Was ist Auphonic monetär wert?


#1

Ich will mal ein bisschen was Populistisches einbringen. :joy:

Ich habe gerade einige aufnahmen mit besseren Setups und Mikrofonen gemacht, die echt super ist und ich kaum einen Unterschied zwischen dem Auphonic Multitrack und Auphonics Masterversion. Und das Hauptproblem, was ich in den vorherigen Aufnahmen hatte, war das Hallen. Kein Rauschen, kein nix. Und das Problem kriegt Auphonic kaum bis gar nicht gebessert.

Ich frage mich warum ich 2€ pro Audiostunde an Auphonic zahlen soll. Klar, das Encoding ist praktisch, das Metadatensetzen ist auch gut, aber bei einer 2-4h Aufnahme kommen da schnell mal 4-8€ zusammen. Das ist nicht die Welt, aber ich frage mich, ob das das wert ist, der Preis ist doch recht hoch und kommt auf keinen Fall über Flattr o.ä. wieder rein. Warum also nicht eher in gutes Setup investieren, als in Auphonic?

Wie seht ihr das, ist Auphonic quasi Silber wert?


#2

Kennst du eine Alternative die dir so wie Auphonic soviel Arbeit abnimmt? Zeit ist Geld. Geld hat man aber auch mal eher als Zeit.

  • Audiomagic
  • Metadaten
  • Chapter mit Bildern, Chapter in MP3! (Es gibt z.B. auf dem Mac kein Tool das beides kann, entweder m4a oder mp3
  • Mehrere Output Dateien gleichzeitig
  • Die Möglichkeit mit z.B. dem Firtz einen Podcast in Nullkommanix zuveröffentlichen. On the Go.

Und: es fließt Geld. Dass der Laden urplötzlich zumacht (Gott bewahre ^^) ist dadurch etwas unwahrscheinlicher als wäre es kostenlos. Und falls doch gibt es immerhin eine Offline Desktop Lösung, wenn auch ohne Metadaten.

Antwort: jup!


#3

Ich nutze Auphonic bewusst nicht.

Schneiden und arrangieren muss ich sowieso - da liegt die grösste Arbeit. Auphonic kann mir das nicht abnehmen.
Kapitel, Metadaten, EQ, Kompressor etc. kann Hindenburg alles perfekt. Bis ich mein Projekt bei Auphonic hochgeladen habe, hat Hindenburg das alles schon erledigt. Einzig Auphonics automatisches Ducking der “stummen Spuren” kann nützlich sein - wenn die Aufnahme leider so wurde, dass sowas nötig ist.

Für alle, die z.B. keine Ahnung von Kapiteln oder EQ haben oder nach dem Aufnehmen schlicht keine Minute mehr in den Podcast investieren möchten/können, ist Auphonic sicher eine super Sache.


#4

Hindenburg kann Chapter in mp3 und m4a?


#5

Hindenburg kann m4a.


#6

Ich sehe in Auphonic definitiv auch kein Muss, warum auch. Wenn ich aufwendig ein gebautes Stück produzieren würde, würde ich das vermutlich auch nicht durch die Auphonic-Algorithmen laufen lassen. Schon aber das Encodieren und Metadaten-Schreiben nutzen.

Wie aber schon gesagt, nimmt Auphonic einem Arbeit ab. Für vom Aufbau simple Gesprächsrunden eignet es sich halt sehr gut und ermöglicht für den Laien oder zeitlich eingeschränkten Ein-Personen-Betrieb eine schnellere Veröffentlichung mit einem gewissen technischen Niveau.

Wir nutzen bei der Technischen Aufklärung auch Auphonic. Wir behandeln ja einzelne Sitzungen eines Untersuchungsausschusses. Die Folge dazu wird am Abend/nachts aufgenommen und soll am nächsten Tag so schnell wie möglich veröffentlicht werden. Hier ist Auphonic eine riesige Hilfe und bessert Fehler aus, die man im Eifer des Gefechts oder mit halb geschlossenen Augen macht. :wink:


#7

Hall ist auch von Hand ziemlich anstrengend zu entfernen. Das kann Auphonic auch nur begrenzt. Dafür kann es eben eine ganze Menge anderes Zeug.

Die wichtigere Frage ist doch: Was würde es kosten einen Profi dafür zu bezahlen, dein Audio so zu bearbeiten, wie es Auphonic kann. Ich denke da kommst du mit 2€ Stundenlohn nicht zurande.


#8

Oder: Was kostet es dich, dieses Wissen selber anzueignen und dir ein Preset zu erstellen? Ein Profi muss man nicht werden. Die Auphonic-Qualität ist auch nicht auf Profi-Level - aber sicher gut. Ist deine Zeit sehr teuer, fährst Du mit Auphonic lange besser.

