2 Podcaster - 1 Mikrofon (?)


#22

Wenn die Einzelspuren bevorzugt werden, rate auch ich vom Mischpult ab. Es gäbe lediglich einen workaround für maximal zwei Spuren, der allerdings nicht komfortabel ist.

  • Spur 1 / Sprecher 1 wird mittels panning auf links gestellt.
  • Mit Spur 2 / Sprecher 2 ebenso verfahren, nur auf rechts.

Ist aber auch nur improvisiert.
Alles andere würde ich professionellen Mischpulten mit FireWire überlassen, da klappt das mit der Mehrkanaligkeit.

Das ist mir zu pauschal. Mit Super- oder Hypernieren holt man sich u.U. zusätzliche Probleme ins Haus.
Was spricht gegen eine breite Niere? Vielleicht sogar gegen eine Kugel?

Wenn ich jemand ein Mikrofon unter die Nase halte, muss ich jede leichte Kopfbewegung abfangen. Da bin ich mit einer Super- oder gar Hyperniere auf der Verliererseite.
Meine Erfahrungen aus dem “Straßenkampf” sind diesbezüglich eindeutig.

Momentan spiele ich mit dem Gedanken, ein professionelles Kugelmikrofon zu testen. Mal sehen, was 2017 so an Überraschungen bereit hält.


#23

Meiner Erfahrung nach machen Kugeln nur Hall, zumindest in normalen Räumen.


#24

Im Reporter-Bereich werden Omni-Mikros bewusst verwendet, damit man beim Interview nicht so stark hin und her wedeln muss. Oft mit langem Griffstück.
Ich hatte mal ein Rode Reporter und war recht zufrieden damit.
Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!


#25

Okay, vielleicht so:
Für einfache Interviewsituationen (nur die Interviewpartner im Zimmer, o.ä.) kann man Aufnahmen direkt mit dem Recorder machen. Dann ist der Zoom H2 ideal - egal ob auf dem Tisch stehend oder in der Hand zwischen die Interviewpartner gehalten (beim H2 kann man vorne/hinten einschalten und bei der Aufnahme dann die Pegel sehen). Auch andere Recorder (sogar Handys) kann man so ohne Zusatzgerät nutzen.

In lauten Umgebungen (auf Messen o.ä.) habe ich die besten Erfahrungen mit Superrniere-Mikros gemacht, die die Stimme sehr gut aus dem Umgebunslärm lösen - wenn man den Mund “trifft”. Ich habe dabei immer so ~20cm Abstand, um den Interviewpartner nicht zu sehr zu bedrängen. “Profi-Reporter” hauen einem das (Kugel-)Mikro direkt ins Maul und arbeiten mir dem sehr kurzen Abstand um die Umgebung wegzudrücken, was ich ein wenig übergriffig finde. Blöd ist halt nur, wenn der Interviewpartner Profis kennt und sich dann zur Superniere beugt. Dann muss man auf Pegel und sehr auf die Ausrichtung achten. Bei ~20cm Abstand ist die Ausrichtung eben etwas einfacher.


Zoom H4 mit dem Superlux HMC 660 X?
#26

ich wollte in diesem Bereich eigentlich auf etwas anderes eingehen, dann fiel mir auf, dass ich diese Bemerkung offenbar überlesen habe:

Entschuldigung, aber diese Bemerkung kann man so per se nicht stehen lassen; sie führt zu Verwirrung.
Deine Erfahrung will ich gar nicht angreifen - Du hast sie eben gemacht -, aber die Schlussfolgerung ist missverständlich.

Eine solche Pauschalisierung ist gefährlich, zumal schon der Begriff des “normalen Raumes” stark variieren kann (wo ich schon überall Menschen in “normalen Räumen” angetroffen habe, die mich akustisch stark gefordert haben!).
Bei Deiner Einschätzung berücksichtigst Du z.B. nicht die Empfindlichkeit, das Wandlerprinzip etc. pp. So einfach ist es also nicht.

Genauso könnte man auch sagen, dass alle Großmembran-Mikrofone grundsätzlich besser klingen (leider nicht, wäre ja zu schön) oder besonders empfindlich seien (stimmt schon gar nicht).
Also bitte nicht per se eine bestimmte Charakteristik als problematisch kennzeichnen.

Ach ja: Nicht das Mikrofon macht den Hall, sondern der Raum / die Aufnahmeumgebung. Und was da normal ist? Siehe oben.