Neues Podcast Interface/Studio von Rode angekündigt - Rodecaster Pro

Aha! Dabei hat der feine Herr demletzt noch bei twitter verkündet, dass er 110% mit seinem Podcaststudio zufrieden sei und absolut keinen Optimierungsbedart mehr sehe :wink: lach

Aber das ist schon ein interessantes Teil

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Das war vor dieser Ankündigung. :innocent:

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Aus der Beschreibung geht auch nicht ganz klar hervor, ob man auf eine SD-Karte aufzeichnen kann, während das Gerät als Audio Interface am Rechner fungiert. Falls das ginge, hätten wir hier einen Konkurrenten zu den teuren MixPre Geräten.
Diese Funktion möchte ich heute nicht mehr missen.

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Ja, wie Uli gesagt hat: Das Procaster hat einen XLR Anschluss. Es kostet auch gerade mal 149,- EUR momentan. Vergleichbare Mikros kosten mindestens 279,- EUR (EV RE320, da kostet übrigens die Originalspinne um die 140, die von Rode 33!), das SM7B und das BP40 kosten um die 350, das RE20 über 500. Das M2 kostet zwischen 70 und 100, vergleichbare Alternativen von Sennheiser und Shure zwischen 200 und 300. Das Rode S1 ist ein Echtkondensatormikro im Handformat und kostet unter 300, die Alternativen von Neumann, Shure, Sennheiser und AKG kosten alle um die 500 - 550! Also wo ist die Apotheke? :wink:

Das NT1 ist ja wohl mehr oder weniger das Mikro, dass ne Großmembrankapsel für den Normalverbraucher bezahlbar gemacht hat. Wenn Du jetzt auch einen Markenanbieter am Start hast, der das gewaltig unterbietet dann gib Bescheid :slight_smile:

Dass es einen billigen Chinanachbau bekannter Mikrofone gibt ist schön, aber das hast Du mit dem dem HMC660X auch schon bewiesen. Ist jetzt Beyerdynamic mit den 297er Headsets auch ne Apotheke in Anbetracht dessen, dass allein das Anschlusskabel mehr kostet als das ganze HMC660X (oder fast so viel wie ein ebenbürtig klingendes Rode M2?)? Nö, da gibt es ja dann doch ein paar Unterschiede.

Das Podcaster finde ich übrigens auch nicht so prickelnd (klanglich übrigens sehr anders zum Procaster: halliger, höhenlastiger, hohler, schärfer), das Smartlav+ hat auch mir bei Videointerviews gute Dienste geleistet (da gibt’s inzwischen wirklich preiswertere Alternativen und würde es eher nicht mehr holen). Ich will jetzt nicht zu sehr für Rode in die Bresche springen, aber die machen gute Sachen zu vernünftigen Preisen. Wem das zu teuer ist, der kann bei Thomann gerne die Nachbauten kaufen.

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Es scheint auch schon einen Preis von 599 Dollar zu geben. Ich persönlich finde es spannend.

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Vielleicht können wir hier etwas weniger ad hominem argumentieren, es geht nur um Mikros. Auch wenn das immer zu emotionalen Debatten zu führen scheint.

Mir ganz persönlich ist es aber durchaus ein Anliegen, dass brauchbarer Podcastklang für jede(n) erschwinglich wird. Zu dem Mission statement stehe ich. Und hier besetzen die “China-Kracher” wie HMC oder eben t.bone seit vielen, vielen Jahren (mein erstes HMC Großmembran habe ich vor glaube ich 15 (!) Jahren gekauft) gute Dienste. Das ist allemal besser als Gaming-Mikros, und vielleicht brauchen eben nicht alle die super-duper Studio-Qualität.

Mehr als 100 € für ein Mikro ist nicht für jede(n) erschwinglich.

