Einstiegs-Hardware für Podcast-Noob

Hallo zusammen!

ich bin ganz neu hier und bald auch neu in der Podcast-Welt :blush:

Was ich mache steht schon fest (es wird ein Das Schwarze Auge-Podcast) und das Konzept für den Podcast steht ebenso wie zahlreiche Ideen für den Inhalt. Eine Community gibt es auch, sodass ich eigentlich meine Idee nur zum Leben erwecken und der Community etwas bieten muss.

Nun habe ich mich die letzten Tage und Wochen in diverse Bereiche des Podcastens eingelesen und -gehört und stehe an dem Punkt, wo es hauptsächlich noch um die Frage der Technik geht.

Da ich zuhause alleine aufnehmen werde und Interviewpartner nur über das Internet interviewen werde, werde ich wohl ein USB-Mikrofon nehmen. Das erscheint mir dafür die simpelste Lösung. Ich habe mir auch schon das Rode NT-USB ausgewählt. Allerdings ist das derzeit nicht lieferbar (eventuell ab kommender Woche wieder), weswegen ich noch überlege, ob ich darauf warte, oder doch ein anderes bestelle. Es gab wohl auch mal ein Set mit Stativ und Spinne, welches ich aktuell aber leider auch nirgendwo finde. Was wäre da zu empfehlen, wenn ich die Dinge einzeln dazu kaufe? Ich fürchte nur, dass es dann insgesamt recht teuer wird.
Gibt es ansonsten Tipps, wo das Rode derzeit im Set (oder überhaupt) zeitnah zu bekommen ist?

Eine (günstigere) Alternative wäre wohl das The t.bone SC 440 oder das 450er, die es ja beide auch im Paket mit Stativ, Popschutz und Spinne gibt. Allerdings scheinen die von der Qualität her auch entsprechend schlechter zu sein als das Rode. Wie wäre eure Einschätzung?

Edit: Als Headset kommt ein altes Sennheiser-Headset zum Einsatz. Das hat zwar auch ein Mikrofon, das hat mich bei einer ersten Aufnahme aber so gar nicht überzeugt (v.a. war es EXTREEEM leise).

Was ist noch wichtig zu wissen?

  • Generell wird es ein kleiner Podcast mit Zielpublikum von wohl 2- bis geringen 3-stelligen Hörerzahlen.
  • Ich werde wohl LetsCast.fm zum hosten nutzen und mit einen google-Blog dazu basteln. Ob ich dann irgendwann mal selber hoste, wird die Zeit zeigen.
  • Es soll auch Interviews geben (Skype?), ggf. auch Live-Podcasts, die ich dann über meinen YouTube-Kanal senden möchte. Hier muss ich mir auch noch irgendeine besser Kamera aussuchen, die ich dann für die Streams/Videos mit dem neuen Mikro zusammen einsetzen werde. Gibt es hier gute Tipps?
  • Softwareseitig starte ich mit Audacity, aber REAPER mit Ultraschall hört sich mittelfristig nach einer guten Alternative an.
  • Kostenseitig will ich im (der Größe des Podcasts) angemessenen Rahmen bleiben. Ich überlege zwar, Kosten für neues Eqiupment und laufende Kosten auch über Affiliates und ggf. Patreon zu decken, aber dafür muss ja das Konzept erst einmal angenommen werden, bevor ich damit planen kann :slight_smile:
  • Es besteht also auch immer die Gefahr, dass das Konzept nicht angenommen wird und ich umsonst in Hardware investiert habe. Daher lieber eine solide als eine Profi-Ausstattung.
    - Edit 2: Sollte es irgendwann mal in den “Außeneinsatz” gehen, haben sich die Zooms und Rode Lavaliermikros gut angehört.

Ihr könnt mir natürlich auch noch etwas ganz anderes empfehlen, aber dann sollte es von Qualität, Kostenfaktor und (technischem) Aufwand auch ungefähr vergleichbar sein. Die HMC660-Lösung bspw. hat mich irgendwie noch nicht so ganz überzeugt(?).

Ich würde mich freuen, zu den einzelnen Punkten eure Einschätzungen zu hören. Dafür vorab schon mal ein Danke! :slight_smile:

Euer Gernot

3 Like

Ich würde dir empfehlen dich gleich mit Ultraschall und Reaper zu beschäftigen. Später umlernen und Workflows neu denken ist immer mit mehr oder weniger viel Aufwand verbunden. Ultraschall kostet dich nichts und auch Reaper kannst du im Grunde “für immer” kostenfrei nutzen bzw. zumindest bis du dir sicher bist, dass du damit klar kommst. Gute Software darf man dann nämlich auch gerne bezahlen / unterstützen.

Remote Interviews hast du mit Hilfe der Integration von Studio Link in Ultraschall dann auch direkt abgefrühstückt. Bis hierhin hattest du dann auch noch keine Ausgaben für Software, sondern kannst alles for free nutzen.

