Werksführung bei Sennheiser - Wer hat Lust?

Wenn mir jetzt noch erklärt wird, wie das mit PN geht, kann ich Dir meinen Namen schicken :slight_smile:

Update 15:30: Ich hab Deinen Namen klickt und dann Nachricht. Sollte es gewesen sein.

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Ich wäre auch dabei. Ist ja quasi vor der Haustüre hier.

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Schade ist das so weit weg. Jedenfalls eine super Sache!

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Naja, ncoh sind Plätze frei, bleib einfach am Thread dran und sag ggf. kurzfristiger bescheid!

Der nächste Termin wäre im DEZ 2016 gewesen, aber mit dem Kongress, Weihnachten und Advent wollte ich den Monat nicht, Februar scheint ein guter Monat, keine Subscribe und es sind ja nur noch 5 Monate. :smiley:

Kommt @timpritlove auch zu dem Hörertreffen?

Schade, schade. Wir hatten uns so darauf gefreut. Aber nun hat es sich ergeben, dass Frank und ich leider doch nicht an der Werksführung teilnehmen können.

Unsere beiden Plätze sind also ab sofort wieder frei.

Habt Spaß und findet tolle Schallwandler,
Dieter

Hui, das ist ja jetzt dann. Hast Du meinen Namen usw. schon?

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Ich muss leider wegen Arbeit absagen :frowning:
Würde hier aber noch einige Fragen posten, die ihr vor Ort gerne stellen dürft…

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Hm, so leid es mir tut, ich muss leider kurzfristig absagen :frowning: Habt Spaß und berichtet!

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Och Leute :confused: schade!

Gibt es Fragen? Bin gerade Vorort und es geht gleich los :slight_smile:

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Also mich würde unendlich umtreiben, warum es zwischen dem HMC660 für 39 € und dem Beyerdynamics DT297 für 320 € (inkl. Kabel) nichts, aber wirklich GAR NICHTS Brauchbares gibt. Hat Sennheiser hier irgend etwas wenig Bekanntes im Headset-Bereich, eventuell aus der Gaming-Ecke - oder könnten sie sich vorstellen, in den Markt zwischen 100,- und 150,- etwas solides anzubieten, dass zwar mit Kompromissen daherkommt, aber einfach nur einen sauberen Kondensator-Klang bietet wie die anderen beiden Headsets? Und das natürlich als XLR-Modell, nicht so ein Unfug mit integriertem USB.

Ein interessanter Ansatz wäre auch ein modulares System: Sennheiser hat unendlich viele exzellente Kopfhörer. Die mit abnehmbaren Kabeln daher kommen. Ein Ansatz wäre, einen Kondensator-Mikro-Schwanenhals zu entwickeln, den man an möglichst viele der Modelle andocken kann - so dass man sich einfach den Kopfhörer aussuchen kann der einem klanglich und preislich liegt, und immer dasselbe “stanbdard” Mikro dazu hat. Ebenfalls dabei wäre dann ein Kabel, dass XLR und Miniklinke zusammen fasst, also das Kopfhörer-Kabel ersetzt.

So ein Ansatz wäre mal total klever und ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Sennheiser. Gern stehe ich konsultierend für deren FE-Abteilung zur Verfügung. Seit meinem Posting letztes Jahr wurden über 100 HMC gekauft - viele davon (und noch viel mehr) könnten Sennheiser-Kunden werden um endlich die Schwachstellen wie 48V oder Anfälligkeit für Netzbrummen los zu werden. Wir sollten hier den Markt nicht den Chinesen überlassen! Sennheiser ist eine der ganz großen Traditionsfirmen, und machen in vielen Segmenten m.E. alles richtig. Ich habe über ein Dutzend Kopfhörer von denen. Es ist an der Zeit, den Podcast-Markt zu erobern!

Wichtig:die werden euch tolle Standalone-Mikros zeigen - das ist schon auch ok, aber aus diversen hier oft diskutierten Gründen eben für viele, sehr viele PodcasterInnen nicht das, was wir wollen. Wir wollen gute Headsets für knapp über 100 €.

Dieses Posting kann gern dort verlesen werden :slight_smile:

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Tut mir echt leid, hab es verpeilt und bin in den USA unterwegs :confused:

…und? Wie lief es nun?

