Castronauten: Over and Out


#1

Liebes Internet,

das Gründen einer Firma ist ein geschäftlicher Prozess und macht aus Menschen Gesellschafter, Geschäftsführer, Verantwortliche, etc. Aber dahinter bleiben eben immer doch noch Menschen mit Familie und einem Privatleben, welche vor unerwarteten Wendungen und Ereignissen nicht geschützt sind.

So traf es nun auch die Castronauten und deren Menschen. Persönliche Umstände erzwingen eine Auflösung der Firma und ein trauriges Goodbye an die tollen Podcasts, mit denen wir die Freude hatten zusammenarbeiten zu dürfen.

Danke auch an alle anderen Menschen, die uns in den letzten 1 ½ Jahren unterstützt haben.

Das Castronauten-Raumschiff fliegt zum Heimatplaneten zurück.

Over and Out
Maria & Timo

Das Projekt der Castronauten war ein toller Vorstoß in die richtige Richtung für uns Podcaster.

Was immer auch vorgefallen ist: Danke für das Engagement und alles Gute, insbesondere privat, raus in die Weite des Podcast-Universums.


#2

War es? Würde mich mal interessieren ob die beteiligen Podcasts in irgendeiner Form davon profitiert haben. Stichwort Reichweite, mehr HörerInnen?!
Ich hab nämlich nicht verstanden was die wollten. Events und Merch? Die paar Podcasts die das machen kriegen das bestens selber gewuppt.

Dennoch: Wohlsein :vulcan_salute:


#3

Würde mich auch interessieren. Insbesondere wäre auch cool zu wissen was sie genau gemacht haben, denn zumindest von außen war wenig mehr als eine Webseite, ein bißchen Merch und eine einzelne Meta-Podcast-Episode wahrzunehmen.

Da wäre es wirklich cool wenn wir eine Art “Post Mortem” hätten in dem ein paar der Erfahrungen festgehalten sind…

//D


#4

Die Meldung das sie ihre Firma auflösen ist von gestern.
Ich vermute mal, dass die Castronauten zur Zeit andere Sorgen haben, als eine “Ex-post”-Betrachtung ihrer Firmenaktivitäten zu verfassen.
Mich würde das aber auch interessieren!

So wie ich die Castronauten bei der #sub7 verstanden habe, waren sie als eine art “Netzwerk” tätig.
(sprich wie schon gesagt: Merch und Support für Podcasts)

Wenn man wissen will ob die einzelnen Podcasts durch die Castronauten mehr Reichweite erhalten haben, dann sollte man vielleicht bei den ehemaligen Castronauten-Podcasts mal nachfragen.
Wäre bestimmt interessant.

Ich kann mir vorstellen, dass es in dem Bereich wirklich schwierig ist als Firma Fußzufassen.
Ich bin generell skeptisch, ob sich die Masse der Podcasts für eine nachhaltige Kommerzialisierung eignet.
Ein Netzwerk ist demzufolge auf einige erfolgreiche “Zugpferde” und “Selektion” angewiesen.
So wie das die Netzwerke in der der YouTube Szene machen.
Aber selbst die erfolgreichen Podcasts haben hierzulande noch nicht die Zugstärke von großen YouTube-Kanälen.

Schade das es für die Castronauten so enden musste.


#5

Einige hatten wohl sowieso wenig vom Netzwerk - und entsprechend nun wenig verloren.


#6

Gibt es denn irgendwo die Liste der Podcasts, die zum Netzwerk gehört haben? Das Internet Archive hat castronauten.com leider nicht vollständig erhalten.


#7

Naja, ein solches Announcement ist ja eher der letzte Schritt in einer Kette von Ereignissen :slight_smile:
Generell ist mir schon der “Support für Podcasts” Teil eher unklar denn ich konnte bei denen eigentlich keine Veränderungen wahrnehmen und frage mich was das denn nun konkret gewesen ist…

Vielleicht äußert sich ja hier mal jemand der entsprechenden Podcaster und erhellt uns :wink:

//D


#8

Das Gefährliche Halbwissen, von denen ich ein Teil bin, war bei den Castronauten. Der Netzwerkgedanke war tatsächlich im Vordergrund. Podcasts helfen sich gegenseitig, bekommen vom Team Hilfe bei Themen, die sie nicht alleine wuppen konnten etc.

Es stimmt, es passierte nach außen hin nicht viel. Hinter den Kulissen werkelte es aber. Das merkte man an der Planung von Timo und Maria. Die Gründe, warum die beiden das Projekt canceln, sind mir nicht bekannt. Auf jeden Fall ging es gerade eher Bergauf als Bergab.


