Werden Pausen raus-optimiert?


#1

Hallo, ich habe einen Workshop via OpenBroadcasterStudio auf einem Rechner aufgenommen und den Ton mit mehreren Spuren auf meinem Zoom H6 mitgeschnitten.
Nun habe ich den Ton in Ultraschall importiert, ein wenig bearbeitet und möchte das Resultat via iMovie an den Film hängen.

Leider läuft das Audio bei den Aufnahmen auseinander. Meine Vermutung ist, dass Ultraschall beim exportieren evtl. die Pausen herausnimmt - was bei einem Podcast ggf ja Sinn macht.
Kann das jemand bestätigen oder verwerfen - ich nutze den Export Button in der linken Leiste.

Danke
Christian


#2

Das würde mich doch sehr wundern! Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Abtastrate deines Filmprojekts nicht der deines Audio-Exports entspricht – das Audio also im Hintergrund umgerechnet werden muss und deshalb diese “Zeitanomalien” auftreten. Kann das vielleicht sein?


#3

Ah, das könnte natürlich sein. Da schaue ich doch gleich mal nach…


#4

Hmm… Mein Video kommt als FLV aus OBS und um es in iMovie zu importieren konvertiere ich es mit Handbreak. Da es sich um ein Video handelt würde ich jedoch davon ausgehen, dass sich die Zeit innerhalb des Videos nicht ändern kann - würde ja wenig Sinn machen, wenn das Video nachher ein paar Sekunden kürzer ist.
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In Reaper habe ich jetzt mal mit 160kbps als MP3 exportiert…
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Habe leider immer noch das Problem, dass nach ein paar Minuten die Spuren auseinanderlaufen. ;(


#5

Die Abtastrate ist etwas anderes als die Bitrate, d.h. 160 kbs für die Audiokodierung hängen nicht direkt mit den 16 kHz zusammen, die du als Audioabtastrate eingestellt hast.
Bei der Aufnahme von Audio mit mehreren Geräten sollten immer alle mit der gleichen Abtastrate von 44 oder 48 kHz eingestellt sein. Dennoch können Aufnahmen dann auseinanderlaufen, denn die internen Clocks, die quasi den Takt vorgeben, sind nie vollkommen synchron, sodass auch bei gleicher Abtastrate bei langen Aufnahmen ein Unterschied beobachtet werden kann.

Um Dein Problem zu fixen, kannst Du erstens versuchen, einfach die Audiospuren auf die gleiche Länge zu stretchen. Dazu nimmst du am besten einen guten Ankerpunkt am Anfang und am Ende und synchronisierst daran die Tonspur. Meistens ist es damit schon getan. Wenn jetzt trotzdem noch mittendrin das Audio auseinanderläuft, musst du leider mit viel Handarbeit immer wieder stückweise das Audio synchronisieren und Pause als Lückenfüller einsetzen. Hier wurde sowas mal beschrieben: Out of sync Aufnahmen wieder in Sync bringen (Zencastr produktion)


#6

Das Timestretching habe ich hier beschrieben:


#7

Macht iMovie da vlt. irgendeinen Murks? Ich habe die Audio-Spur des Videos exportiert und in Reaper hinzugefügt. Mit der ist das Projekt in Reaper synchron… Damit war meine Hoffnung, dass es nach dem Exportieren von R64 und Importieren in iMovie wunderbar passen sollte.
Komisch - vlt. versuche ich die beiden einfach mal per ffmpeg zusammenzuwerfen.


#8

Ok, Ich würde sagen da macht IMovie irgendeinen Schmuh… Mit ffmpeg bleiben das Audio (welches ich mit dem Audio des Videos gesynced habe) übereinstimmend… :slight_smile:

iMovie nur um die Spuren übereinander zu legen war vlt auch von Beginn an keine gute Idee.
Danke für das geistige Mitlatschen.


#9

Last resort wäre auch:
Das Video in Reaper reinziehen und synchronisiern mit dem Audio. Dann exportieren, denn dort kannste auch Video angeben.
Das exportierte File könnteste dann schneiden.

Wär zwar ein minimaler Qualitätsverlust, aber auch machbar…

Dass konvertierte Videos mit Audios gern mal auseinanderlaufen ist im Übrigen nichts ungewöhnliches. Eines der Gründe, weshalb ich froh bin Audio zu machen :smiley: