Podcast-Aufnahmesoftware Status Quo (November '18)


#1

Hey zusammen,

wir haben bisher stets jeweils lokal (auf einen Laptop) aufgenommen, die Spuren in Audacity zusammengeführt und ab zu Auphonic.
Das hatte vor allem den Grund, dass wir kein USB-Interface hatten. Jetzt haben wir das U-Phoria 204 plus Millenium (zwecks des HMC660).

Ich habe mich jetzt gefragt, welche Software denn aktuell empfehlenswert ist, um (mindestens) zwei Spuren aufzunehmen, geordnet nach Preis/Abrechnung. Da ich dazu nichts aktuelles gefunden habe, bitte ich euch um Tipps/Ergänzungen.

Kostenlos

  • Audacity

Einmalzahlung

  • Hindenburg (85 € bis 350 €, Testversion verfügbar)
  • Reaper (60 $, Testversion verfügbar)

Abo-Modell

  • Ardour (ab 1 $/Monat, Testversion bis zu 10 Minuten)
  • Adobe Audition (23,79 €/Monat, Schüler/Studenten/Lehrer (19,34 €/Monat, Testversion verfügbar)

#2

Moin,
Bei mir läuft Reaper mit Ultraschall! Ich bin damit sehr zufrieden! Lern-Videos von Ralf helfen beim Einstieg. Studio-Link ist integriert.
My2Cent


#3

Ich denke, die Liste ist schon ganz gut. Ich frage mich, warum ihr die DAW wechseln wollt, wenn ihr mit Audacity klar kommt.

Ansonsten empfehle ich auch ggf. Ultraschall ins Auge zu fassen.


#4

Wechsel, weil wir beiden Spuren direkt aufnehmen in einem Programm wollen. Bislang nimmt jeder solo auf und die Spuren müssen passend übereinandergelegt werden. Mit Audacity geht das meinen Recherchen nach nur, indem man eine Stereospur mit beiden Sprechern aufnimmt und diese dann in zwei Monospuren teilt. Getestet habe ich das noch nicht. Ist das klangtechnisch denn sinnvoll?

Zudem gibt es auch das Szenario, dass beide Gesprächspartner an verschiedenen Orten sitzen. Das haben wir bislang über StudioLink Standalone aufgenommen und die Spuren dann halt auch wieder manuell in Audacity inklusive passendes Übereinanderlegen.


#5

Uh, stimmt … das ist ja doof! Wieder was gelernt. In diesem Fall, guckt Euch unbedingt mal ultraschall.fm an.


#6

Ich finde diese Visualisierung (von mir, parteiisch) immer noch ganz treffend - diskutiere auch gerne über einzelne Apsekte, bisher gab es wenig grundsätzliche Kritik:

image


#7

Im Prinzip passt die Grafik schon. Ich würde allerdings Ultraschall eher auf die linke Seite des vertikalen Graphs setzen, weil es dann doch nicht so leicht zu bedienen ist. Zumindest nicht intuitiv.
Ein Beispiel: Die Routingmatrix
Ein zweites Beispiel: Exakt schneiden ist für mich in Ultraschall unmöglich.
Ein drittes Beispiel: Mastering.
Am Ende sehe ich aber viele, sehr viele Vorteile für absolute Einsteiger, die zum Beispiel auch remote Podcasten wollen und besonders durch seine schlanke und Computerressourcen schonende Art. Keine andere DAW kann auf einem Windows Tablett mit einem USB-Interface reibungslos verwendet werden.


#8
  1. Mir fällt es immer wieder schwer zu verstehen wie man die nicht verstehen kann. Außerdem nutzen wohl wenige die Templates, mit denen muss man sich nur einmalig seine Setups zusammen klickt, speichert und gut. Man muss nicht bei jeder Aufnahme da drin rumstochern.
  2. Wie definierst du “exakt schneiden”?
  3. Was meinst du damit?

#9

Die Routingmatrix sucks big time - ich glaube ich habe es noch nie geschafft ohne try/error das zum Laufen zu bringen
Exakt schneiden, rein und raus, etc, sind nicht so bequem und exakt wie zum Beispiel in Audition.
Das Mastering (EQ, Kompression, etc.) ist in Audition durch das Effekterack viel einfacher.
Was abschließend in dieser Thematik heißt und weshalb ich auch gefragt hatte, warum @schollplatte die DAW wechseln wollte, dass ich nun mal auf CoolEdit/Audition “reiten” gelernt habe und damit gewachsen bin. Ein Wechsel tut deshalb umso mehr weh bzw. ist in vielen Fällen auch einfach unmöglich (und auch nicht nötig).


