Podcast "KasiMurgi -coffee break reality- gestartet, Feedback?


#1

ein Moin in die Runde,

mein Kollege und ich haben unseren ersten Podcast gestartet und würden gerne ein paar Infos und Meinungen von euch erfahren.
Unser Motto ist die Kaffeepause und es geht rund um die Themen Gaming, VR, IT und das tägliche Leben…

Wir wollen den Zuhörern das Gefühl vermitteln mit einer heißen Tasse Kaffee ein viertelstündchen mit uns zu plaudern und interessante aber auch gerne lustige Themen zu besprechen.

Link zu den Podcasts wir sind aktuell bei soundcloud und itunes zu finden.

Ebenso habe ich uns einen Youtube Channel eingerichtet um die podcast auch dort anbieten zu können und eventuell auch Ausschnitte von Videos präsentieren zu können und ganz einfach für neue Trailer der nächsten Episode (das ist aber noch im werden)

Link zu Youtube

Ich hoffe ihr hört mal rein und gebt uns ein Feedback, ob das Gefühl der Kaffeepause auch ankommt :slight_smile:

PS: Die erste Folge war noch ein wenig schwierig für uns, da es total ungewohnt war vor einem Mikro direkt anzufangen zu sprechen. Das (finde ich) haben wir in der 2. Folge schon besser hinbekommen. :stuck_out_tongue:

Ich freu mich auf eure Anregungen.


#2

Hi Murgi,

willkommen im Sendegate und viele Grüße aus dem schönen Frankfurt!
Ich habe mir eben mal Eure 2 Folgen angehört. Gibt es denn spezielle Bereiche zu denen Ihr Feedback sucht?

Spontan ins Unreine schon mal ein paar Eindrücke:

Technik

  • Ihr hostet auf Soundcloud? Nur als ein Wort der Warnung: Soundcloud hat nicht nur für Podcaster eher schlechte Toolunterstützung sondern war vor wenigen Monaten auch schon mal fast pleite, ein Zustand der jederzeit wieder eintreten kann. Wenn das dann passiert verliert ihr u.U. Eure Hörer und Zugriff auf Eure Dateien. Ich würde da evtl. noch mal drüber nachdenken.

Ton

  • Der Ton ist Geschmackssache: Man hört Euren Raum schon ein wenig, aber nicht jeden stört das. Womit nehmt ihr auf und wo?
  • Es gibt ein paar seltsame Artifakte im Audio. Als Verdacht: Rauschunterdrückung in Audacity?
  • Ich finde das Intro gelungen.
  • In der ersten Folge hört man Unterschiede zwischen verschiedenen Abschnitten. Zusammengeschnittene Aufnahmen?
  • Das Outro war mir im Vergleich zu dem Gespräch zu laut. Wie bearbeitet ihr nach?

Inhalt und Stimme

  • Für einen Erstling seid ihr schon recht souverän unterwegs. Schöne Chemie, ich habe Euch gerne zugehört.
  • Mir fällt auf, dass ihr Englische Kraftausdrücke wegpiept, aber Deutsche fleißig drinbleiben. Für wen piept ihr genau? Für Eure Hörer oder für die Policy in iTunes und Soundcloud? :slight_smile:
  • Aber um mal dabei zu bleiben: Ist schon ein ganz schöner Mischmasch aus Englisch-Deutsch und Unterhaltung/Kraftausdruck. Manchmal anstrengend anzuhören.
  • Folge 2 ließ mich ratlos zurück. Es ging ja um Gamertypen, ich glaube da wäre es gut gewesen, den einzelnen Archetypen einen Namen zu geben oder abschließend noch mal eine Zusammenfassung zu geben.

Hoffe, ihr könnt mit dem Feedback was anfangen.
//D


#3

Hallo Dirkprimbs,

vielen Dank für das sehr wertvolle Feedback!

Zunächst mal: hier ist Kasi, “der wo das schneidet” :wink:

Um deine Fragen zu beantworten:

Technik

Das hosting bei soundcloud erschien mir zunächst mal gut zu sein, da 180min gratis sind und wir jetzt erstmal nicht eine eingene website betreiben möchten - was aber an sich null problemo wäre, da genug know-how in diesem Bereich vorhanden ist. (und es am Ende auch nicht viel mehr kostet, als die 9.-, die SC für “unlimited” haben möchte. Die casts sind alle mehrfach gesichert, dropbox und privater PC+Laptop. Danke für den Hinweis - wie schnell sind sie weg, die Daten!