#9

Das stimmt vielleicht. Trotzdem kann ich mir vorstellen, das die Castronauten erstmal etwas Abstand von diesem Projekt gewinnen wollen. (Würde mir jedenfalls so gehen…)

Bei der #sub7 wirkte die Projektvorstellung auf mich etwas wie “Pionierarbeit”.
Podcasternetzwerke sind ja in Deutschland noch nicht so verbreitet.
Da kann ich mir vorstellen, dass man nicht alle Maßnahmen eines Netzwerkes gleich bei dem Podcast spürt.
Generell liegt ein Vorteil von einem Netzwerk darin, das sie den Künstlern ein “geschlossenes Auftreten” ermöglichen. Dadurch können z.B. an bessere Werbedeals ausgehandelt werden.
Das erkennt man von außen nicht.
Keine Ahnung wie, oder ob das bei den Castronauten umgesetzt wurde.
Aber ob ein Podcaster z.B. etwas mehr einnimmt, das kann man von außen nicht erkennen.
Die Podcasts die bei den Castronauten waren habe sich sicherlich einen Vorteil von dem Netzwerk ausgerechnet.
Sonst hätte das Projekt ja nicht so lange existieren können.


#10

Ich habe mir ja nur die Mitschnitte des #Sub7 angesehen, aber da schien es, als sei es ein junges, aufstrebendes Projekt. Auch wenn ich keine Vorteile in denen sah und mir das ein bisschen chaotisch und planlos vorkam, was da erzählt wurde.

Um so interessanter finde ich den harten, schnellen Bruch. Vor 2-3 Wochen noch auf Kundenfang und dann plötzlich ist schluss.


#11

als zuhörer kann ich bezeugen dass ich durch die 2 Castronauten Folgen neue Podcasts entdeckt habe! Also würde ich wetten dass es vielen der Mitglieder auch was gebracht hat.

Als Podcaster bin ich mitglied andere netzwerke und es bringt mir auf jeden fall was!


#12

Haben Podcast-Netzwerke nicht normalerweise Audioclips, die die einzelnen Mitglieder in ihre Episoden integrieren, um auf das Netzwerk hinzuweisen? Ich habe zum Beispiel erst jetzt im Nachhinein mitbekommen, dass einer der Podcasts, die ich höre, auch beim Castronauten-Netzwerk war.


#13

Ich habe mich einige Zeit zurückgehalten, aber irgendwie will es doch aus mir raus:
Das pauschale Verurteilen des Netzwerkes (oder sanfter ausgedrückt: die Skepsis des Vorhabens) finde ich echt zum Kotzen.

Fakt ist, dass es ein Netzwerk gab, das ein hervorragendes Marketing hatte. Einerseits durch die Reichweite. Vielleicht habe ich andere Netzwerke nicht erkannt, aber die Castronauten waren für mich das erste Netzwerk mit einem klaren Standing. Ja, da gehört auch ganz plumpes Marketingmaterial dazu. Es stärkt die Marke.
Ich habe mehr Kulis von den Castonauten gesehen als von detektor.fm oder 4000Hertz, Über Sinn und Unsinn kann man diskutieren, ohne Frage (wirklich!).
Fakt ist: Die Castronauten fielen auf. Anders, besonders oder neutral: Sie erschlossen ganz offensichtlich andere Gruppen - hat damit ein Netzwerk nicht sein Ziel erreicht?

Andererseits: Zeichnet sich nicht die Qualität eines Netzwerkes dadurch aus, dass die verbundenen Podcasts eben nicht als Netzwerkteilnehmer erkennbar sind? Wie sehr stört es mich, YouTube- Videos zu sehen, die sowas von offensichtlich von Mediakraft-Kooperationen durchzogen sind. Da lobe ich es mir doch wirklich, Netzwerke zu haben, die im Hintergrund agieren und trotzdem den Partnern Mehrwerte bieten,
Wie kann man besser Marketing und Kooperation gestalten als so, dass es der Konsument gar nicht merkt? Das ist ein Auszeichnungsmerkmal!

Mich stört diese schon fast herablassende Art den Castronauten gegenüber. Ich habe persönlich nichts mit ihnen zu tun, aber für mich waren sie die ersten ernst zu nehmenden Podcastpartner. Und ist das nicht das Ziel eines Netzwerks? Auffällig zu sein, ohne auffällig zu sein?

Für mich (und nicht nur für mich) hat es gewirkt. Und das ist was zählt.


#14

Ich habe gerade noch mal alles hier durchgelesen und weder pauschale Verurteilung noch Ablehnung gefunden. Ich nehme Neugierde wahr und zumindest bei mir ist das die Motivation… Daher plädiere ich mal für Gelassenheit. :slight_smile:

Ich würde ganz im Ernst gerne wissen wollen was der Plan war, was getan wurde und welche Erfahrungen gemacht wurden. Denn außer einer Anfangsaufmerksamkeit war erst mal wenig mach außen hin sichtbar sondern das meiste wohl hinter den Kulissen. Immerhin hieß es Veranstaltungen und systematische Unterstützung der teilnehmenden Podcasts wär das Ziel gewesen, da wird es doch wohl Dinge gegeben haben von denen das nächste Netzwerk oder auch der einzelne Podcaster lernen kann?

//D


#15

Das war in der Tat interessant. Ich höre 2 Podcasts, die in diesem Netzwerk waren und habe das nie gemerkt. Eines Tages wusste ich erst, was das kleine Dreieck auf dem Cover bedeuten soll. Keine Werbung, keine Nennung, keine Veränderung auf der Homepage, Nichts.
Diese überraschende Unauffälligkeit fand ich sehr angenehm.
Man könnte sich dann fragen, was der Sinn hinter einem unbemerkbaren Netzwerk ist. Bei den von mir gehörten Podcasts gab es keinen - aber das muss sich nicht gleich auf alle Podcasts im Netzwerk beziehen. Andere haben sicher nützliche Tipps oder Ähnliches erhalten.


