Spielepodcasts und Bezahlschranken via Patreon


#61

Für das Zitat ein <3
Exakt das war mein Gedanke beim Lesen Manus Beitrag. Ich höre zB Stayforever wirklich wirklich gerne (die 40 ist bei mir ja auch schon sehr klein im Rückspiegel), aber was IM reinwirft, ist eine völlig andere Liga, mMn.


#62

Hallo auch von mir.

Nur um das klarzustellen, dass die 80% für dich eine ganz andere Basis darstellen, sehe ich natürlich. Aber dieser Qualitätssprung war ja wohl relativ kurz nach der Umstellung erreicht. Mir ging es also um die Wachstumkurve danach. Ich unterstelle mal, dass ihr zumindestens gehofft habt, in ein ähnliches Wachstum hereinzukommen wie die anderen Projekte. Und tatsächlich erinnere ich mich, dass Daniel in eurem Podcast schon damals zur Umstellung gesagt hat, dass er als langfristige Perspektive für sich ein solches Wachstum bei der Unterstützung sehen müsste. Inwiefern es die aktuelle Situation verändern würde, kann ich natürlich nicht einschätzen und werde da nicht spekulieren.

Zur Ergänzung, hier nochmal die Passage aus Folge 2000, ab 47m:

Es freut mich sehr, dass eure Unterstützer sich auch in dieser Situation unterstützend zeigen. Genau deshalb meinte ich, dass ich durchaus die Möglichkeit einer Stabilisierung sehe, womit ich wiederum das gegenwärtige Wachstum meine. Es gilt ja auch wachsende Kosten aufzufangen. Und meine Chancenbewertung basiert natürlich auf einer sehr kleinen Basis. Was Finanzierung von Podcasts mit Abonnement angeht, seid ihr in Deutschland immer noch ganz weit oben dabei. Ich drücke die Daumen. :wink:

Danke auch für die Aufklärung dieses metrischen Mysteriums.


#63

Auf die Gefahr hin dass das nach Eigenwerbung klingt: Das Spielemagazin GameStar baut gerade seine Paywall-Inhalte aus. Dazu gehört auch das neue Podcast-Format “Hinter den Pixeln”, das ich produziere. Das ist jetzt bei weitem nicht das große Zugpferd, aber ich finde es dennoch erwähnenswert, dass “mehr Podcasts” neben den für GameStar viel zentraleren Video- und Textinhalten doch eine Rolle spielt und hier investiert wird.


#64

Ich war (auch) eher überrscht von diesem Move. Der Pilot hat mir gefallen. :+1:


#65

Ist eigentlich die Zahl der Gamestar-Plus-Abonnenten öffentlich bekannt? Der Vergleich zu den Patreon-/Steady-Unterstützern der diversen Podcasts würde mich interessieren.


#66

Tatsächlich, ja: Aktueller Stand zum Relaunch waren 11.859 Mitglieder.


#67

Das wird in Deutschland auf Patreon von Kurzgesagt erreicht, allerdings nicht wirklich vergleichbar, da sie sich an ein englischsprachiges Publikum richten. Also vermutlich ist The Pod / Auf ein Bier mit seinen 5000 Unterstützern (Patreon und Steady) der beste Vergleichspunkt. Das sind aber immerhin schon 40% der Abonnenten bei vergleichbarem Standardpreis.


#68

Passend zum Gamestar/The Pod-Vergleich:

https://www.pietsmiet.de/pietcast/pietcast0318/

Ein Gespräch mit Michael Graf und Jochen Gebauer zum Thema Paywall für (spiele)journalistische Angebote. Allerdings auch schon fast ein halbes Jahr her, vom März 2018.


#69

Auszug der Spielepodcasts bei Steady (vollständige Tabelle):

Daten (09/09/2018)

Projekt Unterstützer Monatliche Einnahmen Gegenwärtiges Ziel Datum des ersten Update
aufeinbier 1578 10.313,12€ - 2018-05-07
doomian 26 121€ 125€ 2018-05-07
insertmoin 54 354,25€ - 2018-05-06
rumblepack 8 20€ 200€ 2018-07-12
stayforever 74 393,80€ - 2018-08-18

#70

Hooked nicht zu vergessen


#71

Die sind bei 530€ auf Steady und ~5500€ auf Patreon.

Hat The Pod irgendwas anders gemacht, um so viele Leute zu Steady umzuziehen?


#72

ja, haben sie. Jochen hatte in einer Sondersendung und einem speziellen Posting gezielt dazu aufgerufen zu Steady zu wechseln - Grund war damals der schlechte Dollarkurs und dessen Absturz. Hooked und wir haben dagegen immer gesagt: Steady ist eine Alternative, niemand muss wechseln, wer möchte darf gerne, aber ist eher dazu da auch Bankeinzug anbieten zu können, weil das bei Patreon nicht möglich ist.


#73

Ich zähle sie oft nicht mit, weil auch eine Magazineseite und ein Youtubekanal mit dranhängt.


#74

Nochmal ein Update zum Ende des Jahres:

Daten (27/11/2018)

Name Unterstützer (Steady) Unterstützer (Patreon) Einnahmen (Steady) [EUR] Einnahmen (Patreon) [USD] Links
Hooked 100 1140 634,50 6.117 Graphtreon / Patreon / Steady
Insert Moin 71 776 449,95 4.114 Graphtreon / Patreon / Steady
Rumble Pack - 875 - 1.851 Graphtreon / Patreon / (Steady)
Stay Forever 113 2208 593,35 12.107 Graphtreon / Patreon / Steady
The Pod 1888 3383 12.140,12 17.486 Graphtreon / Patreon / Steady

(Was für manche vielleicht verwirrend ist: “The Pod” ist “Auf ein Bier”. Und wie schon gesagt, Hooked macht mehr als nur Podcasts, sie sind also nicht so direkt vergleichbar wie die anderen Projekte.)

Einige Bemerkungen:

Doomian (oben in der Steady-Liste mitaufgeführt) hat sich von Steady zurückgezogen. Rumble Pack genauso. Tatsächlich hatten sie dort schon Ende August ihr letztes Update überschrieben mit “Gescheitertes Experiment” veröffentlicht.

Schaut man auf die Graphtreon-Darstellungen sind bei Hooked, Insert Moin und The Pod die Unterstützerzahl und Einnahmen bei Patreon seit einigen Monaten rückläufig. Das dürfte in allen Fällen mit der Aufnahme von Steady als Alternative zusammenfallen. Bei Rumble Pack und Stay Forever sind die Kurven tendenziell stagnierend.

Die Unterstützeranzahl auf Steady ist bisher im Bereich von 5-10% der Gesamtzahl (Patreon und Steady zusammen) bis auf The Pod, wo es fast ein Drittel ist. Die haben sich allerdings auch besonders darum bemüht und betonen, dass sie diesen Weg präferieren. Man müsste jetzt mal genauer hinschauen, um zu sehen, zu welchem Ergebnis sich jeweils die Einnahmen von beiden Diensten miteinander verrechnen: Rückgang, Zuwachs oder Stagnation. Wenn es Interesse gibt, kann ich das mal versuchen.


#75

Ich bin nach wie vor erstaunt über die Tatsache, dass Insert Moin nicht höher platziert ist.
Mehr kann man mit der Manpower kaum rausholen. Man könnte beinahe behaupten, dass da gar mehr rausgeholt wird als bei höherplatzierten Mitbewerbern. Trotzdem leicht abgeschlagen. Ich wüsste echt nicht, was Insert Moin fehlt.
Die Zahlen sprechen für die Leidenschaft der Produzenten, denn lohnen wird sich das wohl kaum.