Hier wieder: Wer davon keine Ahnung hat und auch nicht haben will: Auphonic top & konkurrenzlos.

Ganz allgemein halte ich es nicht für verkehrt, sich mal mit Mikrofon-Varianten, Besprechung, EQ oder Kompressor auseinanderzusetzen. Das Wissen schadet nicht.


#9

Ich sehe das ähnlich wie @Joey. Auphonic ist klasse und kann eine Menge retten. Das Leveling ist eine vorzügliche Sache, aber eigentlich auch obsolet, wenn man einen konstanten Abstand zum Mikro wahrt, was die meisten mit ihren Headsets ja machen.
Rauschen entfernen geht ja auch nur begrenzt.

Ich denke auch, dass ein gutes Audiosetup mit den richtigen Mikrofonen für die jeweilige Situation schon gut zwei Drittel der Miete ist. Das Komprimieren der Spuren und den EQ einstellen, das ist kein Hexenwerk und gut machbar, wenn man sich einmal damit beschäftigt.

Generell sollte man Mikrofone zumindest teilweise verstehen und die verschiedenen Charakteristiken kennen und mit ihnen arbeiten. Wenn man weiß wie die eigene Technik funktioniert, dann kann man fast nur guten Ton hinbekommen.
Den Hall entfernen kann man eigentlich nur, wenn man Maßnahmen bei der Aufnahmeumgebung durchführt. Wenn man also ohne Hall oder mit wenig Hall aufnimmt, dann hat Auphonic eigentlich nicht mehr viel zu tun. Mir ist sogar aufgefallen, dass Auphonic manchmal den Hall sogar verstärkt / stärker hervortreten lässt.

Das Encoding ist in der Tat eine praktische Sache, kann Reaper aber prinzipiell auch. Die Metadaten muss ich eh produzieren, ob nun bei Auphonic oder in meiner DAW, wie Hindenburg. Das ist eigenlich egal. Ich weiß nicht wie ihr die Daten zu Auphonic schiebt, aber ich schiebe zum Teil pro Spur mehr als ein Gigabyte zu Auphonic hoch. Ob ich nun lange auf den Upload warte oder auf das Rendern in der eigenen DAW, ist am Ende auch egal.

Die wichtigere Frage ist doch: Was würde es kosten einen Profi dafür zu bezahlen, dein Audio so zu bearbeiten, wie es Auphonic kann. Ich denke da kommst du mit 2€ Stundenlohn nicht zurande.

Auphonic bekommt ja auch keienn 2€ Stundenlohn. Der ist ja viel höher, ein Techniker braucht pro Stunde Audio ja auch nur ein paar Minuten um sein Preset abzufahren. Wenn das Audioprocessing (OHNE Encoding) bei Auphonic 10 min. dauert ist das ja auch nen Stundenlohn von 12 €. Klar Techniker sind teurer, aber können eben auch nur einem Kunden Aufmerksamkeit schenken.

Ich benutze Auphonic und ich benutze auch nicht ungern, aber über den Wert dessen kann man ja mal diskutieren.

Am Ende sollte man ein kleiner Experte werden um gute Arbeit beim Podcast zu leisten und wenn man ein kleiner Experte ist, wird der Unterschied kleiner.


#10

Ich finde es sehr günstig und es ist attraktiv für die meisten Beginner. Wenn ich überlege, wie viele Stunden ich mich einlesen muss um das zu erreichen, was Auphonic für mich tut (tun könnte), kann ich lieber ein paar Pfandflaschen zum Händler bringen und mich den Rest der Zeit um eine saubere Aufnahme kümmern :wink:

Also um die Frage zu beantworten: Meiner Meinung nach ist Auphonic mehr wert, als es kostet.


#11

Hm, die Frage setzt voraus, dass ein “gutes Setup” Auphonic vollständig ersetzen kann. Darüber kann man vermutlich geteilter Meinung sein.

Interessanter finde ich aber deine Schilderung weiter oben:

Wenn ich mich auf einen Dienstleister verlasse, vernachlässige ich möglicherweise die Optimierungsmöglichkeiten, die ich selbst habe. Und, wie du selbst sagst, natürlich ist auch die Qualität, die ein Dienst wie Auphonic liefern kann, von der Qualität des Rohmaterials abhängig.

Die populistische Zuspitzung wäre also: Stagniert die Audioqualität durch Auphonic!?! :wink:


#12

Aber sowas von! Alles klingt gleich (scheiße). Schlimm ist das. :scream:

Natürlich, alle ruhen sich darauf aus und keiner probiert selber mal rum. Warum auch. Läuft ja. Aber auch die Algorithmen von Auphonic verbessern sich ja ständig.