4 Like

Ah, es gibt von REAPER eine ksotenlose Testversion? Das war mir noch gar nicht bekannt, danke :slight_smile:

bei Studio Link war ich mir noch nicht ganz sicher, ob dann beide Seiten zahlen müssen bzw. wie das generell organisiert ist? Es wäre ja blöd, wenn meine Gäste für ihren Zugang zahlen müssen :wink:

1 Like

Es gibt sogar noch bis Ende diesen Monats eine kostenlose Lizenz für Reaper.

2 Like

Auch Studio Link ist per se erstmal kostenfrei nutzbar für beide Seiten. Mit der Bezahlvariante (die fast unverschämt günstig ist) kaufst du dir aber ein paar nützliche Features dazu.

1 Like

Danke für die Tipps. Das schaue ich mir mal genau an :slight_smile:

Bleibt nur noch die entscheidende Frage nach der passenden (ich vermeide mal das Wort “richtigen”) Hardware :slight_smile:

Da ich nächste Woche Urlaub habe und ich dort gerne mit den Aufnahmen starten möchte, werde ich - aufgrund der absurden Lieferzeiten (podcasten und streamen dank Corona jetzt alle? :wink: ) und Feiertag - wohl mal das Rode NT-USB bestellen und hoffen, dass es Anfang der Woche etwa da sein wird. Solange kann ich ja Software testen, Inhalte vorbereiten usw.

Sinnvoll ist dann vermutlich noch ein Gelenkarm, wie der Røde PSA 1, wobei ich hier auf den Millenium MA-2040 aufmerksam geworden bin, der Preis-Leistungstechnisch wohl kaum schlagbar sein dürfte. Wobei ich einen Schreibtisch mit dünner Glasscheibe habe und noch etwas unsicher bin, wie gut das hält. Ansonsten könnte das Stativ Millenium MS 2014 vielleicht seinen Zweck besser erfüllen. Hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht?

Außerdem liebäugle ich mit der Mikrofonspinne Rode SMR oder der Rode SM 6. Hat damit jemand Erfahrungen?

Auf beides muss ich wohl noch länger warten, aber das Mikro ist ja erst einmal das wichtigste :slight_smile:

Ganz günstig wird das leider aktuell nicht, rund 334 € (189 € + 80 € + 65 €) im teuersten Fall oder 264 € (189 € + 20 € + 55 €) im günstigeren Fall kostet es.

Edit: Ich habe das Rode NT-USB jetzt mal bestellt, für “günstige” 189 € :wink: Es soll bis Dienstag kommen. Mal sehen, ob das klappt und wie die Verfügbarkeit bei anderen Shops bis dahin ist. Ggf. storniere ich die Bestellung wieder, sollte es doch länger dauern als angekündigt. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das gute Teil :slight_smile:

1 Like

Vielleicht dazu noch eine Frage, die ich mir gerade, aber sonst noch nie gestellt habe: Was bringt eine Mikrofon-Spinne eigentlich? Und nutzt man sie in Kombination mit Mikrofon-Armen oder auch bei Tischstativ-Konstruktionen?

Eine Mikrofon-Spinne entkoppelt das Mikrofon von seinem Ständer. Wenn Vibrationen/Stöße nicht zu vermeiden sind (und das Mikrofon selber schlecht entkoppelt ist), dann hilft eine Spinne dabei, das Mikrofon frei von Nebengeräuschen zu halten.

Ich würde sagen, gerade bei Tischständern, wenn man selber den Tisch benutzt zum Tippen etc, lohnt sich eine Spinne, das gleiche gilt für Bodenstative auf schwingenden Böden (Dielen etc.).

3 Like

Das Mikro geht tatsächlich heute auf Reisen :slight_smile:

Dann hoffe ich mal, dass DPD fix ist. Manchmal klappt es ja auch bei denen wie geplant :wink:

Mal laut gedacht:

Ich habe das Rode NT USB für 189 € bestellt. Das ist unterwegs. Hierfür brauche ja mindestens mal noch einen Galgen. Ggf. (oder sogar ziemlich sicher?) eine Mikrofonspinne.

Das Rode NT1-A kostet im Set mit der Mikrofospinne Rode SM6 (Wert 55 €) ebenfalls 189 € und mit zusätzlichem Millenium MS 2003 Mikrofonstativ mit Galgen 199 € (Wer 16,90 €). Hier bräuchte ich nun noch bspw. das Behringer Xenyx 802 (korrekt?) für 52 €. Da wäre ich dann im Gesamtpaket bei 251 €.

Beim Rode NT USB käme ich mit selbem Galgen/Spinne auf 260,90 €.

Wenn ihr an meiner Stelle wärt: Würdet ihr das NT USB zurückgehen lassen und eher auf die NT1-A-Lösung setzen? Bzw. wo wäre für euch der “Break Even”, wo ihr sagen würdet, die eine oder die andere Lösung passt besser?

