Podentialpodcastproject - podcaster Software / Tool vorgestellt

Guten Abend liebe Community.

Mittlerweile ist es knapp 11 Jahre her, dass ich hier auf das Forum gestoßen bin.

Bisher war ich meist „stiller Mitleser“ und habe viele wichtige und nützliche Informationen für mich gewinnen können aber irgendwie ist es so, dass gerade bei den Softwareprojekten „damals“ mehr los war.

Es gab zu meiner Zeit eine Aufbruchstimmung, wo viele Projekte am Start waren aber das hat sich gefühlt recht stillschweigend in Luft aufgelöst.

Teilweise sind Projekte gestorben, teilweise werden sie nicht mehr gepflegt oder sind so nerdig (geworden), dass sie von „normalen“ Nutzern nicht mehr zu bedienen sind.
(Letzteres nehme ich aber voll auf meine Kappe, das Problem sitzt ja bekanntermaßen so ca. 40 cm vor dem Bildschirm .:smiley: )

Ich selber podcaste seit 2014 (wollte und will nicht groß und berühmt werden) und gerade im Bereich der Software und Tools hat sich da einiges getan.

Nach viel Rumtesterei habe ich festgestellt: es gibt leider nicht „das“ perfekte Tool, was alles abgedeckt hat, was ich gebraucht habe.
Somit war die Zeit gekommen, einfach selber mal loszulegen.

Aus den ersten Versuchen ist ein Tool entstanden und ja, der Name „podentialpodcastproject“ ist etwas sperrig aber hey, es geht ja um die Funktionen und nicht um den Namen (der momentan eh nur ein Arbeitsname ist). :wink:

Die letzten 2 Monate habe ich also etwas herumgebastelt und anhand meines Arbeitsablaufes etwas zusammengeklöppelt, was vielleicht auch für euch interessant sein könnte.

Mein Grundgedanke war, von der Themenfindung bis zur fertigen Sendung alles in eine Software zu stopfen.
Wenn irgendwie möglich ohne Abhängigkeiten von Dritten uns alles lokal verarbeitet.

Für meine Podcasts habe ich somit eine Software / App zusammengeschustert, die aus (mittlerweile) insgesamt 4 Teilen besteht:

  1. Hauptprojekt und Kommandozentrale ist die App, die unter MacOS läuft und derzeit so aussieht:

  2. Für die Vorbereitung gibt es ein Browser Plugin (derzeit Chrome), mit dem man Artikel / Links in die Themenübersicht / ShowNotes einer Sendung einfügen kann.

  3. Für die Zusammenarbeit mit andere am Podcast Beteiligten gibt es eine Onlineanwendung, die im Groben den Inhalt der App spiegelt und eine Aufnahmefunktion in der Art StudioLink hat:

  1. Und letztendlich die Webseite, in auf der die Podcasts veröffentlicht werden:

Falls Interesse besteht, könnte ich das alles als Communityprojekt fortsetzen.
Natürlich ist es derzeit noch in einer frühen BETA Phase aber da ich gelesen habe, dass viel von den „alten“ Anbietern weg wollen, wäre das für Euch vielleicht eine Möglichkeit.

Bei Fragen, haut einfach in die Tasten un löchert mich.

LG
der Andi

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Hallo Andi,

spannendes Projekt!

Kannst Du was zur Aufnahmefunktionalität sagen? Mich würde vor allem interessieren, wie viele separate Kanäle aufgezeichnet werden sollen, in welchem Format, und ob es in irgendeiner Form eine Export-Funktion geben soll, um den Podcast zu schneiden/bearbeiten etc.

Viele Grüße,

Johanna

Hallo Johanna.

Die Aufnahmefunktion ist in etwa so gestaltet, wie bei StudioLink, falls Dir das etwas sagt?!

In meinem Projekt letztendlich so:
Ein Admin legt in der App oder im Onlineprojekt (beide sind von den Daten her gespiegelt und für die Aufnahme nutzbar) einen neuen Podcast bzw. eine neue Episode an.

