Zoom H6 als Audio Interface - oder alternativen? [Erledigt]

Ich verwende mein H6 als Audio Interface (1-2 XLR Mics, manchmal noch Eingänge via Klinke) am heimischen PC. Leider nervt das Gerät unglaublich: Nach jedem Start muss das Gerät mittels Menü in den „Audio Interface“ Modus gesetzt werden. Weiteres Ärgernis: Entweder verwende ich das Gerät im Stereo Modus - dann kann ich aber die Kanäle nicht schön einzeln ansprechen - oder im Multitrack Modus. Mit letzterem kommen aber viele Konferenz-Systeme nicht zurecht, sondern nehmen immer nur stur den ersten Kanal. Softwarelösungen wie Ladiocast machen oft auch noch Ärger. Auch kann MacOS nicht die Lautstärke via Software regeln.

Zu allem Überfluss schalte ich mein Audio-Interface noch zwischen Rechnern hin- und her - auch hier ist immer wieder aktivieren (anschalten, Moduswahl, etc.) notwendig.

Kennt ihr hier bessere Lösungen/Tricks oder ratet ihr mir zu einem anderen Interface?

(Dran hängt „fest verbaut“ ein FetHead + SM7B, ab und zu Handmicros oder mal ein Headset (DT-297/HMC660) oder Eingänge via Klinke. 4 Eingänge sollten reichen.

Das Problem, dass es Software gibt, die nicht mit Mehrkanal-Audiointerfaces umgehen kann (looking at you, Teams), habe ich mit Loopback in den Griff bekommen.

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Ja, ich habe mit Ladiocast und Blackhole das ganze auch hinbekommen - ist aber halt auch nur so eine Krückenlösung…

Ich meine auch Apple eigene Lösungen können nur den ersten Kanal verwenden. Und der ist beim H6 halt das Aufsteck-Mic, statt meinem Tischmikrofon

Sofern es in erster Linie um die Nutzung am heimischen PC geht, bin ich mit meinem Mackie Onyx Blackjack sehr zufrieden. Robust, simpel, sehr gute Vorverstärker und direktes Monitoring ohne Latenz ist auch drin. Benutze es im Wechsel unter Mac OS und Linux.

Nachteil für dich wäre nur die Anschlussmöglichkeit von zwei XLR/Klinke gleichzeitig. Dafür gäbe es dann den großen Bruder „Blackbird“, aber zu dem kann ich nichts sagen.

Beide gibt es aber nur noch gebraucht, Mackie hat die Serie wohl eingestellt.

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Hab’ auch aus Schreibtisch-Ordnungsgründen (Und aus Bock auf Hardware) nach ein paar Jahren noch ein Steinberg UR22 mk II gekauft, das seitdem auf meinem Tisch sitzt. Für das SM7B hat das aber (ohne FetHead) glaub ich auch nicht genug Gain.

Beim H6 ist der Interface-Modus ja quasi Zusatzfeature, auf Dauer (und bei sehr regelmäßiger Nutzung) find ich das auch ein bisschen fummelig, auch weil alle Anschlüsse in sehr verschiedene Richtungen gehen.
…Immer noch besser als beim neuen H8, lel.

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Ich nutze und schätze das Behringer UMC404HD, weil es eben nur ein Interface ist. Das löst allerdings nicht dein (und mein) Problem, dass die meiste Software nur stur Kanal 1 anspricht und sich gar nicht vorstellen kann, dass ein Interface mehrere Kanäle hat.

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Naja mit einem anderen Interface könnte ich ja zumindest mein Hauptmicrophon auch in Eingang 1 Stecken - das geht ja mit dem H6 nicht (einfach).

Ich habe genau einmal versucht, das H6 als Interface zu nutzen und habe mir danach ein Focusrite Scarlett gekauft. Sieht gut aus, funktioniert umständelos.

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Danke für euren ganzen Input!
Irgendwie schade, dass eigentlich Zoom „nur“ folgendes machen müsste:

  1. Spuren im Gerät in neue Anordnung bringen können
  2. Auf dem Gerät eine Einstellung ablegen, das das Gerät immer in den gleichen Modus bringt (USB Interface)

Ich träume ja manchmal von einem Zoom H6 mit freier Software mit 1000 geilen Hacks, so wie damals mp3 Player mit „Rockbox“, die plötzlich so drastisch viel besser wurden.

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Der H6 ist halt ein Field-Rekorder mit angebautem Interface-Modus. Ich glaube mit dem Zoom L-12 oder Rodecaster Pro hättest Du weniger Probleme, da diese Geräte speziell für Podcasts entworfen wurden.

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Klar, ich habe auch ein L12 und finde es ganz famos - nur ist dann mein Schreibtisch voll. In meinem nächsten Leben hab ich ein Podcast-Zimmer…

Bestelle mir dann ein kleines Audio-Interface - danke für euren Input.

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Dann würde ich dir das MOTU M2 oder M6 empfehlen. Dann benötigst du weder Cloudlifter noch ein Fethead für das Shure SM7B. Ich habe mein Zoom H6 noch für die mobile Aufnahme behalten, aber eigentlich nur noch das MOTU Interface im Einsatz.