Technik für Einsteiger

Hi,
schön, dass ich hier sein darf.
Erst einmal habe ich mich total verschätzt. Ich dachte: Mikro an und los, aber was da noch so dahinter steckt, ist ja enorm - und erschlägt einen auch irgendwo.
Bevor ich also an diese ganzen Feinheiten gehe, Intro, Outro und der ganze Restro, gilt die Aufmerksamkeit der Technik, denn wenn man ehrlich ist: Es gibt mittlerweile so viele Podcasts, wenn die Technik nicht passt, hört man sich einfach den nächsten an.
Meine Leserei hat ergeben, dass man am Zoom H6 nicht vorbeikommt. Insbesondere deshalb, weil ich nicht löten möchte. Dennoch wird das gute Stück ja schon vor einigen Jahren erwähnt und daher meine Frage Nr. 1: Das Ding ist weiterhin die Nr. 1? Oder gibt es (preisgünstigere) Alternativen, die das auch alles können?
Dann wird’s für mich unübersichtlich, weil es eigentlich immer in die Headset vs. Mikrofon-Debatte geht und oft noch das Kriterium Geld hinzukommt.
In meiner Vorstellung spreche ich mich einem bis maximal drei Gästen, von daher dachte ich an ein gutes Mikrofon, das man in die Mitte stellt. Ist die Denke okay oder für den Eimer? Daher meine Frage Nr. 2:
a) Welches Mikrofon nimmt man, wenn es nicht zu teuer werden darf?
b) Welches Mikrofon nimmt man, wenn der Preis relativ egal wäre.
Ich habe auch noch nicht verstanden, wo der große (Qualitäts-)Unterschied zwischen Head-Set und Mikrofon liegt.
Das hier oft gelobt HM600 ist mittlerweile vom Markt(?), welche Alternativen gibt es dazu, wenn man, also Frage Nr. 3,
a) nicht zu teuer werden möchte bzw.?
b) wenn der Preis relativ egal wäre.
Und zum guten Schluss: Die Kabel-Frage hängt ja immer von der Lösung ab (Mikro oder Headset), was benötigt man dann noch?
Ganz herzlichen Dank, ich bin für jede Antwort sehr dankbar!

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Headset vs Mikro ist eine Disziplin-und Gewöhnungssache.
Beim Headset oder auch Bügelmikro (wie im TV) bleibt der Abstand von Mund zu Mikro hald gleich.
Bei Hald-, Lavalier oder sonstigen Mikros, die nicht mit deinem Kopf „verbunden“ sind, gilt es selbst immer ins Mikro zu sprechen und den gleichen Abstand zu halten.
Gewöhnungsbedürftig wohl für viele zu Beginn ist das Hören der eigenen Stimme über Kopfhörer. Wenn ihr zu viert an einem Ort seid, dann sollte mindestens einer ins Monitoring hören.

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Vielen Dank! Dann würde ich mich über zusätzlich eine Bügelmikro-Empfehlung freuen. Vielen Dank und beste Grüße!

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Ich habe selbst noch keine Erfahrung mit verschiedenen Bügelmikros.
Aber was ich interessant finde ist das Rode Smartlav+.

  • Dazu gibt es eben auch einen Bügel.
  • Kann auch mal am Handy verwendet werden (TRRS Anschluss)
  • Wenn du an das H6 willst, dann brauchst du davor
    • Verlängerung des Anschlusskabels (Entweder TRRS oder TRS)
    • Adapter von TRRS auf TRS (beides Klinke 3,5mm aber TRRS hat Tip, 2x Ring, Sleeve, TRS nur einen Ring)
    • Adpapter von TRS auf XLR





Das komplette Set kommt dan pro Gesprächspartner auf
59,00 + 17,90 + 10,90 + 8,90 + 22,90 = 119,60

Also als besonders günstig kann man das Set nicht gerade abstempeln.

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Günstiger kannst dir auch das t.bone HC 95 anschauen (Thomann Eigenmarke soweit ich weiß):
Das wäre für 39 Euro schon komplett bereit an das H6 oder andere Interfaces anzuschließen.
Nur am Handy gehts nicht, aber das dürfte zu verkraften sein.

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Vielen vielen Dank! Gerade wenn ich die Testsounds höre, hört sich das t.bone doch sehr gut an.
Wenn ich also das Zoom H6 und das t.bone HC 95 bestellte, bin ich dann schon einsatzbereit oder fehlt da noch was an Technik?
Nochmals vielen Dank!

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Also mal ganz ganz theoretisch geht auch die Aufnahme über ein 0815 Telefon Headset.
Damit könnte man auch beginnen, wenn man wollte.

