WTF is olelo?


#1

Hallo zusammen,

gleich mal vorneweg: ich bin einer der Typen von olelo…

Nachdem einige von euch ja “Post” von uns bekommen haben und ich mit @eazy in Kontakt war, wollte ich jetzt hier mal Hallo sagen.

Unser Anliegen hinter olelo Podcasts ist es einfach, Podcastanbietern eine einfache Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen Alexa-Skill bei Amazon zu veröffentlichen (ohne irgendwas von der Technik dahinter verstehen zu müssen). Der Skill “olelo Podcasts” an sich versteht sich einfach als Austest-Skill, damit man sich erst mal ein Bild davon machen kann, was einen erwarten würde. Das soll definitiv kein zweites fyyd werden - geht mangels Masse ja auch gar nicht.

Zu der Sache mit der Mail: das sind wir eventuell etwas naiv angegangen. Ich war gar nicht auf die Idee gekommen, dass das als Spam gesehen werden könne – ich dachte, die Message hat eine so hohe Relevanz und war so personalisiert für den Empfänger, dass er im schlimmsten Fall sagt „brauche ich nicht“. Insgesamt war die Resonanz auch deutlich positiv – mit vereinzelten Empfängern, die es tatsächlich als Spam empfunden haben. Naja, man lernt nie aus – und mit der DSGVO hat sich dieses Thema ja jetzt sowieso erledigt. Es waren übrigens bei Weitem nicht alle deutschen Podcasts bei iTunes, die wir angeschrieben haben. Falls sich jemand von euch belästigt gefühlt haben sollte: sorry!

Falls ihr Fragen habt, haut mich gerne an! Auch, wenn ihr als Podcaster Ideen oder Anregungen habt, sind wir dafür natürlich gerne offen!

Viele Grüße
Sebastian


#2

Springen wir doch mal ins Thema :slight_smile:

Ich glaube, dass Einzelskills bestenfalls für ein paar “größere” Podcasts interessant sind. Weshalb? Nun: Der Aufwand für Nutzerinnen, einen Einzelskill zu bedienen und davon dann ggf. mehrere ist sehr hoch. Man wird sich bestenfalls eine Handvoll davon zulegen, sonst verliert man den Überblick.

Das heißt nun nicht, dass ich Podcasts mit weniger Hörerinnen den Skill nicht gönnen würde, aber es ist am Ende doch wie mit den Apps, die eine Weile sehr beliebt waren: Der Wartungsaufwand lohnt am Ende nur für Formate wie Einschlafen, die Lage oder Logbuch: Netzpolitik.

Für den Rest ist die Sicherheit im großen Schwarm bestimmt interessanter. Damit meine ich dann einen großen Skill, der viele Podcasts bedient und damit auch die Auffindbarkeit einzelner Podcasts erhöht. Niemand kommt auf die Idee, nach einem Skill zu suchen, der einen Podcast über Gartenarbeit anbietet. Die Werbeschwelle wäre hier viel zu hoch.

Ein großer Skill, der auf Zuruf aber auch was zum Thema Gartenarbeit abspielen kann, hilft an der Stelle deutlich mehr.

Ich bin mir sehr sicher, dass Sprachassistenten in Zukunft keine sprechenden Zylinder mehr sein werden. Diese Bauform ist nur der Anfang und wird am Ende nur der Anfang einer Entwicklung gewesen sein. Die Dinger werden - und sind es ja jetzt schon - problemlos dafür geeignet, in jedes Gerät mit Mikro und Lautsprecher zu wandern. Ob diese Entwicklung eine gute ist oder nicht, sei einer anderen Diskussion gewidmet. Ich würde es aber für eine Eselei halten, die Entwicklung nicht für die Verbreitung Eurer tollen Podcasts zu nutzen :slight_smile:

Außerdem will ich endlich im Auto sitzen und sagen können, dass ich die aktuelle Folge von Podcast XYZ hören möchte. Oder so :slight_smile:


#3

Ja, klingt teilweise nachvollziehbar. Es sind glaube ich unterschiedliche Nutzerverhalten. Ich z.B. suche keine Podcasts nach Stichworten (wie Gartenarbeit), sondern habe vielleicht vier oder fünf verschiedene Podcasts, die ich anhöre und auch per Namen kenne. Diese habe ich aber nicht über Alexa gefunden, sondern im Netz - Alexa ist nur ein sehr bequemer Weg, sie anzuhören.

Das ist die spannende Frage, wie denn der typische Podcast-Nutzer ausschaut. Weiß man, wie viele verschiedene Podcasts der typische Hörer abonniert hat? Für meinen Nutzertyp mit den paar wenigen Podcasts ist es wesentlich einfacher, “Alexa, öffne Lage der Nation und spiele die aktuelle Episode” als “Alexa öffne Sammelskill und spiele die aktuelle Episode der Lage der Nation” zu sagen. Noch dazu wird man ja irgendwann schön mit Notifications etc. spielen können, d.h. Alexa informiert quasi proaktiv “Es gibt eine neue Episode von Lage der Nation”.

Das mit dem Wartungsaufwand verstehe ich nicht ganz. Das ist ja quasi der Gedanke von olelo, dass der Podcast-Anbieter eben keinen Wartungsaufwand mehr hat, sondern das ganze “einfach funktioniert”. Ob sich das natürlich lohnt, dafür den ein oder anderen Euro hinzulegen, ist eine andere Frage.

Und da bin ich voll bei dir, dass sich die Voice-Dinger durchsetzen werden – und weiß ebenso wenig, ob das gut oder schlecht ist…