Mini-Aussetzer in Aufnahme

Hallo miteinander,

seit kurzem nehme ich mit meinem Windows-Rechner und diesem Interface und zwei dieser Mikrofone Zweier-Gespräche auf. Das klappt auch super und klingt gut, beide sind gleichzeitig zu hören und gut zu verstehen.

Nur haben wir hin und wieder, sehr unregelmäßig, ca. zwei bis drei mal pro halbe Stunde eine Sekunde einen Ton-Aussetzer. Wie kann das sein? Liegt an evtl. daran, dass mein Audio-Programm auf 44h eingestellt ist und am Interface, wie ich gerade sehe, bei 48v auf “on” steht. Sowas las ich hier im Forum bereits. Kenne mich damit leider gar nicht aus. Möchte nur diese Aussetzer vermeiden, weil es immer doof zu schneiden ist, damit es nicht auffällt.

Beispiel:

image

image

Der 48V Schalter ist für die Phantomspannung und hat mit der Samplerate nichts zu tun. Den Schalter musst du für dein Mikro an lassen.
Die Samplerate müsstest du mal in Windows oder dem Konfig-Tool des Interfaces prüfen/einstellen. Am besten stellst du dann dein Interface und deine Recording Software auf 48 kHz ein.
Wenn das nicht das Problem ist solltest du mal die Buffersize prüfen bzw etwas erhöhen.
Ansonsten könnte es auch daran liegen dass die Recording-Software nicht rund läuft. Ist der PC eher leistungsfähig oder schon ein bisschen älter?

Der PC ist etwa 3 Jahre alt. Ich kann gerne mal testen, wie es läuft, wenn ich die Audiosoftware auf 48kHz stelle. Was bedeutet das eigentlich?

(Und wie stelle ich das Interface auf 48kHz?)

Welche Software benutzt Du zum Aufnehmen?

Das ist die sogenannte Abtastrate. Das bedeutet wie oft pro Sekunde (Hz = 1 / Sekunde) dein analoges Signal abgetastet wird.
Siehe Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Abtastrate

Analog sieht ein Audiosignal vereinfacht so aus:

Hier wird die Abtastrate ersichtlich:

Das bedeutet je mehr Stellen in der Kurve abgetastet werden um so näher kommen wir an die ursprüngliche Analogkurve.

Abtastrate ist in der Zeitachte t (nacht rechts) zu sehen.
Wie feil die Achte “nach oben” unterteilt ist ist abhängig vom Codec und der Bitrate.
Im digitalen Signal erhält man also immer Stufen, die man versucht möglichst klein zu halten um eine bestmögliche Qualität zu bekommen.

Kommen wir zu den Werten zurück:

  • 44,1kHz sind 44100 Abtastschritte pro Sekunde - das ist wie bei einer CD.
  • 48 kHz sind 48000 Abtastschritte pro Sekunden und damit ca. 8,84% höhere Auflösung in der Zeitachse
1 Like

screen

Wenn du den ASIO Treiber von Yamaha installiert hast, kannst du die Konfig in der Systemsteuerung aufrufen. Dann öffnet sich dieses Fenster in dem du die Abtastrate (erster Reiter) und die Buffergröße einstellen kannst. Probier es hier mal mit einem größeren Buffer als du aktuell hast.
Und dann eben gleiche Einstellungen in deiner Software.

Ah, ich habe den ASIO Treiber nun installiert. Wo finde ich ihn denn in der Systemsteuerung?

Die stellst Du normalerweise in der Aufnahmesoftware ein. Daher meine Frage, welche Du benutzt.

Also macht es Sinn, die Einstellung im Aufnahmeprogramm generell bei 48kHz zu halten?

Unterschiedliche. Am liebsten den No23 Recorder.

Siehst du in meinem Bild.

Ja

WIe genau ich da hin klicke, sehe ich nicht. #noob ^^

Klick auf Start / Windows-Logo und gib in die Suche Systemsteuerung bzw Control-Panel ein.

1 Like

I see. Und dann?

Ultraschall ist standardmäßig auf 48 kHz ausgelegt. Du kannst es auch umstellen, aber generell macht es Sinn mit einer besseren Qualität zu arbeiten. Wie immer kann man aus etwas Gutem was Schlechtes machen, aber nie umgekehrt.

Aber besonders wichtig ist, dass eben deine komplette Kette mit der gleichen Einstellung arbeitet.
Ansonsten dürften auch 44,1kHz möglich sein, wenn du wie gesagt überall die gleiche Einstellung hinterlegst. Je näher du am Standard bei solchen Einstellungen bleibst, um so einfacher wird auch der Support.

Generell haben sich Entwickler einer Software meist was gedacht bei Standard-Einstellungen…

1 Like

Also meinst Du, wenn ich im No 23 Recorder auf 48hHz umstelle, könnte das bereits die Lösung sein? Wenn das so ist, werde ich mich erkenntlich zeigen.

Sicher sagen kann ichs nicht. Ich kenne auch die Software nicht.
Aber die Abtastrate solltest du an allen Stellen gleich einstellen.
Ansonsten kann auch die Buffersize-Einstellung ein Punkt sein, wie bereits hier geschrieben wurde.

Ansonsten kann es noch folgende Punkte geben:
MacOS hat ein Audi-Midi-Setup, in dem man auch virtuelle Geräte zusammenstellen kann. Zum Test solltest du möglichst keine virtuellen Audiogeräte verwenden.

Die meisten hier verwenden die aus der Community stammende Software “Ultraschall”, das ein Aufsatz für Reaper ist (diese Sortware kostet, ist aber erschwinglich mit 65 Euro).
30 Tage glaub ich sind sowieso kostenlos, aktuell bis Ende Juni mit dieser offiziellen Lizenzdatei: http://cockos.com/reaper/reaper_2020_temporary_license.txt

Kannst dir ja mal anschauen, wenn du (mehr Funktionen haben) willst.
Und hier wirst du wohl auch besseren Support bekommen, da die Leute damit eben am meisten arbeiten.

Du kannst auch Cubase AI mal versuchen, das ist ja zum Interface dabei. Das dürfte eigentlich auch gut mit dem Interface zusammenspielen.

Bei allem, was ich zu No23 Recorder gefunden habe, scheints da nicht so wirklich nen ASIO-Support zu geben, bzw hab ich den nicht gefunden.
Das heißt, der wird dann die Windows eigenen Soundkartentreiber benutzen, die aber oft instabiler sind als die mitgelieferten ASIO-Treiber und zu mehr Ausfällen führen.

Das heißt soviel wie: Benutze eine Aufnahmesoftware, die ASIO kann, sei es Reaper, Cubase, etc.
Da kannst du das dann in den Settings/Preferences/wie auch immer es da heißt einstellen, dass Du ASIO nehmen willst und welche Frequenz zu haben willst.

Treelo5 scheint kein MacOS zu benutzen. Sieht mir eher wie Windows 10 aus.

Richtig!