Im generellen würde ich dir empfehlen, dass wie gesagt mindestens einer auch einen Kopfhörer auf hat und das lokale Monitoring am H6 nutzt. die anderen können auch ohne Kopfhörer arbeiten, oder eben einen anderen nutzen.
Daher kommen immer die Headsets ins Gespräch (bzw. Hör/Sprech Kombination genannt).
Wenn mehr als nur einer lokales Monitoring über den Kopfhöreranschluss am H6 machen will, dann solltest du noch an folgendes denken:

Adapterkabel von 3,5mm auf 6,3 mm Klinke zwischen H6 und Kopfhörerverstärker und -verteiler

Und mit dem Verstärker und Verteiler kann dann jeder seine eigene (Gesamt-)Lautstärke am Kopfhörer bestimmen. Die Mixes (wer wie laut) wird zentral mit der Aufnahme am jeweiligen Input geregelt. Einen Mix pro Person bekommst du mit portablen Geräten nicht hin.

Die verlinkten Produkte sind immer nur als Beispiele zu verstehen.

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… besten Dank!
Wenn einer das Monitoring im Blick haben muss, wäre es ja in Ordnung, wenn einer mit Headset (welches, wenn es das HM 600 nicht mehr gibt?) und die anderen (Gesprächspartner) mit einem Kopfbügel-Mikro “arbeiten”.
D.h. man benötigt das Zoom H6, ein Headset und die Kopfbügel-Mikros in entsprechender Anzahl.
Dann benötigt man aber keine weiteren Kabel oder Verstärker? Die von Dir genannten Optionen (u. a. Behringer HA400) sind ja nur dann erforderlich, wenn mehr als ein Headset in Benutzung ist.
Vielen Dank!!

Unter dem HC 95 kann (ich zumindest) gut In-Ear/Earbud-Kopfhörer tragen. Vorteil wäre dann die einheitliche Mikrofonierung, und jeder kann seine Lieblingsknöpfe ins Ohr stecken.

Vielen Dank!
Das meine ich jetzt kein bisschen negativ, aber an dieser Stelle wird es für mich gerade unübersichtlich. D.h. alle tragen die HC 95 und der, der das Monitoring macht, trägt zusätzlich diese Kopfhörer?
Nochmals vielen Dank und sorry für meine Blödheit

Kann es sein, dass du einfach das falsche Headset suchst? Meinst du eventuell das HMC 660?
Das ist zum Beispiel hier https://www.thomann.de/de/superlux_hmc_660_x.htm zu finden.

Anfangs hielt ich die “Mikrofon in der Mitte”-Lösung für die beste, allerdings finde ich das Argument mit der Distanz zum Mikro für schlüssig.
Dann dachte ich, dass das Hören der eigenen Stimme hinderlich sei, daher fand ich das Bügelmikro sinnig. Dabei fehlt dann aber ja das Monitoring.
Und ich las immer von der Empfehlung des HMC 660 mit der ausdrücklichen Nicht-Empfehlung des HMC 660X.
Immer wenn ich denke: Aaaah!, denke ich wenig später “Kacke”. :grinning: Aber auch daraus wird man am Ende ja nicht dümmer.

Genau so.

Wie störend ist es denn, gleichzeitig Monitoring und Moderation zu machen? Ist das möglich oder eher hinderlich?
Ich muss jetzt aber doch nochmal nach dem Headset fragen: Wie geschrieben, das HMC 660 soll ja DAS Headset mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis gewesen sein, das HMC 660X soll man dagegen nicht nehmen. Welche Alternativ gibt es denn jetzt zum HMC 660?
Vielen Dank!!

Wie kommst du darauf, dass man das HMC 660 X nicht nehmen soll? Soweit ich weiß handelt es sich immer um das X, auch wenn oft nur vom HMC 660 gesprochen/geschrieben wird. Auf meinem steht auch nur HMC 660 drauf, aber gekauft habe ich es beim Musikhaus meines Vertrauens als HMC 660 X.
Vielleicht weiß ja aber einer der Profis oder derer, die es schon länger als ein, zwei Jahre nutzen, was genaueres.
Grüße

Viele der hier besprochenen Mikros/Headsets kann man sich hier im Direktvergleich anhören:

Stimmt, das HMC 660X wird hier - fast durchgängig - als HMC660 bezeichnet, weil das HMC660D wegen seines dynamischen Mikrofons sowieso nicht in frage kommt.

Vielen Dank!
Im Gegensatz zu euch bin ich nicht vom Fach, ich hatte doch arge Bedenken, dass es am Ende heißt: Wie kann man nur das HMC660X bestellen? Das X ist entscheidend!
Dann bin ich doch schon mal einen Schritt weiter. Zwei weitere Fragen:
Das Ding mit der Phantomspannung: Kann man das HMC660X auch (zusätzlich neben dem Podcasten) ganz normal am Laptop verwenden?
Und: Ich habe diesen Beitrag gefunden: https://ezpage.app/podcast-equipment-fuer-unter-100-e/
Ist das Behringer-Xenyx-302USB für euch eine Alternative zum Zoom H6?
Vielen Dank!!

Ja das geht sogar sehr gut. Siehe hier:

Durchaus, sofern du Solo arbeitest und immer am PC/Laptop, da du nur ein Mikro/Headset (HMC660) betreiben kannst

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