Zoom H6 Phantomstrom bei USB Interface stark genug?

Das H4nPro hat einen dedizierten Strom-Anschluss und den USB für die Interface Funktion. Das H6 hat nur noch das USB Interface.
Lt Handbuch muss man auf Batterie Betrieb umstellen, wenn über die USB Schnittstelle zu wenig Strom vom Rechner kommt (für 48Volt)
Hat hier jemand Erfahrung?
Ich muss für ein Videocast/Screencast über mehrere Stunden das H6 als Interface benutzen…
Wie lange reicht die Batterie/Akku bei voller Phantomspannung im Dauergespräch bei 1 Mikro und Kopfhörer.
Das spräche dann eher für das H4nPro - wenn ich die vielen XLR Anschlüsse nicht benötige
Danke für die Unterstützung
Michel Birnbacher

H6 mit Phantomspeisung, vom USB betrieben war bei mir nie das Problem. Ich würde naiv behaupten der Strom dort sehr klein ist und die Phantomspeisung kaum etwas verbraucht.

Die 4 Batterien oder Akkus im H6 reichen sicherlich für 2-3 Stunden Dauerbetrieb aus, vermutlich länger.

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Danke für deine Antwort, bin derzeit am überlegen, ob ich vom H4nPro auf das etwas “stärkere” H6 umsteige, da mein RODE PodMic schon etwas Leistung benötigt und das H4nPro etwas früher rauscht.
Aber das sind meine laienhaften Gefühle auf die es für mich aber ankommt…
lG und schönes Wochenende
Michel

RODE PodMic ist ein dynamisches Mikrofon und braucht gar keine Phantomspeisung. Es braucht aber gute Vorverstärker. Mit dem H6 klingt das Mikrofon schon ganz gut.

Ja, da hast du Recht, alternativ steht auch das NT1-A zur Auswahl, daher die Frage :slight_smile:

Danke dir
Sorry für die unklare Ausdrucksweise

Das H6 kann man mit jeder Akkubank per USB betrieben werden - zusätzlich zu oder statt der Batterien. Phantomspannung war da noch nie ein Problem. Mit einer 10.000mAh-Powerbank sollte ich laut Anzeige auf 8-10h an 6spur-Recording kommen (x/y-Kopf, 4x Line). Das Event hatte aber nicht so lange gedauert, so dass ich da nichts definitives sagen kann. Aber: lange.
Über den PC bekommt das H6 als HID-ClassCompliant-Gerät ja nur 500mA, was dann zu wenig sein könnte. Nicht allzu antike Akkubänke liefern dagegen das Doppelte bis Vierfache (wenn benötigt). Oder man nimmt ein entsprechendes Netzteil das 1-2A liefert - dann sollte man aber auf Brummen oder andere Störgeräusche prüfen.

Danke für die Erklärung,
zu 80% werde ich es vermutlich am Windows PC (Screencast/Lernvideos) und am MacBook als Interface nutzen mit Rode NT1-A oder Rode PodMic (muss ich noch überlegen)
Derzeit verwende ich das H4nPro nur für das PodMic ist das H4 fast etwas schwach… daher die Überlegung mit dem H6
Der RodeCaster wäre cool aber etwas übertrieben :slight_smile:
noch ein schönes Wochenende - und danke für eure Hilfe

48V Phantomspeisung kann bis zu ½W pro Gerät verbrauchen, das ist nicht wenig.

(48V÷6.8kΩ sind 7mA, 48V∙7mA∙2=672mW)

Warum dann ein H6 und nicht ein “normales” Interface - zumal ein H4n als Mobilrecorder ja schon vorhanden ist?
Das hätte zudem den Vorteil, per Default als Interface zu funktionieren, und muss nicht erst jedes Mal umgestellt werden.

Dann könnte man doch eins von diesen Power-Y-Kabeln nehmen, die man von CD-Brennern kennt, und so für mehr Strom sorgen? Wenn ein zweiter Port nicht reicht, dann sogar ein Netzteil oder eine Powerbank anschließen.

genau das ist die derzeitige alternative Überlegung
und du hast dieser Idee gerade zu ein paar Pluspunkten verholfen … (der Idee mit dem Interface)

Zoom H6 und H4N Pro haben so ziemlich die selben Preamps, da holst Du auch nicht mehr aus dem Rode Podmic raus (Und die Preamps sind recht rauschig). Entweder gleich auf die F-Serie hochgehen (die haben wesentlich mehr Power in den Preamps) oder was schon gemeint wurde: Ein normales Interface holen. Ein Scarlett der dritten Generation oder ein Audient iD4/Evo4 kommen ohne weiteres mit dem Podmic klar (Vergiss das Steinberg, rauscht auch). Sonst könntest Du auch einen Fethead holen und den zwischen Mikro und H4N Pro stecken um mehr cleanen Gain zu bekommen.

Wegen USB Power: Einfach gucken dass Du einen USB3 Port direkt am Rechner nutzt (kein Hub), der sollte immer genug Strom liefern. Ich sehe aber gerade bei nur einem Mikro dann echt keinen Stromengpass. Kannst ja mal zum Spaß den Recorder ohne Batterien anstecken, sollte ohne weiteres gehen.

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