Podcast mit drei Leuten - welches Setup?

Hallo Auric,
ich war letztes Jahr auch auf der Suche nach deinem Reisefähigen Podcast-Eqipment für bis zu vier Personen. Am Ende haben wir uns für folgendes Material entschieden.

Unser Equipment sieht jetzt wiefolgt aus:
1x Zoom H6n - Aufnahmegerät
4x MIpro Mu 53-hns - Nackenbügelheadset https://www.rockshop.de/mipro-mu-53-hns
4x Mipro MJ-53 Adapter - XLR 3-polig auf 4-polig
4x XLR-Kabel 3 Meter
Reisefähiges Professionelles Setting für Podcastaufnahmen

Die 100 Euro pro Nase konnten wir damit nicht einhalten. Zufrieden sind wir aber trotzdem voll uns ganz damit.
Damit sparst du dir Lötorgien, du hast Nackenbügelheadsets in Beyerdynamik-Qualität (mein Sounddealer meinte, MiPro produziert die Dinger für Beyerdynamik und verkauft die selben Kapseln für die eigene kleine Serie), kannst dich frei im Raum bewegen und sparst dir Laptop-Lüftergesäusel etc. sondern hast mit dem Zoom alles in einem. Außerdem kannst du mit diesem Set mittelfristig auf Funkstrecken umsteigen. Ist für mich auch ein attraktives Zukunftsszenario…

Ich hoffe das hilft euch weiter!

Viele Grüße!

2 Like

Hello again,

nachdem es ein bisschen ruhiger geworden ist, hier mal wieder ein kleines Update zu unserem Vorhaben. Zuletzt haben wir uns mit eher “soften” Themen wie Namensfindung, Intro, Grafik usw. beschäftigt. Was unser Setup angeht, befinden wir uns nach wie vor in der Schwebe … bis jetzt. Wir haben die Möglichkeit ein “Behringer Xenyx X1204 USB”, für den Anfang kostenlos zu benutzen. Das spielt uns finanziell natürlich erheblich in die Karten. Meine Frage dazu: Sollten wir uns für die HMC 660 entscheiden, fallen dann auch die “Lötarbeiten” an? Gibt es sonst noch etwas bei dem Gerät zu beachten? Braucht man Kopfhörerverstärker? Tendenziell soll es glaube ich mittelfristig das Zoom h6 werden, aber einem geschenkten Gaul … – ihr wisst schon :slight_smile: Im Ernst, es wäre natürlich cool, dass Teil “bis zum Zoom” nutzen zu können.

Danke und Grüße!

Hat jemand Erfahrungen mit dem besagten Behringer Device?

Das ist halt ein ganz “normales” USB-Mischpult wie dutzende (hunderte?) andere auch. Bedeutet: liefert 48V Phantomspeisung und damit zuviel für die HMC.
Bitte beachten: wenn man lötet, dann immer in ein separates XLR-Adapterkabel, nie direkt in die HMC-Stecker. Dadurch bleiben Garantie etc. erhalten und man kann beim Umstieg auf das H6 die Headsets im Originalzustand betreiben.
Dann noch: wem das Löten wirklich zu kompliziert ist (obwohl es nur 5 Minuten dauert, von “Orgie” würde ich da nicht sprechen) kann auch immer noch diese Geräte dazwischen schalten:


Denn die kann man au 12V umschalten.

Aber an die kann man dann nur jeweils 2 Mikros anschließen. Wir sind zu dritt …

Ja, dann nimmt man zwei Geräte. Nicht elegant, aber eben eine Alternative.

Hallo zusammen, hat jemand Erfahrungen mit diesem Teil: https://m.thomann.de/de/behringer_xenyx_q1202_usb.htm

Bzw. Wäre das eine Alternative zum hier im Thread empfohlenen:

Aus der Beschreibung geht nicht hervor, ob das wirklich alle Kanäle getrennt per USB verschickt oder nur die Stereo-Summe…

So. Bestellung bei Thomann ist raus und sobald alles da ist kann dann endlich losgehen!
Danke noch mal an alle hier, die mich mit all den Tipps versorgt haben. Ohne die, wäre ich nämlich längst nicht so weit. Eine Bitte/Frage hätte ich noch, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Kann mir noch kurz jemand erklären, wie ich was genau zusammenstecke und welche Kabel ich benötige? Ich vermute bei den Geräten von Thomann sind keine Kabel mit enthalten? Spannend wäre auch, ob ich irgendwelche speziellen Einstellungen am Rechner treffen muss?

