Equipment gegen Pfand für Nachwuchspodcaster

  1. Sind sie im Moment oder in absehbarer Zeit überbucht?
  2. Was gibt es außer “Sind da, kannst du gegen Pfand haben” und “Sind nicht da.” zu verstehen?
  3. Vorher kommt die Erwartung, dass Hanno ein stets verfügbares Angebot macht?
  4. Kennst du die finanzielle Situation und Risikobereitschaft aller Leute, die ernsthaft darüber nachdenken, einen Podcast zu planen?

Aus der bisherigen Diskussion (die für meinen Geschmack wie gesagt viel Zerrede enthält) lese ich zumindest für 1. und 4. jeweils ein “Nein” und für 2. und 3. keine vernünftigen Antworten.

Die Idee ist nicht schlecht. Für mich wäre es (vor meinen Anschaffungen) attraktiver gewesen, wenn die Ausrüstung hochwertiger gewesen wäre. Ich kann mir vorstellen, dass bspw. ein Presonus mit vier Beyerdynamic Headsets ein interessantes Angebot für viele hier wäre.

Bei der Preiskalkulation gebe ich zu Bedenken, dass Technik im Verleih immer stärker beansprucht wird, als beim Heimeinsatz. Ein Headset ist da bestimmt nach 1-2 Jahren durch, also muss es sich bis dahin amortisiert haben.

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Guten Abend,

vielen Dank für die Rückmeldungen.

Erstmal vorweg - ich wäre bereit und in der Lage ca. 200€ für diese Geschichte in die Hand zu nehmen und in der Folge dafür zu sorgen das der Verleih halbwegs vernünftig läuft. Genau im Rahmen dieses Budgets habe ich versucht Pakete zu schnüren, die es halbwegs ermöglichen eine annehmbare Tonqualität zu produzieren… halt Mindesniveau wie es der @Explikator ausdrückt.
Wer wirklich 4 Beyer Dynamic + Presonus benötigt - hat entweder GAS+zuviel Kohle ODER er/sie/es weiss ziemlich genau was er/sie/es da tut.

@Bjoern liefert für mich ein sehr gutes Argument für dieses Vorhaben, er schreibt:
"Für mich wäre es (vor meinen Anschaffungen) attraktiver gewesen, wenn die Ausrüstung hochwertiger gewesen wäre."
Letztlich geht es bei dem Angebot nicht nur darum - die Einstiegshürde zu senken - sondern auch zu lernen was man eigentlich so braucht - also die erste (Fehl-)Kaufentscheidung zu optimieren.

@Metalfrankonia es ist dabei keinesfalls meine Absicht jeden der fragt mit Technik zu versorgen - wenn die Technik unterwegs ist, ist Sie unterwegs - die kommt ja auch irgendwann wieder zurück. Über die Verleihdauer muss ich mir allerdings noch Gedanken machen.

@jangiessmann - @Metalfrankonia 2 Dinge zum GoMIc 36€ sind für manche nicht viel Geld - aber ist es damit getan? Für einen PodCast brauche ich ausserdem noch irgendeinen Webspace ich bin da ganz bei dem 4. Punkt von @katrinleinweber – zum anderen passte es noch ins Budget von 200€ wenn das andere Paket steht.

@Bjoern Da ich diese 200€ wirklich ÜBER habe - betrachte ich den Verschleiß der Technik als vertretbares Übel — wenn ich das ganze als Bussiness aufziehen wollte wäre das etwas anderes - mal davon ab dass ich nicht glaube das sich dies als Business rechnen würde…

Mal so als Aufgabe, um die Geschichte zu optimieren:
Einsteiger - Equipment für 2 Personen Gesprächspodcast - Also Audiointerface + 2 Mikrofone… (NEUWARE)
Budget 200€

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@Hanno_Schwede Ich finde die Idee immer noch spannend, aber die Details sehe ich kritisch.

