Audio / Podcasting und Linux

Moin!

Ich bin ja Linuxuser und werde davon auch nicht weg kommen :smile:
Ich wÀre an einem Austausch zu funktionierender Hardware und euren Settings interessiert.

Vorallem was Interfaces und so angeht, bin dabei, mir in diese Richtung etwas anzuschaffen.

Generell gibt’s erst mal hier eine Liste der von Alsa Projekt unterstĂŒtzen Hardwaresachen.

Zu mir: Ich nutze Audacity und Audor zur Aufnahme (Audacity nur wenn ich alleine bin). DafĂŒr die Ubuntu Studio edition, weil die schon so viele Sachen mit sich bringt

WĂŒrde mich ĂŒber andere Linuxer und ihre Erfahrungen freuen!

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Generell sieht die UnterstĂŒtzung von USB 1.x/2.0 Audio GerĂ€ten unter Linux ja ganz gut aus. Es gibt nur hin und wieder Hersteller die es mit der Spezifikation nicht so genau nehmen. DafĂŒr existieren auch schon einige Workarounds im Kernel.

Von meiner Seite kann ich z.B. folgende USB GerÀte als Linux kompatibel bestÀtigen:

  • Shure x2u (USB 1.1)
  • Focusrite Scarlett 2i2 (USB 2.0)

Mein erstes Audio-Interface war vor fĂŒnf Jahren das Focusrite Saffire 24 pro. Absolute Empfehlung fĂŒr Linuxuser. Wenn ich mich heute neu einrichten mĂŒsste wĂŒrde ich seinen großen Bruder kaufen. Also je nach Budget und Vorhaben zwischen dem Saffire 24 und dem Saffire 40 wĂ€hlen. Meine Empfehlung.

Firewire hat gegenĂŒber USB den Vorteil, dass es weniger Latenz hat. Unter Linux kommt hinzu, dass die Firewire-GerĂ€te nicht ĂŒber ALSA, sondern ĂŒber FFADO angesprochen werden. Das hat in der Praxis den Vorteil, dass sich Jack nicht mit Pulseaudio und sonstigen Soundservern ins Gehege kommt. Man kann ganz gut trennen: Jack mit Ardour, Hydrogen, Yoshimi, etc. macht Pro-Audio mit dem Firewire-GerĂ€t. Youtube, Skype, vlc zum Filmegucken verwenden ĂŒber Pulseaudio, gstreamer o.Ă€. und ALSA die Feld-Wald-und-Wiesen-Audio-Hardware.

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Danke fĂŒr eure Infos!
Das Focusrite Saffire sieht sehr sexy aus. Da werde ich mich mal weiter schlau machen.

Von meiner Seite aus kann ich auch noch bestÀtigen, dass das Presonus AudioBox 44VSL funktioniert.

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Funktioniert beim Presonus auch der DSP-Teil?

Ich nutze der standard Audacity Install auf “vanilla” Ubuntu, seit 12.04 oder so. Funktioniert wunderbar mit der Samson Q2U
 Ich habe auch mit Jack ein bisschen probiert, aber ich habe nicht ganz verstanden was das bringen soll


Meine Problem war das ich habe gleichzeitig Skype am laufen gehabt auf der selbe Rechner. Das war ab und zu katastrophal fĂŒr die Aufnahme, als Skype nach 15 Minuten angefangen hat, alle Ressurzen wegzufressen -> Aufnahme voll mit Gestotter :frowning: Seit dann mache ich Skype auf ein andere Rechner oder Tablet daneben laufen. Audio-Aufnahme fördert generell eine dedizierte Teil (Recorder oder Rechner), egal welches OS es ist.

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Ich nutze Reaper mit Wine unter Kubuntu 14.04. TatsÀchlich ist Wine auch offiziell erwÀhnt in den Systemvorraussetzungen.

Reaper an sich funktioniert sehr gut mit Wine. Das Gehakel mit den Audiodevices und Wine ist etwas nerviger. Es ist wohl vorteilhaft darauf zu achten, dass Wine mit Alsa und nicht mit Pulseaudio lĂ€uft, sonst hat man grĂ¶ĂŸere Probleme mit Latenz. Kann allerdings passieren, dass sich dann Reaper mit anderen Programmen in die Haare kommt und das Interface nicht findet (bei mir mit Firefox.)

