Lekio, the Social Radio


#1

Kennt ihr Lekio? Seid ihr auch angeschrieben worden?

Ich erhielt eine EMail von Lekio-Gründer Joel am 27. Januar.
Lekio ist ein Startup, dass “Social Radio” sein will. Im Email steht:
“Viele der Beiträge des Explikators würden vom Inhalt und der Länge sehr gut zu Lekio passen. Mit minimalem Aufwand könntest du so nicht nur bestehende Zuhörer häufiger erreichen, sondern ganz neue Nutzergruppen erschließen.”

Auf der Website heißt es:
"LEKIO VERBINDET DEINE MUSIK MIT EINEM INDIVIDUELLEN RADIO PROGRAMM. LEKIO HOLT DEINE STARS IN DEIN RADIO.

Wenn Du das Radio anmachst, hörst Du meist Musik, die Du nicht magst, Shows, die Dich nicht interessieren und Moderatoren, die du nicht kennst. Bei Lekio hingegen entscheidest Du selbst, was Du hören möchtest: Deine Lieblingsmusik. Deine YouTube Stars. Die letzten Einträge Deines Lieblings-Bloggers. Und vieles mehr. Oder Du machst einfach Deine eigene Sendung. Schnell, einfach und kostenlos.
Sei schlau, lass das Radio aus und mach Lekio an!"

Gut und schön, vielleicht eine tolle Idee. Laut Email ist die App natürlich kostenlos.
Später, so die Auskunft auf Nachfrage, wolle man sich mit Werbung finanzieren.

Ich hatte keine Lust, meine Sendungen kostenlos zur Verfügung zu stellen, damit andere damit Geld verdienen und hab’ das einfach ignoriert. Oder verdrängt. Eins von beidem.

Heute bekomme ich eine Email von einer Nadine S., die mir schreibt:
“ich bin großer Fan von deinem Podcast und versuche regelmäßig reinzuhören. Allerdings nutze ich in letzter Zeit immer häufiger die Lekio-App, weil ich mir da direkt eine ganze Playlist aus Podcasts, Nachrichten und Musik erstellen kann. Hättest du Lust, deinen Podcast auch auf Lekio zu veröffentlichen, damit ich ihn in meine Playlist aufnehmen kann?”

Wow, dachte ich, anscheinend ist die App fertig! Im Google PlayStore steht dann auch, dass es die App seit drei Tagen als Version 1.01 gibt. 10-50 Downloads hat sie immerhin. Aber auch schon 9 Fünfsterne-Bewertungen.
Fünf davon sogar mit Text (Zitat):
"Beste App wo gibt!
Da geht was…super App!
Super App,mit mega Potenzial!
Super App!
Voll die H.A.M.M.E.R. App!"

Alle Texte am gleichen Tag eingereicht, wahrscheinlich am Tag des Launches. Denn am 27. Januar war sie noch nicht verfügbar. Die Bewertungen sind alle vom 29.1., die neue Version vom 31.1w… …

Tja. Vielleicht sind da ehrliche Gründer an eine miese Agentur geraten, vielleicht ist es auch mittlerweile üblich so vorzugehen, mir gefällt das auf jeden Fall gar nicht. Was meint ihr dazu?


#2

Bewertungen sind zu ignorieren. Das ist schon länger bekannt.

Besonders beängstigend ist aber die falsche E-Mail, mit der man Content-Creators kostenlos auf die Plattform locken will. Die Idee ist so perfid, dass ich mich glatt frage, warum nicht schon früher jemand darauf gekommen ist. :thinking:


#3

Ich wollte gerade einen Thread aufmachen, weil ich eine wirklich bescheuerte Mail bekommen habe:

"Halli Hallo,

ich bin großer Fan von deinem Podcast und versuche regelmäßig reinzuhören.
Allerdings nutze ich in letzter Zeit immer häufiger die Lekio-App, weil ich mir da direkt eine ganze Playlist aus Podcasts, Nachrichten und Musik erstellen kann.

Hättest du Lust, deinen Podcast auch auf Lekio zu veröffentlichen, damit ich ihn in meine Playlist aufnehmen kann?

Liebe Grüße

Nadine"

Ich finde es ziemlich ekelig so eine Mail zu bekommen. Macht jetzt bestimmt nach und nach die Runde.


#4

Diese Nadine hört scheinbar viele Podcasts… :sweat_smile:


#5

Offenbar hört sie so viele Podcasts, dass sie nicht dazu kommt, ein individuelles Anschreiben zu erstellen.


#6

Großartig. Erst mal direkt zum Start die Szene “aktiviert”. Kann man machen, muss man nicht. :confused: Mal ehrlich, ich kenne den Laden nicht, aber andere Start-Ups. Meist entstammen die aus einer guten Idee, die etwas mit dem eigenen Unfeld oder der eigenen Tätigkeit zu tun hat. Und dann entwickelt man auch Gespür… Bin gespannt, wie es mit der H.A.M.M.A. App weiter geht.


#7

Nadine hat mich auch angeschrieben. Und ich dachte schon, das wäre was besonderes…

:unamused::wink:


#8

Ich fühle mich jetzt schon etwas schlecht, weil ich bisher komplett von Nadine ignoriert wurde :slight_smile:
Generell kann man ja solchen Angeboten gegenüber offen sein. Ich finde eine Kombination von personalisierter Musik, Nachrichten und Podcasts sogar sehr attraktiv. Aber diese Marketing-“Kampagne” ist dann doch eher abschreckend und bewirkt vermutlich genau das Gegenteil.