Ton

Der Raum ist ein Keller, voll mit Regalen auf denen wiederum “Zeugs” steht und es gibt Teppichboden plus nur 2 kleine Fenster. Gar nicht sooo schlecht. Ich hab jetzt nicht so die allerbesten Ohren, aber ich kann da nicht wirklich Hall oder Rauschen ausmachen. Zumindest nicht im Auto (B&O Anlage) oder am PC via Sennheiser…

Was genau meinst du denn damit, das man “den Raum merkt” ?

Die Artefakte hängen wie die teilweise vorhandenen Schwankungen damit zusammen, das ich in Audacity so an die 8 Einzelaufnahmen (mit unterschiedlichem Mic-Abstand und Pegeln) versucht habe, in einen Track zu packen :wink: Die Schwankungen hört man schon, aber an welchen Stellen konntest du Artefakte ausmachen?

Ja, Outtro ist etwas lauter - das regel ich etwas runter, für die Zukunft.

Sämtliche Bearbeitung findet in Audacity statt - low Budget eben :wink: <- Alternative? Online rechnen lassen?

Wir haben zusammen (mit ca. 1m Abstand) links und rechts von einem Zoom H1 gestanden und so in diesem Raum aufgezeichnet.

Heute haben wir uns jeder ein Rode Lavelliermic besorgt und mit der iPhone “Sprachmemo App” aufgezeichnet. Ich habe es mal zusammengebaut und es klingt nun anders.

Von der App erhält jeder von uns eine Mono. m4a Datei, die ich in dann wahlweise so zusammengesetzt habe:

Variante 1: Zunächst beide Monospuren in eine bringen, dann diese Spur kopieren und in eine neue Stereospur jeweils links und rechts einfügen.

Ergebnis: Deutlich mehr Präsenz beider Stimmen und die Richtung, aus der nun der Ton kommt, würde ich mal einfach als “zentral” bezeichnen.

Variante 2: Eine Mono-Spur (Phone 1) in den linken und eine Mono-Spur (Phone 2) in den rechten Kanal einer neuen Stereospur kopieren.

Ergebnis: Man ortet den Ton nun mal links, mal rechts, je nach Sprecher.

Was ist “besser”?!

Inhalt und Stimme

Das ist ja ein Stück weit Geschmackssache - das wichtige, die “Chemie” und das du uns gern zugehört hast,
ist natürlich eine meeega gute Reaktion und freut uns sehr.

Ich denke, Folge 1 war anfangs noch zurückhaltender, nacher ganz ok. Folge 2 war sehr “wild” und na ja - so sind wir auch (manchmal) Vielleicht etwas an der Grenze zu “drüber” - aber Folge 3 und 4 werden schon wieder gemäßigter (auch, was den MIschmasch betrifft - wobei, als Gamer redet man teilweise ja auch so, wir zumindest) - und das ist ja die “Zielgruppe” - aber natürlich ist auch jeder, der es gerne hören mag herzlich willkommen :slight_smile:

Ok, das soll es an dieser Stelle erstmal gewesen sein, über weiteres Feedback von dir (und natürlich anderen hier im Forum) freuen wir uns.

LG
Kasi


#4

Hi Kasi,

ich hatte “Hallo Murgi” geschrieben weil das der Name war unter dem sich “dieser Account” im Vorstellungsthread vorgestellt hatte :slight_smile: Sehr verwirrend. Vielleicht wollt ihr Euch einfach jeder einen eigenen Account zulegen? :wink:

Hosting auf Soundcloud
Naja, das Problem ist weniger der Zugriff auf die Audiodateien als Eure Hörer. Ich weiß nicht genau ob man ordentlich 301 Umleitungen setzen kann (also ggf. von der Feedadresse bei Soundcloud irgendwoanders hin umziehen), aber falls nicht (oder wenn irgendwann mal doch der Laden zugemacht wird), dann verliert ihr über Nacht alle Eure Podcast Abonnenten. DAS ist der eigentliche Schmerz vor dem ich Euch warnen möchte. Wenn ihr ein paar Monate life seid und ein paar hundert Stammhörer habt, wird Euch das mehr als nur ein bißchen auf den Zeiger gehen…

