Auphonic: Multitrack-Mono Upload und Stereo-Verteilung


#1

Vermutlich wurde es schon x-mal angefragt, aber ich würde das nochmal aufbringen wollen: der Multitrack-Modus ist super. Allerdings weniger, wenn man die Sprechspuren, wie hier diskutiert, leicht im Stereo-Spektrum anordnen will. Da bleibt derzeit nur der Weg, alle Mono-Spuren als Stereo rauszurendern mit schon positionierter Quelle.

Das ist doch tüchtig ineffizient.

Der naheliegende Weg wäre nun, jeder Mono-Spur in Auphonic noch einen Pan-Regler mitzugeben. Ich frage mich aber, ob man das nicht noch weiter automatisieren kann: man definiert Sprechspuren in Auphonic, und dann kann man die maximale Stereo-Breite einstellen. Nun werden automagisch alle vorhandenen Mono-Sprechspuren von Auphonic gleichmäßig auf dieses Spektrum verteilt, der Algorithmus ist ja trivial. Das ganze speichert man sich als Produktionssetting.

So wäre es auch völlig egal, ob am Podcast mal 2, 3 oder 5 Leute teilnehmen - Auphonic wird’s schon verteilen. Das ist doch eh Euer Ansatz :smiley:


OSPAC - Mono, Stereo, Räumlich, Multichannel
#2

Ist das wirklich so ineffizient, alle Spuren stereo hochzuladen? Eine stereo-flac-Datei, bei der die beiden Kanäle sich lediglich leicht durch die Lautstärke unterscheiden, dürfte doch nicht so viel größer sein als eine mono-Datei. Hast du da zufällig Zahlen?


#3

Es geht mir da gar nicht so sehr um die Dateigröße, das wird überschaubar sein wie hier zu sehen. Aber es kommt da halt eine Komplexität rein, die ich an der Stelle in der DAW nicht brauche…


#4

Das Hochladen von Stereodateien als Spuren ist eine einfach verständliche, vorab kontrollierbare Lösung, die uns maximale Freiheit lässt. Vielleicht braucht man in einem Podcast die Möglichkeit, eine Quelle von verschiedenen Orten kommen zu lassen. Oder dynamisch/animiert.


#5

Ein Pan Regler pro Spur ist natürlich sinnvoll und geplant.
Ob eine automatische Verteilung so sinnvoll ist, weiß ich noch nicht … dann werden User wahrscheinlich trotzdem eine fixe Zuordnung des Sprechers im Raum haben wollen? (sonst ist er immer unterschiedlich)

In der momentanen Lösung gibts halt keine Missverständnisse und die Stereoverteilung ist danach gleich wie davor - d.h. es gibt nach dem Processing keine “bösen Überraschungen” bzw. kommt man sonst vielleicht danach drauf, dass die Einstellungen zu extrem waren, macht es wieder neu, etc.


#6

Alles, was @rstockm oben zur Themen-Eröffnung schrieb ist in meinem Podcast-Alltag noch aktuell und mir zunehmend wichtig. Ich möchte daher hiermit @auphonic um eine Pan-Option im Multi-Preset anbetteln!


#7

Bei Sprechern ist es (wie auch bei den meisten Instrumenten) eher so, dass alle eher mittig erwartet werden. Ein “gleichmäßiges” Panning wäre bei 2 Sprechern dann einer ganz links, der andere ganz rechts - was anstrengend anzuhören ist.

Um so etwas zu verhindern könnte man aber eine maximale “Breite” vorgeben (+/- 25% pan), auf der Auphonic dann verteilt.

Wenn mehr als zwei Personen sprechen, dann hat man oft eine Moderator-Gesprächsrude Situation, oder noch pointierter: eine Pro&Contra+Moderator Runde. Dann will man von der Dramaturgie her den einen (leicht) links, den anderen (leicht) rechts und den Moderator dazwischen in der Mitte sehen/hören. Das kann dann bei automatischer Verteilung schnell schief gehen.

Apropos schief: bei einem Sprachformat möchte man die Hauptstimme gerne mittig hören. Mir selber passiert es bei Interviews nicht selten, dass mein Partner 90% der Zeit spricht. Und dann ist ein +/-25% Panning anstrengend, weil man immer “schief” hört. Ich gehe dann eher so auf -10% / +2%. So eine subjektiv “gute” Verteilung einzustellen geht eher schwierig zu automatisieren.

Das Panning in Auphonic vorzugeben macht dann eher Sinn. Wobei: wenn man mehrere Spuren eh’ vorher mal grob auch hinsichtlich eines optimalen Pannings abmischt, dann kann man das auch gleich richtig machen, und nur noch die fertige Stereosumme hochgeben - oder dann halt die 5 Panning-Werte ablesen noch beim Multitrack-Monospur-Rendern mit angeben.