#9

Hallo zusammen,

mein Name ist Lukas und ich bin einer der Entwickler dieser ominösen App. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir sind weder an eine miese Agentur geraten, noch halten wir ein solches Vorgehen für üblich. Eigentlich sind wir nur drei Studenten, die neben der Uni eine App entwickelt haben. Wie Oliver Wunderlich bereits richtig erkannt hat, haben wir am 29.01 unsere App für Android gelauncht. Dass unter anderem Freunde und Bekannte insbesondere an den ersten Tagen eine Bewertung abgeben, halte ich für normal. Hätte ich mir die Bewertungstexte aussuchen können, wären sie sicher etwas kreativer ausgefallen.

Die genannte Nadine hingegen kenne übrigens weder ich, noch einer meiner beiden Mitstreiter. Wenn wir einen Podcast interessant finden, dann schreiben wir die entsprechende Person direkt an, so wie wir es beim Explikator getan haben.

Oliver wird sicher bestätigen, dass es sich bei unserem Anschreiben nicht um irgendeine Art SPAM handelt, wie es bei dem zweiten Anschreiben offensichtlich der Fall war. Wir selbst haben tatsächlich bisher nur sehr wenige Podcaster angeschrieben und bis auf Website und Social Media noch kein Marketing betrieben.

Wir werden jetzt erstmal versuchen herauszufinden, wer Nadine ist und wie viele Personen sie angeschrieben hat. Vielleicht war es ja tatsächlich nur eine gut gemeinte Aktion…

Betroffene können sich gern direkt an mich unter „lukas (at) lekio.de“ wenden. Könnte mir einer von euch zudem noch die Mail-Adresse zukommen lassen, von der die entsprechende Nachricht kam?

Den Start in die Podcast Szene haben wir uns natürlich anders erhofft und verstehen euern Unmut absolut. Hoffentlich klärt sich die Sache schnell auf.

Für weitere Fragen stehe ich gern per Mail oder nach Absprache telefonisch zur Verfügung.

Viele Grüße
Lukas


#11

Ich habe Nadine geschrieben, sich doch bitte mal in diesem Forum zu dem Massenmailing zu äußern und ihr einen Link geschickt, und nur wenige Minuten später schreibt Lukas. Zufälle gibt es!


#12

Ich auch :wink: Zufälle gibt’s :wink:


#13

Auf das Thema hier bin ich aufmerksam geworden, weil mir Dirk eine Mail geschickt hat und ich daraufhin selbst recherchiert habe. Sendegate kenne ich schon länger, heute gab es dann auch einen triftigen Grund mich zu registrieren.

Um jetzt hier nicht unnötig Öl ins Feuer zu gießen, werde ich mich melden, sobald ich eine Rückmeldung von Nadine erhalten habe.


#14

Wer immer Nadine ist, vll. ist es machbar jmd. die hier nicht präsent ist mit weniger nachvollziehbaren Daten einzuführen. Die Kürzung des Nachnamens auf den ersten Buchstaben würde doch vollkommen genügen?
-Danke-


#15

Du hast recht. Geändert.


#16

Die Nadine ist in Wirklichkeit Tanja Nolte-Berndel! Achtung!


#17

Du bist doch älter, als ich dachte…


#18

Ich hab sogar Post von ihr bekommen!


#19

Kurz um,

als Entwickler gibt es bei Google einen Beta Store. Der wird über die URL:
<testername>:<key>.<token>@beta.play.google.com betrieben.

Dabei wird das deployment vorab für ein Supunternehmen freigegeben das hier die Tests fährt.

Ich gehe aus Gründen nicht auf das Thema Testing ein.

Viele der Firmen haben einen (für uns) “unmoralischere” Kodex, der dazu führt das die Verification eines Tests in Regression hergeleitet wird, ob man die Arbeit erledigt hat. Ist der RegTest ok, schreiben manche Tester dann ein positives Urteil. Damit bestätigen Sie dem Auftraggeber, das die Arbeiten erledigt wurden. Ein in meinen Augen schwer nach zu vollziehende Aktion. Da die App Bewertungen, durch den relounch der App aus dem Betastore, auch in den Playstore angezeigt werden. Was viele nicht wissen (? IT ???).

Bedeutet, die Tester machen nur Ihre Arbeit. Es liegt also nicht minder an der Testing Base, aber auch nicht weniger an dem Management, die so die Arbeitsleistung verifizieren. Man möchte daher meinen, die Leute sind auf beiden Seiten nicht ganz angekommen.

Das ist leider meist Indien und Outsource Testing, weil sie ein anderes Verständnis von offener Kommunikation haben. Wir würden wohl sagen “hier versucht wer seine Reibeisen schön zu polieren oder zu deutsch: bescheißen”.

Ist aber tatsächlich nicht der Hintergrund…

Sprich, das kann man so nicht herauf Beschwören. Vorsicht, ist am Ende immer geboten. Aber heut zu Tage, Standard in der IT, das hier unterschiedlichste Kulturen zusammen arbeiten, die leider manche Arbeitsethik nicht wirklich vorab besprochen haben.

Nur so aus als Info, aus dem Alltag :wink:


#20

Ich wurde auch angeschrieben. Zum Glück hat “Nadine” jeweils alle meine Podcast-Mail-Adressen in ihren Verteiler gepackt, sodass ich direkt gesehen habe, dass es sich vermutlich um Spam handelt. Außerdem hat Nadine den Namen der App noch als Wort bei Das tägliche Wort vorgeschlagen, was ich schon arg dreist finde. Ihr könnt so viele Business-Kapser-Ränge verwenden und so verzweifelt sein, wie ihr wollt: So gewinnt ihr mich für nichts.


#21

Ah, so eine ist Nadine also. Sie hat mich auch angeschrieben. Wäre interessant ob sie mal als Kandidatin mitspielt…