Profi-Klang für alle! - Auch ohne Interface möglich?


#6

naja wenn @GNetzerwas einfaches will dann werden die ja eh SL Standalone nutzen (oder?)und sich eh nicht selbst hören.


#7

Jepp Standalone. Wenn ich ehrlich bin, hab ich den Eintrag vom @rstockm aber nicht ganz verstanden. Verzögerung wegen des Adapters?


#8

tl;dr: Dein Ansatz, entweder über die eingebaute Soundkarte des Rechners zu gehen, oder über eine USB-Soundkarte die im Headset verbaut ist, führt in 80% der Fälle dazu, dass die eigene Stimme unangenehm verzögert am Ohr ankommt und man unmittelbar wahnsinnig wird und nicht mehr sprechen kann.
Um das über Einstellungen im Rechner beheben zu können, sollte man sehr genau wissen was man tut, und es gibt physikalische Grenzen. Der bessere Weg ist immer ein dezidiertes Soundinterface mit latenzfreiem Direkt-Monitoring, wo man die eigene Stimme hört, ohne dass sie vorher durch den Rechner läuft.

Langfassung: dieses Video anschauen, drüber nachgrübeln, wirklich alles verstehen und sich eines Lebens als Audio-Spezialexperte erfreuen den nichts mehr bange macht:


#9

Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen dass z.B. der Blue Snowball auch Latenz hatte. Ich konnte sie zwar durch eine sehr niedrige Blocksize in Reaper verringern aber das machen gerade ältere Macs nicht lange mit. Und das MMX2 hab ich nur einmal für eine Sendung benutzt und danach nie wieder. Die Latenz von dem Ding wurde immer größer, egal an welcher USB Soundkarte angeschlossen.


#10

Ich würde in dem Fall mal überlegen, ob es unbedingt ein Headset sein muss. Ohne jemals eines benutzt zu haben würde ich behaupten, dass man mit etwas Disziplin mit einem USB-Mikrofon besseren Klang hinbekommt als mit einem gleich teuren USB-Headset.

Das Snowball hat aber glaube ich kein Direct Monitoring, oder? Einige andere USB-Mics haben einen eigenen Kopfhörerausgang und bieten darüber ein Monitoring an. Diesen Ausgang sollte man in der Studio-Link-Standalone auch als Ausgang einstellen können, sodass man den Gesprächspartner darüber hören kann.

Hier ein paar USB-Mikrofone mit Monitoring, die ich aus verschiedenen Quellen zusammengetragen habe:


#11

Das Snowball hat kein Direct Monitoring aber für das Geld (die Ur-Version kostet inzwischen irgendwas um die 50-60€) klingt es echt super :slight_smile:


#12

Dieses Video ist mein personifiziertes schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass ich das anschauen und v.a. verstehen MUSS; aber ich komme nicht dazu. Groteskerweise produziere ich zu viele Podcasts derzeit (was zur Hölle?).

Aber kann ich das nicht umgehen, indem ich den Gästen die eigene Stimme nicht aufs Ohr lege. Den Unerfahrenen gefällt das ja eh besser.


#13

Ja, Mikro wäre echt eine Alternative. Danke für den Gedankenanstoß. Nutze selbst seit Februar 2015 das Blue Yeti und bin sehr zufrieden, auch wenn ich demnächst mal auf Headset umstelle. Qualität und Monitoring sind aber prima.


#14

Ich habe neulich die Apple EarPods zum Podcasten benutzt und war erstaunt, wie gut die Klangqualität war.
Man darf sich halt nicht viel bewegen und braucht einen Klinkenanschluss, der Ein- und Ausgang gleichzeitig ist.
Eventuelle Störer rechnet Auphonic hinterher eh ganz gut raus.
Aber für die Größe, den Preis und die Wahrscheinlichkeit, dass man sie dabei hat, sehr zu empfehlen. :slight_smile:


#16

Bzgl. USB-Mikrofonen darf natürlich das Offensichtlichste nicht unerwähnt bleiben:

Ist es besser als die XLR-Version + Interface? Nein. Aber halt einfacher. Darum geht’s ja hier. Ein Dauergast in meinem Podcast nutz es. Wir finden’s gut.

Trotzdem: Ein 45€ Behringer Interface und ein 90€ Mikro können schon glücklicher machen - zum kleineren Preis. Und wirklich komplizierter ist das nicht.