Im Projekt selber gibt es die Möglichkeit einen Mitwirkenden ein Nutzerkonto einzurichten, mit dem er sich dann über die Onlinefunktion anmelden kann und sieht, für welche Podcasts / Episoden er zugelassen ist. (Somit auch auf die Funktion der Sendungsvobereitung / ShowNotes Erstellung zugreifen kann).

Für Gäste kann der Admin einen Gastzugang erstellen, welcher zeitlich begrenzt werden kann. Der Zugang erfolgt dann „ohne“ direkten Login, einfach direkt über den Einladungslink.
Der Gast bekommt also den Link, klickt darauf und ist automatisch online in der richtigen Podcastepisode drin und kann mitarbeiten und natürlich auch an der Aufnahme teilnehmen.

Die Anzahl der Teilnehmer ist unbegrenzt, allerdings gebe ich offen zu, dass ich das noch nie ausgereizt habe. Ich behaupte aber einfach mal ganz frech, dass 5 Teilnehmer kein Problem sein sollten.

Die Audiodateien werden einzeln für jeden Teilnehmer direkt auf dem Server gespeichert, derzeit als FLAC.

Über die App kann man die Audiodateien (als Paket) vom Server herunterladen und auch wieder auf den Server hochladen, auf dem sie allgemein bereitgestellt werden sollen.

Was noch offen ist, ist der Punkt der Nachbearbeitung.
Ich mache das derzeit noch direkt über Audition. Mir wäre es auch lieb, wenn das zukünftig über die App machbar wäre aber da muss ich noch etwas tüfteln.

Ich hoffe, dass ich Deine Fragen so weit beantworten konnte, ansonsten frag gern weiter. :smiley:

Hallo Andi,

Lieben Dank für die schnelle Rückmeldung. Ich hab mit Studiolink noch nicht gearbeitet, kenne aber das Prinzip von Session Link, Source Connect und Riverside.

Die Gäste-Aufnahmen werden bei Studiolink aber auf einem Server gespeichert und nicht lokal bei ihnen um dann nach der Session übertragen zu werden, richtig? Wäre das nicht bei schlechter Verbindung der Gäste klanglich ein besserer Weg? So macht das ja zB auch Riverside.

Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass auch lokal mehrere getrennte Audioeingänge aufgenommen werden können.

Von meiner Erfahrung mit sprachdominierten Projekten und vor allem als niederschwellige Angebote: Die Möglichkeit die Aufnahmen transkribieren zu lassen und im Transkript zu schneiden, wie zB bei Hindenburg und Descript, halte ich für einen absolute Game-Changer in allem, was ich in den letzten 25 Jahren an Tonbearbeitungssoftware gesehen habe, vor allem wenn es um rein textbasierte Podcasts geht.

Wenn es klanglich komplexere Podcasts werden sollen, bliebt der Mehrspurschnitt eh unerlässlich, und da ist meine Erfahrung, gibt es so viele unterschiedliche Vorlieben und entsprechend viele Software, dass für ein Aufnahmetool eine durchdachte Exportfunktion unglaublich wichtig ist. Descript hat zum Beispiel die Funktion, dass man, die Timeline non-destruktiv exportieren kann als Reaper/ Pro Tools/ Final Cut / Audition / … -Projekt. Mir fehlt da Audacity, was spätestens in Version 4 nochmal richtig spannend werden dürfte für Podcasts.

Ich hab Hindenburg noch nicht ausprobiert, aber von dem was sie beschreiben ist das für mich derzeit eigentlich die perfekte Kombination aus Transcript-Schnitt und der Möglichkeiten mit Klanggestaltung und Musik zu arbeiten, was trotzdem relativ einfach und intuitiv zu bedienen ist.

Der größte Unterschied zwischen Podcastst ist ja letztlich, wie aufwendig ein Podcast geschnitten und gestaltet wird. Und da die ganze Bandbreite an Vorlieben in einer Software abzubilden, scheint mir schwierig. Deshalb würde ich den Schnitt-Aspekt (zumindest teilweise) auslagern.