So sieht das Setup aus:

3x Superlux HMC 660 X (sollen gelötet werden)
Behringer UMC404HD
Behringer HA400
MacBook Pro (ca. 2 Jahre alt)

Für den Anfang und zum Testen würden wir erstmal Garageband nehmen (Mikros testen, vor und nach em Löten), dann aber gerne zu Ultraschall/Reaper wechseln. Ansonsten wäre der Plan Soundcloud zum hosten zu nutzen.

Nochmals danke bis hierher!

2 Like

Das UMC per USB (sollte beiliegen) an den Mac. Den Kopfhörerverteiler mit einem (kurzen) 6.3 Klinkenkabel an das UMC. Die Headsets mit dem XLR Stecker an das UMC und mit dem Klinkenstecker in den Verteiler. Ach ja, der hat noch ein Netzteil. Fertig. :slight_smile:

Danke für die Info! @Joram schrieb in seinem Thread noch von einer Krokodilklemme gegen lästiges Brummen. Wie genau kann ich das verstehen? Ich nehme ein 6.3mm Klinkenkabel und stecke es in deinen ungenutzten Port vom UMC404HD, okay. An das andere Ende dann eine Krokodilklemme, die ich dann mit der Erde der Steckerleiste verbinde? Kann mir jemand diesen Step noch mal erklären? :shushing_face:

Wow, vor 2 Tagen bei Thomann bestellt und heute schon geliefert. Am Wochenende soll gelötet werden. Weil ich es aber nicht abwarten kann, habe ich meine Komponenten schon mal zusammengesteckt – so weit so gut. Das ich zunächst nur auf einer Seite des Headsets überhaupt nur irgendwas höre, liegt wohl an der 6.3 Klinke, mit der ich das UMC404 mit dem HA400 verbinde, welches ein Monokabel ist. Lasse ich den HA400 weg und gehe mit dem Headset direkt in das Audio Interface, werden beide Ohren versorgt. Aber nun muss ich doch noch mal nachfragen, denn ich würde gerne schon mal eine ganz normale Aufnahme wagen, wenn auch mit einem (noch) nicht modifiziertem Headset. Ein erster Test hat zumindest schon mal geklappt, allerdings hab ich das Gefühl das hier noch einiges schief läuft. Ich muss den Gain am Interface schon fast bis zum Anschlag drehen und höre mich immer noch sehr sehr leise an. Kann mir vielleicht jemand kurz erklären, welche Grundeinstellungen am UMC oder im Tool zu tätigen sind: +48V an oder aus, was macht der Line/Inst Schalter?, was bedeutet Pad, was regle ich mit dem Mix, … (es soo viele Knöpfe und Regler!). Ich verwende eine MacBook Pro (2017) und Garageband.

Ich bin froh, dass ich zumindest schon mal so weit gekommen bin, aber das ist alles leider noch alles ziemliches Neuland für mich. Aber vielleicht erbarmt sich ja jemand? Würd mich freuen! :slight_smile:

Hi!

Auf den Fotos habe ich mal gezeigt, was ich mit Erdungskabel meine. Eine Monoklinke geht in einen beliebigen Ausgang vom UMC und dann wir die Erde der Steckdosenleiste an das Klinkenkabel geklemmt.