Ton
Hör Dir zum Vergleich diesen Podcast hier an: https://wasdenkstdudenn.podigee.io/ oder einen von meinen: http://anerzaehlt.net Da wird Dir auffallen, dass Euer Raum immer noch recht “hallig” klingt. We gesagt - Geschmackssache. Manches lässt sich da auch mit einem Limiter loswerden. Wirf mal einen Blick in die Tutorial Videos von @rstockm, der erklärt viele Bearbeitungsgrundlagen am Beispiel der Audiobearbeitung Reaper in Kombination mit der freien Podcasting-Extension Ultraschall, aber gerade Themen wie Limiter etc. sollten sich auch auf Audacity anwenden lassen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLrHlJxVCzpcUF8e0pbt60uSK26JNxbFzG

Die meisten werden Eure Sendung mit Kopfhörern konsumieren. Du solltest also mindestens mal ausprobieren wie die Sendung mit Standard-iPhone Stöpseln klingt um zu wissen wie ein Großteil der Hörer Euch wahrnehmen. Ein Autoradio ist da nicht ganz repräsentativ, fürchte ich :wink:

Ganz grundsätzlich ist bei Interesse Ultraschall eine Software, die Du/Ihr Euch mal näher anschauen solltet. Die darunterliegende Software “Reaper” kann man für lau unbegrenzt testen und bei Gefallen ist sie auch immer noch sehr bezahlbar, aber wesentlich mächtiger als Audacity.

Ton-Nachbearbeitung:
Mit “Artefakten” meine ich ein immer wieder mal auftauchendes seltsames Atemgeräusch oder wässeriges gurgeln. Sorry für die vage Beschreibung, der Profi hat da sicher schönere Worte für. Die treten immer wieder quer durch die Aufnahmen auf und kommen vermutlich von zu aggressiven Einstellungen.

Mein Tipp: Wirf mal einen Blick auf http://auphonic.com Das ist ein Dienst, der vollautomatisch Audio “hübsch” macht. Bis zu 2h kann man da im Monat kostenlos durchschleusen und Auphonic macht automatisch so Dinge wie Rauschen entfernen, Lautstärke beider Spuren anpassen etc. Ihr scheint ja jeder für sich aufzunehmen (ein sogenannter “Doppel-Ender”). Da böte es sich an, beide Spuren an Auphonic zu übergeben und danach als Ergebnis ein ordentliches File zu bekommen.

Außerdem könnt ihr ggf. auch die beiden Rode’s an den Rode SC6 Adapter hängen und den direkt in Euren PC routen. Idealerweise in zwei getrennte Mono-Spuren und dann auch als Mono zum Schluß rausrendern…

Falls Euch das Hobby weiterhin packt (woran ich erstmal keine Zweifel habe :wink: ) lohnt sich u.U. die Investition in besseres Aufnahme-Equipment. Was das dann wäre hängt von Euren Ambitionen und Geldbeutel ab. Hier im Forum gibt es einen ausführlichen Mikrofontest mit Hörbeispielen (Test: Headsets und Mikrofone im Direktvergleich) und auch eine Bastelanleitung für eine low-cost Ausstattung

//D


#5

Hallo Dirkprimbs,

das mit “Murgi” ist ja auch richtig - er hatte den Thread erstellt und das 1. posting gemacht.
Im Grunde kannst du uns in Sachen Podcast ruhig als eine Person betrachten :wink: Lass dich nicht verwirren.

Ich möchte hier erstmal ein großes Danke sagen, für deine Zeit. Das ist nicht selbstverständlich, sich Casts anzuhören und so einiges an Text zu verfassen und hilfreiches Feedback/Kritik abzugeben.

Hosting
Auf jeden Fall wären dann ggf. Abonnenten weg (zumindest die, die nicht auf YouTube oder Instagram suchen) - was natürlich ärgerlich für beide Seiten ist. Momentan sind die Abonnenten noch sehr… überschaubar. Mal sehen, ob sich das ändert. SC wurde mit einer nicht unerheblichen Finanzspritze geholfen - ich vermute, die halten sich noch ´ne Weile. Aber ganz klar - falls unser Cast einmal Fahrt aufnehmen sollte, dann hosten wir ihn selbst, mit eigener, kleiner homepage. Dort kann man ja z.B. TuneIn player einbinden und den RSS feed auch wieder bei iTunes und Stitcher anmelden. Wobei - wenn ich jetzt so drüber nachdenke… sollten wir das wohl echt so früh wie möglich machen, um o.g. Situation zu vermeiden - ein wertvoller Tipp!