Deshalb: Wenn Du eine Transkriptions-Schnitt-Möglichkeit ähnlich Descript einbaust, wenn das dann Non-Destruktiv als mxf- oder Audacity-Datei exportiert werden kann (mal sehen, ob Audacity V4 auch mxf lesen können wird) und entsprechend die fertige Episode wieder in „Podentialpodcastproject Pro“ zurückgespielt werden kann (und vielleicht wegen der Archivierungs-Frage auch das Session-File der DAW), dann wäre Deine Software ein Paket, was ich ziemlich spannend fänd.

Viele Grüße,

Johanna

PS: Damit Du mich einordnen kannst (ich stelle mich irgendwann nochmal im Forum vor): Ich bin Tonmeisterin und Sound Designerin, und betreue gerade in der Stabi Berlin ein Podcaststudio, das für alle Nutzenden offen ist, und damit entsprechend niederschwellig sein soll. Ich komme also aus der Welt von „ich finde eine Pro Tools Session mit 300 Spuren normal“ , während meine „Kunden“ eine Spannbreite von „Audition, Cubase, Ultraschall, Riverside, Garageband… finde ich alles toll“ zu „Audacity sieht aber kompliziert aus“ abdecken.

Hallo Johanna.

Genau den Punkt, den Du ansprichst (Audiobearbeitung) habe ich bewusst erst einmal außen vor gelassen. Das ist ein so komplexes Thema, dass man das nicht mal „so schnell“ in das Projekt einfließen lassen kann.
Du hast ja als Profi auf diesem den wesentlich größeren Überblick, welche Anbieter es diesbezüglich auf dem Markt gibt und in welchen Funktionsumfang deren Software ist.

Meine Herangehensweise war halt ganz schlich nach dem Motto: was macht mir persönlich das Leben leichter und wie kann ich das umsetzen.

Schnitt und Mehrspuraufnahmen stehen da in der Priorität auch relativ weit hinten.
Ich podcaste maximal mit noch zwei weiteren Personen zusammen, macht in meinem Fall somit höchstens 5 Tonspuren.
Geschnitten wird bei mir grundsätzlich nicht. Der Inhalt soll so raus, wie er aufgenommen wurde, denn genau das ist für mich der Charme eines Podcastest (ansonsten wären wir ja schon bei professionellen Radiosendungen. :smiley: ).

Verstehen kann ich aber gut, worauf Du Deine Schwerpunkte setzt und notiert ist das auf jeden Fall in der Abteilung „…mal in Ruhe drüber nachgrübeln…“.

PS
Bei StudioLink werden die Audiodateien lokal auf den Rechnern der Teilnehmer gespeichert. In meine Fall ist es genau umgedreht, da landet alles zentral auf einem Server.

LG
Andi

Moin Andi,

Schön, dass wir uns da gleich einig sind: Audiobearbeitung kann man auf so viel verschiedene Arten und Komplexitäten machen, dass die eierlegende Wollmilchsau in einem Programm unterzubringen, das eigentlich einen anderen Schwerpunkt hat, vielleicht besser umgangen werden kann, indem jede*r für die Audiobearbeitung die Waffe ihrer Wahl nehmen kann. Dann würde es letztlich reichen, wenn man alle (5) Audiospuren exportieren kann, was sich sicher leicht umsetzen lässt. Aber vielleicht bringst Du ja noch zwei, drei Inputs Lokal unter, dann kann man auch in einem Raum sitzend schön getrennt aufnehmen.

Was die Komplexität des Schnitts betrifft, wäre das tatsächlich mal eine interessante Umfrage: Wie viel Bearbeitung macht Ihr so in Euren Podcasts? Auf einer Skala von „ich sende quasi live“ zu „meine Podcasts klingen wie ein Radiofeature der BBC“

Was das Speichern der Audiodateien betrifft: Warum präferierst Du einen zentralen Server für einen Mitschnitt der einzelsouren, statt einer lokalen Aufnahme bei den zugeschalteten Personen?