Auch wenn es kein Business ist, spielt natürlich Verschleiß eine Rolle. Nehmen wir mal folgendes an:

  • Du investierst 200,- in Technik
  • nach 10 Monaten ist die Technik platt
  • Einnahmen bis dahin bspw. 110,-
  • Konsequenz: entweder nachlegen oder Service einstellen - beides blöd irgendwie

Die alternative Kalkulation, also ein Business-Case, ohne dass es ein Business ist:

  • Du investierst 200,-
  • die Technik ist irgendwann platt
  • Du hast mind. 200,- “erwirtschaftet” und kaufst neue, evtl. bessere Technik
  • alle haben gewonnen und der Service läuft weiter

Noch ein Gedanke zur Preiskategorie: Ein Set für 200,- kann fast jeder selbst kaufen, testen und wieder verkaufen oder beim Musikhaus zurückgeben. Außerdem ist die Relation der Porto-, Verpackungs- und Mietkosten zum Gesamtpaket natürlich echt hoch.

Ein hochwertiges Interface im Rack, ggfs. kombiniert mit Kopfhörerverstärker wie bei Ralf S., erzeugt die gleichen Versandkosten. Das könnte ich mir aber nicht mal einfach so kaufen oder zum Testen verbauen. Das würde mich schon locken, mal in diese Kategorie hinein zu schnuppern.

Aber das ist nur meine ganz persönliche Perspektive.

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@Bjoern ich kann Deine Argumente Nachvollziehen - wir gehen beide von unterschiedlichen Annahmen aus, wie dieses Angebot angenommen wird.
Ich denke dass ich dass es im ersten Jahr zu 1-2 Verleihungen kommt - mehr wird da nicht drin sein … immerhin sollen diejenigen die den Kram haben auch etwas damit machen können - also so 5-10 Folgen aufnehmen. Du scheinst davon auszugehen dass das Equipment (überspitzt) im Wochen Rhythmus raus geht :wink:

Spannend wäre auch noch die Frage, wie man jemanden begleitet der gerade neu startet …

Generell finde ich die Idee sehr charmant. Ich würde mal eine Alternative ins Feld werfen: ein Lokal ausgerichtetes System. Der Schwachpunkt ist m.E. Die Logistik - ich hasse Pakete schnüren, auf die Post bringen etc.

Aber wenn Leute auf ein Bierchen/Kaffee vorbeikommen und das Zeug abholen: alles schick.

Geht natürlich nicht überall, aber irgendwo muss man ja starten.

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@rstockm auch eine schöne Idee - ich hatte bereits an so etwas wie Technikpaten gedacht die vor Ort den “Vertrieb” übernehmen …

Egal ob Technikpate oder dezentrale Struktur, es wäre gut Berlin und HH jeweils einen “Paten” zu finden - dann hätte man die roten Flecken auf der Deutschen Podcast Heatmap bereits abgedeckt (jedenfalls in meiner Wahrnehmung) - ich selbst sitze in Köln.

Wenn man solche “Stützpunkte” mit Technik aufbaut - überall die gleiche Technik oder unterschiedliche Pakete?

Wenn sich Menschen finden die diese Idee mittragen umso besser …

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Ich habe nochmal über die Technikgeschichte nachgedacht… Vielleicht wäre es gut ein Paket um einen Zoom H2N zu bauen.

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@Hanno_Schwede So langsam verstehe ich Deinen Ansatz. Wir hatten tatsächlich unterschiedliche Annahmen. Ich dachte an einen Service, bei dem ich mir am Anfang des Podcastens für jede Folge das Equipment miete/leihe. Der genannte Wochenrhythmus war also alles andere als überspitzt. Da hast Du es voll getroffen.

Ich dachte an eine Lösung, bei der ich drei Tage vor der Aufnahme das Paket bestelle und es nach der Aufnahme wieder versende. Wenn man seine Podcasts nur 1-2 mal im Monat aufnimmt, würde das eventuell funktionieren. Das Verfahren könnte wie bei http://www.lensavenue.com/ aussehen (das soll keine Werbung sein, ich habe nichts mit denen zu tun), das ist ein Vermieter von Foto-Ausrüstung.

Dein Ansatz ist eher ein indirektes Stipendium, wenn ich Dich richtig verstehe. Das hat natürlich noch einmal einen ganz anderen Reiz.

Was den lokalen Aspekt angeht: Damit wird es natürlich richtig interessant. Denn die Kosten und den Aufwand für den Versand sollte man nicht unterschätzen. Weiterer Vorteil: Man kann direkt bei der Rücknahme kontrollieren, ob noch alles läuft.

