Podcasten mit Nackenbügelmikrofonen?


#6

Also, die IMG Stageline sitzen sehr gut, welche jetzt besser klingen ist, glaube ich, Geschmackssache.
Hör doch mal in die Folge 007 von eGovernment-Podcast rein, da kannst du dir ein Bild machen. (der Skype-Gast ist natürlich qualiativ schlechter).


#7

Ich nutze auch die Headsets von Thomann in Verbindung mit einem Behringer U-PHORIA UMC 404 und bin damit sehr zufrieden


#8

Ich verwende ebenfalls das IMG Stageline Ultraleichtes Headset-Mikrofon HSE-150A/SK und bin super zufrieden damit. Ich habe es manchmal sogar auch mobil im Einsatz mit dem iRigpre. Es war erschwinglich, das kleine “Behringer” hatte ich eh schon und die Qualität lässt nichts zu wünschen übrig.
VG
Heike


#9

Ist das auch das Mikrofon welches du aktuell in deinem Podcast verwendest? Ich finde die Qualität sehr akzeptabel!


#10

Das ist unterschiedlich, aber ich meine die letzten beiden sind auf jeden Fall mit diesem Setup aufgenommen ja. Aber :wink: - ich muss dazu ergänzen, sie sind mit dem iPhone + iRigpre + Adapter + dem Nackenbügel-Mic aufgenommen. Ich finde das Teil super und verwende es auch für meine Google-Hangouts. Dann natürlich am Rechner und zusammen mit dem kleinen Behringer-Mischpult.


#11

Wir benutzen, wenn wir einen Gast haben, auch das TG54C in Kombination mit einem 0815-Billo-Kopfhörer. Ohne Gast verwenden wir die 797er Headsets. Davon haben wir zwei. Ein drittes war uns bis jetzt zu teuer und das TG54C hatten wir eh noch für Bühnenanwendung.

Vorteile des TG54C:

  • optisch bühnentauglicher als die “Pilotenheadsets”

  • kostengünstiger (wenn während der Aufnahme keine allzu gute Tonqualitägebraucht wird)

  • kleiner und leichter für mobilen Einsatz

Nachteile:

  • blöd in der Handhabung

  • weniger robust


#12

Wir haben uns eine alternative “zusammenmodifiziert”.
Bei Thomann ein Superlux HMC 660 X Headset und allseits bekannte t.bone HC 95 Kopfbügelmikrofon bestellt. Die Mikrofonkapsel des HC 95 passt genau in den Boom des HMC 660X.

Das ganze betreiben wir ohne Phantomspeiseadapter direkt an 48V Phantomspeisung, was meiner Meinung nach den Klang der HC 95 Kapsel verbessert. (etwas mehr Höhen und brillianz, marginal stärkeres Rauschen)

Damit haben wir für rund 70€ und drei Löstellen eine sehr passable
Lösung gefunden. Die Umbauarbeiten sind den Headsets nicht anzusehen.

Mittlerweile haben wir 3 von diesen modifizierten Headsets im Gebrauch.

Man hört sich!
Armin


#13

Hi Armin,

das heißt, dass die HMC 660er nicht so gut sind, wie die HC 95?
Hört der durchschnittliche Hörer einen Unterschied, wenn es u. U. nicht Hörer sind, die sich mit Audio-Recording befassen?
Und könnte man dem Unterschied evtl. mittels EQ-Eingriff entgegen wirken?


#14

So, lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe das HMC 660 X eben beim “t” geklickt. Klangbeispiele werde ich hier einstellen, sobald ich dazu komme.

Grüße!
Hendrik


#15

Hm, das klingt: clever! Probiere ich vielleicht auch mal aus und mache eine Modding-Foto-Serie.


#16

Die klanglichen Eigenschaften der Mikrofonkapseln bei den Superlux Headsets sind im Prinzip auf allen Rezensionen bei Thomann eher bescheiden.
Ich kann hier nur für mich Sprechen und das wiedergeben, was ich ausprobiert habe:

  • Superlux HMD 660 E (dynamische Mirkorofkapsel)
    Hier war für mich der Klang schlecht und der Pegel schlicht zu niedrig. Benötigt ergo einen hohen Gain, was wiederum zu nicht unerheblichem Rauschen führt. Weiterhin ist das Mikrofonkabel “nur” mit einem 3,5mm Klinkenstecker ausgerüstet, was, um an ein adäquates Interface andocken zu können, wiederum eine Adaption benötigt.

