Castrex - das Youtube für Podcaster?

Genau, über die Verwendung der Bilder kann man gehen, wenn die sie neu bei sich hochgeladen haben. Ist quasi ein Urheberrechtsworkaround. :slight_smile:

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Ich kann das nachvollziehen, dass Ihr Kontrolle über eure Inhalte haben wollt.

Finde die Diskussion aber schwierig. Denn mit dem „kommerziell“ Argument kann man quasi fast jede Podcast App treffen, denn die nutzen ja die Podcast Inhalte. Sollen nun alle Podcast Apps eingestellt werden, weil sie Angst vor Urheberrecht Klagen haben müssen?

Wenn sie eure Inhalte aktiv verändern ist das natürlich eine andere Sache.

kA, Werbung in der App anzeigen kann man IMO nicht mit ‚Werbung vor/zwischen/nach Inhalten‘ vergleichen. Bei ersten gibt es immerhin den klaren Medienbruch, kein Mensch wird denken, dass der Podcaster was von der eingeblendeten Werbung in X-Cast bekommt.

Bei audio-Werbung ist die Trennung aber bei weitem nicht mehr so klar. Auch wenns einen Trenner gibt

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Das ist ein guter Punkt! Es kommt tatsächlich darauf an, wie klar sich diese beiden Elemente für den User der App unterscheiden lassen. Gar nicht so leicht da eine Grenze zu ziehen. Empfindet jeder wahrscheinlich ein wenig anders.

Bei Spotify gibt es ja auch im kostenlosen Angebot Werbung. Findet ihr die klar getrennt vom eigentlichen Audio?

Naja, ich finde schon, dass ich als Produzent ein Recht habe, einzelnen Apps oder Diensten die Verteilung meiner Inhalte zu untersagen. Die ARD darf ja auch nicht einfach meinen Kram senden nur weil der im Internet verfügbar ist… Und ich darf auch nicht einfach Episoden anderer in meinen eigenen Stream einbinden ohne eine Erlaubnis einzuholen.

Allerdings ist das nicht dasselbe wie Angst vor klagen haben zu müssen. Ich denke da eher an eine Pflicht auf Verlangen Inhalte zu entfernen.

//D

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Ja da hast du Recht. Ich finde nur die Frage sehr spannend wo man da die Grenze zieht. Vorbereitet ein Webbrowser deine Inhalte?

Wahrscheinlich ist die einzige sinnvolle Möglichkeit das zu regeln, dass man bei Kenntnis dem Dienst untersagen kann, Inhalte anzuzeigen. Das kann aber schnell auch anstrengend werden. Gibt ja doch jede Menge Clients für Podcasts mittlerweile. Ich habe da längst den Überblick verloren.

Wenn Du irgendwo zwischen CC-BY und BY-ND-SA veröffentlichst, darf die ARD und jeder andere das natürlich tun.

Wir verÖFFENTLICHEN unsere Podcasts ja und gehen dabei bewusst den Weg über Verzeichnisdienste. Da überrascht die Einstellung:

“Liebe Leute, bitte baut Programme, schafft Plattformen, legt verzeichnisse an und macht mich bitte berühmt, aber bitte nicht, weil ihr auch einen Nutzen davon haben möchtet.”

Zurück zu Castrex. Ich halte die ganze Idee nach wie vor für unsinnig, weil die Macher von der falschen Premisse ausgehen, dass die Verbreitung eines Podcast kompliziert ist. Das ist sie nicht und ich unterstelle hier vor allem den Versuch, Anfänger zu ködern und ihnen eine künstliche Hürde einzureden.

Dabei ist ein Wordpress mit Podlove von jedem, der einen H6 und auch noch Reaper bedienen kann, sicher in weniger als zwei Stunden zusammengebaut. - Und wenn nicht, gibt es hier jede Menge Hilfe dabei.

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Ja. #zeichenfüller

Für mich:
Wenn eine Plattform meinen Content nutzt und dafür Werbeeinnahmen erhält, ohne jemandem (muss nicht zwingend ich als Produzent sein) damit einen Mehrwert zu bieten.

Konkret bei Castrex:

Entweder

  • Castrex gibt einen Teil der Werbegelder an den Podcastproduzenten weiter

oder

  • die Plattform ist so praktisch und toll für die Hörerschaft, dass sie Mehrwerte bietet, welche die ungeliebte Werbung überkompensieren.
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Ginge eigentlich eine Argumentation, keinen kommerziellen Service für die Podcasterinnen und Podcaster anzubieten, sondern für die Hörerinnen und Hörer? A la, diese bezahlen über Werbungstoleranz dafür, dass ihnen eine Sammelsoftware die Angebote zusammenstellt, die sie sonst mit anderer Software selbst zusammenstellen könnten – denn frei verfügbar sind die Inhalte ja.

Eine Applikation ist ein Werkzeug, das verwendet wird, um einen Podcast zu nutzen. Das wäre so, wie wenn ein Filmstudio einen Fernseherhersteller verklagt, weil seine Geräte die eigenen Filme abspielen. Der Inhalt kommt hier erst ins Spiel, wenn die Person das Werkzeug dafür verwendet, insofern sehe ich den Bereich als unproblematisch an.

Eine Plattform, die sich frei verfügbare Inhalt zu eigen macht, würde ich anders bewerten. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, wenn ich meinen Inhalt als nichtkommerzielles Angebot verbreite, wird meine Intention nicht gebrochen, wenn eine Plattform dieses Angebot in einem Umfeld mit Werbung darbietet. Auch wenn diese Darbietung durch Weiterleitung auf mein Angebot erfolgt und damit legal ist.