Finde @rstockm Idee auch sehr interessant. Hier (dort) in Hannover gibt es z.B. eine Audio-Butze (PPC), bei denen kann man sich z.B. Equipment für eine Party etc. leihen. Ein Set aus zwei (amtlichen) Standboxen und ner “2-CD-Player-Mischpult”-Kombo hat da fürs WE allerdings auch 80 EUR gekostet …

Interessant ist diese Lösung auch nicht nur für Einsteiger.
Ich veranstalte z.B. 1-4 Mal im Jahr eine Convention, und zumindest auf einer dieser Veranstaltungen wird eigentlich jedes Mal irgendeine Form von Podcast aufgenommen. Nur sind die dort anwesenden Podcaster a) noch gar nicht so gut ausgestattet und b) haben sie auch keinen Bock ihr Equipment mitzuschlurren.
Was also tun? Einiges Equipment haben die meisten Veranstaltungszentren vor Ort, aber Zeugs für eine “Sondersendung” mit z. B. 4-5 Sprechern sicherlich nicht.

Natürlich müsste man für so ein Konzept ordentlich Kaution nehmen und die Miete müsste auch einen merklichen Beitrag zur Neuanschaffung von abgerocktem Equipment leisten.

Vielleicht bekäme man ja gar “Sponsoren” (Thomann?) dazu, 2 Sets zu stiften oder für nen echt guten Kurs abzugeben.
Auch etwas, was sie möglicherweise eher einem Verein … * DUCK * … spenden würden …

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Der H2N hat keinen XLR-Eingang und lässt sich meines Wissens nach auch nicht als USB-Audio-Interface am Computer nutzen. Dann würde ich schon mit dem H4N starten. Ist natürlich immer eine Frage des Geldes. Ansonsten sollte man sich vielleicht festlegen, ob es ein mobiles oder stationäres Setup sein soll. Da bestehen ja sehr unterschiedliche Anforderungen… Die Idee finde ich definitiv gut und würde auch eher den Ansatz von Ralf wählen, in verschiedenen Städten Stationen aufzubauen.

@Bjoern Schön das wir das geklärt hätten :wink:
Im Photobereich gibt es genau diese Angebote - allerdings eher stärker zeitlich begrenzt. Auf allen Workshops / Phototreffen an denen ich teilgenommen habe, war es üblich dass ich das Equipment der anderen zum Test nutzen konnte und das ich Anderen meine Objektive oder Kamera zur verfügung gestellt habe.

@fraustaenki @rstockm für die Lokalisierung dieses Angebots müsste man natürlich Menschen finden die bereit sind in Vorkasse zu gehen - ausserdem wäre die Frage ob dieses Angebot überhaupt genug Zielgruppe vorfindet dass es sich lohnt dieses auf Lager zu legen.

Aus der ganzen Diskussion hier ergeben sich für mich einige Fragen:

  • Gibt es Menschen / Vereinigungen an verschiedenen Orten des Deutschsprachigen Raums die sich an diesem Projekt beteiligen würden?

  • Wie groß schätzt Ihr die Zielgruppe für ein solches Einsteiger Angebot ein?

  • Wie soll das Equipment aussehen?

  • Kann man ein Standard Ultraschall so umbauen dass es direkt auf diese Technik optimiert wird?

Jupp, die Lensavenue-geschichte könnte man sicherlich sehr gut kopieren:

Kaution = Kosten der Anschaffung

Leihgebühr = 5% der Anschaffungskosten

Portokosten sind dieser Tage so heftig nicht. Ich denke, für 8-10 EURONEN kann man ein vernünftiges Setup (2-4 Headsets, Mischpult/Audio-Interface, Kopfhörer-Verstärker) durch die (deutsche) Republik schicken.

Man könnte dem versendeten Paket auch ein vorbereitetes Rücksendepaket beilegen (Packmaterial bitte aufheben!). Vielleicht gibt es ja auch stabile Versandboxen (aus Kunststoff o.ä.), dann bräuchte man nur eine Rücksende-Paketmarke beilegen.

Dem Paket könnte man auch ein Kärtchen mit zwei (x) QR-Codes beilegen, mit Links zu einem frischen Ultraschall-Download, m.o.w. abgestimmt auf das Setup, außerdem vielleicht ein Link auf eine Auswahl von Beispielpodcasts und eine weitere Seite mit Tipps & Tricks zum Thema etc. pp.

