Was ist Auphonic monetär wert?

Ich sehe das ähnlich wie @Joey. Auphonic ist klasse und kann eine Menge retten. Das Leveling ist eine vorzügliche Sache, aber eigentlich auch obsolet, wenn man einen konstanten Abstand zum Mikro wahrt, was die meisten mit ihren Headsets ja machen.
Rauschen entfernen geht ja auch nur begrenzt.

Ich denke auch, dass ein gutes Audiosetup mit den richtigen Mikrofonen für die jeweilige Situation schon gut zwei Drittel der Miete ist. Das Komprimieren der Spuren und den EQ einstellen, das ist kein Hexenwerk und gut machbar, wenn man sich einmal damit beschäftigt.

Generell sollte man Mikrofone zumindest teilweise verstehen und die verschiedenen Charakteristiken kennen und mit ihnen arbeiten. Wenn man weiß wie die eigene Technik funktioniert, dann kann man fast nur guten Ton hinbekommen.
Den Hall entfernen kann man eigentlich nur, wenn man Maßnahmen bei der Aufnahmeumgebung durchführt. Wenn man also ohne Hall oder mit wenig Hall aufnimmt, dann hat Auphonic eigentlich nicht mehr viel zu tun. Mir ist sogar aufgefallen, dass Auphonic manchmal den Hall sogar verstärkt / stärker hervortreten lässt.

Das Encoding ist in der Tat eine praktische Sache, kann Reaper aber prinzipiell auch. Die Metadaten muss ich eh produzieren, ob nun bei Auphonic oder in meiner DAW, wie Hindenburg. Das ist eigenlich egal. Ich weiß nicht wie ihr die Daten zu Auphonic schiebt, aber ich schiebe zum Teil pro Spur mehr als ein Gigabyte zu Auphonic hoch. Ob ich nun lange auf den Upload warte oder auf das Rendern in der eigenen DAW, ist am Ende auch egal.

Die wichtigere Frage ist doch: Was würde es kosten einen Profi dafür zu bezahlen, dein Audio so zu bearbeiten, wie es Auphonic kann. Ich denke da kommst du mit 2€ Stundenlohn nicht zurande.

Auphonic bekommt ja auch keienn 2€ Stundenlohn. Der ist ja viel höher, ein Techniker braucht pro Stunde Audio ja auch nur ein paar Minuten um sein Preset abzufahren. Wenn das Audioprocessing (OHNE Encoding) bei Auphonic 10 min. dauert ist das ja auch nen Stundenlohn von 12 €. Klar Techniker sind teurer, aber können eben auch nur einem Kunden Aufmerksamkeit schenken.

Ich benutze Auphonic und ich benutze auch nicht ungern, aber über den Wert dessen kann man ja mal diskutieren.

Am Ende sollte man ein kleiner Experte werden um gute Arbeit beim Podcast zu leisten und wenn man ein kleiner Experte ist, wird der Unterschied kleiner.

3 „Gefällt mir“

Ich finde es sehr günstig und es ist attraktiv für die meisten Beginner. Wenn ich überlege, wie viele Stunden ich mich einlesen muss um das zu erreichen, was Auphonic für mich tut (tun könnte), kann ich lieber ein paar Pfandflaschen zum Händler bringen und mich den Rest der Zeit um eine saubere Aufnahme kümmern :wink:

Also um die Frage zu beantworten: Meiner Meinung nach ist Auphonic mehr wert, als es kostet.

5 „Gefällt mir“

Hm, die Frage setzt voraus, dass ein “gutes Setup” Auphonic vollständig ersetzen kann. Darüber kann man vermutlich geteilter Meinung sein.

Interessanter finde ich aber deine Schilderung weiter oben:

Wenn ich mich auf einen Dienstleister verlasse, vernachlässige ich möglicherweise die Optimierungsmöglichkeiten, die ich selbst habe. Und, wie du selbst sagst, natürlich ist auch die Qualität, die ein Dienst wie Auphonic liefern kann, von der Qualität des Rohmaterials abhängig.

Die populistische Zuspitzung wäre also: Stagniert die Audioqualität durch Auphonic!?! :wink:

1 „Gefällt mir“

Aber sowas von! Alles klingt gleich (scheiße). Schlimm ist das. :scream:

Natürlich, alle ruhen sich darauf aus und keiner probiert selber mal rum. Warum auch. Läuft ja. Aber auch die Algorithmen von Auphonic verbessern sich ja ständig.