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Bin fix und fertig, werde morgen schreiben

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Kurz für @rstockm:
Anscheinend ist der Markt zu klein um für einen entsprechenden Preis ein passendes Headset anzubieten. Das zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Natürlich gibt es viele Mikrofone, die maschinell hergestellt und auch in entsprechenden Mengen abgesetzt werden können. Aber sobald der Markt kleiner wird, lohnt sich diese Herstellungsweise nicht mehr. Die Investition in einen passenden Maschinenpark wären einfach zu hoch. So müssten diese Produkte in einer Manufaktur hergestellt werden und das geht nur mit Menschen. Das ist teuer.
Im Gamingbereich haben Sie folgendes:


Das Ding hat zwei getrennte Klinkeanschlüsse kostet aber auch 250 Schleifen.
Deinen Vorschlag eines modularen Systems haben wir auch unterbreitet, stellt aber viele Herausforderungen an die Ingenieure. Aber vielleicht haben wir einen Floh ins Ohr gesetzt :wink:

Zur Führung:
Ich fand das ganze ziemlich beeindruckend, besonders dass noch sehr viel in Deutschland produziert wird. Auch die Produktvielfalt von erschwinglichen Mikrofonen bis hinzu von Hand gebauten Neumann Produkten ist sehr beeindruckend. Sicherlich war die maschinelle Produktion des E835 etc war ziemlich interessant. Leider konnten wir keine Fotos machen, aber das ist auch verständlich.
Auch die Manufaktur für die besonderen Produkte von Sennheiser war cool, auch wenn es hier um Produkte geht, die eher für Podcast uninteressant sind.
Besonders cool war der Testraum.

Also mich hat es sehr beeindruckt. Der Qualitätsanspruch und die aufwendigen Tests jedes einzelnen Produkts bevor es überhaupt zum Kunden kommen kann sind zwar nicht einzigartig, aber erhöhen schon das Vertrauen in die Mikrofone von Sennheiser.
Soweit mal meine Eindrücke von diesem Tag
Hier noch ein paar Bilder:

Der Gründer von Sennheiser, Fritz Sennheiser, wenn ich mich richtig erinnere

Eines der ersten Mics von Sennheiser, das noch als OEM für Siemens gebaut wurde

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Ich melde mich in Kürze. Momentan ist zeitlich alles dicht.

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Hat jemand von den Teilnehmern den Namen des Füh^H^H^H Sennheiser-Mitarbeiters und womöglich Mail-Addr im Gedächtnis oder sogar aufgeschrieben? Wäre daran interessiert.

Update: In meinem Audio hab’ ich den Namen gefunden, er stellt sich als Peter Arasin vor.

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Hallo,

hier kurz meine Eindrücke vom Besuch bei Sennheiser.

Ich war mit dem Auto angereist und hatte ordentlich Puffer eingeplant. Die Kombi aus den Autobahnen A30 und A2 ist manchmal etwas heikel. Aber ich kam gut durch und war dann locker eine Stunde zu früh da. Ich trieb mich solange im “Flagship Store” herum.

Nach und nach trudelten die anderen Besucher ein und wir erfuhren von weiteren Absagen. Es gab leichte Irritationen, weil nun niemand genau wusste, wer nun eigentlich dabei sein sollte. Die Mitarbeiter von Sennheiser nahmen es entspannt und ließen uns einfach unsere Namen in eine Liste eintragen. Insgesamt waren wir noch 6 Besucher, glaube ich. (Ich lasse mich da gerne korrigieren.)

Produktmanager Peter Arasin von Sennheiser begrüßte und nach einem bisschen Smalltalk ging‘s dann los.

Die Führung begann im Flagship Store mit einem Überblick über die Geschichte des Unternehmens und dann einer recht umfassenden Vorstellung der Produkthistorie. Das war alles wirklich interessant, nur bei der Produkthistorie hätten es ehrlich gesagt für mich auch 5 Minuten weniger getan.

Von dort aus gingen wir zum reflexionsarmen Raum, der für mich ein echtes Highlight war. Der ist akustisch schon wirklich sehr, sehr trocken. Ich hatte direkt den Impuls, einen Druckausgleich auf den Ohren machen zu wollen, obwohl das natürlich nichts bringen würde. Dieses war übrigens die einzige Stelle, an der wir abseits des Flagship Store fotografieren durften. @kieliscalling hat ja schon einige Bilder gepostet. Innerhalb der Produktion durften wir nicht fotografieren, das empfinde ich aber als völlig üblich.

Von dort aus ging es weiter in eine Produktionsstätte für Mikrofone. Hier werden auf einer Fertigungsstraße die Mikrofonkapseln (Membranzuschnitt, Wickelung der Spulen etc.) hergestellt und in einer kleinen Kammer einer ersten Messung unterzogen. Fehlerhafte Kapseln werden hier automatisch aussortiert. Wenn ich das richtig verstanden habe (es war recht laut), wird hier auch nach Fehlerquelle (geht gar nicht, Frequenzgang stimmt nicht usw.) unterschieden und der Ausschuss entsprechend sortiert.

Intakte Kapseln werden dann weiter automatisch in die Gehäuse verbaut und alle anderen Elemente mit bestückt. Am Schluss wird das fertige Mikrofon mit einem Sweep in einer deutlich größeren Kammer durchgemessen. Die Mikrofone müssen innerhalb bestimmter Toleranzen liegen. Ausschuss wird wiederum aussortiert. Ein Monitor zeigt die Streuung über die letzten 2000 Mikrofone, die Werte des zuletzt gemessenen Mikrofons und die Toleranzgrenzen (da war ordentlich Raum). Die Fertigungsstraße wird für verschiedene Mikrofone genutzt und bei Bedarf umgerüstet.

Nun wechselten wir in ein großes Gebäude und konnten draußen kurz von weitem das erste alte Gebäude sehen, in dem Sennheiser begonnen hat.

Weiter ging es in einer Halle, in der einige logistische Dinge stattfanden, aber auch die Vorfertigung von Mechanikteilen durchgeführt wird. Wir erfuhren hier auch, dass Sennheiser preiswerte Kopfhörer in Fernost bauen lässt, weil sich das wirtschaftlich sonst nicht machen ließe.

An einem Tisch blieben wir stehen und uns wurden einige Objekte vorgestellt: Mikrofongehäuse, ein Richtrohr, die Gitterstrukturen um die Kapsel und ähnliches. Auch gab es eine Anekdoten über das Richtrohrpatent von Sennheiser und wie Neumann das umgangen hat. Kurz wurde hier Personaltransfer zwischen Sennheiser und Beyerdynamics angesprochen. Auch Spionage und Produktpiraterie wurden hier kurz angerissen. Es gab eine kurze Beschreibung des Funktionsprinzips von Richtrohrmikrofonen, die ich allerdings etwas eigenartig fand.

Als nächstes warfen wir ein paar Blick auf Metallverarbeitung. Viel zu sehen war hier nicht. Die Verarbeitungsschritte fanden in einer großen Maschine hinter Glas statt und dort wurde mächtig Flüssigkeit zugesetzt.

Wir erhielten dann noch einen kleinen Info in die Fertigung von Profilen. Hier ging es um „Rohre“, die noch einige Strukturen im Inneren haben. Diese Elemente bezieht Sennheiser von einem Unternehmen aus den Niederlanden. Aluminium wird dort nicht ganz zum Schmelzen gebracht. So entsteht eine Paste, die man dann durch eine Öffnung presst. Am Ende des Prozesses ist die Paste soweit abgekühlt, dass die Form beibehalten wird.

Durch ein Fenster blickten wir dann in den Bereich „Engineering“. Hier kümmert man sich um die Instandhaltung, aber auch um die Entwicklung neuer Fertigungsprozesse. 3D-Druck wird eingesetzt, aber noch nicht in der Herstellung.

Wir wechselten in eine andere Halle und besuchten einen Bereich für Zusammenbau und Endprüfung von Neumann- und MKH-Mikrofonen . Die Herstellung erfolgt von Hand, die Kontrolle in einem eigenen Messraum.

An einem Arbeitsplatz konnten wir die Endmontage eines Richtrohrmikrofons sehen. Die einzelnen Komponenten (Mikrofonkapsel, bestückte Leiterplatte, Richtrohrinnenleben etc) werden hier zum fertigen Mikrofon zusammengesetzt.

Als nächstes blieben wir ein einem Fenster stehen. Hier konnten wir in einem Reinraum blicken. Hier wird die Luft in 30 Sekunden einmal komplett gefiltert, es zieht „ein bisschen“. Hier werden (sofern ich mich recht erinnere), die Kapseln für die Neumann-Mikrofone hergestellt. Das Luftpolster zwischen Membran und Gegenelektrode ist nur haarbreit und darin dürfen keine Partikel sein. Die Fertigung im Reinraum hat den Ausschuss deutlich reduziert.

Nachdem wir in einer Vitrine noch verschiedene Mikrofone betrachtet hatten, gingen wir weiter zur Bestückung der Platinen. Die werden Sennheiser von extern geliefert, die Bestückung mit SMD-Komponenten wird maschinell von Sennheiser vor Ort selbst gemacht.

Die kleinste Leiterplatte misst 4 Millimeter Durchmesser. So etwas kann dort nicht direkt verarbeitet werden. Also enthält eine Leiterplatte 300 von diesen Elemente. Die nach der Bestückung per Laser voneinander getrennt werden. Bei größeren und geraden Trennungen von Platinen kommen Trennscheiben zum Einsatz.

Die Bestückung erfolgt auf zwei Bestückungslinien. Zunächst werden die Leiterplatten mit Zinnpaste bedruckt. Sechs Montageköpfe setzen die Bauteile mit 1/100 Millimeter an die richtigen Stellen, danach wird per Heißluft verlötet. Es erfolgt eine automatische optische Prüfung, bei der ein Bild der soeben bestückten Leiterplatte mit einer Referenz verglichen wird.

In einem eigenen Bereich wurde uns die Herstellung des neuen „Superkopfhörers“ He-1 gezeigt. Der ist der Nachfolger des „Orpheus 1“. Wie man uns erzählte, beträgt die Tagesproduktion ein Stück. Die Basis wiegt etwa 25 Kilogramm, nach dem Einschalten wird eine „Inszenierung“ abgespielt (die Bedienteile und die Röhren werden ausgefahren und der Kopfhörer „präsentiert“). Der Preis des Gespanns aus Vorverstärker und Kopfhörer beträgt 60000 Euro. Über die Limitierung sei noch nicht entschieden, aber durch die geringe Produktionszahl erfolge von alleine eine Limitierung.

Als letzte Station auf der Führung blieben wir vor Temperaturwechselschränken stehen. Hier werden Empfänger („Top-Geräte“) über 24 Stunden gestresst und im Wechsel Temperaturen von -10 bis +50 Grad ausgesetzt.

Auch wurde hier über Stückzahlen in der Mikrofonfertigung gesprochen. Herr Arasin sagte unter anderem, dass es schwierig sei, Mikrofone in wirtschaftlichen Stückzahlen herzustellen.

Es ging dann noch etwas über Vertrieb, Direktvertrieb usw… dann kamen zum Ende der Führung. Ich hatte den Eindruck, dass alle Teilnehmer damit ziemlich zufrieden waren.

Zu den Fragen von @rstockm und den Antworten dazu hatte @kieliscalling ja bereits etwas geschrieben.
Ich selbst war nach den Ankündigungen hier im Sendegate mit anderen Erwartungen angereist. Eine Spezialisierung auf mobiles Equipment bei der Führung habe nicht bemerkt. Das Ausprobieren beschränkte sich für mich hauptsächlich auf das Probehören von Kopfhörern im Flagship Store vor der eigentlichen Veranstaltung.

Aber trotzdem war es eine sehr interessante Führung und für mich hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Danke an @Wilhelm für die Orga und an die Firma Sennheiser und Herrn Arasin für die Führung.

Falls ich etwas vergessen habe: einfach fragen.

Eine kurze Zusammenfassung in Audioform von mir gibt es vermutlich im nächsten Sendegarten.

Viele Grüße
Lars

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Hallo ihr lieben,

ich war ein paar Wochen in der Versenkung verschwunden (Etwas in der Familie meiner Freundin, darum war ich in Hessen) und bin hoch erfreut, dass alles doch so gut geklappt hat, auch wenn ich nicht dabei sein konnte. Die Bilder und Berichte sind ja fantastisch. :slight_smile:

Auch wenn das Ausprobieren anders mit Herrn Arasin abgesprochen war. Ich hatte extra noch ein paar Tage vorher angerufen.

Jetzt bin ich wieder da und kann im Sendegate wieder mitlesen und -schreiben.

@Susticle auf den Sendegarten freue ich mich dann schon.

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