Werbung im Podcast deklarieren


#1

Hallo,

ich habe mal eine ganz spannende Frage an alle Hobbypodcaster und auch die die damit Geld verdienen.

Grundlage meiner Fragestellung ist folgender Artikel:

Auszug:
… Wer andere verlinkt, hat automatisch ein Geschäftsinteresse. Entweder, weil Influencerinnen damit ihre Reichweite, sprich ihren Marktwert, erhöhen wollen. Oder weil sie neue Werbepartner akquirieren wollen…

und

…Jetzt wurde Urteils-Irrsinn aber laut vieler Instagram-Nutzer zu weit getrieben – so ist das Vreni Frost nämlich passiert. Jüngst hat das Urteil rund um die Bloggerin Instagram-Nutzer landesweit verunsichert. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) hat sie wegen unlauteren Wettbewerbs abgemahnt, da sie die Marken ihrer Kleidung in einem Bild getaggt hat ohne zu erwähnen, dass es sich um unbezahlte Werbung handelt. Das Urteil besagt, dass jede Art der Markennennung nun als Werbung bezeichnet werden muss, selbst wenn man nichts mit dem Konzern zu tun hat und das Produkt, die Dienstleistung etc. rein privat verwendet. Sollte man dem nicht folgen, können heftige Abmahnungen drohen!..

Unser Podcast ist ein reines Hobby und hat in keinster Form was damit zu tun das wir dadurch unseren Lebensunterhalt verdienen möchten. Aber wenn ich das richtig lese muss ich doch jetzt bei jedem Podcast in dem ich “spezielle bei uns jetzt” ein Gaming-Titel oder ein Produkt von einer großen Firma erwähne klar kenntlich machen das es Werbung ist?! Ebenso haben wir ein Instagram-Profil was solche Bilder enthalten könnte…

Kennt sich jemand aus und weiß wie wir jetzt weitermachen können/müssen?

Vielen dank und ich hoffe auf eine spannende Diskussion.

Gruß
Murgi


#2

Da hast Du zwei Mal den gleichen Link geposted.

Der Fall, leicht aufgearbeitet und nicht von einer ahnungslosen Newsseite:
https://www.online-und-recht.de/urteile/Schleichwerbung-bei-Vreni-Frost-Instagram-Postings-Landgericht-Berlin-20180524/

Ein schönes Urteil, das auf einige Aspekte eingeht und diese teils auch definiert.

Entsprechend alles recht problemlos für deutsche Hobby-PodcasterInnen in Form privater, natütlicher Personen.


#3

Also lese ich das richtig, das ich 50.000 Follower brauche um ein Influencer zu werden/sein ?`?? :slight_smile:

Vielen dank für den Beitrag !!


#4

So formuliert, hast Du das falsch gelesen.
Das Urteil macht den Influencerstatus bzw. die Influencertätigkeit nich an einer konkreten Followerbasis fest.