  • Superlux HMC 660 X (Kondensator Electret Mikrofonkapsel)
    Die benötigte Phantomspeisung Phantomspeisung ist mit 1,5 - 9V angegeben, was das angepriesene Kondensatormikrofon eben “nur” als Electret outet. Das Mikrofonkabel hat aber eine XLR Stecker. Betreibt man dieses Mikrofon nun direkt an 48V, rauscht es so stark, dass die Nachbearbeitung ganz schön zupacken muss um eine einigermaßen erträgliche Qualität zu erlangen. Falls ich hier nur mit der angegebenen Phantomspeisung arbeiten möchte muss ich wieder adaptieren.

Fazit für mich:
Ich finde die Headsets der 660er Serie von der Mechanik, Komfort, Kabel, Kopfhörerlautsprecher und Tragekomfort her sehr gut. Die Mikrofone passen klanglich, oder in der Konfiguration (Phantomspeiselevel) nicht zu meiner anderen Hardware.
Durch den Umbau, d.h. Einbau der Mikrofonkapseln des HC95 ist’s für mich 1A mit Sternchen.
Unterm Strich schlägt das fertig umgebaute Headset mit 68€ zu buche und bietet für unseren Anwendungsfall eine Alternative die sich nicht professionellen Endprodukten verstecken muss.


Test: Headsets und Mikrofone im Direktvergleich
#17

Hi Armin,

danke für die ausführliche Beschreibung. Da wir die HC95 ja bereits haben, werde ich nach den Klangbeispielen vermutlich das 660 X umlöten, wie Du empfiehlst.

Gruß, Hendrik


#18

Zur Info: ich habe zwischenzeitlich mal das https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_tg_h54c.htm evaluiert. Mit 1,5m Kabellänge relativ nah am Mischpult kleben zu müssen, der Notwendigkeit eines zusätzlich erforderlichen Phantomspeiseadapters (ca. 40€) und keiner aus meiner Sicht guten Resistenz gegen Popp-/Atemgeräusche ließen mich davon absehen, mit diesem relativ teuren Setup einen Podcast für drei Leute auszustatten.

Preis-/Leistungsmäßig sind wir mit einem klassischen Mikro (t.bone SC400) ziemlich zufrieden.


#19

Guten Abend zusammen,

das HMC 660 X ist mittlerweile angekommen. Kurzum: das Mikro ist an 48 V Phantomspeisung nicht verwenbar. Bis der Sprachpegel per Gain ausreicht, ist das Rauschen unerträglich!

Ich werde die kommende Sendung wieder mit dem HC 95 aufnehmen und dann das Umlöten probieren. Die Haptik ist m. E. für den Preis deutlich besser, als man erwarten darf. Natürlich kein Sennheiser-Level, ist klar.

Wenn das Umlöten problemlos klappt, ist das für mich auch die beste Preisalternative zu den teuren Profi-Headsets.

Viele Grüße, Hendrik


#20

Ich habe mir jetzt mal den “kleinen Bruder” des Sennheisers geholt, der im Set mit XLR-Phantomspeiseadapter trotzdem nur 2stellige Euronen kostet. Gar nicht schlecht…
Vergleich mit einem Shure SM58

Dass die Headsets so kurze Kabel haben, liegt daran, dass die für Gürtelsender bzw. in den Gürtel eingeklemmte Speiseadapter gebaut sind. Ab Gürtel wird dann Funk oder ein solides, bühnentaugliches und trittfestes Mikrofonkabel verwendet. Und dann ist zwischen Headseit und Stecker alles über 1,50m zu lang. Aber da die Adapter mit XLR-Stecker kommen, kann man ja beliebig Kabel zwischen Speiseadapter und klemmen. Wenn die Adapter gescheit aufgebaut sind, dann liefern die auch ein symmetrisches Signal, und die Kabellänge zwischen Speiseadapter und Mixer ist dann fast egal (“fast” bedeutet hier: irgendwann über 100m wird auch das dann zunehmend frickelig).