Und was mich hier bei Rode triggert: dass da draußen nicht wenige Expertinnen rumlaufen und sagen “kauf dir das Podcaster Mikro, dann bist du ganz offiziell krasser Podcaster und auf jeden Fall glücklich”. Und dann werden die Gesichter lang und immer länger, wenn sich rausstellt dass das Konzept “USB-Mikro” eine komplette Sackgasse ist wenn mal nur ein anderer Sprecher vorbei kommt.

Und das ist meiner Privatmeinung nach eben symptomatisch für das PR-Konzept von Rode. Das smartlav+ wird als prima Einstieg für mobiles Podcasting vermarktet - rauscht aber wie Hechtsuppe, nimmt wenn man es normal befestigt wirklich alles auf aber wenig Stimme und wenn ich den Kopf zur Seite drehe hört man nichts mehr, siehe meinen Test hier Test: Headsets und Mikrofone im Direktvergleich . Ein sinnvoller Einstieg ins mobile Podcasting wäre ein Einsteiger-Lavalier oder ein leichtes Nackenbügel-Mikro, so was wird dann aber nicht empfohlen da nicht von “Podcasting-Profis” Rode vertrieben.

Und da triggert mich, um mal wieder on-topic zu werden, eben die Vorstellung des Caster Pro auch schon wieder hart: warum schreiben sie nicht, wie seriöse Firmen das tun, die relevanten technischen Details (siehe meine Fragenliste oben) gleich rein in ihre Vorstellung? Warum gibt es keinen Preis? Lieber erst mal tüchtig für Wirbel sorgen.

Wenn es bei 600 € landet wird es so laufen: für die Zielgruppe die mir am Herzen liegt, nämlich EinsteigerInnen mit wenig Geld, ist es viel zu teuer. Und für uns echte Expertinnen wird es im Detail zu wenig durchdacht sein (siehe meine Liste). Stichwort Midi-Signal auf dem Soundboard für Kapitelmarken oder andere Funktionen - wird es mit Sicherheit nicht können (ich gehe da gerne Wetten ein), und braucht man als Podcasting-Pro ja auch nicht, weil Kapitelmarken ja eh überflüssig und nur so ein komisches deutsches Ding sind. Die Implementierung von Midi würde sie ca. 1€ an Hardware kosten, wenn überhaupt.

Wir werden sehen.

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Bin mit einer Flasche Mate dabei :wink: (also dass es kein Midi kann)

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Der Preis von 599$ wurde für US bestätigt, mal sehen was an € raus kommt.

Ich versuche mein Grundproblem mit Rode nochmal auf einen knackigen Punkt zu bringen: ich habe überhaupt nichts gegen deren “normalen” Mikros, im Gegenteil begrüße ich dass die den Markt dort angemessen aufgemischt haben.

Aber alles was sie speziell für “Podcasting” vertreiben erzeugt bei mir Ratlosigkeit, weil gerade diese Produkte m.E. eher in Sackgassen führen und dabei nicht besonders günstig sind.
Dafür machen sie dann aber ein Top-Marketing. und das steht irgendwie in keinem guten Verhältnis - für dieses neue Interface produzieren sie also Werbeclips, tolle Studioaufnahmen etc, eine eigene Landingpage mit viel Platz - und schreiben dann aber nicht mals die grundlegendsten technischen Details dazu. Namentlich Anzahl der Digitalinterface-Kanäle. Auf der Seite von B&H liest man jetzt unter Specs:

4 input, 2 Output - das wäre eine Katastrophe und kann eigentlich nicht sein. Hat vermutlich ein Praktikant geschrieben, der aber eben auch keine Infos hatte. Sehr uncool, und eben m.E. sehr typisch für das “uns doch egal” Marketing von Rode.

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Røde hat doch in der Ankündigung eindeutig geschrieben, dass es im Dezember auf den Markt kommen soll:

Nochmals: Das ist eine Ankündigung.
Stay tuned (…) for more info.

