Wie kann man jemanden vom Podcasten überzeugen?


#1

Hallo! Wir sind zwei Schüler, die sich über viele Sachen humorvoll aufregen. Bis jetzt haben wir uns nur privat ausgetauscht, aber ab jetzt würden wir gerne einen Podcast (monatilich) aufnehmen wollen, in dem wir Dinge, die wir zu kritisieren haben, besprechen.
Mein Kumpel hat es aber ein bisschen schwerer, da er nicht so viele Informationen preisgeben will im Internet. Habt ihr gute Tipps und was war eure Motivation, einen Podcast zu erstellen? Womit kann ich ihn noch überzeugen? Er schwankt nämlich noch ein bisschen.


#2

Puh. Da kann ich dir leider nicht wirklich eine Hilfe sein. Ich stand vor einem ähnlichen Problem. Von vier Teilnehmern sind am Ende nur zwei (mich eingerechnet) geblieben. Für die anderen war das aus den von dir genannten Gründen einfach nichts. Die Ausgangssituation war eine ähnliche. Vier Personen deren Chemie im Alltag einfach unschlagbar ist. Eine davon war dann aber vor dem Mikro gehemmt und eine anderen musste dann aus zeitlichen Gründen passen.

Einfach mal ausprobieren. Umso wichtiger, dir für den Einstieg erst einmal erschwingliches Equipment zuzulegen.


#3

Kann ich @IndyViduum nur zustimmen, das Ausprobieren zählt. Macht einfach mal ein paar Aufnahmen, die nur für Euch beide bestimmt sind und probiert aus, wie sich das anfühlt. Wenn ihr euch gut damit fühlt, könnt ihr diese euren Freunden vorspielen und um Kritik bitten. Meine Frau war am Anfang auch super-skeptisch. Als ich meinen ersten Podcast gemach habe, wollte sie mir auf gar keinen Fall ein Interview geben. Dann hatte ich mal mehrere Freunde am Tisch sitzen und aufgenommen und irgendwann hat sie sich dann dazugesetzt und mitgeredet. Mittlerweile nimmt sie 5 mal pro Woche einen Podcast auf.


#4

Wenn man jemanden zum Podcasten “überzeugen” will, dann sollte man es gleich lassen.

Gerade, wenn es keine zwingende Notwendigkeit gibt (kommerzielle Absichten, Verpflichtungen “von oben”, …), dann basiert Podcasten dann doch auf Spaß an der Sache. Und wenn jemand mit dem Medium oder Mikrofonen oder sonstwas nicht klar kommt, dann wird er keinen Spaß beim Podcasten haben.
Bekanntermaßen steht und fällt der Erfolg eines Podcasts aber auf Basis von Chemie und Personality. Und diese funktioniert nicht, wenn wer nicht aus eigener Überzeugung dabei ist.

Man kann aber versuchen, die eigene Überzeugung zu triggern, indem man Testaufnahmen macht oder den eigenen Podcast vorspielt. Also ans Medium heranführt.

Am häufigsten habe ich Einsteiger in den Podcast bekommen, indem ich ganz persönliche Triggerthemen angesprochen habe: Wenn die ganze Welt sagt, der neue Star Wars sei gut, und ein Bekannter sagt, dass er der letzte Schmonz sei, dann freut der sich sogar, eine Plattform zu bekommen, um seine Meinung in die Welt zu reden.


#5

Genau so ist es. :+1:
Es hat letztlich auch was mit Selbst- und Außendarstellung zu tun. Die Bereitschaft dazu kann man niemandem auferlegen.

Vergleiche dazu auch das “Sei spontan! - Paradoxon”. :sunglasses:


#6

Hi,

wenn dein Kumpel spontan und kreativ ist, kann er sich einfach immer dann, wenn es ihm zu privat wird, etwas ausdenken - eine beliebige Story, in eine Rolle schlüpfen.

Am Anfang kann man zum Beispiel einfach das Gegenteil von dem sagen, wozu man privat steht.
Wenn er privat auf Adidas Sneaker steht, dann sind es im Podcast halt Spingerstiefel oder Sandalen - je absurder, desto besser. So kann man dem Zuhörer mitteilen, dass es einem hier zu privat wird, ohne ihn zu langweilen. Und da am Ende kein Zuhörer mehr genau weiß, was jetzt privat und was ausgedacht ist, kann man sogar private Details einstreuen - am Ende kann man immer behaupten, dass es nur eine Phantasiestory war. Außer natürlich, dein Kumpel plant eine Karriere in Unternehmen, die völlig Humorlos, verklemmt sind und ihren Bewerbern nachspionieren.

Es muss natürlich klar sein, dass diese “Technik” einige Übung benötigt um flüssig rüberzukommen.

Viel Erfolg!