#21

Ich habe mir für Gesprächspartner zwei Shure WH-20 XLR (aktuell 125 € bei Thomann) besorgt. Das ist eines der wenigen mit XLR-Anschluss, die ich gefunden habe. Es wird für Aerobic-Trainer beworben. Daher gehe ich davon aus, dass es relativ robust ist. Der Nackenbügel ist im Vergleich mit anderen bequem.

  • deutlich günstiger als die empfohlenen Headsets
  • stört unerfahrene Gesprächspartner weniger als Kopfhörer - normale Gesprächssituation
  • benötigt kein Monitoring-Setup mit Kopfhörerverstärker für die Gesprächspartner - ich verwende ein Headset am Headset-Ausgang des Audio-Interface als Monitor
  • Im Gegensatz zu Lavalier-Mikros ist die Position zum Mund fix, was die notwendige Konzentration reduziert. dafür nehme ich den geringeren Komfort in Kauf.

Insgesamt bin ich mit dem Setup aktuell ganz zufrieden. Ein Hörer meinte allerdings dass der Unterschied zwischen den Mikros hörbar sei.


#22

Es ist eines der wenigen mit fest angebautem XLR-Stecker (in welchem sich eine kleine Platine mit dem Speiseadapter befindet)! Das ist kein Feature, sondern eine Einschränkung, da man somit das Mikrofon nur noch an XLR-Eingängen mit Phantomspeisung verwenden kann, und nicht mehr an Funkstrecken oder per Adapter an “Plugin-Power” Eingängen der typischen Rekorder (oder, wie gerade mit dem HMC gesehen am iPhone / iBook / …

Das Shure ist sicher kein schlechtes Mikrofon, ich will es nicht schlecht reden. Nur sollte man die Mikros mit Mini-XLR, Klinke, Microdot, … (jeder Hersteller von (vor allem) Drahtlosanlagen kocht sein eigenes Süppchen) nicht aus der Auswahl werfen, nur weil sid nicht direkt an XLR Funktionieren: Adapter und Speiseteile sind relativ billig.


#23

Für Veranstaltungen, von denen wir dann auch Podcasts produzieren, haben wir prinzipiell Headsets im Einsatz. Wir hatten einige Zeit mehrere AKG C 544 L im Einsatz; die sind vom Klang aber in meinen Ohren nicht ganz so erfreulich – weil sie hohe Frequenzen gerne mögen, muss man mit dem De-Esser ganz schön aufpassen, damit man ein halbwegs gleichmäßiges Klangergebnis erzielt.

Wir sind jetzt auf Shure PGA31 umgestiegen; klanglich sind die viel unkomplizierter; mit den Sprecherinnern und Sprechern, die bei uns dabei sind, sind die Stimmen da gut aufgehoben.

(Der Podcast ist https://itunes.apple.com/de/podcast/zeitfenster-der-gottesdienst/id1067678422?mt=2 – die Predigten aus einem Gottesdienst).


#24

hmm… da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Mein Shure WH-20 XLR ist ein dynamisches Mikrofon, das keine Speisespannung braucht. Am Rekorder die Speisespannung komplett ausschalten und alles läuft wunderbar - zumindest an meinem Zoom H6. Die Qualität mag nicht ganz so gut sein wie bei den kapazitiven. Für mich reicht es aber und ich bin dankbar, nicht über Speisespannung und Stecker-Adapter nachdenken zu müssen. Ich habe bisher mit Adaptern schlechte Erfahrungen gesammelt. Funkstrecken sind aktuell kein Thema für mich.

Das Beyerdynamic TG H54c mit Beyerdynamic CV 18, das ganz oben im Thread erwähnt wird, schaue ich mir aber mal genauer an.


#25

Nachdem ich eh’ noch ein viertes Mikro brauchte, habe ich mir mal das Beyerdynamic gekauft. Und obwohl ich nicht wirklich audiophile Ohren habe, meine ich einen Unterschied zu hören. Empfindlicher als das WH-20 XLR ist es auf jeden Fall. Jetzt kämpfe ich mit dem Impuls, die beiden Shures zu ersetzen.

Für mich ist die Entscheidung, nicht mit kompletten Headsets für alle Beteiligten zu arbeiten, immer noch die Richtige. Wir haben bei Kontrollverlust FM in der Regel Neulinge als Gesprächspartner, die das Sprechen mit Headsets nicht gewohnt sind. Und bisher gab es immer einen Besprechungsraum, in dem der Geräuschpegel OK war.