Diese Vorgehensweise ist nun in keinster Weise verwerflich - ganz im Gegenteil, ich kenne viele Technik-Firmen, die so vorgehen. Speziell im Fokus ist bei mir Pioneer (klar, kein typischer Podcaster-Stuff) - aber was die so an Vorschauen, Ankündigungen, und aufwändigen Videos mit namhaften DJs rausgefeuert haben, da kann Røde aber noch so einiges von lernen.
Ist im übrigen bei Lichttechnik-Firmen nicht anders.

Sorry, war ein kleiner [OT]-Ausflug über den Tellerrand. :sunglasses:

Letztlich stolpere dann doch über einen Widerspruch, der mich ratlos macht:

Ja also was denn nun? :question: :confused:

Im übrigen finde ich es nicht gerade fair, Infos von der B&H-Seite, die

haben soll, als “uncooles, typisches Røde-Marketing” zu kritisieren.

Ich sag’s mal so: In jeder halbwegs ordentlich arbeitenden Redaktion wäre so eine Recherche und unglückliche (unzulässige?) Verknüpfung dem Volontär jetzt um die Ohren geflogen.

Mein Vorschlag: Warten wir doch erst mal ab, bis Røde aus der Ankündigungsphase raus ist und auf seiner eigenen Seite Specs, ein Datasheet etc. veröffentlicht. Denn nur das zählt.
Was dabei B&H, Th oder A schreiben, ist nachrangig, denn die kennen das Produkt sicher nicht besser als der Hersteller, der es entwickelt hat.

Aber mal ganz ehrlich - wäre dir nicht auch eine Welt lieber, in der man diese “build a hype” Phase einfach überspringt, und gleich die Details mit veröffentlicht werden? Wäre die Welt nicht ein besserer Ort?

Mich nervt so was, generell bei allen Firmen, auch etwa von Apple wo man erst mal auf iFixit warten muss um zu erfahren was denn wirklich Phase ist.

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Das Marketing von Rode tut so als sei es professionell, ignoriert dabei aber eben die ernsthaften PodcasterInnen. Die zielen offensichtlich auf einen einfacher gestrickten US-Markt.

Und klar ist der Punkt mit B&H “unfair” - aber eben genau das, was bei so einem Marketing rauskommt. Schau auf Reddit, Twitter, Facebook - überall werden jetzt dieselben Fragen gestellt und dieselben Info-Bröckchen überinterpretiert. Ich finde das nervig, und es führt zu Frust und Enttäuschung bei Leuten, denen Details wichtig sind.

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Mir wäre eine Welt deutlich lieber, in der es keine sog. “Influencer” gäbe, die als nicht mehr als eindeutig identifizierbare Werbung wahrgenommen werden. Eine Welt, in der man keine facebook-likes und angebliche “Kundenbewertungen” kaufen kann und keine “Unboxing”-Videos (die so ziemlich gar nichts über das Produkt aussagen) gehyped werden.

Neugier hingegen war, ist und wird immer eine starke Antriebs- und Energiequelle für uns Menschen sein - und das funktioniert in so ziemlich allen Lebensbereichen.
Andernfalls würden keine Geschenke eingepackt (was ökologisch vermutlich gar nicht so schlecht wäre), es gäbe keine erotische Wäsche (Nacktheit ist doch viel praktischer) und man müsste die Menschen via Ankündigungen gar nicht erst auf Messen locken (“visit us at booth x.y in hall a.b”), um das neue Produkt dort dem Publikum vorzustellen.

Nicht für mich, aber nur für Dich selbst - beantworte Dir doch mal die Frage, ob Du in allen (!) Lebensbereichen nicht auch mal überrascht werden möchtest, Dich nicht auch mal über eine Vorankündigung freust (“ich besuche dich nicht alleine, sondern bringe einen Gast mit, den du noch nicht kennst”) und komplett auf Spannungsbögen verzichtest.

Ist es wirklich verwerflich, mit den uns gegebenen Ur-Instinkten zu spielen?
Ja, manchmal mag es unmoralisch wirken; letztlich ist es aber nicht als “schlimm” zu generalisieren.