In diesem Posting versteckt sich Ironie. Wer sie NICHT findet: back dir’n Eis!

1 „Gefällt mir“

Momentan suche ich die Ironie noch hier. :open_mouth:

1 „Gefällt mir“

naja ich hab jetzt keine Belege dafür aber ich meine @auphonic hätte es mal gesagt und dass ist ja auch der Vorteil zur Desktop Version. Ich schätze Georg macht von dem Geld was reinkommt nicht nur Urlaub am Strand sondern arbeitet auch stets an Auphonic.

1 „Gefällt mir“

Das glaube ich nicht. Es gibt immer die Bastler und Tüftler, die bestehendes in Frage stellen, oder einfach nur nachbauen. Allein schon der Neugier wegen. Hier zum Beispiel:

Und noch ganz persönlich gesprochen: Ich habe eine Hörminderung und einen Tinnitus (Dauerpfeifen im Ohr). Ich bin gar nicht in der Lage, selber einen guten Mix zu erzeugen. Da ist mir Auphonic eine wirklich gute Hilfe, auf die ich nicht verzichten möchte (und auch kaum könnte).

Aber wir sind ja zum Glück alle frei in der Wahl unserer Mittel. Die einen so, die anderen so. Den einen einzigen, vergoldeten Weg, der für alle der Beste ist, gibt es sowieso nie.

9 „Gefällt mir“

Jeder mag auphonic aus anderen Gründen nutzen, für mich ist eigentlich nur der Leveler interessant. Gleichwertige oder bessere Ergebnisse sind durch eine manuelle Bearbeitung zu erzielen, bei vielen und langen Podcastfolgen ist der notwendige Zeitaufwand beträchtlich. Da ist auphonic bequem.

Für eine Automatik sind m.E. die Ergebnisse in Ordnung, und besser als andere günstige Werkzeuge. Wer mehr will muss eben (Know How vorausgesetzt) Zeit investieren, oder zu teuren Lösungen greifen.

(Nutze zufrieden die Desktop Version)

2 „Gefällt mir“

Also ich hab da die letzten Tage jetzt auch mal ein bisschen mit Auphonic experimentiert… Und muss sagen: Top! Ich denke, dass ich da manuell vielleicht nochmal 10% rausholen könnte, aber das ist den Aufwand nicht wert, selbst wenn man viel mit Presets arbeiten kann… Sound Optimieren, Schneiden, Entrauschen, Mixdown, Encoding, Upload… Klar das sind für ich genommen immer nur ein paar Minuten,aber es summiert sich dann einfach…

Das Lizenzmodell ist auch fair. Wer nur wenig und hobbymäßig produziert, der kommt mit den zwei Stunden hin und wer das professionell(er) macht für den sind zwei Euro in der Stunde ok.

Für mich ist Podcasting erstmal nur ein Hobby wie jedes andere auch. Und wie jedes andere Hobby kostet es eben auch mal ein bisschen Geld…

2 „Gefällt mir“

Ich finde, Auphonic hat auch einen integrativen Wert. Klar mag es hier viele Leute geben, die ihren Podcast lieber von Hand von der Aufzeichnung bis ins Ohr tragen wollen und können. Aber gerade für Einsteiger ist Auphonic wertvoll. Man zeichnet was auf, schmeißt es da rein und kriegt am Ende was hörbares raus. Auch ist es ein Produkt, dass aus unserer Community heraus entstanden ist und nicht einfach nur irgendeine Firma ist. Der Support ist, wie ich grade selbst erfahren habe, extrem unkompliziert und schnell. Ich nutze Auphonic selbst intensiv, aber sehe auch die monatlichen Kosten als Solidarbeitrag.

6 „Gefällt mir“

Sicher könnte man auch ohne Auphonic produzieren. Allerdings nimmt mir der Dienst genau die Dinge ab, auf die mich zu kümmern ich wenig Lust habe. Dafür zahle ich gerne ein bisschen Geld, zumal Auphonic diese Dinge bedeutend schneller erledigt, als ich das könnte. Da ich nicht in jedem Monat über die zwei Gratisstunden hinauskomme, ist der finanzielle Einsatz (zwei Freistunden plus das langsame Aufbrauchen eines 25h-OTC-Pakets,was beim letzten Paket deutlich über ein Jahr dauerte) zumindest bei mir deutlich unter den angesprochenen 2€/h.

