Cubase / VST-Plugin / OS X

Ich wollte jetzt endlich auch einmal das gelobte Studiolink testen, musste allerdings feststellen, dass ich das unter Cubase nicht einsetzen kann, da Cubase keine .AU-PlugIns versteht, sondern nur .VST.

Ist noch eine VST-Version für OS X geplant?

Oder: Gibt es wahlweise einen Hack um das doch zu realisieren? Ich habe als Möglichkeit nur Plogue Bidule gefunden, aber 100 € sind ein bisschen viel für ein einziges PlugIn…

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VST unter OSX war zwar jetzt nicht direkt geplant, wäre aber möglich. Ich setze es mal auf die Roadmap.

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Danke.

Und weil sich gerade die Gelegenheit bietet, eine neugierige Frage: Wieviel Unterschied ist denn zwischen Windows-VST und OSX-VST? Ist es quasi dieselbe Sache in anderer Verpackung oder komplette Neuentwicklung?

Die API ist ziemlich identisch, es ist nur das ganze drumherum (Makefiles etc.) und die Abhängigkeiten die abgestimmt werden müssen.

Gibt es hierzu Neuigkeiten? Ich würde das auch benötigen …

Zusammenfassend kann man sagen das ich aktuell erst einmal neben Reaper (Ultraschall)
und Ardour keine weitere DAWs aktiv teste. Meine Empfehlung ist daher Ultraschall,
diese Kombination ist am besten getestet und wenn es nur für die reine Aufnahme ist. Der Schnitt
kann ja dann immer noch in einer beliebigen Software durchgeführt werden.

Die Gründe für diese Entscheidung will ich mal kurz darlegen.

Zum einen gibt es DAWs bzw. Audio Editoren (im folgenden nur DAW genannt) die kein oder nur ein sehr eingeschränktes Audio Routing besitzen und vor allem keine Live Effekte während der Aufnahme unterstützen, dazu gehören mind. z.B.

  • Hindenburg (in allen Versionen)
  • Audacity

Die folgenden DAWs wurden über die letzten Monate an mich herangetragen:

  • Cubase (Cubase Elements 9 Full Version - 99 Euro)
  • Apple Logic Pro (199,99 Euro)
  • Ableton Live (63 Euro) Testversion vorhanden
  • Adobe Audition CC (285 Euro pro Jahr)

Zunächst einmal gibt es von den meisten keine Testversionen. Das heißt der Preis den ich
aufgeführt habe wird sofort fällig ohne zu wissen ob nicht generell schon Probleme mit dem
Audio Routing als Ausschlusskriterium einer DAW in Frage kommen.

Dann sind auch häufig ältere Versionen im Einsatz und ich könnte max. gegen die gerade
aktuellste Version testen.

Jetzt habe ich schon häufig das Angebot bekommen das jemand das Testen für eine DAW übernehmen kann. Das Problem ist leider das für manche DAWs weitere Anpassungen am StudioLink Plug-in notwendig sind und ich einige Debug-Iterationen benötige bis alles passt. Mit einer lokalen Version der Software ist das schnell (ca. ein Wochenende) erledigt. Wenn ich aber jede Änderung erst hochladen und auf Feedback warten muss zieht sich das ganze im Zweifel über Wochen/Monate. Hinzu kommt das mit jeder neuen DAW oder Plug-in Version dieser Prozess von vorne beginnt. Daher wären auch Testversionen nur am Anfang hilfreich.

Wie schon erwähnt wäre nach dieser ganzen Arbeit und Investition von über 600 Euro dann immer noch das Risiko hoch, das sich herausstellt das es Showstopper wie das Routing oder das Recording vom Plug-in Ausgang gibt. Es gibt leider keine einheitlichen Standards wie in DAWs ein Routing auszusehen hat und auch das erfordert noch einmal Zeit sich in die Besonderheiten einzuarbeiten.

Ich will nicht ausschließen irgendwann die Zeit zu finden an anderen DAWs weiter zu testen und wenn jemand da draußen noch eine Low-Hanging Fruit DAW findet, die sauber funktioniert, freue ich mich auch über Feedback. Aber im Moment stehen noch so viele spannende Punkte auf der Roadmap die meiner Meinung nach Vorang haben sollten (z.B. könnte ich mir auch innerhalb der Standalone Version ein einfaches Multi-Track Recording vorstellen).

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich lese so ein bisschen zwischen den Zeilen, dass es helfen könnte, wenn man dir die entsprechende Software zur Verfügung stellt? Oder überinterpretiere ich da?

Ein Standalone-Multitrack wäre natürlich auch sehr schick.

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Das würde zumindest für den Anfang helfen, allerdings immer unter der Prämisse das ich für nichts garantieren kann. Denn auch wenn ich den finanziellen Aspekt betont habe, ist das eine Investition die ich durchaus bereit wäre zu tätigen, nur zusätzlich auch die Investition von Arbeitszeit und die mittlerweile recht hohe Wahrscheinlichkeit das es am Ende in der DAW einen Showstopper gibt, der im Voraus nicht ersichtlich ist, sind das die beiden Punkte die am meisten ins Gewicht fallen.