Wenn wir die “Wäre dir eine Welt lieber”-Argumentation hardcore (!) durchziehen würden, dürfte es auch keine Ü-Eier mehr geben.
Oder zumindest müsste draußen drauf stehen, was drin ist. Hm.

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So, da haben wir doch schon mal etwas Klarheit:

image

Ich frage da mal weiter nach Details. Gut, dass sie antworten. Könnten sie ja auch gleich auf ihrer Seite posten.

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Auf Nachfrage via Twitter gibt sich Røde - noch - augenzwinkernd geheimnisvoll, schreibt aber auch, dass das Geheimnis “soon” gelüftet werden soll. :wink:
Was auch immer es ist - Procaster 2.0 oder was ganz anderes: Es ist Bewegung in Australien.

Es würde mich nicht wundern, wenn hier vertikal diversifiziert würde. Mit dem NT1 hat man das ja auch gemacht, ohne das NT1-A (das vorher da war) aus dem Markt zu nehmen. Beide sind nach wie vor original verfügbar.
Wäre zumindest möglich, dass im Bereich der Procaster / Podcaster / Broadcaster etwas ähnliches passiert, und das könnte dann auch für den ein oder anderen Podcaster im Heimbereich interessant sein.

Cool, ich bin mal sehr gespannt (mehr sogar auf das Mikro als auf das Interface). Vielleicht ist das dann preislich zwischen Pro- und Broadcaster angesiedelt? Dann wäre es ja ne schöne Ergänzung zum Katalog.

Vom Bild her ja echt interessant: Kompakt (Das Procaster im Hintergrund ist ja wahnsinnig lang im Vergleich), Halterung ähnlich SM7B, Öffnungen ähnlich RE20 und RE320 (ein Variable D Klon wäre mal ne Wucht). Könnte ein richtig schönes (evtl. sogar einigermaßen transportables) Sprechermikro werden :slightly_smiling_face:

Danke für die Abklärungen.
Das gleichzeitige Recording ist schon mal sehr begrüssenswert - das sollten sie tatsächlich möglichst schnell auf die Webseite packen.

Das mit den 2 Outputs will ich noch nicht verstehen. Wenn ich 4 Mikrofoneingänge habe, will ich natürlich auch (mindestens) 4 Kanäle in die DAW transportieren. Wo stehe ich da auf dem Schlauch?

Es hat 12 Kanäle in die DAW - 4 Mono für die Mikros und vier Stereo für die Einspieler/Telefonsachen.

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So macht das schon mehr Sinn. :sweat_smile: Danke! :+1:

Dafür konnte ich jetzt auf die Schnelle keine Quelle finden. Hast Du das auch aus dem Dialog mit Røde oder gibt es eine andere Info, die wir noch nicht kennen?

Solche technischen Angaben beziehen sich immer auf die physisch vorhandenen Anschlüsse an Interfaces und, besonders gern, bei Mischpulten. Da wird vor allem bei den Klein(st)pulten viel Schindluder getrieben.

Ein Billig-Anbieter, dessen Name mir jetzt partout nicht einfallen will, preist sein Mini-Mixerchen mit 1* Mic (XLR), 1* Line (RCA L/R) und 1* 2-Track (ebenfalls RCA L/R) als - Achtung! - “5-Input Mixer” an.
Zusammenrechnen kannst Du diese Verar*** nun bitte selber. :crazy_face:

Im konkreten Fall aber ist alles richtig: Es gibt ja zwei physische Ausgänge - und zwar für alles, was man da anschließen möchte: Monitore (okay, fände ich primär jetzt nicht ganz so sinnig), eine PA bei einer Podiumsdiskussion, ein externes Aufzeichnungsgerät, das nicht per USB angebunden ist … ihr werdet noch mehr Ideen haben.

Was hingegen alles in DAW geladen werden könnte, sollte hier nicht zählen, auch wenn das aus dieser speziellen Sichtweise vielleicht wünschenswert sein mag.

Genau daher: