Podcasting mit USB Audio Interface - am iPhone oder iPad

Auch mit dem iPhone und iPad kann man direkt mit einem USB Audio-Interface aufnehmen:

(Ursprünglicher Tweet)

Auf dem Bild seht ihr:

  • M-Audio Fast-Track Pro USB-Audio-Interface
  • 2 * DT-297
  • Anker Astro E4
  • EasyAcc Self-Powered Hub
  • Apple Lightning USB Camera Adapter
  • und mein iPhone6

Die im Bild verwendete Software ist der kostenlose Zoom HandyRecorder aber natürlich geht das ganze auch mit der ausgezeichneten Auphonic-App.

Das ganze funktioniert, da der Apple Lightning USB Camera Adapter bekanntermaßen auch viele USB Audio-Interfaces und USB Mikros ansteuern kann. Das Problem ist jedoch, dass das iOS-Gerät keine Betriebsspannung über USB weitergeben kann, und die Mitarbeit verweigert, sollte das Gerät nicht selbstversorgt sein.

Daher verwende ich den Anker Astro E4 zusammen mit dem EasyAcc Self-Powered Hub, um die Stromversorgung sicher zu stellen. Wenn jemand einen USB-Akku mit Hub-Funktion findet, so sollte das auch funktionieren und man hat weniger Teile und Kabel.

Leider wird das Handy nicht über den Akku versorgt, daher sollte man den Ladestand vor Start der Aufnahme gut im Auge haben.

Auch wenn dieses Setup spannend aussieht- einem Zoom H6 sollte man auf jeden Fall den Vorzug geben. Im Vergleich zur Aufnahme mit einem Laptop kann man dieser Lösung unter Umständen etwas abgewinnen.

Ein Manko ist aber die Audio-Software: Aufnahmen können komfortabel nur per Mail oder ab einer bestimmten Größe nur über bezahlte Dienste vom Gerät geholt werden. Wer aber keine eigene Audio-Pipeline hat, sollte aber sowieso über Auphonic gehen, und hat damit eine ausgezeichnete Lösung.

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vielleicht mal den Entwicklern der Zoom App auf den Zahn fühlen. Oder auf die neue @auphonic App warten ^^

Und wer das ganze mit Android machen will: http://www.audio-evolution.com/

Soll es in der zukünftigen @auphonic App wirklich weitere Export-Möglichkeiten geben?

Wenn es eine Bezahl-App mit Teilen des Audioprocessings werden würde, könnte das Sinn machen- bisher ist das Abo-Modell für Georg natürlich sehr attraktiv und sichert die weitere Entwicklung.

vermutlich. derzeit wird ja eine neue entwickelt bzw Wünsche dafür gesammelt :wink: Wünsche für Auphonic Update

Das scheint mir ein Akku mit integriertem USB-Hub zu sein (nicht getestet): http://www.amazon.de/Techlink-527004-wiederaufladbare-6000mAh-MacBook/dp/B00FYONNBK/

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Wieso muss man unbedingt auf einem iPhone aufnehmen? Einfach weil man kann? Um das Problem mit dem “Audio vom Gerät holen” zu lösen, kann man anstelle eines iPhones ja auch einen kleinen Rekorder ans ende des Audio Interfaces hängen (hat wohl noch weitere Vorteile). Der ist halt weniger smart, zeichnet aber super und zuverlässig auf - wurde ja auch dafür gebaut. Das mach ich sowieso als Backup. Hier auf die Schnelle ein bild, welches das zeigt:

Zur Erläuterung: Das kleine Gerät, welches auf dem Audio Interface liegt, ist ein Olympus LS-3. Angehängt wird der kleine Rekorder über ein Jack zu mini-Jack Kabel an die Ausgänge hinten am Audio Interface. Natürlich kann auch jeder andere Rekorder angehängt werden. Sobald der Rekorder selber jedoch XLR-Inputs hat (z.B. ZOOM H4 aufwärts), wird das ganze natürlich hinfällig, da der Rekorder dann gleichzeitig auch Audio Interface ist.

Wenn der Zoom jetzt noch gleichzeitig Audio-Interface UND und aufnahmebereit sein könnte, wäre das natürlich die optimale Lösung. So musst Du trotzdem noch ne Backup-Variante mitlaufen lassen, falls die Aufnahmekiste mal abschmiert.

weil man dann den Podcast kurz nach der Aufnahme schon veröffentlichen kann :stuck_out_tongue_winking_eye:

Aufgenommen wird ja direkt im ZOOM. Ich habe noch nie erlebt oder gehört, dass ein solches Gerät abstürzt. Daher kann auf das Backup vielleicht verzichtet werden. Einzige Ausnahme: Die Batterien sind leer.

Das kann natürlich auch kein ZOOM o.ä. Da muss natürlich was smartes ran.

Ein kleines Update nach längeren Aufnahmen auf der GPN15 in Karlsruhe, wo ich sowohl einmal vom USB-Interface auf Rechner und einmal auf das iPhone aufgenommen habe: Es ist sicher ein Einzelfall, aber die iPhone-Aufnahme war problemloser.

Aber zunächst zur Frage, warum ich nicht mit unserem Zoom H6 aufgenommen habe: Wir machen den Podcast zu zweit, und der H6 war halt gerade nicht bei mir- und nein, einen zweiten H6 wollen wir uns nicht zulegen. Daher suchte ich nach einer “leichteren” Alternative zur Aufnahme mit dem Rechner und bei nur zwei Gesprächspartnern.

Die iPhone-Aufnahme ging über 2 Stunden und 2 Minuten und ich habe den Zoom Handyrecorder verwendet. Der Aufbau ging schnell und unproblematisch. Über die ganze Zeit hatte ich über das Display die Pegel und die Aufnahme perfekt im Blick. Leider wird der Batteriepegel in der HandyRecorder-App nicht angezeigt, so war ich schon gespannt, ob das iPhone 6 unser Gespräch wirklich durchhält. Es hielt. Nach Start bei fast 100% war die Batterie nach zwei Stunden etwa bei 30%. Der Anker E4, der (leider) nur das Audio-Interface versorgt, war noch bei vollen 4 LEDs. Über iTunes konnte ich später die unkomprimierten WAV-Dateien daheim aus der HandyRecorder-App problemlos übertragen. Meine Sorgen der fehlenden Export-Möglichkeiten innerhalb der App waren also unbegründet.

Bei der folgenden Aufnahme musste ich auf den Laptop zurückgreifen und erst Strom organisieren, da das MacBook Air (1. Gen) nicht mehr so lange durchhält. Platz war genug, doch gab es nach fast 90min einen Ausfall (“Daten konnten nicht schnell genug geschrieben werden” auf SSD…), wo wir aber problemlos unmittelbar neu einsetzen konnten.

Leider sind alle unsere Setup (H6, USB-Laptop, USB-iPhone) ohne Backup, daher wäre ein weiterer Audio-Recorder wie bei @Joey sehr interessant- vielleicht finde ich dazu etwas kleineres als den LS-3.

Übrigens hatten wir beim H6 auch schon Ausfälle. Pro-Tipp: Immer vor Aufnahme besonders auf den verbleibenden Platz auf der Speicherkarte auchten! Der H6 zeigt sich aber als viel stabiler als die Variante USB-Laptop, da dort zusätzlich neben Speicher und Platz bei uns auch viele weitere Aspekte zu Problemen führen können. Einzig das weit verbreitete leise USB-Knacken blieb uns bisher auf Laptop-Aufnahmen erspart.

An ein Audio Interface kann man als Backup ja alles anhängen, was aufnehmen kann und einen (mini) Jack Eingang hat, z.B. ein weiteres Smartphone. Das LS-3 ist übrigens schon sehr klein. Smartphones sind locker grösser. Noch kleiner würde wohl der Bedienbarkeit schaden. Oder meinst du “kleiner” bezogen auf den Funktionsumfang/Preis?

Ja, ich meinte den Preis. Für ein 2-Spur Backup reicht doch zB ein Sony ICD-PX* digitales Diktiergerät- die gibt es wohl mit Stereo-Aufnahme vom Line-In ab 40 Euro.

Absolut. Alles, was einen Jack-Eingang hat und in gewünschter Qualität (Bitrate, Bittiefe, stereo/mono…), Stabilität und Dauer aufnehmen kann, reicht da.

Neuerdings gibt es einen Lightning-USB-Adapter, der eine Lightning-Buchse durchschleust und folglich ermöglicht, das iPad während der Aufnahme mit Strom zu versorgen: http://www.apple.com/shop/product/MK0W2AM/A/lightning-to-usb-3-camera-adapter

Add even greater capability and versatility to your iPad Pro by powering the Lightning to USB 3 Camera Adapter with a USB Power Adapter. Then you can connect USB peripherals like hubs, Ethernet adapters, audio/MIDI interfaces, and card readers for CompactFlash, SD, microSD, and more.

Allerdings stehen iPhones nicht in der Kompatibilitätsliste. Wäre interessant, ob das jemand schon ausprobiert hat.

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