Podcast Produktion

Hallo zusammen,

ich produziere mit meinem Kollegen eine Podcastreihe zum Thema Berufliche Neuorientierung. Drei Folgen sind im Kasten und werden demnächst veröffentlicht. Allerdings ist der Produktionsprozess aufwendig: 1. Aufnahme in Zencastr. 2. Übertragen in Audacity, dort Schneiden, Lautstärkeregulation, etc., Transcript erstellen in NoScripe, wieder als mp3 auf Zencastr. laden, von dort geht es dann weiter an die Provider.
Hat jemand von euch eine Idee, ob das ganze mit weniger Aufwand produzierbar ist: eine Art All in One Lösung? Geht das ausschließlich in Zencastr. oder habt ihr andere Ideen?
Danke und viel Grüße
Michael

Hi Michael.

Wie es der Zufall so will, bastle ich gerade an so einem All in One Projekt herum:

Offen ist hierbei sicherlich einer der wichtigsten Punkte, die AudioNachbearbeitung.
Mal schauen ob und wie ich das in Zukunft ins Projekt bekomme.
Ansonsten schau doch einfach mal rein, ich habe ein bissel was zu den Funktionen geschrieben.

schau dir mal riverside an.

Hallo Michael,

Vorab eines Grundsätzlich:

Ich würde Dir empfehlen, nicht dauernd zwischen mp3 und wave hin- und herzwandeln. Lieber erstmal alles als wave-Datei belassen, und erst am Ende ein mp3 daraus machen. Ansonsten machst Du Dir bei jedem Konvertierungsprozess den Ton ein kleines bisschen schlechter. mp3 ist destruktiv, was da alles weggeschnitten wird, bekommt man nicht mehr zurück. Ist ein bisschen wie früher, wenn man von Kassette zu Kassette zu Kassette überspielt hat.

Es gibt viele Wege, aber ich mach mal folgenden Vorschlag:

  1. Weiter mit Zencast aufnehmen - Du kennst das Tool, fühlst Dich da wohl.
  2. Die Aufnahmen als Mehrspurdatei runterladen, und als Mehrspur(!!!)-Datei durch Auphonic jagen. Von Auphonic ein Mono- oder Stereo-Mix erstellen lassen zum Download.
  3. Diesen Downmix in Descript hochladen: Transkript erstellen lassen, mit dem Transkript schneiden
  4. Aus Descript Ton (jetzt als mp3 und ggf Lauheitsangepasst) und Text exportieren
  5. Transkript nachkorrigieren (kann man auch direkt in Descript machen, während man mit dem Transkript schneidet, aber das ist mir persönlich zu fummelig)

Das ganze macht Sinn wenn:

Es reine Audiopodcasts sind, der Schnitt nicht zu detailliert sein muss, nicht zu viel durcheinandergesprochen wird und Du kein Problem damit hast, dass Descript Deine Aufnahmen sicherlich zu AI-Traningszwecken nutzt, und DSGVO da auch nicht ganz hoch gehängt werden muss.

Du könntest theoretisch alles mit Descript (oder Riverside) machen, aber wenn Du Dich mit Zencastr wohl fühlst, kannst Du Dir auch ersparen, Dich in die Aufnahmelogik von Descript reinzufummeln. Und ich finde Auphonic als Tool um schnell Sprache schön zu bekommen (zuminbdest derzeit) mit Abstand deutlich besser als die Funktion von Descript. Die Transkriptions-schnittfunktion von Descript ist übersichtlicher als die von Riverside.

Audacity als Open Source Audio Editor ist von der Idee her toll, aber ich finde es sehr „verbaut“. Ich komme aus der Pro-Audio-Ecke, und werde regelmäßig wahnsinnig, wenn ich über die strukturellen Logikdefizite von Audacity stolpere… Man kann aber schonmal sehr neugierig auf Version 4 sein, da wird meines Wissens richtig gut aufgeräumt und vieles nach vorn gebracht.

Viele Grüße,

Johanna

Hallo Michael,

schau dir mal Ultraschall.fm an. Das nutze ich schon seit mindestens 8 Jahren. Meine Remote-Gäste hole ich dann über Studiolink dazu. Hier mal ein paar Links: https://ultraschall.fm/ und https://studio-link.de/. Du nimmst deine Folge in Ultraschall auf und schneidest sie auch direkt dort. Zu Empfehlen ist immer, dass deine Gäste eine lokale Aufnahme mitlaufen lassen, das geht aber ganz einfach über Studiolink. Die Spur sollten sie dir dann über eine Art „Dropbox“ (es muss nicht Dropbox sein) zur Verfügung stellen. Neben vielen Vorteilen von Utraschall und Studiolink ist einer ganze besonders: du hast die Macher hier im Forum.

Außerdem stimme ich Johanna zu: erst am Schluss alles in mp3 umwandeln, davor nur mit Rohdaten wie wav arbeiten.

Grüße, Valerie

Ich danke dir sehr und werde Ultraschall ausprobieren. Audacity ist manchmal etwa sperrig. Und bei Ultraschall bleibe ich in einem Tool.

Wie lädst du die mp3 hoch, über Podigee?

Herzliche Grüße

Ich hoste meinen Podcast selbst, das heißt ich hab keinen Hoster, sondern lade die Datei als mp3 auf meine Website (die ich mit dem CMS Wordpress verwalte) hoch und distribuiere über das PowerPress Plugin von blubrry. Es gibt noch ein anderes Plugin, das das auch kann, das heißt Podlove https://podlove.org/, hab ich aber noch nicht getestet.

Merci.
Kannst du mit blubrry deine Podcasts auch über apple, etc. zur Verfügung stellen?

Ja, Du musst den Podcastfeed aber selbst einreichen. Dafür gibts aber Infos im Netz, wie man das macht.

Bspw bei Apple: https://podcasters.apple.com/de-de/support/897-submit-a-show
Spotify: https://support.spotify.com/de/artists/article/getting-your-podcast-on-spotify/
Fyyd(wird auch von vielen PodcastApps als Suchmaschine genutzt): https://fyyd.de/add-feed

Zu Ultraschall hat Joram ein paar Einführungsvideos gemacht: https://m.youtube.com/@JoramMachtSachen

Und dann gibts noch den offiziellen Ultraschall Youtube-Channel, wo Du auch die ein oder andere Sache finden kannst, unter Anderem den Einführungsworkshop zu Ultraschall 3.1 wo Ultraschall einmal komplett erklärt wird. Zwar an Hand einer älteren Version aber das Meiste ist immer noch aktuell:

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