Neues Podcast Interface/Studio von Rode angekündigt - Rodecaster Pro


#125

Hm, jetzt wo ich noch mal auf die Bilder geguckt habe für das Rodecaster Pro: Ganz klein ist es ja nicht und die Halterung scheint ja recht massives Metall zu sein. Das erklärt dann ja das knappe Kilo. Bin gespannt :slight_smile:


#126

Auf der Røde-Seite heißt es zum Pod-Mic: „built to last. The robust swing-arm mounting matches perfectly to the RØDE PSA1 boom arm for ultimate flexibility and convenience.“


#127

Im heute Nacht versandten Røde Newsletter wird auf ein Gewinnspiel hingewiesen, bei dem man ein RødeCaster pro, zwei PodMics und zwei Mikrofonarme PSA1 gewinnen kann.

Viel Glück!


#128

Verkehrte Welt, Teil 2: habe jemandem aus voller Überzeugung dazu geraten, den Rodecaster Pro auszuprobieren. Grund: zu seinem Use-Case passt der wie Faust aufs Auge. Vor allem sah er im nicht-Multitrack ein Feature und keinen Bug:

"Es gilt das live gesendete Wort. Jede Art von Nachbearbeitung und Manipulation zerstört im Zweifel das Vertrauen der HörerInnen."

Das ist schon auch irgendwie ein Punkt.
Hat hier eigentlich schon irgendwer rausbekommen, wie die “Live Broadcasting/Streaming” eigentlich gedacht/realisiert ist?


#129

Meine Lesart dazu: In die Konsole sind keine Encoder eingebaut, sondern es erzeugt ein Signal, das neben der Aufnahmemöglichkeit “ready for streaming” ist. Soll heißen: Dein Signal kann, fertig wie es ist, direkt auf den Stream gehen. Du wirst dazu immer eine Software brauchen (ob die Røde Software das kann, weiß ich aktuell noch nicht).

Ich kenne derzeit keine Konsole, die das könnte bzw. eingebaut hat. Sei es nun die D&R Webstation (der kleinste Broadcast-Mixer mit Software zur Steuerung, aber nicht zum Streaming; aktuell ca. 1.000 EUR) oder das QSC TouchMix 8 (immerhin mehr Mikrofoneingänge; aktuell 833 EUR bei den gängigen Händlern).

Hier passt das RødeCaster pro perfekt in eine Nische für Webcaster, die mit einfachen Mitteln vergleichsweise günstig ein sendefähiges Signal erzeugen möchten. Jetzt weniger für Musikformate, aber für Talkradios (und derer gibt es wahrlich nicht wenige!).
Sende also die Pultsumme via USB an den PC und von dort aus ab auf den Stream.
Kein anderes, so übersichtliches Pult in dieser Preisklasse wird Dir eine einfache cleanfeed-Funktion bieten, die Zuspielung von verschiedenen Quellen mitsamt eingebauter cartwall.

Dieses Pult ist für den Webcaster, gar nicht mal so unattraktiv - und ich denke, diesen Punkt möchte Røde extra hervorheben - nicht zu Unrecht, wie ich finde.

Prinzipiell erst mal keine schlechte Einstellung - vor allem, wenn es hier ums webcasting ginge, würde ich ihm sofort zustimmen. Beim podcasting hingegen bin ich zwiegespalten.

Tatsächlich ist es so, dass ungeschnittenes Material eine viel höhere Authentizität hat und der Ausgabe höhere Glaubwürdigkeit verleiht. Umgekehrt aber ist ein gewisses Maß an Schnitt schon nötig - solange es nicht zu tief eingreift.

Im webcast sieht die Welt anders aus: Live-streaming ist nun mal das A&O. Nun kann man auch hier dem Hörer etwas vormachen - mit voicetracking oder gar ganzen Vorproduktionen. Und das hat kein Hörer verdient, denn der ist live (im Gegensatz zum voicetrackenden Moderator).

Dieses Missverhältnis besteht m.E. beim Podcast nicht.
Aber, und da gebe ich dem von Dir zitierten Nutzer recht, haben beide Medien eins gemeinsam: Sie nehmen den Hörer mit auf eine Reise. Nicht umsonst heißt es, gutes Radio (z.B. Reportagen) erzeugt Bilder im Kopf. Es transportiert Stimmungen - mitunter sogar besser als Video / TV.
Ob das jetzt der Moderator oder der Podcast-Host ist, beide machen dasselbe: Sie holen den Hörer für einen Zeitraum ab und nehmen ihn mit in die Welt, aus der sie berichten. Je ungeschminkter sie das machen, um so attraktiver ist das Hörerlebnis.

Tatsächlich kann ein (nahezu ungeschnittener) Podcast, so roh wie er entstanden ist, auch noch Monate später den gleichen Charme haben wie eine entsprechende Livesendung.


#130

Diese Behauptung Schnitt = Authentizitätsverlust hat bei mir immer schon den Verdacht einer Ausrede hinterlassen. Von ganz wenigen Sonderfällen abgesehen bin ich persönlich der Meinung, dass bei allem, das nicht live gesendet wird immer sinnvoll ist zu schneiden. Um es mit Roman Mars zu sagen: Stell Dir vor, 1000 Leute hören Deine Sendung und Du ersparst denen nur 1 Minute Nebengeräusche… Dann hast Du 1000 Minuten eingespart und bist praktisch ein Held. :wink:

Da mag es sein, dass Du vielleicht nicht schneiden willst. Es ist auch ok nicht zu schneiden, genauso wie es in Ordnung ist wenn Hörern das egal ist. Aber ich glaube wirklich nicht, dass ich den Haialarm weniger authentisch fände wenn der Rülps ins Mikro neulich rausgeschnitten worden wäre um nur mal ein Beispiel zu nehmen.

Eigentlich wird umgekehrt ein Schuh draus: Gekonnter Schnitt kann Material verbessern. Schlechter Schnitt kann es verschlechtern und meinetwegen ist es besser gar nicht zu schneiden als die Aufnahme durch zu viel Schneiden kaputt zu machen. Eine Tugend wird daraus deswegen aber trotzdem nicht.


#131

Hier ein paar Reaktionen der reddit-podcastcommunity:

TL;DR: Gemischte Reaktionen, von totaler Begeisterung bis zu no multi track = no buy. Aber einhellige Begeisterung über die n-1 Schalte um Anrufer einzubinden.


#132

Diese Grundsatzdiskussion ist sicherlich interessant, aber ich bin da vermutlich der falsche Ansprechpartner. Ich bin eher der Live-Typ und weniger der “klassische” Podcaster mit Mehrspuraufnahme, Kapitelmarken, Ultraschall und Auphonic.

Wenn ich mal etwas Podcast-ähnliches veröffentlicht habe, dann hatte das eine andere Motivation. Bei meinem Kommentar zur Aussage des Bekannten von @rstockm habe ich versucht, eben auch diese Seite kontrovers zu beleuchten.
Falls ich hier zu wenig differenziert habe, wäre es nett, wenn mir das aufgezeigt würde. Von wem auch immer.


#133

Ich habe mir da ein kleines Projekt zurechtgelegt für den #community:Das-Sendezentrum-auf-dem-35C3-Kongress-des-CCC - stay tuned :sunglasses:


#134

Als “live-Typ” stellt sich die Frage ja auch nicht. Ich habe einfach nur die Aussage mit der Authentizität kommentiert und das gar nicht auf dich grundsätzlich bezogen.


#135

Das “Podcast-Mikrofon” :roll_eyes: PodMic ist jetzt in den ersten deutschen Online-Shops aufgetaucht. Der Verkaufspreis brutto frei Haus beträgt 119 Euro. Lieferbar soll es voraussichtlich ca. März 2019 sein.

Zugleich ist der Preis für das Procaster gesunken auf 142 bis 146 Euro. Ich hatte es zuletzt auf dem Schirm für 169 Euro.
Interessante Entwicklung… :thinking:


#136

Du dürftest mir allenfalls dann gerne erläutern, weshalb man zwei derart ähnliche Produkte führen will oder was der gravierende unterschied zwischen den beiden ist. :blush:


#137

Durch Zufall grad drauf gestoßen, in meinem Podcatcher ist der Soziopod der erste, der den Rodecaster mal richtig im Einsatz hat: https://soziopod.de/2018/12/soziopod-der-vernuenftige-jahresrueckblick-2018/


#138

Zumindest von denen, die es erzählen. Sie haben ja auch erwähnt, mehr als die Hälfte ihrer Sendungen in 2018 live gemacht zu haben, was dem Design des Gerätes entspricht.


#139

Ich hab‘ den Rodecaster schon mal ausgepackt und werde berichten, wie sich das Teil in der Praxis schlägt https://youtu.be/9oZih-VsHD8