Werbung in Podcasts


#1

Moin,

ich überlege mir gerade meinen zweiten Podcast und frage mich, welche Finanzierung sinnvoll wäre.

Werbung scheint am besten zu passen, wobei native Advertising nicht passt.

Bei mir wäre das wahrscheinlich ein Autobauer, aber dann binde ich mich zu einseitig an eine bestimmte Marke.
Also bleiben Audiospots im Podcast. Welche Dienstleister bzw. Vermittler?
Im Netz kursieren sehr viel Artikel- Man wird nicht schnell Reich mit Podcasts.
Genau. Wär schön wenn Ihr mir intelligentere Tipps, Studien und Werbeplattformen (Dienstleister) geben könnt.

Aus was muss ich bei der Konzeption achten, also wie kann die Werbung eingebunden werden.

Jürgen


#2

Stichwort aufpassen: Plattformen wie Spotify lehnen Podcasts ab, die eingespielte Werbeclips enthalten. Selber eingesprochene Beiträge ala “ich danke dem Papst für die Finanzierung dieser Folge” sind hingegen in Ordnung.


#3

Dann würde ich auf solchen Plattformen nur verkürzte Version liefern, aber wie macht es z.B. Die Lage der Nation oder der lila Podcast.


#4

Die Lage lässt sich von AS&S vermarkten, die sonst Werbung in den ARD-Wellen verkauft. Dort gibt es ausschließlich Native Advertising. Die RMS als Privatradio-Äquivalent bietet Werbespots an, die sonst im Radio laufen und dynamisch eingefügt werden. Beide dürften eine gewisse Reichweite erwarten, bevor sie Dich in ihr Portfolio aufnehmen.


#5

Ich will mich nicht mit der Lage gleichsetzen, aber es müsste doch eine Nummer kleiner gehen. z.B. https://www.podstars.de/podcaststudie2018/


#6

Du hast gefragt, wie die Lage es macht… :thinking:


#7

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du eher arm als reich dadurch, weil es viel Zeit kostet, wenn man es gut macht. Aber mach Dir nichts daraus, niemand hat mit Recht behauptet, Podcastproduzent sei ein einträglicher Beruf. Wie fast immer, gilt das umgekehrte nur für wenige Personen.

Was wirklich zählt sind andere Dinge: Dazulernen, Interaktion mit Hörern und anderen Produzenten, etwas Einzigartiges zu schaffen. Wenn Dir das nicht Lohn genug sein kann, solltest Du es eher lassen.


#8

Ich habe aus dieser Studie entnehmen können, dass ich vom Alter zu den 0,4% über Fünfzig (ich bin 56) gehöre. Entspricht nicht meiner Wahrnehmung und dem deutschen Altersdurchschnitt.

Ich gehöre zu den 3,8 Prozent, die “Native Advertising” (vom Host eingesprochene Werbung) ablehnen, sowie zu den 48,2 %, die sich von Werbung gestört fühlen. Auch gehöre ich zu den 28,2 % die bei Werbung vorspulen.

Besonders aber gehöre ich zu den Hardcoreidioten die Werbung ablehnen, damit Podcasts werbefrei bleiben können. Wenn diese Werbetölpel wenigstens begreifen würden, dass Werbung kein wie auch immer gearteter Inhalt ist, sodern ganz im Gegenteil Gift für den Inhalt, weil sie Erwartungen nach sich zieht, die sich auf den Inhalt auswirken.

Und wen man es genau betrachtet, schon bevor der erste Spot gesendet wurde.

Angeblich nur 14,1 % lehnen diese Aussage ab: “ICH FINDE ES GRUNDSÄTZLICH POSITIV, WENN UNTERNEHMEN IN MEINEN LIEBLINGSPODCASTS WERBEN.” Wem soll ich das glauben und warum. Einer Firma, die Werbung in Podcasts vermarkten will jedenfalls nicht.

Und warum man für ein 19-Seiten-PDF 25,6 MB digitalen Datenmüll erzeugen muss, ist mir auch nicht klar geworden.


#9

Aus meiner Erfahrung wird Werbung von der Zielgruppe akzeptiert, wenn das Produkt für sie prinzipiell interessant ist.

Insofern ist das schon ein spannender Ansatz, wenn man eine zusätzliche Einkommensquelle haben möchte.


#10

Für mich stellte sich nur die Frage, wie man den Kontakt zu Werbeagenturen mit Schwerpunkt Podcast herstellt.