Ton-Nachbearbeitung
Werde mir die Casts heute Abend mal anhören, um einen Vergleich zu haben. Einen Limiter habe ich eingesetzt, bin nach der “Formel” K.E.R.L vorgegangen, d.h. erstmal Kompressor, dann EQ, dann Rauschen filtern und am Ende noch den Limiter drüberlaufen lassen. Ich sehe momentan noch nicht, dass Audacity nicht reichen wird - im Gegenteil. Habe auch WaveLab LE angetestet, da es beim Zoom im Bundle dabei gewesen ist. Allerdings fühlte sich das weit weniger intuitiv an und einen “Denoise” Filter/Plugin konnte ich nicht finden. Da wohl einige auf Auphonic schwören und du es auch empfiehlst, werden wir das für die nächste Folge ausprobieren. Von unserem Doppelender erhalten wir zwei Mono Spuren - macht Auphonic dann auch eine Stereo Spur daraus?

Einen Adapter (Rode SC6) einzusetzen, ist sicherlich besser - aber es gibt aktuell keinen PC vor Ort, wo wir das mit recorden können. Wir treffen uns tatsächlich in der Mittagspause in einem Raum und quatschen etwas, das war´s. Keine Fancy Sprecherkabinen oder Technik, die über ein iPhone+ 2 Mics hinausgeht.
Es sieht auch eher nicht so aus, als ob es sich ändert. Wir können daher nur “unser bestes” geben, bei der Nachbearbeitung. Eben so gut, wie es für uns möglich ist.

Reaper und Ultraschall - wo siehst du den Vorteil, gegenüber mixen mit Audacity und im Anschluß “aufhübschen” mit Auphonic?

LG
Kasi


#6

Reaper + Ultraschall sind eintausend mal komfortabler, sind optimiert für Podcasts, bieten ordentliche Presets, machen Kapitelmarken,… unter Umständen brauchst Du nicht mal mehr Auphonic, weil mit den US-Dynamics schon sehr gute Ergebnisse erreicht werdne können.
Ich finde es persönlich unendlich viel besser als audacity. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die mit Audacity professionelle Workflows machen.
Bottom line: die 60 EUR für Reaper würde ich immer wieder bezahlen, wenn ich ne vernünftige DAW will.


#7

Hallo Joram,

das klingt nach einem überzeugten Anwender. danke für´s Feedback!

LG
Kasi


#8

Der Rode SC6 Adapter - was kann der denn “mehr”, als ein einfacher Y-Stecker, wo man von 2 auf 1 Klinke geht? Ok, der SC6 hat noch nen Kopfhörer Ausgang… aber sonst?!


#9

Nein, das ist im Wesentlichen eine Y Weiche.


#10

Falls ihr nicht zufällig YouTuber oder Instagramer seid mit existierender Fangemeinde, dann ist das eher weniger ergiebig. Podcasts werden in überwiegender Mehrheit bei Google oder auf iTunes gesucht mit Spotify auf einem abgeschlagenen dritten Platz.

Disclaimer: Mach wie immer Du willst. Das hier sind Empfehlungen, keine Vorschriften :slight_smile:
Aber ganz allgemein: Wenn Du beschließt, Deinen Feed oder Deine Audiodateien von einer dritten Partei hosten zu lassen, gelten deren Bedingungen und Du trägst ein gewisses Verlustrisiko. Da lohnt ein kritischer Blick auf die jeweilige Businessmotivation und deren Bedingungen. Genau darum empfehle ich Dir aufrichtig nicht bei Stitcher, TuneIn & Co zu hosten (bestenfalls dort registriert zu sein) sondern stattdessen eine Wordpress Installation + Podlove Plugin (Open Source, keine Haken, mehr Infos auf http://podlove.org). oder falls Dir das zu viel Theater ist, alternativ einen auf Podcasts spezialisierten Hoster. In Deutschland fällt da Podigee ein (sind auch hier im Forum aktiv), in den USA ist Libsyn der Marktführer.

