Erfahrungsbericht Live-Aufnahme


#1

Hallo zusammen - mit meinem Podcast Troublesome Terps habe ich vergangenes Wochenende ein erstes Live-Taping auf die Beine gestellt. Ich dachte mir, ein kleiner Erfahrungsbericht hilft vielleicht dem/der ein oder anderen weiter (und sei es als abschreckendes Beispiel :wink:).

Finanzierung (und, in gewisser Weise, Marketing) lief via Crowdfunding auf Indiegogo. Hat an sich gut funktioniert. Wir hatten als Perks die Videoaufzeichnung (gleich mehr dazu) und ein paar Merci-Artikel (bspw. Tragetasche), also aus der Fulfilment-Perspektive nicht allzu tragisch. Schade war, dass einige UnterstĂŒtzer, die nie vorhatten live dabei zu sein, dennoch ein Ticket gekauft haben, obwohl es auch die Möglichkeit zur rein finanziellen UnterstĂŒtzung gab. Aber hey, wir wollen uns nicht beschweren :wink: ZusĂ€tzlich hatten wir zwei Sponsoren aus unserer Branche, die wir durch persönliche Kontakte gewinnen konnten. Gegenleistung waren Ad-Reads live und in der Aufnahme.

Auf die Location - ein sehr nettes Pub in London - sind wir mehr oder weniger zufĂ€llig bei der Web-Recherche gestoßen. Gesucht haben wir nach Locations, die Comedy oder Spoken-Word-Events haben. Scheint ein guter Ansatzpunkt zu sein! Die Kooperation lief sehr gut: wir konnten unser Merch direkt dorthin liefern lassen, und haben das Marketing gemeinsam geschultert.

Hier mal ĂŒberblicksartig unser Equipment (aufgrund des begrenzten Budgets eher die sparsame Variante):

FĂŒr die Video-Aufnahme habe ich mir zwei Camcorder zusammengeborgt sowie als dritte Perspektive mein iPhone 7 als Kamera genutzt (alles auf Stativ natĂŒrlich). Wie gut das geklappt hat, sehe ich demnĂ€chst, wenn’s ans Schneiden geht


So weit, so gut erstmal. Fragen und Kritik werden gern entgegen genommen.


#2

Wie wĂŒrdest Du die Mikrofone einschĂ€tzen? Mit 15 € pro StĂŒck sind die ja echt am unteren Ende der Skala, und damit spannend fĂŒr alle no-budget podcaster*innen wie mich. Ich habe die live Folge auf Eurer Website noch nicht gefunden. Gab es da irgendwelche Probleme (Cross-Talk, Empfindlichkeit, Rauschen
), die auf die Mikros zurĂŒckzufĂŒhren sind? Oder wĂŒrdest Du sagen, dass die ein super Einstieg sind?

Ich habe selbst vor kurzem einen Livestream on Location mit wechselnden Leute gemacht, und habe da klassisch auf die HMC660X und das UMC404HD gesetzt, was auch hervorragend funktioniert hat. Ultraschall ist echt der Hammer, was zuverlÀssigkeit und stabilitÀt auch in live-Umgebungen und mit 8h livestream angeht.
NatĂŒrlich wĂ€re es besser, alles in einer Box zu haben mit Stereo-only Output und jedem Fehler fĂŒr immer im Recording festgehalten, aber die 699 € habe ich nicht ĂŒber :stuck_out_tongue: .


#3

Ja, die ist noch nicht live (kommt erst Mitte Dezember). Nach erstem Checken bin ich mit der QualitĂ€t sehr zufrieden, kann aber noch kein genaueres Feedback geben. Das wĂŒrde ich dann nachreichen.

klassisch auf die HMC660X

Davon habe ich zwei fĂŒr Interviews daheim, aber meine Mit-Podcaster fĂŒhlen sich unwohl damit. Deswegen habe ich “normale” Mikros gewĂ€hlt und hatte nur fĂŒr mich Kopfhörer fĂŒrs Monitoring.


#4

Hast du mal
a) die flauschigen Velour-Polster probiert und
b) beherzt oben den BĂŒgel etwas geweitet damit der Andruck nicht so heftig ist?
Diese beiden Maßnahmen bringen das HMC in eine ganz andere Komfort-Liga.


#5

Als treuer Sendegate-Leser habe ich die Velours-Polster natĂŒrlich gleich mitbestellt (und benutze sie auch selber). Das Problem bei den Kollegen ist nicht der Tragekomfort, sondern Dinge wie “eigene Stimme hören” usw. Sagen wir’s mal so: Ich arbeite dran :wink: (Meine Co-Hosts sind selbst keine Podcaster, sondern “Normies”.)