#10
  • Routing-Matrix: Ja. Wir haben da aber einen Plan™
  • Schneiden: nutzt du die 3.1 Version und hast dir die entsprechenden Screencasts angesehen? Den Bereich haben wir ja - ich würde sagen dramatisch - verbessert. Hier gerne aber auch DM was Audition in deiner Erfahrung hier besser/einfacher/effizienter macht.
  • Mastering: auch das ist mit den EQ-Presets und Dynamics2 auf zwei Klicks pro Spur reduziert worden - es fällt mir schwer hier weitere Vereinfachungen zu sehen aber auch dazu gerne DM

#11

Im ganz frischen Buch von @Larissa_Vassilian stellt Sie - wie ich finde sehr differenziert und umsichtig - im Kapitel 4 auch vier DAWs mit Vor- und Nachteilen vor. Ich teaser mal ihre Zusammenfassungen:

image


#12

Die hatte ich nicht mehr gefunden, danke dafür!


#13

Alle getestet und für gut befunden. :slight_smile:


#14

Hindenburg in der Einfach-Version kann keine zwei Spuren gleichzeitig aufnehmen. Multitrack geht nur in der Pro-Version. Da ist Reaper-Ultraschall besser. Oder habe ich was falsch verstanden?


#15

Ja ist so, die einfache Variante kann nur ein Spur aufnehmen. Ich mag Hindenburg wahnsinnig gerne zum Schneiden und Mastern (da einfach und durchdacht), aber zum Aufnehmen ist Ultraschall wirklich die bessere Wahl.

Falls ihr ein MacBook am Start habt, bietet sich rein zum Aufnehmen noch Audio Hijack an. Das nehme ich jetzt seit Jahren her und möchte es nicht mehr missen: Flexibel, einfach zu bedienen, läuft absolut 100% stabil. Ein Traum! :grin:


#17

Hallo zusammen,
mich würde interessieren, mit welcher Software ihr eure Podcasts aufnehmt? Arbeiten alle hier mit #ultraschall oder #audacity – oder bevorzugt ihr andere Programme?
Es tut sich ja auch einiges am Markt, sagen die einen :slight_smile:

Ich bin der Meinung, dass viele Programme ein wirklich grandios großes Arsenal technischer Möglichkeiten bieten – was mich in der Praxis aber manchmal abschreckt und meist auch gar nicht benötigt wird,
(Dazu kommt. Da ich zwischen meinen Aufnahmen auch mal längere Pausen habe, vergesse ich viele Einstellungs- / Programmdetails. Muss mir dann alles neu erabeiten. Aber vielleicht ist das auch mein Problem…)

Daher freue ich mich über Tipps bzw. Eure Erfahrungen mit Aufnahme Programmen?

(Technische Ausstattung. Arbeite mit Notebook, dem ZOOM H6 und zwei XLR Tischmikrofonen) :ok:

Viele Grüße


#18

Ich nutze Ultraschall. Audacity habe ich neulich mal wieder im Einsatz beobachtet und finde es ziemlich unbrauchbar.
Habe ganz früher mal mit Logic gearbeitet, aber ist gar nicht geeignet. GarageBand habe ich mal als Notlösung im Einsatz, aber. Da fehlt mir der Funktionsumfang - oder ich finde ihn nicht.

Und Audition muss ja funktionieren, denn es nutzen ja einige große Produktionen. Aber was ich bei @ksdettmers mitbekomme ist das scheinbar nicht geeignet.


#19

Da ich zu den “Verrückten” gehöre, die weder Windows noch Mac haben, nehme ich Ardour unter Linux, wenn ich nicht gerade eine Einzelspur mit meinem F1 brauche.


#20

Die hard Reaper+Ultraschall Fan. Reaper ist ne tolle musik daw, ultraschall ist perfekt für podcasts. es geht soweit, dass ich mir mehr ultraschall workflow in premiere pro wünsche was schnitt, auswahl und arrangements angeht. bis jetzt habe ich noch keine neue Alternative erlebt, so virl zu „markt in bewegung“. höchstens wenn ios 13 wirklich so gut wird wie alle hoffen, könnt ich mir vorstellen nen recording setup komplett auf ddm ipad zu etablieren.


#21

Ich werfe hier mal noch Studio One von Presonus ins Rennen. Ist auch eine klassische Musik-DAW. Sie war bei meinem Audiointerface dabei. Ich teste die mal während meinen nächsten Podcastproduktionen. Referenz ist bei mir Reaper ohne Ultraschall.