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Das hört nicht bei der Software auf. Für jede gängige OS-Version kommt noch mindestens ein Rechner dazu.

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Hm. Also bei eingehender Textanalyse kommt man wohl eher zu dem Schluss, dass das eher das Gegenteil ist von dem, was @sreimers schreibt :wink:

Aber er hat ja den Königsweg aufgezeigt: StudioLink Recording mit Ardour oder Ultraschall/Reaper, dann Schnitt/Post mit der DAW der Wahl.

Ich weiß nicht genau, warum hier noch mal was interpretiert werden muss, dass schon von allen Beteiligten eindeutig geklärt wurde…

Und das ist halt kein Königsweg, wenn man mit anderer Software arbeitet und sich noch in ein neues System einarbeiten muss.

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@ StudioLink:
Auch von mir ein Danke für die klare Aussage. Hat mir geholfen, die Entscheidung für Reaper/Ultraschall jetzt zackig zu treffen. Wenn ich sehe, was rstockm und seine Mannen so an Arbeit in Ultraschall stecken und schon gesteckt haben, zusammen genommen mit den vielen grandiosen Tutorials für Ultraschall, denke ich das war nicht die schlechteste Entscheidung.

Damit hätte ich jetzt allerdings eine Cubase LE Lizenz abzugeben, falls Du Dich trotz aller Fallstricke daran versuchen möchtest. Vielleicht hilft es ja in der Zukunft irgendjemand anderes, der unbedingt das Tool verwenden möchte. Bei Bedarf einfach anklingeln.

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Ich glaube, dass wegen der doch großen Nutzerzahl Cubase sicherlich ein lohnendes Ziel wäre (und im ggs. zu Logic auch Xplatform). Das ändert natürlich nichts an den genannten Problemen.

@monoxyd - Ultraschall/reaper dürfte dich einen Nachmittag kosten. Die Testversion von Reaper gibt es kostenlos, US auch. Das sind sicherlich (zeitlich/Aufwand) niedriger hängende Früchte als auf das VST Plugin für Cubase zu warten. Und man hat sehr schnell eine fantastisch klingende Aufnahme.

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Warum sponsort ihr Studiolink nicht einfach alle DAWs dies so am Markt gibt entweder als einzel spende oder crowdfunding mässig ?

Jede DAW müsste doch in der Lage sein VST Plugins sei es Ver 1 2 und aktuell jetzt 3 verstehen können.

VST ist hier leider nicht entscheidend, sondern vielmehr ob man relativ komplexe Audio-Routings in der DAW fahren kann. Reaper und Adour sind hier maximal transparent und offen (bis runter zu einer API), die anderen eben erst mal nicht.

Also nach unserer - sicher nicht repräsentativen- Umfrage hier würde ich Cubase eher nicht als Lohnendes Ziel einstufen:

M.E. nach kommen alle Cubase-Nutzerinnen aus der Musikecke, und da gibt es eben doch eher nicht ganz so viele Überschneidungen zu Podcasting.

Ein lohnendes Ziel wäre GarageBand, aber: mangels Routing technisch nicht möglich.

“Nicht repräsentativ” ist wohl hier ausschlaggebend. Du fragst schließlich hier im Forum und nicht “da draußen”. Du könntest auch in einem Linux-Forum nach Photoshop fragen. :smiley: Es bleibt dennoch die größte Fotosoftware der Welt, ob “das Forum” das so nutzt oder nicht.

Okay, der Vergleich hinkt etwas, aber ist nicht ganz unwahr. Der Punkt ist: möchte man Studiolink der Welt bringen (und diese damit auf Ideen) oder weiter hinter der Reaper-Hürde bleiben?

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eine professionelle Anfrage bei den Vertrieben und Herstellern der anderen DAWs per mail müsste doch di epassende API zu tage fördern - wenn sie auf Mail nicht reagieren dann persönlich an der Musikmesse - das muss doch im Handumdrehen machbar sein - wenn man transparent sein Projekt plausibel erklärt.

Ich hole diesen verstaubten Thread hier mal wieder hoch…
Gibt es da zufällig was neues?

Ich probiere es jetzt seit Jahren, aber so richtig werde ich mit Reaper einfach nicht warm. Komme da von der Audioproduktion mit Cubase und auch wenn ich echt cool finde, was Ultraschall alles kann, irgendwie komme ich damit nicht klar, kann das auch garnicht klar definieren…

Mir geht es da ähnlich wie mit Photoshop und Gimp… Ja, Gimp kann vermutlich auch alles, was Photoshop auch kann, aber irgendwie finde ich mich da absolut nicht zurecht.

Kann man Euch da in irgendeiner Form mit Geld bewerfen, dass Ihr da für Cubase was entwickelt?

Mal abgesehen davon glaube ich, dass sich das finanziell extrem rentieren könnte, wenn Ihr StudioLink als Plugin für die großen DAWs verfügbar machen würdet. Wer vier (oder fünf)-stellige Beträge für PlugIns ausgibt lässt da imo gerne schonmal was springen… Und wie oben schon gesagt, REAPER wird da einfach immer eine Nische bleiben…

lg, Dave