Viele Grüße,

Johanna

Dann würde es letztlich reichen, wenn man alle (5) Audiospuren exportieren kann, was sich sicher leicht umsetzen lässt.

Exportieren von wo, nach wohin?
Der Export von fertigen Audiospuren auf den zentralen Server ist schon mit drin. Die Anzahl der übertragbaren Dateien ist nicht begrenzt.

Aber vielleicht bringst Du ja noch zwei, drei Inputs Lokal unter, dann kann man auch in einem Raum sitzend schön getrennt aufnehmen.

Ist ein überlegenswertes Argument. :wink:
Die Frage ist dann „nur“ - welcher Weg?
Wenn jeder am eigenen Rechner ist, dann müssten ja irgendwo de Spuren „zusammelaufen“. Wenn es übe reinen Rechner läuft, brächte man ja eh ein Mischpult und dort ist ja heutzutage bereits die komplette Technik drin.
OK, also vorerst wäre dann wirklich interessant zu klären, über welchen Weg die lokale Aufnahme mit mehreren Teilnehmern läuft.
Ich bin mir aber recht sicher, dass das keine Hürde sein sollte vor allem, weil meine Soloaufnahme ja eh schon komplett lokal erfolgt.

Was das Speichern der Audiodateien betrifft: Warum präferierst Du einen zentralen Server für einen Mitschnitt der einzelsouren, statt einer lokalen Aufnahme bei den zugeschalteten Personen?

Das hatte einen einfachen Grund:
Wenn der / die Podcaster nicht irgendwo an einem Rechner sitzen, sondern einfach spontan eine Sendung über Smartphone aufnehmen wollen, wäre die Speicherung auf dem lokalen Gerät nicht ideal.
Zudem hoffe ich, dass durch das Speichern auf dem Server auch die Fehleranfälligkeit für Latenzen etwas heruntergeschraubt wird.

Was die Komplexität des Schnitts betrifft, wäre das tatsächlich mal eine interessante Umfrage: Wie viel Bearbeitung macht Ihr so in Euren Podcasts? Auf einer Skala von „ich sende quasi live“ zu „meine Podcasts klingen wie ein Radiofeature der BBC“

Für mich ganz einfach zu beantworten:
Es geht grundsätzlich so raus, wie es hereingekommen ist. :smiley:

Ist natürlich nur die halbe Wahrheit aber das ist so grob meine Auffassung von einem Podcast.
Klar werden die Spuren vorher noch bearbeitet und ein In- und Outtro gesetzt aber das war es dann auch schon.

Hallo Andi,

Ich versuche mich kurz zu fassen, versprochen :wink:

„Export von wo nach wohin“:

einzelne Audiospuren die auf einem Server gespeichert werden haben ja erstmal keinen Sync-Punkt, oder? Oder haben Deine Audiofiles alle die exakt gleiche Start- und Endzeit? Ansonsten wäre so etwas wie ein Mehrkanaliges Broadcast-wave File ein Format was universell und professionell ist. Ob das mit flac ebenfalls geht, bin ich mir nicht sicher.

„Lokale Mehrkanalaufnahme“

es gibt zig USB Audiounterfaces, die günstig sind und mehrere Mikrofoneingänge haben (SSL 12, Zoom Podtrack, aber auch Rodecaster etc). Und da jede*r anders klingt, und man während der Aufnahme nicht nebenher noch mischen müssen sollte, wäre es deutlich besser, alle Mikrofone getrennt aufgezeichnet werden können. Wasa das konkret für Treiber bedeutet, kann ich Dir nicht sagen. Erfahrungsgemäß ist das meist eine Plug-and-play-Lösung: Audio Interface anschließen und schon hat Dein Rechner mehreer Mikrofoneingänge.

