Artikel über Ultraschall 4 in der c't 14/2020

In der Samstag erscheinenden c’t werden unserem Projekt 6 Seiten (!) gewidmet - ein sehr schöner walkthrough wie ich finde.

Ich hatte mit dem Author im Vorfeld Kontakt, der bis vor fünf Wochen Ultraschall noch gar nicht kannte (aber Audio-Profi ist) - und darum sehr überzeugend die EinsteigerInnen-Perspektive einnehmen konnte.

Er legt einen wie ich finde ungewöhnlichen aber sehr erfrischenden Schwerpunkt auf die Effekt-Kette und das Mastering, bis hin dazu, dass er eine “c’t Ultraschall-Effektkette” zum Download anbietet mit seinen präferierten Einstellungen. So eine “Nerd meets Massenmedien” Verschmelzung würde ich mir öfters wünschen.

Und in der Tat hat seine Kette einige Komponenten, die ich so spannend finde, dass sie vermutlich in Ultraschall 4.1 einfließen werden. Andere hingegen sehe ich kritisch (etwa baut er sehr leise dosiert künstlichen Hall ein). Da auch @lik nicht locker lässt seine Effekt-Kette zu preisen, plane ich zu dem Thema noch eine ganz spezielle Aktion hier im Sendegate, stay tuned!

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MEEEEEGAAAAAAA!

Und ja, ist es, verdammtes Sendegate! #bevormundung
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Gibt’s den Artikel ohne Paywall iwo? PDF von denen?

Ich fürchte nein. Man kann aber der einzelnen Artikel anstatt des ganzen Heftes kaufen.
Print kommt am Samstag.

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Und wenn die jetzt noch das Gelernte in den eigenen Podcasts einsetzen, wird wirklich alles gut :smiley:

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Als Abonnent habe ich das Heft heute schon aus dem Briefkasten gezogen.

Schöner Artikel!

Leider scheint das für meine Debian-Linux-Rechner nicht oder nur sehr mühsam nutzbar sein.

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Wir arbeiten daran.

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Die machen doch „nur“ Video-Podcasts oder?

Nein. Auch “normale” Podcasts. Z.B. “Auslegungssache”, den c’t Datenschutz-Podcast.

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Dass vom Vorkommen derartiger Inhalte der Bundesminister(@eazy) des deutschen Ministeriums für Verwaltung und Listung akustisch-edukativer Medienbeiträge(kurz fyyd) nichts sofort wusste, lässt mich ja schon an meiner letzten Wahlentscheidung zweifeln XD

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Die Effektkette gibt es dann als Link im Heft? Wäre mal sehr interessant für mich, obwohl wir bei Ein Filmarchiv mit dem Sound dank der heiligen Trinität Ultraschall (für Aufnahme, Schnitt, EQ), Studio-Link (zur Corona-Überbrückung) und Auphonic Multitrack zur Postproduction sehr zufrieden sind. Herzlichen Dank dafür übrigens, falls jemand von den Machern mitliest! Aber da ich gerade einen neuen Podcast plane, könnte das durchaus helfen :smiley:

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Einmal hier lang:

ct.de/y43e

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Ich hab’ mir mal ein kostenloses Testabo gemacht und die Ausgabe jetzt als PDF.
Wer mal “erzählt bekommen möchte was da so drin steht” kann mir gerne eine DM schreiben.

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Super, danke!

Ich hab dann jetzt aber doch nochmal 'ne Frage zum Workflow des Autors.

Dass er erst die einzelnen Spuren via Dynamics2 nur auf -20 LUFS bringt, um dann erst im Master eine Gesamtlautheit von -16 LUFS zu setzten, find ich irgendwie einleuchtend und smart. Gefühlt verringert sich bei meinen Aufnahmen dadurch auch nochmal (wenn auch nur leicht) dieser Pump-Effekt bei leisen Passagen, die dann stark verstärkt werden, nochmal ein wenig.