2 „Gefällt mir“

Für mich lohnt sich @auphonic auf jeden Fall auch.

Gerade die (bei mir) vier Audioformate die am Ende automatisch rausfallen sind schon super praktisch.
Dazu das Multitrack-Gedöns… die Spracherkennung (ok, da ist noch Luft nach oben aber trotzdem schon sehr geil) und der Export des Podcasts nach YouTube… ich möchte Auphonic auf jeden Fall nicht mehr missen.

1 „Gefällt mir“

Komische Diskussion… Ohne Auphonic gäbe es unseren Podcast nicht. Kann den Wert also nicht beziffern, geht um mehr als zahlenmäßige Kosten/Nutzen Rechnung.

7 „Gefällt mir“

[quote=“friiyo, post:21, topic:3471”]
Komische Diskussion…[/quote]

Naja kann das grundsätzlich schon nachvollziehen, dass das stört. Ich denke auch, dass Auphonic jeden Cent wert ist,. aber ich persönlich hasse Software-Abos wie die Pest… Und das wird immer mehr gerade…

Denke da auch über die Desktop-App nach, aber ich vermute, dass man damit der Workflow eben nicht so einfach einzuhalten ist, wie online (zumal das ja lästigerweise zwei Apps sind).

Wenn die Desktop-App die gleiche Funktionalität hätte, würde ich auch das Doppelte dafür zahlen.

Warum nicht? Sind nicht Mikrofone und DAW zunächst das womit ihr aufnehmt?

1 „Gefällt mir“

Sehe ich auch so, dass das etwas großartiges ist. Nur ein Mal rendern und am Ende alle Dateien auf dem FTP Server haben.

1 „Gefällt mir“

Sry, aber ich frag mich gerade, ob es den Thread nur gibt, damit der dialektische Diskurs einmal am Beispiel von Auphonic durchexerziert wird.

Ja, es kommt auf DAW und Mikrofone an. Aber gerade bei den Mikrofonen gibt es Endlichkeiten, die durch Können (Geldbeutel) und Willen (das Geld dafür auszugeben) ihre Grenzen finden. Und je nachdem macht Auphonic mehr oder weniger Sinn.

Aber eigentich kommt es darauf an, WAS ins Mikrofon gesprochen wird…

2 „Gefällt mir“

Ich stimme teilweise zu. Und ein interesseter Punkt ist ja, dass Ultraschall quasi ein Auphonic-Nachbau herausgab.

Ich glaube, dass wenn man gute Mikrofone am Start hat und ein halbwegs vernünftiges Interface / Aufnahmegerät hat, dass dann viel Geld bei Auphonic gespart werden kann und am Ende der Wert von Auphonic (ich nutze Auphonic selbst) in den Metadaten, Formatrenderings und Kapitelbildern, etc. liegt.

Aber eigentlich widersprichst du mir. :slight_smile:
Mir ist deine Aussage zu nebulös und zu dogmatisch. Was ist ein “halbwegs vernünftiges Interface” und was sind “gute Mikrofone” konkret in Zahlen?

Kannst du so machen, ist dann aber eigentlich off-label-use. Und wenn Ultraschall 3.0 nicht installierbar ist, nützt mir das Feature auch nichts. Abgesehen davon ist es eben sehr indiviuell. Mein Konzept sieht beispielsweise nicht vor, jede Woche eine 3,5 Stunden Folge zu machen und schon komme ich theoretisch mit dem free-account aus.

Ehrlich gesagt hemmt mich dieser Habitus meine Nullnummer zu veröffentlichen und weiter zu machen. Am Ende ist es ein Hobby und soll Spaß machen. Mir kommt es eher, wie ein Moor vor.

1 „Gefällt mir“

Ich dachte, ich kenne mich einigermaßen gut mit Kompressoren, Filtern und Effekten aus. Doch das, was Auphonic da im Vorbeigehen produziert, ist der Hammer! Da muss ne alte Frau lange für mixen! Ich bin begeistert. Der Dienst ist jeden Cent Wert. Vor allem für diejenigen, die keine Zeit und/oder Geduld haben, sich ausgiebig mit dem Thema Audio-Nachbearbeitung auseinander zu setzen. Ganz große Klasse!

5 „Gefällt mir“