#17

Von dem Teil würde ich abraten, da es sehr viel noise/Raumklang aufnimmt. Man hört jedes Staubkorn husten. Samt Popschutz ist das ganze dann auch noch eine riesige Apparatur (es gibt einen passenden Popschutz aber der kostet auch gleich wieder 80 Tacken)


#18

Wir erleben das Gegenteil. Btw: Eines der wenigen Dynamischen über USB. Sagt diesbezüglich auch was aus.[quote=“macsnider, post:17, topic:3443”]
Man hört jedes Staubkorn husten.
[/quote]
Ok…

Popschutz bei korrekter Technik nicht nötig.[quote=“macsnider, post:17, topic:3443”]
das ganze dann auch noch eine riesige Apparatur
[/quote]
Hier gebe ich dir fast recht. Primär schwer sind die.[quote=“macsnider, post:17, topic:3443”]
einen passenden Popschutz aber der kostet auch gleich wieder 80 Tacken
[/quote]
Falsch. Der Kostet 17 “Tacken”. Zudem ist er nicht nötig. Zudem ist ein interner vorhanden. Zudem kann auch jeder andere verwendet werden.
Vielleicht verwechselst du Popschutz, Windshield und Shockmount. Shockmounts wären nämlich teurer. Aber nur halb so viel, wie Du sagst. Ebenfalls nicht nötig. Selbst mehrfach getestet. Darum liegt der jetzt hier rum.


#19

Also als ich bei Styng damit aufgenommen hab, hab ich in der Aufnahme immer deutlich mich in seiner Spur gehört. Andersrum (ich hab ein Blue Snowball benutzt) nie.
Doch Popschutz will man immer haben, da nützt auch die “korrekte Technik” (Was soll das eig. sein?) nichts.
Und ich meine nicht so Stoffpuschel oder Shockmount sondern den hier: http://www.micsdirect.com/roxdon_hpf1.htm
Wobei der, zumindest auf der Seite da, recht günstig ist. Ich hatte den/einen ähnlichen beim Alex vom iPhone Blog gesehen, gefragt und die Website auf die er mich verwies (oder hab ich gegoogelt?! ka) sagte was von 80$

Egal, ich rate ab von dem Teil, man hat viel zu viel Noise auf der Aufnahme. Ja da kann man dann irgendwelche Gates und so machen aber schön ist das nicht.


#20

Beim Podcaster würde das wohl bedeuten, nicht direkt rein sondern von der Seite etwas daran vorbei zu sprechen.


#21

Ja ganz ehrlich, is Quatsch. Genau dafür gibt’s Pop/Windschutz.


#22

Beispielsweise, ja.
Ich würde für den Fall der Fälle einfach ein paar Euro für einen Popschutz ausgeben oder einen verwenden, der schon rumliegt. Dann muss man gar nicht erst daran denken.[quote=“macsnider, post:19, topic:3443”]
man hat viel zu viel Noise auf der Aufnahme.
[/quote]
Haben wir nicht erlebt. Ich kann nur das Gegenteil bestätigen.
Entsprechend kann auch ich das Podcaster empfehlen - wenn es eine USB-Lösung sein muss. Die Qualität ist gut und der Noisefloor sehr bequem.


#23

Ich schau mal ob ich noch Rohmaterial von einer Sendung da hab und poste das hier als Beispiel.
Oder mach vielleicht nächste Woche auch einfach mal eine frische Vergleichsaufnahme (Rode Podcaster vs. Blue Snowball vs. HMC 660)


#24

Das wäre cool. :thumbsup: Ich hab auch regelmässig Rohmaterial davon. Auch vom Blue Yeti. Das scheint unter den USB-Mikros ja auch beliebt zu sein. Vielleicht nützt’s wem was.


#25

Das Podcaster ist im Wesentlichen das Procaster mit eingebautem USB-Interface. Im Vergleich fand ich das Procaster anderen klassischen Bühnenmikros unterlegen (YMMV). Bei mir kam hinzu, dass ich unter Linux Probleme hatte, das Pdcaster unter Ardour mit anderen Aufnahmen zu koppeln, da es auf 48kHz festgenagelt ist - und bei 44.1kHz-“Fremdmaterial” wird dann nichts 'draus…


#26

ich benutze u.a. das Røde SmartLav+ Das ist ein super Ding. Es macht 1A Ton, es nimmt nicht viel Raumklang auf und ist mittlerweile meist sogar meine 1. Wahl vor dem AKG CK99 L.

Das Røde SmartLav+ ist ein Tausendsasser. Ich benutze es am Zoom H1 für unterwegs und ich habe auch schon ein bisschen mit dem iPhone probiert. Die iPhone App ist für’s Auge grauenvoll. Aber das Mikro ist richtig gut und es braucht kein Interface, lediglich eine 3,5mm Klinke ggf. noch eine Kupplung (Røde SC3).

Vielleicht mache ich mal ein paar Probeaufnahmen.