Das unpoppbare Shure MV7

Das Shure MV7 wäre so gut, wenn es nicht ein elendiges Plosiv-Problem hätte. Ich habe das dauerhaft gelöst und das mit nur ganz wenig Basteln.

Der peinliche Papst pupst porösen Pustekuchen. In der Default-Konfiguration ist das MV7 einem solchen Satz nicht gewachsen. Das Problem ist a) die Kapsel (die ist intern kaum geschützt) und b) der mitgelieferte Poppschutz aus Schaum. Der ist eher ein Scherzartikel.

Einmal gegen das Fenster gehalten und man sieht, wie dünn das Teil ist:

Zum entpoppen muss was dickeres her, damit die plosive Luft sich auf dem Weg zur Kapsel schön verlaufen kann.

Der teure Vorschlag heißt Shure A7WS. Dieser Poppschutz ist zwar „unpoppable“, aber
a) riesig und
b) kostet knapp 40,- €

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Da ich mein Gesicht im Video nicht verstecken möchte, habe ich stattdessen zum Shure Shure RK 345 gegriffen. Der ist kleiner, eigentlich fürs SM7b, passt aber aufs MV7:

Stellt sich leider heraus, dass der RK 345 vorne auch nicht besonders dick ist. Zumindest ist jetzt aber die vordere Fläche deutlich weiter von der Kapsel entfernt. Das macht ihn zumindest etwas besser als den Default-Filter.

Jetzt kommt der Trick: Beim RK 345 ist über der Kapsel etwas Platz und der lässt sich nutzen. Einfach aus einem anderen Poppschutz ein Stück raus schneiden und vorne in den RK 345 rein legen:

Das Ergebnis lässt sich hören. Ein fast unpoppbares MV7 mit einem Poppschutz, der nicht zu riesig ist und der den Klang nicht färbt.

Sollte das nicht reichen, dann passt vorne sogar noch eine zweite Lage Schaum rein.

Wenn Shure jetzt noch das Kompressor-Problem löst…

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