Beide Lösungen geben Dir volle Kontrolle über Feed & Audiodateien und Du bekommst einen RSS Feed mit dem Du Deine Inhalte überall unterbringst. Als Player kannst Du dann auch den Podlove Player nutzen, der kann mindestens so viel wie der von TuneIn, ist aber unter Deiner Kontrolle.

Bei deren Burnrate hält das einige Monate, nicht unbedingt viel länger. Und Soundcloud ist ein Musikdienstleister, kein Podcasthost. Das merkst Du an den Statistiken, an deren mangelndem Support, an ihren Tools…

Auphonic macht Dir da draus was immer Du möchtest. Wenn Du aber sowieso Audio zentriert ausspielst ohne irgendwelche Soundeffekte, dann ist Mono völlig ausreichend. Hör Dir meinen Podcast auf http://anerzaehlt.net an, der ist Mono. In Episode 621 rede ich mit meiner Frau, es sind also zwei Mikrofone am Werk, trotzdem Mono: https://anerzaehlt.net/bibliotheksausweis-nr-621-peterchens-mondfahrt/

//D


#11

Danke für die Informationen zum hosting - das mit dem TuneIn player kam mir nur in den Sinn, weil ich halt weiß, das es den gibt :slight_smile: In dieser Richtung hatte ich mich jetzt auch nicht weiter informiert, da ja mit SC erstmal ein host gefunden war, den man bei allen anderen verlinken kann.

Nochmal zum recorden an sich:

Wenn du nur eine Mono-Spur hast - erzeugst du dann eine neue Stereospur und kopierst den Inhalt der Monospur dort hinein, jeweils in den L und R Kanal? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

Wie hast du denn den Episode 621 aufgenommen? Jeder ein Mic und dann zusammen eine Monospur besprochen? - Also vom Prinzip her, so wie wir dann, 2x Mic via Y-Weiche in ein iPhone?

Wäre sehr hilfreich, das zu erfahren. Die casts kann ich leider momentan nicht hören - das muss noch bis heute abend warten.


#12

Hier sind wir bei einem der wichtigen Unterschiede von Audacity zu Lösungen wie Ultraschall oder (in meinem Fall) Hindenburg Journalist Pro. Gute DAWs geben dir die Möglichkeit von verschiedenen Quellen in eigene Spuren aufzunehmen und diese Spuren können entweder Stereospuren sein (also zwei Quellen bündeln) oder gleich Monospuren.

Ich nehme also zwei separate Mono-Spuren auf. Das hat den Vorteil, dass ich die Spuren separat editieren kann, also z.B. unterschiedliche EQ Einstellungen anwenden usw. Die DAW macht da dann zunächst einen Stereomix draus mit beiden Spuren zentriert, ich speichere das dann aber zum Schluß genau deswegen (weil ja auf beiden Ohren exakt dasselbe Signal kommt) als Mono ab.

Im Grunde brauche ich bei meinen Geräten und Einstellungen Auphonic dann auch nicht mehr zum geradeziehen, ich nutze es aber trotzdem weil es auch die Dateien in verschiedene Zielformate übertragen und an verschiedene Orte kopieren kann. So kannst Du z.B. vollautomatisch via Auphonic eine Videodatei mit Soundwave erzeugen und auf YouTube hochladen lassen etc.

//D


#13

Ich bilde mir ein, Audacity macht das auch, bzw. kann das ebenfalls. Neue Spur (Stereo) erzeugen, diese dann “aufteilen”. So haben ich den L und R Kanal separiert und kann die getrennt bearbeiten.

Ich arbeite zum 1. Mal mit einer “DAW” und verstehe deinen post möglicherweise ja auch falsch?!

Wenn wir aufnehmen (jeder mit 1 Mic und 1 iPhone) erhalten wir auch 2x eine Monospur - die man natürlich ebenfalls separat bearbeiten kann. Was ich nicht verstehe: was meinst du mit “Zentrieren”?

Für mich ist eine als Mono gespeicherte sounddatei, die ich auf einem Stereo Gerät abspiele… irgendwie komisch zu begreifen. Mono ist für mich “nur eine Seite”. Aber ich vermute, du meinst, das L und R Kanal die gleichen Informationen haben? Bitte um Erklärung :wink:

Das mit dem automatischen Video erstellen ist was für Kollege Murgi :slight_smile:

erneut vielen Dank an dich


#14

Das Ergebnis ist dasselbe. Bei mir kann ich halt beliebig viele Mikrofone direkt in der Software (DAW = Digital Audio Workstation) in verschiedene Spuren aufnehmen. So kann man z.B. auch mal jemanden per Skype dazuholen etc.

Mit “zentrieren” meine ich, dass der Ton mittig abgespielt wird, statt eine Spur links und die andere rechts zu haben. Man nennt das auch “Panorama”.

Nur weil Deine Datei in Mono ist, muss sie ja nicht von Deinem Betriebssystem als Mono ausgespielt werden :wink: Sprich: Windows, Android und co nehmen die Datei und legen sie einfach auf beide Ausgänge. Wenn Du sicher sein willst, dass das passiert kannst Du aber natürlich auch bei Auphonic oder beim Abspeichern mit Audacity (oder was auch immer) auch eine Stereodatei erzeugen.

Also entweder verhaltet ihr Euch jetzt wie ein und die selbe Person oder legt Euch bitte zwei Accounts an. Alles andere wird schnell hakelig. Ich werde mir jedenfalls nicht merken welche Persönlichkeitsfacette von Kasi_Murgi hier was macht…

//D


#15

Hallo,

habe gestern mal reaper+ultraschall installiert und muss sagen, das die Filter/Funktionen ziemlich gut sind.

Besonders gefallen haben “dynamics” und die EQ-presets. damit klingt es schon deutlich besser, als ich das bisher mit audacity hinbekommen hab. Auch die “Rauschfilterung” ist gut einstellbar.

Ich habe mich einfach an dieses Tutorial gehalten und das war es auch schon. Wenn ich mir das jetzt via iPhone+iPhone Kopfhörer anhöre klingt das auf jeden Fall schon mal “gut genug” :wink:

Nicht ganz highend, so wie bei den weiter oben verlinkten Podcasts - aber für unsere Möglichkeiten (Hardware, Raum, Aufwand und eingesetztes Geld) geht es meiner Meinung nach kaum besser.

Die kommenden Folgen werden sicher mit Reaper/Ultraschall bearbeitet und sich “vernünftig” anhören.

Danke für den Tipp / links zu dem Tool


#16

Bitte beachten: in dem verlinkten Video wird ein stark veralteter Stand gezeigt. Die Ausführungen zum ReaFIR Entrauschungs-Effekt sind noch aktuell, aber unser mit der 3.1 ausgelieferte Dynamics 2 Effekt bedient sich dramatisch besser/einfacher als der alte Dynamics.
Die neuen Funktionen werden in diesem Video erklärt:


#17

Hallo rstockm,

bedeutet das also, ich kann ReaFir weglassen und brauche nur mit Dynamics 2, bzw. dem Noisegate zu arbeiten?

LG


#18

Nein, das heißt, dass die Infos zum ReaFir noch aktuell sind, die Anderen jedoch veraltet. Daher hat Ralf das aktuellste Ultraschall-Screencast-Video gepostet…


#19

Das kommt etwas auf die Störsignale an, dass du in der Kette hast. Generell würde ich sagen: bei normal gutem Equipment reicht das Noisegate des Dynamics 2 absolut aus um ein Grundrauschen sanft abzusenken.

Den ReaFir würde ich nur zum Einsatz bringen, wenn die Aufnahme

a) arg problematisch ist und
b) die Störquelle konstant ist: etwa das Summen eines Lüfters, ein Kühlschrank oder das

gefürchtete 50Hz Netzbrummen.

Der ReaFir greift schon sehr massiv in das Audiosignal ein und sollte keinesfalls als “immer drauf” Effekt angesehen werden, sondern nur als Retter in der Not. Wenn er auch dann keine brauchbaren Ergebnisse liefert, ist immer noch Auphonic die erste Wahl.


#20

das “Störsignal” ist ein rauschen vom MIc (Zoom H1), das nicht ganz durch den Dynamics 2 noisfilter verschwindet. Aber da man es mit ReaFir doch gut “erwischen” kann und ich die ermittelte Kurve dann noch etwas “runterziehe” und beim testen alles gut war, gehe ich davon aus, das es ok ist.

Ich könnte ja mal ohne ReaFir exportieren und das dann durch Auphonic jagen und mit einem export, der den “Rauschfilter” drauf hat, vergleichen