Ein Podcastneuling und Techniknoob mit vielen Fragen


#1

Hallo an alle,

ich möchte über podcasting intensiver mit einem Teil meiner größten Leidenschaft - dem Schreiben - beschäftigen. Besagter Teil ist das Erzählen von Geschichten. Wie werden Geschichten erzählt? Wo verbirgt sich alles (gutes) Storytelling? Und wie wichtig ist das Erzählen einer (guten) Geschichte?

Bereits 2015 habe ich mich schon einmal daran versucht. Doch damals mir aufgrund meinem Dasein als Techniknoob nicht zugetraut einen richtigen Podcast hinzubekommen, weshalb ich die Aufnahmen einfach auf meinen YouTube Kanal hochgeladen habe. Damals war ich damit tatsächlich noch zufrieden. Klar habe ich damit das stärkste Element des Podcastings ignoriert - eine Aufnahme via Podcatcher runterladen und dann überall unterwegs hören zu können -, aber dafür musste ich mich wiederum auch nicht mit Dingen wie RSS-Feed, Websitegestaltung, etc. beschäftigen. Alles Dinge, die ich mir wie gesagt einfach nicht selbst zugetraut habe.

Im Inneren war ich mit dem Projekt aber nicht zufrieden und so verlief es sich schließlich im Sande…

Nun drei Jahre später möchte ich aber wieder podcasten und diesmal richtig!
Ich habe das Gefühle das sich dieser Wunsch über besagtes Thema zu reden immer stärker in mir anstaut und nun einfach nur noch raus muss. Vor allem da ich gefühlt jetzt schon gut zwanzig bis dreißig mögliche Themenideen angesammelt habe, mit teilweise Wunschgästen und dergleichen. Für mich bedeutete dies aber auch mich der ganzen Technik dahinter zu stellen, bzw. den vielen Themen rund ums Podcasten.

Zu Beginn habe ich mir auch wieder einfache Wege gesucht, um nicht komplett von allem Erschlagen zu werden. Ich habe kostenlos auf Soundcloud hochgeladen und mir einen kostenlosen Wordpressaccount zugelegt. Nichtmal einen Tag hatte es gedauert, da konnte ich quasi schon loslegen. Somit war meine erste Erkenntnis: Die Dinge müssen nicht so kompliziert sein, wie ich sie mir in meiner Angst vorgestellt habe!
Dummerweise habe ich auch inzwischen festgestellt, dass ein kostenloser Account bei Soundcloud nicht bedeutet, dass ich jeden Monat kostenlos drei Stunden zum Upload meiner Folgen zur Verfügung habe (okay, hätte ich mein Hirn früher eingeschaltet, hätte ich wohl auch früher drauf kommen können…). Habe mich wohl von der Einfachheit zu sehr begeistern und ablenken lassen - das Thema RSS-Feed war mit wenigen Klicks geregelt… hach, wie herrlich…

Angesichts der neuen Hürden entschied ich mich also nun dazu etwas Geld in die Hand nehmen zu wollen und mich einmal umzuschauen welche Möglichkeiten zur Lösung ich wohl hätte und wie ich die Sache nun angehen wolle.

Schnell stieß ich dabei auf Seiten wie Podcaster / Podhost, entdeckte über einen Tweet von Nicolas Wöhrl diese Website und darüber wiederum auch Seiten wie Podigee oder Podseed und auch den Tipp die Dateien eventuell auf eigenem Webspace zur Verfügung zu stellen. So viele Möglichkeiten, doch gleichzeitig auch so viel mehr in das ich mich scheinbar einarbeiten muss, weshalb ich fast schon wieder Lust bekam mich in mein Schneckenhaus zu verkriechen…

Ein Gefühl, welches durch das aktuell grassierende Schreckgespenst DSGVO noch verstärkt wurde. Denn ich möchte ein Hobby und einem Bedürfnis mich “kreativ” ausleben zu können folgen und will nicht Angst vor möglichen Geldstrafen haben. Auch verunsichert mich die zunehmende Professionalisierung. Muss ich jetzt alles nur noch auf Topniveau anbieten, um Gehör für meine Folgen und Themen zu finden?!

