Deutscher Podcastpreis gestartet (initiiert von einigen Big Playern)

Es gibt jetzt einen Deustchen Podcastpreis, der von großen Playern der Szene verliehen wird: https://www.deutscher-podcastpreis.de/
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Spannend! Aber wenn ich noch einmal das Stock-Foto von dem in schwarzweiß in ein Mikrofon schreienden Jungen als Bebilderung von irgendwas mit Podcasts sehne muss schrei ich auch.

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Spannend finde ich ja, dass dort Podcasts aufgrund von 5-minütigen Zusammenschnitten beurteilt werden sollen und dass die Produzentinnen (Männer sind mitgemeint), selbst einreichen sollen.

Insofern bin ich sehr dafür, dass sich ein gerüttelt Maß der Indie-Podcasterszene wie sie sich heir versammelt, selbst für diesen Preis vorschlägt. Vielleicht klappt es ja.

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Das wird wohl nur für die Vorauswahl sein, um die Einreichungen irgendwie verarbeiten zu können.

Musst Du ja nicht, das ist ja das Schöne an der ganzen Geschichte.

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“Indiepodcast” habe ich (hier?) vor kurzem zum ersten mal gelesen und ich finde das ist gerade jetzt ein sehr nützlicher Begriff. Nicht unbedingt als Abgrenzung zur wachsenden kommerziellen Podcast-Szene, sondern als Unterscheidung. Auch deshalb halte ich auch einen “großen” Preis für sinnvoll. (Das sage ich als jemand, der mal einen Preis für einen Podcast gewonnen hat und dadurch an eine bezahlte Produktion gekommen bin.)

Natürlich ist da die “Gefahr”, dass dann doch vor allem professionell produzierte Inhalte von Audible, Spotify und den Öffentlich-Rechtlichen dort landen, da Produktion, journalistische Recherche, aufwendiges Storytelling einfach Zeit (und Geld) kosten. Aber ich denke wir sollten erstmal abwarten, bevor wir hier die alten Frontlinien ziehen. Außerdem gibt’s ja sogar eine Handreichung zu den Laberpodcasts :wink:

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Genau so ist “Indie-Podcaster” auch gedacht. Ich will nicht so weit gehen, darauf ein Copyright zu erheben. Wir sind mal im Rahmen einer “Hör doch mal zu”-Episode zum Thema Monetarisierung auf das Wort gekommen, als es darum ging, ob es angesichts immer neuer kommerziell-professionellen Produktionen nicht einen neuen Begriff für Podcasting braucht. Die Diskussion über diesen Begriff, über Monetarisierung und weitere Implikationen möchte ich an dieser Stelle gar nicht führen, es ging mir hier lediglich um eine Einordnung der Begrifflichkeit und ihrer Geschichte.

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Off Topic, aber da ich gerade in der Materie drin stecke: im US-amerikanischen Raum wird der Begriff auch in der wissenschaftlichen Betrachtung schon länger gebraucht, u.a. in den Studien von Markman. Finde diesen ebenfalls für eine begriffliche Unterscheidung sehr hilfreich.

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Ich benutze den eigentlich dauernd als Abgrenzung zu den ÖR-Podcasts und Plattform-Podcasts. Analog zum Begriff der Indiemusik in den späten 70er und 80er Jahren. Heute wird das zwar auch noch benutzt, hat aber mit der ursprünglichen Bezeichnung nichts mehr zu tun, nämlich Bands, die abseits der (großen) Label Musik veröffentlichen.

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Wobei in den USA der Begriff “Einzelkämpfer” von Unternehmen abgrenzt und keine Aussage über Professionalisierung oder Monetarisierung enthält. Hierzulande scheinen den Begriff viele mit Hobby-Podcaster gleichzusetzen…

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Wie auch immer du Podcasts im Kleinklein für dich definierst ist für den Preis, um den es in diesem Thread geht, völlig wurscht. Diese völlig ausufernde Grundsatzdiskussion gehört hier nicht hin, auch wenn die Frage nach “Indie” am Anfang aufkam.

Eingereicht werden können dort soweit ich verstehe Indiepodcasts, Hobbypodcasts, ABC-Podcasts, Spotify-Exclusives, der Audiofeed der Tagesschau und sogar komplett gepaywallapplockte Produktionen von Audible.

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Hat ja super geklappt. Zurück zum Thema?

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Genau. Bewerben kann sich jeder. Interessanterweise wollen Sie gar keinen Feed haben, nur den Namen, das Cover eine kurze Beschreibung als Text und ein max. 5 minütiges Audio, mit einer Art Best of und/oder kurzer Beschreibung des Podcasts. Soweit ich das bisher sehe.

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„Big Player". Wo bleibt Podimo? duck und weg

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Das ist in etwa so sinnvoll wie zu sagen „wir suchen das beste Musikalbum des Jahres. Eingereicht werden dürfen die ersten 30 Sekunden einer Single vom Album“.

Völlig absurd. Ignorieren, bitte.

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Geht ihr echt alle davon aus, dass die Preisvergabe aufgrund von dem 5-Minuten-Clip der Bewerbung vergeben wird? Das ist doch albern.

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Eben. Dann hätte Methodisch Inkorrekt von @Nicolas und @Reinhard_Remfort ja sowieso schon gewonnen… :wink:

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Auf jeden Fall wird es hier zu einer Filterung kommen - auf Grundlage eben dieser 5 Minuten. Dein Punkt ist?

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Deine Aussage das “absurd” zu nennen ist mit dem Vergleich so halt auch nur polemisch. Sämtliche bei einem Preis eingereichten Werke bei der Vorauswahl komplett durchzuhören ist weder wie es bei Preisen gemacht wird noch wie es gemacht werden kann. Als würde z.B. beim Oscar alles geguckt, oder bei Spielepreisen auch nur im Ansatz alles gespielt.

Sicher kann man über Sinn und Zweck von so einem Preis diskutieren und viel kritisieren, aber mei, das ist doch unsachliches Gestänker.

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Wenn die großen sich schon zusammen tuhen, hätten sie diesen Preis auch über die jeweilige Plattform auswerten können.

Einen Podcasts anhand einer 5-minütigen Aussage zu bewerten, hat nicht besonders viel mit Podcasting zu tun.

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