„Server vs Audioaufnahme bei den zugeschalteten Personen“

Ich verstehe die Logik, ein zentraler (lokaler) Server macht es auf jeden Fall einfacher aufzusetzen.

Der Vorteil einer Aufnahme auf dem lokalen Endgerät ist halt, das wenn die Verbindung mal schlecht ist (was ja vor allem bei Leuten, die sich vom Strand aus mit dem Handy dazuschalten lassen, gern mal passiert), die Aufnahmequalität im Nachhinein gerettet wird, also die Personen von Remote deutlich besser klingen bzw die Aufnahme einfach sicherer ist. Aber ja, gerade bei Personen, die vom Handy zugeschaltet werden, mag das technisch durchaus schwieriger zu lösen sein.

Meines Wissens ist das bei zB Riverside so gelöst, dass man sich als Gästin am Rechner über einen Browser ohne Zusatzsoftware zugeschaltet werden kann und nach beenden der Aufnahme die (lokal erzeugte) Aufnahme automatisch an den Host übertragen wird. Bei mobilen Endgeräten ist da aber auch über eine App gelöst, die eine Person, die sich zuschalten lässt, erstmal installieren muss.

Viele Grüße!

… und kurz zurück :rofl:

„Export“
Die Audiospuren auf dem Server sind immer synchron, weil die Aufnahme zentral gestartet wird.
Es gibt einen (online) Aufnahmeraum, wo sich alle Teilnehmer treffen. Hier sind Gespräche möglich, sobald man den Raum betritt.
Die Aufnahme per se startet / pausiert / beendet der Admin für alle Teilnehmer zeitgleich, denn nur der Admin hat die Aufnahmerechte.
„Probleme“ würde es nur geben, wenn man einen Gast im Laufe der Sendung in die Aufnahme holen will. Dann müsste diese Spur in der Timeline angepasst werden aber das ist ja bei jeden anderen Verfahren auch so außer, man hat einen hardcodet Timecode in jeder Audiospur.

„Lokale Aufnahme“
Rein technisch:
Windows kennt (von Haus aus) nur ein Eingabegerät, MacOS kann die mulit- Variante fahren.
Einfachste Lösung ist das angesprochene Audiointerface.
Hier sind dann (je nach Hardware) die Audiofiles direkt im Interface speicherbar (z. Bsp im RØDECaster Pro oder Duo) oder die einzelnen Audiofiles landen direkt aber getrennt auf dem Rechner.
Getrennte Audiospuren sind bei mit immer dabei, es wird nie eine Gesamtspur für alle Teilnehmer geben.

„Server“

Der Vorteil einer Aufnahme auf dem lokalen Endgerät ist halt, das wenn die Verbindung mal schlecht ist … die Aufnahmequalität im Nachhinein gerettet wird…

Dabei gehst Du davon aus, dass bei der Übertragung etwas in die Hose geht?!
Stimmt, dann wäre das eine Möglichkeit die Aufnahme zu retten.

Aus meiner Erfahrung heraus 2 Punkte:

  1. Ich will einen Gast nicht mit Technik belästigen. Die meisten sind froh, wenn sie nur einen Link bekommen und in der Aufnahme drin sind. Da ist teilweise schon eine URL mit Logindaten eine Hürde. Wenn ich jetzt noch mit lokaler Aufnahme um die Ecke komme, habe ich verspiet.
  2. Bisher habe ich StudioLink genutzt, was genau diesen lokalen Ansatz geht. Drei Aufnahmen waren in den letzten Jahren „missglückt“ und bei allen dreien lag es nicht an der Übertragung, sondern an der Hard- bzw. Software des Mitpodcasters. Soll heißen deren lokale Aufnahme war ebenfalls für die Tonne. :smiley:

Meines Wissens ist das bei zB Riverside so gelöst, dass man sich als Gästin am Rechner über einen Browser ohne Zusatzsoftware zugeschaltet werden kann und nach beenden der Aufnahme die (lokal erzeugte) Aufnahme automatisch an den Host übertragen wird.