#16

Die sind ja gerade erst gestartet gewesen. So schnell geht das nicht.


#17

Nun, so wie ich Podcast-Netzwerke vorallem aus dem US-amerikanischen Bereich kenne, geht es da immer um cross-promotion und das funktioniert in dem Medium natürlich vorallem durch hörbare Bewerbung des Netzwerks oder anderer Netzwerkmitglieder wechselseitig in den einzelnen Podcasts. Bei Youtube-Netzwerken gibt es zusätzlich Kooperationen, da würde mir für Podcasts kein Beispiel einfallen.

Dagegen die Unterstützung der Produktion einzelner Podcaster ist eine direkte Beziehung zwischen Podcast und Netzwerk. Da sind die anderen Mitglieder erstmal nicht beteiligt. Wenn man also nur das macht, wäre die Frage, worin dann der Effekt der Vernetzung liegt?

(Aber kann natürlich sein, dass das angedacht war, aber einfach noch nicht umgesetzt worden ist.)


#18

Was spricht gegen ein kleinen Soundjingle am Ende oder Anfang? Und wenn es nicht deren Sinn&Zweck war Aufmerksamkeit zur erzeugen, dadurch dass die Podcasts erzählen dass sie nun in diesem Netzwerk sind, was die machen und welche Podcasts da noch drin sind, was dann? Kulis hab ich keine gesehen, auch sonst keine Aufkleber oder so. Von detektor.fm hab ich eher Aufkleber gesehen.

Also ich hab von den Castronauten nicht viel mit bekommen, gerade mal dass sie an den Start gehen, ein Interview in einem Podcast (den ich sowieso gehört hätte, nicht wegen dem Interview) die Diskussionen hier im Sendegate, den Vortrag auf der #sub7 und das Ende. Mehr nicht. Also aus meiner Sicht hat ihr Marketing nicht gut funktioniert, mich hat es nicht erreicht.


#19

Also von meiner Seite liegt keine “Skepsis” gegen Netzwerke vor.
Im Gegenteil, ich finde Netzwerke können einzelnen Künstlern (YouTubern, Podcastern ect…) sehr viel Arbeit abnehmen. Kurz gessagt: Netzwerke können eine echte Hilfe sein.
Gegenüber den Castronauten kann ich nur positives berichten.
(auch wenn ich sie nur bei der #sub7 kurz gesehen habe).

Für mich hat die Erkennbarkeit der Netzwerke und der Qulität der “Netzwerkarbeit” nicht direkt etwas miteinander zu tun.
Netzwerk ist nicht gleich Netzwerk.
Ein Künstler-Support kann durch ganz verschiedene Weise erfolgen.
Es muss nicht immer durch “super offensive” Masswenwerbung (Kooperationen) erfolgen, wie man das von einigen YouTube-Netzkwerken kennt.

Mit Mediakraft hast du ein Netzwerk genannt, das ja etwas umstitten ist. (bezogen auf ihr Auftreten und ihr Marketing)
(u.A. wegen dem Auftreten, dem Umgang mit den Künstlern und auch dadurch, dass Mediakraft einen Wettbewerbsvorteil hatte, weil sie das erste deutsche Youtube-Netzwerk waren…ect…(aber das ist sicher eine andere Disskusion))

Es sollte auch einen “Mittelweg” geben, der dem Künstler, dem Netzwerk und den Zuhörern/Zuschauern etwas bringt.
Das hinzubekommen ist (gerade in einem recht neuen Feld, wie bei den Podcast-Netzwerken) nicht einfach.

Crospromo ist super effektiv!
Deswegen machen das ja auch alle Netzwerke.
Aus einem amerikanischen Podcast (weiß nicht mehr welcher) ist bei mir folgender Spruch über Crospromo hängengeblieben:
“Zur Zeit interviewt jeder jeden: Crospromo”

Ich habe nichts gegen Crospromo. Crospromo ist für mich so eine art “Brandbeschleuniger”, da mehrere “Zuhörer/Zuschauer”-Gruppen angesprochen werden.
Wenn es für mich als Zuhörer/Zuschauer Sinn macht konsumiere ich die “Crospromo”, wenn nicht schalte ich ab.
Ein Netzwerk braucht, um in dem Bereich erfolgreich zu sein, aber nicht unbedingt nach aussen in Erscheinung zu treten.
Die Vermittlung der Künstler würde ja völlig ausreichen.


#20

Vermittlung der Künstler klingt aber nach einer Podcastagentur. :wink: Wie gesagt irgendwie sollten die Netzwerkmitglieder auch miteinander interagieren. Aber du hast schon recht dafür muss das Netzwerk selbst nicht unbedingt sehr sichtbar sein. Darüber könnte man auch so Sachen organisieren wie den Austausch von Gastkontakten, die Zusammenlegung von Hörertreffen oder ähnliches.