Hinterbandkontrolle während Aufnahme

Fortsetzung der Diskussion von Abhören der letzten Sekunden mit anschließender Aufnahme:

Hallo,
da ich hier eine starke inhaltliche Überschneidung zu obigem Beitrag sehe, beziehe ich mich hier mal darauf.
Meine Frage ist:

Gibt es die Möglichkeit einer Art Hinterbandkontrolle in Reaper/Ultraschall während dem die Aufnahme weiterläuft?
Was ich machen möchte, ist, nochmal einige Sekunden des bereits aufgenommenen Audios abzuhören, ohne aber dabei die noch laufende Aufnahme zu stören.

Vom Ablauf stelle ich mir das folgendermaßen vor:

  • Aufnahme läuft normal.
  • Ich klicke mit der Maus auf eine Abspielposition.
  • Klicke Play.
  • Mastermix (oder Besser noch ein individueller Mix versch. Spuren) wird ab dort abgespielt und kann individuell geroutet werden.
  • Wenn ich genug gehört habe, drücke ich einfach Stop.
  • Alternativ kann ich auch Pause drücken um kurz ins aktuelle Geschehen selber reinzuhören und dann wieder das Hinterband fortsetzen.
  • Die Aufnahme läuft währenddessen ganz normal weiter. (Und so lange ich nicht eben auf eine aufzunehmende Spur geroutet habe, ist in der Aufnahme von dem zwischendurch abgespielten Audio nichts zu hören.)
1 Like

Wozu möchtest du diese Hinterbandkontrolle denn nutzen? Zur inhaltlichen oder zur qualitativen Kontrolle? Letzteres kannst du meines Wissens nach bewerkstelligen, indem du die Aufnahmespuren direkt über die Routing-Matrix an das Ausgabegerät deiner Wahl leitest. Dann hörst du die Spuren inkl. der Effekte. Viele - mich eingeschlossen - verzichten aus Latenzgründen auf dieses Verfahren und greifen stattdessen zu dem von vielen Audio Interfaces unterstützen Direct Monitoring. Letzteres lässt dich natürlich im Ungewissen darüber, ob und was tatsächlich aufgezeichnet wurde.

Es ginge ‘leider’ um inhaltliche Kontrolle. Das Monitoring ist hier nicht das Problem.
Ich würde tatsächlich gerne ab und an einige Sekunden zurück springen in der laufenden Aufnahme, um u.a. Kapitelmarken noch während der Aufnahme exakt positionieren zu können, aber auch um nochmal eine Aussage des Sprechers nachzuhören.
Da hilft dann leider das Monitoring nicht, egal ob im Mischpult, oder in Softwarerouting über Reaper.

1 Like

Ah. Okay. Das mit den Kapitelmarken müsste mit der aktuellen Ultraschall-Version funktionieren. Das Abhören leider nicht. Dürfte wohl auch technisch eine ziemliche Herausforderung sein…

Das fürchte ich auch leider :disappointed: danke dennoch.

Du routest es auf einen anderen Outputkanal(was auch immer Dein Interface da anbietet) und packst da nen irgendwie nen Delay drauf(wie genau weiß ich nicht, bin mit dem Routing in Reaper nicht so bewandert).

Diesen stellst Du im Delay auf die gewünschte Verzögerung an Sekunden ein(3 Sekunden, 5 Sekunden, oder was Du brauchst), stellst ein, dass nur einmal delayed werden soll und stellst den Dry-Regler des Delays komplett runter.
Das sollte funzen, wenn ich Deinen UseCase richtig verstanden hab…

Zwei eigene Playoutputs liefert Reaper allerdings nicht mit. Du kannst also nie an zwei Stellen gleichzeitig hören.

Man könnte da evtl was bauen, das im Hintergrund den Master-Kanal mit aufnimmt, wie so ein Sampler, und man dann so zurückspringen könnte, aber das wär ne harte Nuss und würde Plattenplatz futtern…

1 Like

Die Idee eines Delays auf dem Interface wäre natürlich ein Workaround. Ob sich der Aufwand lohnt, muss ich mal schauen.
An was ich aber eigentlich dachte, ist das von dir genannte gleichzeitige Abspielen an zwei Positionen, wobei ich die zweite Abspielposition immer wieder individuell neu während einer Aufnahme setzen wollte.
Dass das nicht geht, hatte ich mir schon fast gedacht, schade, aber nicht überraschend.
Danke euch.