Allerdings war ja die Rede von Lizenzen in denen ausdrücklich die kommerzielle Nutzung untersagt wird und da darf die ARD eben nicht einfach so zugreifen.

In dem Sinne…
Ich bin eben über diese Aussage gestolpert:

Es bleibt also spannend :slight_smile:

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imho werden nur die podcasts bei castrex gehostet, die dort auch produziert werden. Man kann ja dort selber zum Podcaster werden und Inhalte veröffentlichen, und die liegen dann wohl auch auf einem Castrex Server.

Einspruch Euer Ehren!

https://castrex.com/hoer-doch-mal-zu ist der Gegenbeweis. Wir produzieren NICHT bei Castrex,
sondern selber. Mit eigenem Webauftriit (https://hoer-doch-mal-zu.de) und Feed.

Einspruch bei Castrex steht allerdings noch aus,

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Und deren Webplayer spielt z.B. http://hoer-doch-mal-zu.de/podlove/file/840/s/feed/c/m4a/hdmz44-schulz-zurueckzug.m4a ab - also kein Hosting. Wie kommst du darauf es sei so?

Du (@svenl) musst mich misverstanden haben. Ich meinte, wir hosten unsere Produktionen selber, auf eigenem Server, der auch den Feed und die Inhalte bereitstellt. Wir haben mit castrex nix, aber auch gar nix zu tun.
Außer, dass die uns listen und auch verfügbar machen.

Einspruch abgelehnt. :slight_smile:
Castrex hostet, also speichert die Audiodateien und macht nen Feed, von ihren dort produzierten Podcasts. Dein Podcast wird dort nur gelistet, nicht gehostet. Ich kann auch bei pocketcasts im Web Deinen Podcast hören, ohne dass die den hosten.
aber das ist nur Haarspalterei. Seltsam ist die Kommentarfunktion, bei der ich als Produzent null Einfluss habe, es aber aussieht, als gehöre das zu mir.
Ich glaube nicht, dass castrex weit kommen wird.

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Einspruch angenommen :slight_smile:https://storage.castrex.com/1.0/image/podcast/artwork/316/j3wcKFaec3UjfZGt.jpg

Die Lizenz erstreckt sich ja nicht nur auf die Audioinhalte, sondern auf den Podcast als Gesamtwerk.

Als jemand, der bereits eine längere Diskussion mit einem Fotografen (inklusive am Ende zu bezahlender Rechnung) wegen eines Episodenbildes, das mir von einem Interviewpartner als vermeintlich frei zur Verfügung gestellt wurde, hatte. würde ich mal darauf hinweisen, dass die Castrex Jungs hier auf eher dünnem Eis stehen. Wenn jemand seinen Podcast inkl. Artwork als Gesamtwerk unter ein CC-NC Lizenz veröffentlichen und die dann dieses Artwork bei sich speichern und vom eigenen Server ausliefern, ist das imho schon ein zueigen machen, denn ich habe keine Kontrolle mehr über dieses Coverbild.

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Man kann sich sowieso nicht auf eine Creative Commons-Lizenz (außer CC0) berufen, wenn man diese nicht angibt. Und wenn man bei der Angabe einen Fehler macht, ist die Lizenz ungültig.

Darüberhinaus, wenn man nur den Podcast unter eine Creative Commons-Lizenz stellt, sind davon noch nicht unbedingt andere Inhalte wie das Logo betroffen. Nun kann es sein, dass das Logo mit der Audiodatei ausgeliefert wird. Es stellt sich dann allerdings die Frage, ob es nicht eine Bearbeitung ist, wenn man das Logo aus der Datei entnimmt. Auch auf eine Bearbeitung muss explizit hingewiesen werden und wenn das nicht geschieht, ist wiederum die Lizenz ungültig.

Grundsätzlich möchte ich noch anmerken, dass ich castrex zwar nicht gelungen finde, aber jetzt auch nicht vollkommen verärgert drüber bin. Die Kommerzialisierung nimmt mir ja nix weg, solange es klar ist, was platform ist und was von mir produzierter Inhalt. Ich stelle mein Zeug ja online, damit das rezipiert, verbreitet und geremixt wird. Das ist was anderes, würde ich das kommerziell machen und mein Geld damit verdienen, aber das tue ich ja nicht.
Deswegen kann Castrex gerne meine Bildinhalte lokal speichern und verteilen, und meine Podcasts listen, solange es nicht den Eindruck erwägt, ich hätte irgendwas mit denen zu tun. Und dazu gehören Kommentare spezifisch zu Podcasts, die ich nicht moderieren kann. Da werden konkrete Bezüge hergestellt, die ich nicht kontrolliere und die mich nachteilig treffen können, erst recht wenn die Kommentierenden erwarten, dass ich das Zeug sehen kann.
Ich mag diese Haltung “Wenn jemand etwas von mir kopiert und damit Geld verdient, muss ich das verhindern” nicht besonders im privaten, freiwilligen und öffentlich verfügbaren Bereich. Ist das ein cooler oder souveräner Move von den Kopierenden? Nein. Soll ich meine Zeit darauf ver(sch)wenden, sie aufzuhalten? Nö. Übertriebene Besitzansprüche an digitalen Inhalten sind nicht der Motor eines freien Internets.
Disclaimer: absichtlich ein bisschen provokativ geschrieben und meine persönliche Meinung. Ich finde es vollkommen valide, das anders zu sehen. Tu nur ich eben nicht.