gerade planen wir eine Podcastfolge mit einigen Personen, die wir vermutlich per StudioLink zusammen schalten wollen. Grob gibt es eine Liste mit Themen, die wir zusammen besprechen möchten.
Wie bekommt man das am besten moderiert, damit alle geordnet zu Wort kommen? Wir sind zwar alles Podcaster, haben aber noch nie zusammen in einer so großen Runde (ca. 8 Leute) virtuell zusammen gesessen.
Meine Idee war, dass wir neben StudioLink noch eine stumme Teams-Session laufen lassen, in der wir das virtuelle Handzeichen nutzen, um die Redereihenfolge festzulegen.
Gibt es noch andere, vielleicht bessere Tools oder Methoden? An anderer Stelle wurde z.B. Trello genannt bzw. generell mit Blickkontakt und „echten“ Handzeichen zu arbeiten…
Ich habe bislang nur Erfahrung mit fünf Teilnehmer*innen gleichzeitig gemacht, acht klingt wirklich herausfordernd.
Wir hatten die gleiche Idee wie du und haben uns mit Handzeichen in einer (stummen) Videokonferenz orientiert, die Anzahl der Finger war dabei unsere Reihenfolge. Bei so vielen Personen erfordert das Disziplin und eine vorherige Absprache. Man wird ohnehin viel schneiden müssen, aber andere Tools dürften noch einen weiteren Delay einbringen.
Ich nutze dafür Etherpad, ein webbasierter Editor, der alle Änderungen bei allen Teilnehmern synchronisiert.
Das funktioniert für Remote und auch lokal ganz gut. Lokal im 2er-Gespräch benutze ich ein Zeichentablett in 16 Zoll als zweiten Bildschirm über USB-C, auf dem mein Bildschirminhalt gespiegelt wird.
Ich bereite mit dem Gesprächspartner ein Skript im Etherpad vor, das ich während des Gesprächs dann die Punkte durchstreichen, die schon besprochen wurden.
Danke an euch. Das zeigt mir, dass ich nicht komplett auf dem Holzweg bin.
Derweil hat sich ein neues Problem aufgetan: einen gemeinsamen Termin für die Aufnahme zu finden Es kann daher sein, dass es gar nicht zur Aufnahme kommen wird. Ich werde berichten.
Nach eigenen und einigen Erfahrungen, merkte ich, dass das sehr aufwändig ist und kompliziert werden kann. Mein Workflow ist mittlerweile folgender:
1.) Eine Zoomkonferenz für alle
2.) Alle schalten auf Original-Ton für Musiker um (entfernt alle Filter)
3.) Der Host stellt bei Aufnahme ein: „Separate Audiospur für alle Teilnehmer“
4.) Der Host nimmt die Konferenz auf, alle anderen auch, für Backups
Nach dem Umwandeln hat man dann für jede/n eine eigene Spur als MP3. Ich bin mit der Qualität sehr zufrieden und weil man nur einen Bildschirm hat, merkt man, wenn jemand rausfliegt oder was sagen will, aber Tonprobleme hat oder Aussetzer. Und durch die Bildschirmfreigabe kann man auch Dokumente teilen.
Zu diesem Thema bin ich noch eine Rückmeldung schuldig: Anfang Januar 2025 haben wir unsere Crossover-Folge aufgenommen. Wir haben uns in einer Teams-Sitzung getroffen (Audio und Video), um die Aufnahme zu koordinieren und uns gegenseitig etwas kennen zu lernen. Dann haben wir Studio Link IDs ausgetauscht, und ich habe einen nach dem anderen in die Ultraschall-Aufnahme hineingeholt. Anschließend hat jeder den Teams-Ton auf Stumm geschaltet. So konnten wir uns noch über Teams sehen und über Studio Link hören. Die Handzeichen-Option in Teams hat bei der Gesprächsführung geholfen. Insgesamt hat das gut funktioniert. Hier das Ergebnis:
Die nächste, vergleichbare Aktion ist auch schon angedacht. Diesmal wollen wir aber Mix Rooms ausprobieren…
Danke @gNNY, das ist eine gute Anregung. Bisher hatte ich immer nur eine/n Interviewpartner/in, aber selbst dafür bin ich noch nicht selbst auf die Idee mit der Teams-Sitzung nebenher für Sichtkontakt gekommen.
Was mir manchmal fehlt, ist eine Möglichkeit, Sachen auszuprobieren. Das ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich das als Hobby betreibe - wenn ich Zeit hätte, schlafen alle anderen schon, mit denen ich mal einen oder mehrere Probecalls machen könnte. Geht das anderen hier auch so oder ist jemandem eine Art „Probier“-Möglichkeit bekannt, bei der man mal die Technik checken kann etc.?
da ich einen entfernt sitzenden Podcastpartner habe, können wir uns zwischendurch zum Testen zusammensetzen, ansonsten würde es mir ähnlich gehen wie dir.