Intro-Philosophie

Findet Ihr als Hörer Intros wichtig? Ich habe manchmal den Eindruck, Intros sind für Hörende genau um den Betrag ein Ärgernis, wie sie für Podcaster ein Genuss sind. Daher meine Frage, habt Ihr irgendwelche Verbundenheitsgefühle, wenn ein Intro erklingt? Berührt das euch emotional oder ist das funktional nicht mehr als ein Informationseffekt, den man auch durch Worte ersetzen könnte?

Und als Podcaster, was bezweckt Ihr mit einem Intro? Ist es euch wichtiger, eine bestimmte Stimmung zu verbreiten oder einen Wiedererkennungswert zu erzeugen?

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Intros sind für mich als Erkennungszeichen sehr wichtig. Als Hörer sogar noch mehr als als Podcaster. Da ich oft viel am Stück höre wirken sich für mich nicht nur als Trenner und Erkennungszeichen, sondern auch als stimmungseinpegelnd.
Ich halte Intros für ein absolutes Muss.
Könnte auch daran liegen, dass ich halt mit Hörspiel- und Fernsehserien großgeworden bin. Ohne Intro fehlt mir was.
Dass Intros ärgerlich sein könnten ist mir bisher auch nie untergekommen.

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Ich gehöre auch zu den Personen, denen ein Kurzes Intro / Soundlogo wichtig ist. Man merkt dabei ob es humorvoll, modern, klassisch etc. ist.

Ausserdem kann “Musik” ein Gespräch auflockern.

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Ich finde ein Intro auch sehr wichtig als Erkennungsmerkmal. Habe mal eine Folge versucht ein anderes Intro zu verwenden und bin danach aber sofort wieder zurück auf das Original gewechselt. Steckt sehr viel Identifikation drin.

Selten lasse ich das Intro auch mal weg, wenn ich einen tollen Einspieler habe, der gut zum Thema der Sendung passt. Erst Intro und dann direkt nochmal Musik funktioniert nicht so gut.

Was den Stil des Intros angeht: Ich hatte bei meinem Podcast keine konkrete Vorstellung nach welchem Musikstil ich suche. Aber ich konnte trotzdem genau sagen, was nicht passt als ich es gehört habe.

Sowohl als Hörer als auch Produzent sehe ich das Intro als wichtiges, wie schon mehrfach erwähnt, Erkennungsmerkmal. Das bringt schon eine gewisse Stimmung. :smile:

Störend empfinde ich es nur wenn es länger als sagen wir mal 40 Sekunden ist. Aber das haben nur wenige Podcasts wenn ich mich nicht täusche.

Ich kann mich hier den Vorschreibern anschliessen. Als Hörer wie auch als Podcaster mag ich Intros - wenn sie kurz sind. Ein Intro löst dieses “ah ich bin jetzt bei Podcast XY und jetzt geht’s los -Gefühl” aus. Natürlich weiss ich auch sonst, welchen Podcast ich gerade höre und erwarte, dass er startet, sobald ich auf Play drücke - das Gefühl schätze ich trotzdem. Diese Funktion erfüllt auch das Intro meines GameTalk Podcasts.

Ein Intro könnte auch auch direkt nützliche Informationen transportieren: Plötzlich wird’s etwas leiser. Der Sprecher beginnt mit: “Herzlich willkommen! Heute im XY-Podcast: Thema A, B und ein Interview mit C.” Dann wieder lauter und kurz darauf ist das Intro fertig. Durch das fixe Intro weiss ich also direkt beim Hören jeder Episode, was mich erwartet. Auch das kann natürlich ohne Intro zu Beginn gesagt werden. Wäre das dann aber nicht wieder eine Art von Intro? :wink:

Ich persönlich finde Intro (und Outro) sehr wichtig. Sie sind der Einstieg in die Episode, gerade wenn man Podcasts live hört finde ich Intros gut weil damit klar wird, dass die Sendung beginnt.
Es gibt sogar Outros die ich gerne und bewusst bis zum Schluss höre. Das wären bei mir die beiden Podcasts von Katrin Rönicke. Die Musik zum Erscheiningsraum und zum Lila Podcast finde ich sehr schön gemacht. Intro und Outro gehören für mich zum Charakter eines Podcasts.

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Ich mag sehr kurze Intro bis 20 Sekunden, bei Fernsehserien geht mir das auch so. Es reicht mir, um zu erkennen, was ich höre und in die Stimmung zu kommen. Bei langen Intros werde ich leicht ungeduldig.