Ein Faktor wäre höchstens noch die Lieferzeit. Da müsste ich schauen, wie ich die zweite Kombi in wenigen Tagen bekomme. Der Preis wäre also vermutlich noch minimal höher. Zudem kostet dann der Rückversand des NT-USB zusätzlich. Ich gehe mal davon aus, dass ich preislich am Ende ähnlich liege.

Achtung: der große Unterschied ist ja der, dass das NT USB wie der Name schon sagt ein USB-Interface eingebaut hat. Das brauchst du auch beim NT1, und das Xenyx 802 ist in der normalen Variante erst mal ein Analog-Mixer ohne USB.

Ich würde als Interface das nehmen:

Da hast du dann auch die Option, doch mal einen Gast mit dazu zu nehmen. Das ist dann auch der große strategische Vorteil gegenüber dem NT USB - bei dem wirst du immer allein bleiben (müssen) ohne Upgrade-Pfad.

Dann würde ich überlegen, wenn Budget eine Rolle spielt, ob es überhaupt ein Großmembran Mikro sein muss - und nicht etwa dieses Kleinmembran hier mindestens genauso gut geeignet ist:

Bei meinen Tests hatte das einen fast gleichwertigen Klang, und du sparst dir den ganzen Aufwand mit Spinnen-Aufhängung etc - das ist so gut entkoppelt, dass man es sogar gut als Reportage-Mikro in der Hand halten kann. Ein x-beliebiges Tischstativ reicht da also.

Klangvergleich hier:

1 Like

Danke!

Also ich werde höchstwahrscheinlich alleine aufnehmen (bzw. mit Interviewpartnern über’s Internet), von daher wäre das wohl “egal”.

Danke für den Hinweis mit dem fehlenden Anschluss. Aber selbst die 36 € mehr für das genannte Behringer wären dann ja noch in etwa in der gleichen Preisklasse.

Also Budget spielt schon eine Rolle, ja. Aber ich wäre auch bereits mehr als die 89 € zu investieren, wenn ich dann nachher weniger Arbeit in der Nachbearbeitung bzw. insgesamt einen besseren Klang habe [nur Sprechen, kein Singen :wink: ]. Das M3 wäre ja die Alternative zum NT1-A, wenn ich das richtig sehe? Also beides XLR-Mics?

Generell ist geplant (das meiste steht ja oben schon, daher nur die Highlights und was mir sonst noch einfällt): Ich nehme am PC auf, für Podcast und YouTube-Videos. Ich habe einen eher wackeligen Glasschreibtisch, daher Tendenz zum Stand-Stativ. Mein Rechner ist leider nicht ganz flüsterleise, die Lüfter hört man leider als Brummen. Ich hab zwei Katzen, die auch gerne mal (natürlich) unangekündigt auf den Tisch springen oder sonstwie auf sich aufmerksam machen. Falls davon noch etwas eine Rolle spielt :wink:
Und ich habe nun bis nächstes Wochenende Urlaub und möchte in der Zeit gerne mit den ersten Aufnahmen starten, die Technik (auch Ultraschall) kennenlernen usw. Daher bin ich leider auch etwas von Lieferzeiten abhängig. Mein NT USB ist auf dem Weg und wäre vermutlich Mo oder Di bei mir.

PS: Wie zitiert man denn hier korrekt?

Den Bereich mit der Maus (gedrückt) markieren, dann erscheint am Mauszeiger “ZITAT” und fügt sich an Cursor Stelle in den Text…

3 Like

Ich habe mir jetzt - unabhängig von allem anderen - mal ein Bodenstativ mit Galgen geordert. Nach einiger Recherche wurde es das K&M 26020. Das hört sich nach einer guten Mischung aus Qualität/Standfestigkeit und Preis an :slight_smile:
Ich muss nur noch schauen, ob ich das hinter meinen Monitoren platziere und das Mic quasi von “oben” kommen lasse oder von der Seite.

Eine Spinne lasse ich erst einmal weg und schaue, ob ich die für nötig erachte.

Bei Mic bleibe ich wohl jetzt beim NT USB. Fürs Podcasten soll das nicht schlechter sein als das NT1-A. Und singen will ich ja nicht :wink:

Das Mic ist heute tatsächlich schon angekommen :star_struck:

Damit ist die Wahl dann wohl gefallen.

Ich sehe gerade, die läuft auch dann zum Juni aus, dachte erst das sei eine unbegrenzte :slight_smile:
Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, die 60 Tage Testzeitraum zu nutzen? Nun habe ich ja quasi nur 2 Wochen Testzeitraum? Oder starten die 60 Tage danach neu?

Die 60 Tage Testversion - läuft nie ab. :shushing_face:

3 Like

Ah ok, ist das so wie bei WinRAR? :slight_smile:

Aber sehr schön. Dann kann ich ja erstmal ausgiebig testen und schauen, ob mein Projekt läuft, bevor ich eine Lizenz kaufe :slight_smile:

1 Like