Projekt: Kopfhörer-Kabel für H6 und Beyerdynamics


#1

Man kommt irgendwann in ein Alter, wo man gern stabile Kabel hat. Nicht mehr das für unter 1€, sondern eines, dem man zutraut, dass es einen den Gutteil des restlichen Lebens begleiten wird. Und dann stellt man fest: es gibt Kabel, die man in der gewünschten Qualität für Geld nicht kaufen kann.

Unangenehmer Weise zählt gerade ein Kabel dazu, das eigentlich jede® benötigt, der zwei unserer Lieblingsgeräte verbinden möchte: das H6 und den DT297. Der Kopfhörerausgang des H6 ist (leider) eine Miniklinke (3,5mm), der DT297 hängt an einer großen 6.3mm Klinke. Nun gibt es da durchaus Dinge zu kaufen:

Aber glücklich macht das nicht. Die kurzen Adapterstecker halten gefühlt wenige Monate dann sind sie ausgeleiert, dazu zerren sie uncool an den wertvollen Buchsen. Das Billo-Kabel ist etwas besser, sitzt aber auch nicht richtig und produziert so Wackelkontakte.

Also gilt es: selber bauen. Löten gehört in meinem Skill-Tree definitiv zu der Abteilung “wäre schön wenn ich das bedeutend besser könnte”, aber dafür reicht es allemal. Also bei Thoman ein wertiges 3,5mm Kabel male/male bestellt, das schneidet man einfach in der Mitte durch. Dann zwei wertige Neutrik Klinkenstecker dazu - von der Firma sind auch die Enden der Beyerdynamics-Kabel, das taugt was. So sieht es dann aus:

Die Klinkenstecker haben eine stabile Zugentlastung und eine Verriegelung, das macht alles tüchtig Eindruck. Das Löten ist einigermaßen trivial und dauert vielleicht 10 Minuten pro Kabel. Warum ich nicht auch die 3,5mm als Stecker kaufe und selbst verlöte: das ist mit zu fisselig, da nehme ich lieber das fertig konfektioniert.
Im Vergleich zum Billo-Kabel:

Und natürlich kann man die auch parallel mit einem Splitter an das H6 klemmen, so dass man ein solides Setup für zwei Personen erhält:

Die Kosten halten sich auch sehr in Grenzen:


1x 4,40 €

2 x 6,90 €

Für 18,20 € kriegt man also zwei wertige Kabel, und hat auch noch “was Eigenes”.


Kopfhörer Setup mit dem Zoom H6
#2

Bist du nach einem Tutorial vorgegangen?
Wie Fein muss die Lötspitze dafür sein?
Ich hab vor 10 Jahre das letzte mal gelötet aber nichts im Audio Bereich und hab daher keine richtige Vorstellung wie man die Buchse Anlötet.


#3

Keine Anleitung. Ganz normale Lötspitze. Die Buchse hat für jedes Kabel eine Lasche mit Öffnung, da das abisolierte Ende des Kabels einmal durch und etwas Lötzinn drüber.


#4

In etwa so sieht das aus: http://bilder.hifi-forum.de/medium/337596/kabelcinchunten_52255.jpg


#5

Hallo Ralf,

Wie ich sehe, handelt es sich bei den wertigen Kabeln um Kabel der Marke Cordial. Cordial bietet auch das an, was Du haben willst: http://www.amazon.de/gp/product/B00C3YOAIE

Durch Zufall hatte ich gerade das gleiche Problem und löse das so…

Gruß fairsein


Zoom H6 - kein Ton auf den Headsets
#6

Ja, das hatte ich auch mal in der Hand. Das Problem dabei war, dass sich die Buchsen relativ leicht von selbst aufschraubten - auch nicht so cool. Kannst dann mal berichten, ob das bei deinem besser wird und ob da alles sicher sitzt.

Du kannst sehen, dass bei dem von mir verwendeten Cordial Miniklinke-auf-Miniklinke die Stecker nicht zum einfach Aufschrauben gebaut sind.


#7

Hallo Ralf,

Das mache ich. Ich will das Teil hauptsächlich mobil einsetzen, um ein 6,3 mm Kopfhörer an ein HTC anzuschließen. Ich werde berichten, wie es funktioniert.