Zu den anderen Fragen:

  • Line/Inst: gedrückt (sodass Inst gewählt ist)
  • Gain auf 12 Uhr (und dann nachregeln bis kein Clipping mehr ist)
  • Pad nicht gedrückt (das senkt die Empfindlichkeit für sehr laute Signale)
  • Stereo/Mono: gedrückt (sodass Mono gewählt ist)
  • Mix auf 12 Uhr
  • Phones auf max
  • Monitor A/B: nicht gedrückt
  • 48V: On (dann wird das HMC schlecht klingen, aber dafür lötest Du ja)

So hab ich mein UMC404HD eingestellt und das funktioniert. Ich hab kein Garage Band installiert, also kann ich nix dazu sagen, wie man da ein Audiodevice wählt.

Danke sehr! Das hilft schon mal ungemein! Noch eine doofe Frage: Das ich nur einseitig etwas hören konnte, lag sicher an dem Mono-Klinkenkabel, oder? Mit dem habe ich wie gesagt, den HA400 mit dem UMC verbunden …:thinking:

Ja, das kann gut sein. Ich habe ein Stereo-Patchkabel, das die beiden verbindet und ich höre alles auf beiden Kanälen.

und das von Dir erwähnte “nachregeln” passiert dann in der Software?

Für die Aufnahme machst Du folgendes:

  • Alle setzen ihr Headset auf und stellen das Mikrofon so ein, dass es etwa 3 Finger breit vom Mund weg ist und so, dass nicht draufgeatmet wird
  • Jetzt soll jede:r nacheinander normal sprechen (z.B. im lockeren Vorgespräch) und Du regelst am Gerät mit dem Gain Regler, sodass die Peaks in Ultraschall nicht über -12 dB hinaus gehen aber auch gleichzeitig genug Signal ankommt. Leise Sprecher:innen musst Du hochregeln, laute hingegen runter.
  • Generell gilt: Lauter machen geht noch im Nachhinein, gecliptes Signal runterzuregeln, geht nicht. Deswegen lieber bei der Aufnahme einen Tick zu leise einpegeln und dann später alles etwas anheben.
  • Am Kopfhörerverstäerker darf jede:r rumregeln, wie man möchte, denn das landet nur auf den Ohren, nicht auf der Aufnahme
  • Nach der Aufnahme nutzt du Ultraschall, um die Spuren korrekt für die Veröffentlichung einzustellen. Suche dazu mal hier nach “Ultraschall Dynamics”
1 Like

Danke dir nochmals. Momentan klingt das noch ziemlich bescheiden und rauscht schrecklich. Wirklich valide Testen können wir es wohl erst, wenn wir die Headsets (erfolgreich) gelötet haben. Ich bin mir fast sicher, dass ich mich dann hier noch mal mit der ein oder anderen Sache melde …m :slight_smile:

Ich konnte nun doch nicht mehr warten und habe es getan – anscheinend sogar mit Erfolg! Das klingt wirklich sehr sehr viel besser. Abgesehen von leichtem Rauschen und Netztbrummen (das ist witzigerweise weg, sobald ich mein MacBook oder das UMC berühre) bin ich fürs Erste ganz zufrieden. Wobei ich das Auspegeln immer noch nicht so ganz kapiere. Der Gain auf meinem UMC steht so auf kurz vor 12, in Garageband sind auf meiner Aufnahme kaum Amplituden (heißt das so?) zu erkennen und beim Abspielen klingt es sehr leise. Der Export als WAV oder Mp3 hingegen ist dann wieder deutlich lauter.

Und wegen des Netzbrummens : @Joram Du hast es mir ja schon freundlicherweise versucht zu erklären (sogar bebildert), aber so ganz check ich es noch nicht. Was ist die Erde der Steckdosenleiste und wie klemmt man da ein Klinkenkabel dran? Verwendest Du da ein spezielles Kabel, dass einseitig so eine Krokodilklemme dran hat? Wird so ein Brummen mit aufgezeichnet?https://sendegate.de/uploads/default/original/2X/e/e897995242025c582cc72bdc03265bd6695f6fa8.mp3

Und weil ich so Stolz auf mein Gelöt bin, lade ich direkt noch mal eine Beispielaufnahme hoch :-):smiley:

3 Like

Ich habe manchmal den kleinen Bruder (das 202) in Gebrauch und meine, einohrig hört man immer dann wenn die Monitor Taste gedrückt ist. :thinking: