Wie kann man Projekte richtig (auf)teilen?

Liebe Leute, ich habe folgendes Anliegen:

Ich habe gerade ein Interview aufgenommen und wohlweislich schon mal nach 50 Minuten ein neues Projekt gestartet, weil ich wusste, dass es insgesamt anderthalb bis 2 Stunden dauern wird (gutglÀubig, wie ich war) und ich von vornherein mehrere Episoden daraus machen wollte.

Nun hat aber das zweite Projekt auch nochmal fast 3 Stunden gedauert (ja, insgesamt also fast 4 h :smiley: ) und ich ĂŒberlege das 2. Projekt auch nochmal zu splitten und insgesamt 3 oder sogar 4 Episoden aus dem Interview zu machen.

Nun hatte ich das letztens schon einmal mit einem Projekt gemacht und dieses dafĂŒr einfach kopiert (wollte also beim dem Originalprojekt das Ende wegschneiden und bei der Kopie den Anfang, um dann zwei Teile zu haben), nur hat da auch die Kopie irgendwie noch auf die Dateien des ersten Projekts zugegriffen und ich hatte riesige Angst, mir nachher alles zu zerschießen. Gottseidank hat es geklappt, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, wie ich es am am Ende geregelt hatte und hatte auch verschiedene Elemente (die rpp-s) dann doppelt.

Daher meine Frage: Geht das auch irgendwie einfacher und ohne Datenverlustrisiko, oder ist das Aufteilen von Projekten in mehrere Projekte nicht vorgesehen? :slight_smile:

Besten Dank! :slight_smile:

Ich wĂŒrde mir da zumindest wĂ€hrend der Aufnahme keine Gedanken drum machen. Also beim Interview die Aufnahme durchlaufen lassen und dann im Nachhinein die Stellen identifizieren, an denen Du raus gehen kannst. Dann einfach aus dem ursprĂŒnglichen Projekt den Rest in ein Neues kopieren und so weiter.

Auf die Art bist Du konzentrierter in der Interviewsituation, weil Du nicht dauernd die Laufzeit im Kopf hast, und Du vermeidest Datenchaos.

@schaarsen Also Teile ausschneiden und in ein neues Kopieren und nicht das Projekt insgesamt kopieren? Kopiert ULTRASCHALL dann alles Wichtige mit rĂŒber? :slight_smile:

Ohne, dass ich jetzt VerstĂ€ndnis in vergleichbarer Tiefe wie viele andere hier hĂ€tte, möchte ich ja sagen. Die Aufnahme landet im „Recordings“-Unterordner Deines Projekts. Wenn Du Teile davon woanders abspeicherst, sollten auch wieder Dateien im neuen Recordings-Ordner auftauchen.

Ok, ich werde das mal testen :slight_smile:

Dann kopiere ich vermutlich einfach mal alles rĂŒber und lösche dann die Teile, die ich dort nicht mehr brauche.

Sicherheitshalber: Wenn Du das neute Projekt abspeicherst im Speichern-Dialog unten den Haken bei „Copy rather than move“ setzen.

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Ah, da achte ich mal drauf. Danke!

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Du kannst auch das Projekt mehrfach abspeichern im gleichen Projektverzeichnis.

Also

Episode1.rpp
Episode2.rpp
Episode3.rpp
da, wo Du das Projekt abgespeichert hast, mit dem Du den Podcast aufgenommen hast.

Und dann öffnest Du die der Reihe nach und schneidest alles raus, was nicht zu Episode 1 gehört. Oder zu Episode 2 oder Episode 3.
Dadurch kannst Du die Aufnahme in einem Projekt haben, mit Kapitelmarken und allem pipapo, und die Episoden in der Nachbearbeitung trennen.

Hat auch den Vorteil, dass Du, im Gegensatz zu dem Vorschlag von Schaarsen(der auch eine Möglichkeit ist) nicht nochmal Kopien Deiner aufgenommenen Dateien erzeugst.
Du hast halt in Deinem Projektverzeichnis drei Projektdateien, mit unterschiedlichem Schnitten fĂŒr die jeweiligen Episoden, die aber alle auf die gleichen Audios zugreifen.

Heißt auch, Du darfst die Episode1.rpp Episode2.rpp und Episode3.rpp Dateien da nicht wegverschieben, weil sonst Reaper die aufgenommenen Dateien nicht wiederfinden wĂŒrde wenn Du die Projekte wieder öffnest.

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Ah! D.h. REAPER bearbeitet gar nicht die die FLACs, sondern die rpp definiert, welche Teile der FLACs genutzt werden?

Das erklÀrt ja auch, warum die rpp kopiert wurde, als ich da herumexperimentiert habe.

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Ja, Reaper ist, anders als Audacity, nicht destruktiv. In der RPP steht drin, was mit den Originaldateien beim Rendern passieren soll. Die Originaldateien selber werden aber nie verĂ€ndert. Du kannst sogar ĂŒber das MenĂŒ „Datei -> Neue Version abspeichern“ ganz einfach neue Bearbeitungsversionen erzeugen.

Ein Backup bei wichtigen Daten lohnt sich natĂŒrlich immer, aber das hat nichts mit Reapers FĂ€higkeiten bei der Bearbeitung zu tun.

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Gut zu wissen. Dann kann ich mir ein File ja durch die Bearbeitung quasi nicht zerstören und notfalls einfach nochmal ganz neu starten :slight_smile:

Und klar, Sicherheitskopien habe ich dennoch direkt gemacht :slight_smile:

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Jap, solange Du die Originaldateien nicht löschst oder verschiebst kannste nicht viel falsch machen.

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Und selbst wenn, die FLACs könnte ich doch in jedes beliebige andere Projekt "Drag&Drop"en, oder?

Jap. Das geht.

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