Umso glücklicher bin ich diese Website entdeckt zu haben. Mir scheint nach durchstöbern einiger Beiträge hier, dass dies ein guter Ort ist an dem ich Hilfe finden kann, um ein besseres Verständnis für die für mich noch komplexen Dinge zu entwickeln. Die Lust auf das Podcasten brennt nämlich gerade auch viel zu stark in mir, als das ich gerade aufgrund meinen Ängste aufgeben möchte. Aber wie gesagt traue ich mir aktuell auch nicht zu alles selbst zu schaffen.

Ich hoffe hier Hilfe zu finden, um besser entscheiden zu können, was für mich der beste Weg ist meinen Podcast zu veröffentlichen (vor allem da ich das alte Material von 2015 mitnehmen möchte, denn immerhin sind dies meine ersten Gehversuche des Podcastings gewesen).
Hilfe zu finden, zu verstehen wie RSS-Feeds funktionieren, damit ich sicher damit arbeiten kann.
Hilfe zu finden, worauf ich auch in Hinblick der DSGVO achten sollte, egal welchen Weg ich nun einschlagen werde.

Lange Rede mit wenig Sinn, wie es so schön heißt.

Ich habe mich nun auch schon durch einige Themen hier durchgelesen, wobei ich immer mal wieder über die selben Antworten gestolpert bin, jedoch diese stets für mich nur an der Oberfläche gekratzt haben. So wird beispielsweise Podigee als das Rundumsorglospaket bezeichnet. Was ist mit Anbietern wie Podcaster? Ich kann nämlich leider kein großes Budget zur Verfügung stellen und die Preisspanne zwischen diesen beiden Anbietern in den jeweils für mich interessanten Paketen halt schon groß ist (60 € im Jahr zu 132 € im Jahresabo). Auch wüsste ich gerne wie kompliziert es wäre das Ganze über eigenen Webspace dank Anbietern wie beispielsweise all-inkl oder 1blu umzusetzen? Vermutlich müsste der RSS-Feed dann per Hand auch bearbeitet werden, oder? Und ist der Umgang mit Wordpress aufgesetzt auf eigenem Webspace vergleichbar mit dem Baukastensystem wie ich es jetzt als kostenloser Nutzer habe, bzw. brauche ich dann eine Version von Wordpress die kostet?

Vielen Dank schon einmal im voraus für eure Antworten und ich wünsche allen noch einen angenehmen Tag
Der Maerchenonkel


Der große "ich stelle mich vor" Thread
#2

Wenn Du gar keine Arbeit mit der Technik haben möchtest, scheint Podigee eine gute Möglichkeit zu sein. Die Entwickler sind auch hier im Sendegate aktiv und ansprechbar. Ich sehe es so: Jedes Hobby kostet Geld und mit dem was podigee mehr kostet, erkauft man sich eine gewisse Stressfreiheit. :slight_smile: Die DSGVO-Compliance scheint dort auch halbwegs automatisch gegeben, aber darüber weiß ich als NIcht-Kunde nur vom Hörensagen.

Ich persönlich setze auf ein Webhosting-Paket bei Hosteurope mit selbst aufgesetzem Wordpress und dem Podlove-Plugin. Das erstellt den Feed für mich, ich muss dort nur die Metadaten eintragen und mein Audio hochladen (und natürlich das Blog und seine Plugins aktuell halten) Viel Aufwand ist das in meinen Augen nicht, aber das muss jeder für sich selbst beantworten. Die EInrichtung dauert maximal eine Stunde und dabei hat man dann schon getrödelt und nachdenklich aus dem Fenster sinniert. :wink:

Also, erstmal herzlich willkommen hier und bei Fragen gilt: Einfach fragen. Hier sind genug schlaue Köpfe und viele unterschiedliche Meinungen vertreten, um Deine Fragen zu beantworten.


#3

WordPress an sich und Podlove sind kostenlos. Immer. Was du zahlen musst ist der Webspace bei deinem Hostinganbieter.