In diesem Posting versteckt sich Ironie. Wer sie NICHT findet: back dir’n Eis!


#13

Momentan suche ich die Ironie noch hier. :open_mouth:


#14

naja ich hab jetzt keine Belege dafür aber ich meine @auphonic hätte es mal gesagt und dass ist ja auch der Vorteil zur Desktop Version. Ich schätze Georg macht von dem Geld was reinkommt nicht nur Urlaub am Strand sondern arbeitet auch stets an Auphonic.


#15

Das glaube ich nicht. Es gibt immer die Bastler und Tüftler, die bestehendes in Frage stellen, oder einfach nur nachbauen. Allein schon der Neugier wegen. Hier zum Beispiel:

Und noch ganz persönlich gesprochen: Ich habe eine Hörminderung und einen Tinnitus (Dauerpfeifen im Ohr). Ich bin gar nicht in der Lage, selber einen guten Mix zu erzeugen. Da ist mir Auphonic eine wirklich gute Hilfe, auf die ich nicht verzichten möchte (und auch kaum könnte).

Aber wir sind ja zum Glück alle frei in der Wahl unserer Mittel. Die einen so, die anderen so. Den einen einzigen, vergoldeten Weg, der für alle der Beste ist, gibt es sowieso nie.


#16

Jeder mag auphonic aus anderen Gründen nutzen, für mich ist eigentlich nur der Leveler interessant. Gleichwertige oder bessere Ergebnisse sind durch eine manuelle Bearbeitung zu erzielen, bei vielen und langen Podcastfolgen ist der notwendige Zeitaufwand beträchtlich. Da ist auphonic bequem.

Für eine Automatik sind m.E. die Ergebnisse in Ordnung, und besser als andere günstige Werkzeuge. Wer mehr will muss eben (Know How vorausgesetzt) Zeit investieren, oder zu teuren Lösungen greifen.

(Nutze zufrieden die Desktop Version)


#17

Also ich hab da die letzten Tage jetzt auch mal ein bisschen mit Auphonic experimentiert… Und muss sagen: Top! Ich denke, dass ich da manuell vielleicht nochmal 10% rausholen könnte, aber das ist den Aufwand nicht wert, selbst wenn man viel mit Presets arbeiten kann… Sound Optimieren, Schneiden, Entrauschen, Mixdown, Encoding, Upload… Klar das sind für ich genommen immer nur ein paar Minuten,aber es summiert sich dann einfach…

Das Lizenzmodell ist auch fair. Wer nur wenig und hobbymäßig produziert, der kommt mit den zwei Stunden hin und wer das professionell(er) macht für den sind zwei Euro in der Stunde ok.

Für mich ist Podcasting erstmal nur ein Hobby wie jedes andere auch. Und wie jedes andere Hobby kostet es eben auch mal ein bisschen Geld…


#18

Ich finde, Auphonic hat auch einen integrativen Wert. Klar mag es hier viele Leute geben, die ihren Podcast lieber von Hand von der Aufzeichnung bis ins Ohr tragen wollen und können. Aber gerade für Einsteiger ist Auphonic wertvoll. Man zeichnet was auf, schmeißt es da rein und kriegt am Ende was hörbares raus. Auch ist es ein Produkt, dass aus unserer Community heraus entstanden ist und nicht einfach nur irgendeine Firma ist. Der Support ist, wie ich grade selbst erfahren habe, extrem unkompliziert und schnell. Ich nutze Auphonic selbst intensiv, aber sehe auch die monatlichen Kosten als Solidarbeitrag.


#19

Sicher könnte man auch ohne Auphonic produzieren. Allerdings nimmt mir der Dienst genau die Dinge ab, auf die mich zu kümmern ich wenig Lust habe. Dafür zahle ich gerne ein bisschen Geld, zumal Auphonic diese Dinge bedeutend schneller erledigt, als ich das könnte. Da ich nicht in jedem Monat über die zwei Gratisstunden hinauskomme, ist der finanzielle Einsatz (zwei Freistunden plus das langsame Aufbrauchen eines 25h-OTC-Pakets,was beim letzten Paket deutlich über ein Jahr dauerte) zumindest bei mir deutlich unter den angesprochenen 2€/h.


#20

Für mich lohnt sich @auphonic auf jeden Fall auch.

Gerade die (bei mir) vier Audioformate die am Ende automatisch rausfallen sind schon super praktisch.
Dazu das Multitrack-Gedöns… die Spracherkennung (ok, da ist noch Luft nach oben aber trotzdem schon sehr geil) und der Export des Podcasts nach YouTube… ich möchte Auphonic auf jeden Fall nicht mehr missen.