@fraustaenki Nur kurz, es ist noch zu früh für ausfürliche Antworten…

  • Versandbox: Im Photobereich gibt es Schaumstoffwürfel Inletts (meist in Photokoffern), diese gibt es auch einzeln - ich denke ich werde das ganze in einem solchen Inlett verstauen und die entsprechenden Ausparungen dazu basteln - dazu ein Photo wie es darein gehört. Das ganze direkt in einem Paket (Packmaterial bitte aufheben!) + Rückschein

  • QR Codes - ich würde bei mir auf dem Blog für den Anfang eine entsprechende Seite aufsetzen in der diese Links vorkommen - bei erfolg kann man auch auf eine eigene Seite ausweichen - ich habe selbst leider noch keine Möglichkeit gefunden mit dem Computer direkt QR-Codes auszulesen.

Trotzdem bleiben für mich die vier gestellten Fragen offen:

http://picturesofpeoplescanningqrcodes.tumblr.com/ :smile: . Warum nicht einfach URLs auf einem Zettel :wink: .

Um noch einen weitern Spin bzw. Nachdruck in das Thema Lokalisierung zu bekommen: Wer bei der Technikschau im #31C3-Sendezentrum dabei war oder im Stream zugeschaut hat, wird schon mitbekommen haben, dass @rstockm und ich ähnliches auf lokaler Ebene (also für Berlin…) planen. Wobei wir mit unserem “abgelegten” Equipment arbeiten werden bzw. dem, was uns Dank einer großzügigen Spende von @Pascal zugekommen ist.

Sobald wir die Sendezentrums-Inhalte abgearbeitet haben, machen wir uns hier weiter an Bestandsaufnahme und Details. Teaser:

Meine Meet-Up-Anregung vom #ppw14b wurde ja erfreulicherweise quer durch die Republik aufgegriffen. Darum weitergedacht: Vielleicht könnte man lokales Techniksammeln und -verleihen jeweils an diesen lokalen/regionalen Initiativen andocken. Das hätte den Vorteil, dass es auch gleich ein Netzwerk von Podcastern für Fragen und Anregungen obendrauf gibt. Natürlich muss sich aber auch dann jemand finden, der mal macht.

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Whow - Das bringt deutlich Nachdruck in die Geschichte - die Lokale Betreuung ist einer dezentralen Lösung in so vielen Dingen überlegen.

Allerdings sind die weißen Flecken auf der Meet-Up Landkarte doch sehr groß - und auch wenn ich jedem Pod Caster eine gewisse Hilfsbereitschaft Neulingen gegenüber unterstelle - wird nicht jeder Cluster / jedes Meet Up über entsprechende Verleihtechnik verfügen verfügen.

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Ja, gerne auch URLs, die QR-Codes kann man ja sehr gut zusätzlich dazu packen, fressen ja im Prinzip kein Brot …

Eigentlich würde ich mir einen PODLOVE-USB-Stick vorstellen, den ich anstöpsle und der vielleicht einen Medley aus verschiedenen Podcasts enthält, links zu Podcasts/-verzeichnissen, Software (Ultraschall) usw.
Ein USB-Stick kostet aber, daher die Idee mit den QR-Codes …

Der Youtuber AlexiBexi hatte die selbe Aktion und hat sich damit in arge finanzieller Schwierigkeiten gebracht. Das verliehene Zeug ist gar nicht oder nur in Teilen weidergekommen. Ich mag die Idee grundsätzlich, aber das rechtlich abzusichern ist schwierig. imho sollte man lieber mit günstigem equipment anfangen oder sich ein Bürgerradio suchen bei dem man Aufnahmen machen kann.

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Danke für den Hinweis … ich hab es mir angeschaut - die Zielrichtung war eine gänzlich andere als ich Sie angestrebt hatte, aber das Risiko ist ebenso vorhanden.

Zurück zum Topic, ich bin gerade in der Warteschleife - das Finanzamt lässt sich etwas Zeit und Beruflich ist der Workload etwas höher als erhofft / geplant.

Sobald eins der Beiden durch ist melde ich mir hier auch wieder…

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