20LUFS

Warum wird von ihm dann aber auf dem Master ein LIMITER angewendet??
Ich bin wirklich kein Audio-Profi, aber hatte durch meine letzten Jahre Podcastrecherche den Eindruck, dass Limiter eben… Limiten? Und Signal vor dem clippen/vor einem eingestellten Wert abschneiden, nicht verstärken.

Außerdem hat der von ihm empfohlene MGS JS Limiter ja auch für den Threshold nur eine db-Regelung.
Ist die Idee von LUFS nicht, dass eben nicht nur stumpf db-Gain gerechnet wird, sondern eben eine wahrgenommene “Lautheit”?

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Das ganze soll wirklich nur Verständnisfrage sein.
Denn: Wenn ich meine so eingestellten Spuren rausrechne und durch den LUFS-Meter von Logic laufen lasse, bin ich zwar bei einer anständigen, konstanten Lautheit, aber eben auch doch nicht ganz bei den gewünschten -16.

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Meine audioaffinen Neugierfragen also: Warum macht der Limiter lauter? Was muss ich in diesem Workflow noch ändern, um wirklich -16 LUFS auszureizen?

Na normalerweise wird bei einer Audioproduktion ein Masterbus Limiter ans Ende gesetzt um Peak-Spitzen bei -0,1db abzufangen, ohne dass es zu digitalem clipping kommt. Ist also nur eine Vorsichtsmaßnahme.

Mach ich auch immer im Ultrashall, weil meine Produktionen sonst jedes Mal clippen.

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Ok. Hab den Artikel jetzt auch gelesen und finde seine Verwendung des Limiters - sagen wir interessant.

Er kommt scheinbar wirklich aus dem Audio Bereich und macht sich hier das Leben leicht indem er ihn wie einen Brickwall-Limiter einsetzt. Wobei. Wenn man es sich genau anschaut, dann noch nichtmal das.

Ich persönlich finde es unnötig am Ende nochmal mit einem Limiter den Gain zu pushen, vor allem, wenn man sowieso schon auf allen Spuren Ultrashall Dynamics2 am Start hat.

Da wäre es meines Erachtens nach sinnvoller auf -20lufs zu mixen und dann nochmal durch Auphonic zu gehen.

Spannend finde ich seinen Ansatz die Sprecher in einen gemeinsamen Raum „zu setzen“ also einen nicht hörbaren, aber dennoch wahrnehmbaren Raum durch einen zugefügten - wie er es so schön nennt homöopathischen Hall - zu erzeugen.

Das ist im Recording und Mixing Umfeld quasi Standard. Bei Podcasts bin ich bisher trotzdem nie auf die Idee gekommen das mal auszuprobieren.

Ich nutze eher Plugins wie Zynaptiq Unveil oder Era DeVerb um den aufgenommenen Raum aus den meisten Podcasts herauszubekommen. Da wäre der Schritt einen gemeinsamen Raum zu erzeugen natürlich sinnvoll.

Auch wenn ich ja Vertreterin davon bin, Raum drin zu lassen…könntest Du mal in nem gesonderten Thread erklären, wie Du den Raum entfernst? Vielleicht mit ein paar Audiobeispielen, so dass man hören kann, wie der Unterschied ist?
Würde mich ja doch mal interessieren und vielleicht auch Andere.
Speziell für akustische Härtefälle wär das spannend.

Einen ähnlichen Workflow verfolge ich auch. Ich arbeite in -21 LUFS und erhöhe am Ende auf dem Master-Track um +5 LU bzw. dB, um letztlich bei den gewünschten -16 LUFS (Stereo-Produktion) zu landen.

Diese Erhöhung um +5 dB kann dazu führen, dass laute Stellen (z.B. Lacher) plötzlich clippen. Um das zu verhindern, wird nebst der Erhöhung um +5 dB als Vorsichtsmassnahme noch ein Limiter eingesetzt.

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