Teilnahme für Gäste direkt über den Browser per Einladungslink ohne Zusatzsoftware ist auch genau mein Weg. Das ist aus meiner Sicht die beste Lösung.
Automatischer Upload der Datei vom Gastrechner wäre momentan für mich der letzte Weg, wenn nichts mehr geht.
Hintergrund: man benötig Fernzugriffsrechte vom Server auf den lokalen Rechner und da lasse ich aus sicherheits- und datenschutzrechtlichen Gründen die Finger.

Vielleicht gibt es da eine elegante Lösung, die ich nicht kenne, dann wäre es auch eine überlegenswerte Sache aber nach jetzigem Stand der Technik eher nicht.

PS
Den ganzen Gedankenaustausch finde ich super. :blush:

Hallo Andi,

Macht mir auch großen Spaß, deshalb schieße ich schnell zurück, bevor ich mich für eine gute Woche ausklinken muss:

Synchronisierung (ehemals „Export“):

Wenn Deine Einzelspuren alle gleichzeitig gestartet und gestoppt werden, dann ist das ja erstmal unkompliziert. Als alte Filmtontante bin ich generell immer eine Freundin von Timecode, der ist im Zweifelsfall das verlässlichste. Aber man könnte natürlich auch überlegen, einen Mixdown der ganzen Aufnahme mit aufzuzeichnen, anhand dem na dann Aufnahmen von Leuten die „später kommen und früher gehen“ dann auch wieder zuordnen kann. Wobei TC trotzdem verlässlicher und schneller einzuordnen ist.

Lokale Aufnahme:

Klar, der Rodecaster (und seine nahen Verwandten) kann auch intern aufzeichnen, aber dann bräuchte es ja wieder der Datentransfer vom Rodecaster auf den Server, und spätestens da sind die Start- und Stoppzeiten dann definitiv unterschiedlich. Deswegen ja den Rodecaster als externes Audiointerface nutzen und gleich in Deiner Software die Spuren getrennt aufzeichnen über einen universalen rec-Button. Rodecaster als externes Interface geht bei manchen Softwares besser, bei anderen schlechter, haben wir festgestellt:Audacity ist ziemlich zickig wenn man den Rodecaster als Mehrspurinterface nutzen möchte, während zB Cubase da keine Probleme macht. Aber die Gruppe der Menschen, die mit Cubase beim Podcasting Spaß haben, würde ich mal als „übersichtlich“ einstufen. Ultraschall erkennt den Rodecaster meines Wissens problemlos als Mehrkanalinterface an.

Abgekürzt: Wenn die Aufnahmefunktion Deiner Software auch ein Audiointerface mit mehreren Eingängen erkennt und getrennt mitziehen kann, wäre das sicher nicht schlecht.

Server:

Ich verstehe den Wunsch nach Niederschwelligkeit, gleichzeitig habe ich gerade seit Corona in zu vielen Videokonferenzen mit schlechten Internetverbindungen gesessen, bei denen man die Leute kaum versteht, als dass ich eine saubere Aufzeichnung auf den dezentralen lokalen Rechnern aller Teilnehmenden nicht ungemein schätzen würde. Wie Riverside das im Detail löst, weiß ich nicht, aber ich weiß von vielen, die auf diese Funktionalität schwören. Freut mich aber, dass Du mit einer schlechten Internetverbindung bisher kaum Probleme hattest in Deinen Podcasts :slight_smile:

So, jetzt mach ich mal Sendepause, dann ist auch Luft, die anderen Aspekte Deiner Software von anderen Forist*innen zu kommentieren. Bin gespannt, was hier im Therad Ende des Monats zu lesen ist.

Viele Grüße!

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Du hast mich jetzt „angefixt“ bezüglich der Thematik Timecode. Arbeite gerade an einer Implementierung.
Mal schauen, ob ich das in die Reihe bekomme. :smiley:

EDIT

Implementierung von hardcodet TimeCode läuft gerade durch. :wink:

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