Gruß fairsein


#8

Hallo ihr,

Ich habe den Adapter bestellt und bin damit sehr zufrieden. Ich hab auch mal versucht dran rum zu drehen. Da bewegt sich nichts.

Gruß fairsein


#9

Wir haben bei unserem mobilen Setup auch die fertigen Cordial Adapter und sind eigentlich auch ganz zufrieden damit. Muss man halt ab und zu wieder ganz zudrehen oder mal mit Schraubenlack sichern.


#10

Für den Kopfhörerausgang kann man auch gleich ein Kabel nehmen, das direkt verteilt - dann hat man an der 3.5mm-Buchse auch nicht si den Hebel wie wenn man einen festen Adapter nutzt. Bei Thomann für knapp 5,- (die pro-ssnakes sind schon durchaus braubare Qualität, wenn auch keine Neutrik)

Eine Klinken-Verriegelung für 6.3mm-Stecker habe ich noch nie gebraucht, da meine “normalgroßen” Klinken bisher überall satt saßen. Wo gibt’s da 'Rausfall-Probleme mit den dicken Klinken, gegen die man sich absichern müsste? An Specials habe ich bisher nur Neutrik Silent-Plugs gegen absichtliche aber unabgesprochene Herauszieher von Guiterorristos (PLÖCK sorry!) - aber da geht es ja nicht um eine Sicherung gegen das Herausziehen, sondern um das Knallen beim Herausziehen…


#11

[quote=“vtanger, post:10, topic:2787”]
Wo gibt’s da 'Rausfall-Probleme mit den dicken Klinken, gegen die man sich absichern müsste?[/quote]
Das Problem ist nicht, dass die Stecker rausfallen würden, sondern das sich die Buchse mit der Zeit von selbst aufdreht, weil das Gewinde zu leichtgänig ist.


#12

Ich habe erst kürzlich ein hochwertiges Kabel entdeckt, das ebenfalls ab Werk alle Anforderungen erfüllt. D.h. es bietet einen 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker auf 2 x 6,35 mm Stereo-Klinkenbuchsen. Dadurch spart man sich die Adapter bzw. Lötzinn und minimiert den Hebel an der Buchse des H6:

KLOTZ AYB-3

AYB-3

Das aktuell günstigste Angebot habe ich bei Music Store Professional DE gefunden. Dort kostet der Y-Splitter 10,- Euro inkl. Versand.


#13

Hallo zusammen,
ich sitze hier gerade vor einem Problem: Ich habe schon lange Zeit ein Zoom H6, welches ich mit Shure SM58 bestückt habe. Das läuft prima.
Nun wollte ich mir ein beyerdynamic DT-297-PV/80 MKII kaufen, inkl. beyerdynamic K190.40 und dem hier genannten Klotz AYB-3. Gesagt getan. Das DT297 bestellt, geliefert, angeschlossen - Mikrofon spricht nicht an. Also Gerät umgetauscht, neues Gerät, gleicher Effekt.
Man soll ja im Internet nicht fragen, ob man zu blöd für so etwas ist, weil das ja suggestiv wäre. Daher die Frage: Die muss ich doch nur anstöpseln und dann sollte das laufen, oder?
Vielen lieben Dank für die helfende Unterstützung!
Herzliche Grüße, Jürgen


#14

Phantomspeisung eingeschaltet?

Das DT-297-PV/80 braucht mit Konsensator-Mikro im Gegesatz zum dynamischen SM58 48V Versorgungsspannung.


#15

Ganz vielen lieben Dank für den Hinweis. Nach dem Batteriewechsel war die Einstellung wohl verloren gegangen. Jetzt läuft es bestens…
Herzliche Grüße, Jürgen


#16

Freut mich. Hier nochmals der Hinweis, dass der ZOOM H6 zwei Geraäte in einem Gehäuse darstellt. Einstellungen für den Recorder-Modus werden nicht in den Interface-Modus übernommen. Das sind 2 getrennte Konfigurationen, die jeweils für sich gesetzt werden müssen.