In Reaper habe ich mit WASAPI als Audioprotokoll gute Erfahrungen gemacht.

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Ja kann ich bestÀtigen. Ich nutze die Variante unter Arch Linux mit Jack. Hierzu wird dann wineasio als Treiber verwendet:

http://repos.archaudio.org/production/x86_64/wineasio-0.9.2-3-x86_64.pkg.tar.xz

Ich bin zwar kein Podcaster, aber es machte bisher einen guten Eindruck. Die Ultraschall Edition 1.1 war somit auch nutzbar. Kann zwar keine Aussage zu Langzeitaufnahmen machen. Aber die Kombination ist auch laut Reaper Forum nicht ungewöhnlich.

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Das habe ich bis jetzt noch nie zum Laufen gebracht. Ich weiss nicht, ob es an Jack lag oder an der verwendeten wineasio.dll. Entweder es passierte nichts oder Reaper ist sofort abgestĂŒrzt.

Ich werde es vielleicht nochmal probieren.

Stimmt ganz vergessen. Das Problem hatte ich auch am Anfang. Es gibt da wohl einen Bug in einer der wineasio Versionen. Kxstudio hatte eine Zeit lang auch eine funktionierende Version fĂŒr (K)Ubuntu Systeme im Repo. Wurde aber in der neuen Version entfernt. Ansonsten kann ich gerne mal versuchen die funktionierende wineasio Version als DEB Paket zu bauen.

Ich hab mal ganz einfach die libs in die entsprechenden Ordner kopiert und es hat auf dem Notebook und internem Sound funktioniert. Auf dem Desktop klappt’s noch nicht. Mal sehen.

Das habe ich auch schon lÀnger vor, mir in der nÀchsten Zeit einzurichten. Gut zu wissen, dass du damit gut fÀhrst.

weitere Details sind sehr willkommen :smile:

Ich muss dazu sagen, dass ich zum Aufnehmen den Zoom H4N nehme. Wenn ich allerdings 3 oder 4 Quellen habe nehme ich das Notebook. In dem Fall bin ich extravorsichtig, d.h. ich beende alle anderen Programme, mache nichts sonstiges am Rechner und mache auch kein Monitoring ĂŒber Reaper sondern lasse den Puffer schön bei 1024 Samples, was latenzmĂ€ssig nicht so toll ist.

Ich habe extra ein Ultrabook als Produktionsrechner. Da lĂ€uft auch nichts außer der Aufnahmesoftware drauf. Das sollte also passen, denke ich. LeistungsmĂ€ĂŸig auch


warum verbindet man das Audio interface nicht via Netzwerk Cat5 1GB - die Bandbreite und Latenz muesste besser als Firewire oder USB sein

Und dann in der Aufnahmesoftware als Inputquelle eth0 angeben?
WĂŒsste nicht, wie das gehen soll


Gibt es auch schon einen Standard dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Audio/Video_Bridging

Und auch schon einen ersten Open Source Ansatz. Aber so wirklich einfach wie Firewire oder USB ist das alles noch nicht einsetzbar unter Linux. Vor allem da der Netzwerktreiber anscheinend angepasst werden muss. In dem Repo ist das z.B. von Intel fĂŒr den e1000 Treiber gemacht worden.

Was aber z.B. Jack schon kann ist Audio ĂŒber das Netzwerk ĂŒbertragen. Nur dazu muss ja das Signal auch erstmal irgendwo herkommen. Da sind Firewire und USB bisher wohl die zuverlĂ€ssigsten KanĂ€le.

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Interessant! Danke fĂŒr den Link.
Aber wie du schon sagst: Firewire und USB sind da definitiv zuverlÀssiger. was die aktuelle Entwicklung angeht.
Zum rumbasteln aber bestimmt interessant.

Hier noch eine aktuelle Diplomarbeit zu dem Thema:

Wie schon gesagt, von der Theorie ein sehr spannendes Thema unter Linux. Es gibt dann auch noch DANTE, das setzt glaube ich @timpritlove unter OSX schon erfolgreich ein. Das ist aber eher ein proprietÀres Protokoll, wobei die Firma dahinter auch mit an AVB arbeitet. Naja muss mich da wohl irgendwann auch mal tiefer einlesen.

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