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Ich mag ebenfalls wie die meisten hier Intros/Outros. leider habe ich bei meinem Podcast noch keins, das soll sich aber ändern. Als Hörer sind sie mir wirklich wichtig. Weniger als Erkennungsmerkmal, da ich nie Listen höre, sondern jede Folge einzeln anwähle. Mir geht es um die Stimmung und die Möglichkeit, mich auf das Gesprochene einzustellen. Dabei können es auch längere Intros sein, 30 Sekunden halte ich aber in den meisten Fällen für ideal.

Meine Lieblingsintros:

  • Rechtsbelehrung: Das ist wirklich mein Favorit unter den Intros. Ich höre es mir zu Beginn einer Folge oft mehrmals an, weil ich es so mag.
  • Freakshow: sehr schön, auch die Warteschleifenmusik
  • Elektrischer Reporter: ist zwar ein Videoformat, aber die Soundkulisse passt finde ich perfekt zu der Sendung
  • Chaosradio: Das derzeitige Intro ist das längste, was ich kenne. Wäre mir, wenn diese Länge öfter vorkommen würde, auch zu viel, aber bei einem Veröffentlichungsrhythmus von einmal pro Monat passt das.

Der @rstockm hat auf dem #PPW15a übrigens auch eine Session zur Intro-Erstellung mittels Garageband gehalten, falls das noch nicht jeder mitbekommen hat.

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Ich sehe es wie die meisten hier:
Intro ist schon irgendwie ein Muss, allerdings sollte es nicht ewig lang sein, sondern maximal 20, 30 Sekunden.

Ein Outro finde ich nicht ganz so wichtig, aber trotzdem nett, es ist ein runder Abschluß des Podcasts. Ich bin immer etwas verwirrt, wenn plötzlich niemand mehr etwas sagt und der Podcast einfach so zuende ist. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Dito :wink:

Ich würde sagen “Stimmung verbreiten” ist “Wiedererkennungswert schaffen”. Und wenn Musik und Stimme gut ein- und ausgefaded werden, hört es sich gleich recht professionell an, finde ich. Beide Daumen hoch zu In- und Outro.

Was nicht heißen soll, dass ein kleines cold opening vorm Intro nicht nett ist!

Das ist interessant. Auf Youtube werden Intros öfters kritisiert, vor allem, wenn sie länger als drei Sekunden dauern :wink:

Als Hörer empfinde ich Intros auch als echten Zugewinn. Sie dürfen nach meinem Geschmack allerdings nicht zu lange sein und sollten eine gewisse Qualität in der Produktion genossen haben.
Bestes Bespiel ist da die Freakshow. Hier freu ich mich immer wie Bolle wenn das Intro ertönt und es mit der neuen Episode los geht :smile:

Auf Youtube dauern die Folgen auch selten länger als 10 Minuten.

Ich finde es ist alles gesagt. Intros sind prima. Nur zu lange dürfen die nicht sein.
Outros finde ich hingegen schon. Die lassen das Gesagte nochmal wirken.

Habe hier mal die ersten 13 Podcasts durchezappt. Interessant irgendwie, dass mir da nur ein einziges klassisches Musikintro unterkam und das auch nur minimal kurz. Bei einer deutschen Bestoff Liste hätten die ersten 13 vermutlich alle eingängige Intros.

Also ich hab keinen Podcast in meinen Abos mit eingängiger Musik. Und da sind nur deutschsprachige drin.

Ich finde Intros als Hörer sehr wichtig. Und so auch als Produzent. Ich starte gerade einen Atmopodcast. Wo ich bisher noch nicht über ein Intro nachgedacht habe. Ich bin mir in meinem Fall nämlich nicht so sicher ob es Musik oder auch Atmo sein soll.
Aber generell: Ein Intro gehört schon dazu. Zur Wiedererkennung. Und lieber kürzer 30s bis max. 1 Minute wenn es was gut produziertes ist (Freakshow, Wrint Akustikintro,…)

Ich finde sie zunehmend störender, gerade bei Gesprächen. Sie bauen mir so eine Radioabarriere auf und sagen mir “Jetzt machen wir eine Show für dich.” Ich fühle mich eher dabei, wenn ich einfach anklicke und es geht los.

gibt ja Podcasts Apps wie Pocket Casts wo man voreingestellt die ersten paar Sekunden überspringen kann :wink:

So schlimm ist es ja nun auch nicht. :wink: Wir sprechen hier vermutlich nur von graduellen Tendenzen. So’n Intro wird wohl werder zu Hörerverlusten noch zu Hörerneugewinnung führen.