfhörer-Klinke habe ich ein Erdungsarmband befestigt. Das reduziert das Brummen schon deutlich.
Am Mac habe ich zusätzlich noch ein USB-Hub mit einem LAN-Kabel, welches in einen Switch läuft. Der Switch ist ca. 40 cm vom Notebook entfernt. Ist das vielleicht das Problem?
Ansonsten bin ich eigentlich mit meinem Latein am Ende.
Die Aufnahme stammt vom o.a. Setup (also mit Armband).


#4

@McCouman
Es kann auch am Handy gelegen haben. Das Problem ist nun, dass das Brummen konstant auf zwei Stunden Aufname zu hören ist und ich die Aufnahme nicht wiederholen kann. Somit brauche ich also eine Filter-Lösung.
Gibt es die in Ultraschall?
Vielen Dank für Deine Hilfe!


#5

Grundsätzlich kannst Du immer versuchen, das per EQ runterzuregeln. Versuch mal, einen Highpass Filter oberhalb des Brummens einzusetzen, sodass alles unter 50 Hz (plusminus) rausgenommen wird. Mit ein bisschen Geschick kannst Du so die Aufnahme mindestens brauchbar machen, ohne dass die Stimmen zu mies klingen.

Ansonsten gibt es natürlich auch die Möglichkeit per 3rd Party Plugin das rauszufiltern, da bin ich aber nicht der Experte. Google mal, was der Markt hergibt.


#6

Hi Leon3,

ich hatte noch keine Zeit, genauer darauf einzugehen. Wie Joram schon schreibt, musst Du die Transparenz der Stimmen herausarbeiten und den Gang der Frequenzen mit einem EQ und einem Pass Filtern bearbeiten.

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Wie hier zu erkennen, ist es kein 50Hz Brummen an sich, sondern eine Reflexion durch ein anderes Gerät (vielleicht USB HUB oder deine Macbook selber). Du kannst es überprüfen, in dem du das Gehäuse deines Macbook berührst. Ist das Brummen weg, dann versuche so wenig Geräte an dein Macbook zu schalten und suche den Brummer.

Zu deiner Aufnahme:
Du solltest bei ca. 300 Hz und 50 Hz versuchen einen Multiband Kompressor einzusetzen.

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Ziehe dort den Gain Regler nach unten und fange von unten nach oben an, den Regler wieder nach oben zu bewegen (ca. -4.1), bis die Reflexion nicht mehr so stark zu hören ist.

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Setze nun einen Highpass etwas nach der 50 Hz ein und erhöhe die Bandbreite bis das Brummen erlischt. Vergebe nun jeder Person eine eigene Hüllenkurve wenn nötig, um die Transparenz zu erhöhen und die Sprecher offener klingen zu lassen.

Bist Du fertig, dann nutze einen EQ im Mischer und erhöhe bei ca. 2-3KHz die Flanken ein wenig (Siehe nur Position 5).

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Das ist hier extrem, aber sollte reichen. Am Ende kannst Du mit einen Kompressor, leicht Lautstärke auf das abgesenkte Maß anheben. Du solltest jedoch darauf achten, den Konus des Basses nicht mit anzuheben. Am besten Du lässt es erst einmal weg.

Ein allgemeines Tool das einfach nur Magie macht, gibt es nicht. Menschen verdienen damit Ihr Geld als Tontechniker oder Mastering Engineer. Das willst du aber sicher nicht erst studieren. Probiere es mal aus und schaue dir vielleicht auch die Hilfe und Einführungsvideos von Ralf an.

Viel Erfolg erst einmal,
M.C.


#7

Die besten Ergebnisse erziehst du in Ultraschhall mit dem ReaFir Filter. Schau mal das hier an:


#8

Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung! Ich werde das mal versuchen umzusetzen.