Welcher FetHead-Mikrofonverstärker? Standard o. Filter? [Rode ProCaster]


#1

Hey Community,
ich bräuchte da mal euren Rat. Es geht um das „Procaster“ der Marke Rode. Ich würde mir dieses Mikrofon gerne zulegen, da ich bereits ein Kondensatormikrofon besitze, es mir aber zu viele Umgebungsgeräusche aufnimmt. Fazit: Es muss ein dynamisches her.

Das Rode Procaster gefällt mir sehr, da ich die 10-Jahres-Garantie von Rode sehr nett finde. Außerdem liefert Rode immer eine anständige Qualität und das Design gefällt mir ebenfalls. Natürlich kann man über das Design streiten, manche finden es sieht aus wie ein ****, mir gefällt es aber.

Als Interface besitze ich das „Yamaha AG03“. Da ich das Interface erst einige Wochen besitze, möchte ich in dieser Richtung nichts austauschen. Ich will es auch nicht verkomplizieren. Mehrere Interfaces zu Hause rumstehen haben (usw.).

Also das Rode Procaster gefällt mir sehr, allerdings soll es im Urzustand ziemlich leise sein. Im Internet stieß ich dann auf einen Geheimtipp. Einem Mikrofonvorverstärker welcher zwischen Mikrofon und XLR-Kabel geklemmt wird. Das Ding nennt sich „FetHead“ von Tritonaudio. Das Teil soll dem Rode Procaster in Verbindung mit etwas schwächeren Interfaces - wie meinem - den nötigen Kick geben. Stimmt das? Ich hoffe doch?

Auf jeden Fall gibt es drei Formen des Verstärkers.

  • Tritonaudio FetHead
  • Tritonaudio FetHead Filter
  • Tritonaudio FetHead Phantom

Scheinbar gibt es diese drei Versionen. Phantom fällt schon mal raus, das Mikrofon benötigt ja keine Phantomspeisung. Nun bleibt noch die Wahl zwischen Standard und Filter.

Bei der Filter-Version steht: Diese Version des FetHead hat einen eingebauten 6dB / Oktave-Hochpaßfilter mit einer Eckfrequenz von 220Hz und ist für Mikrofone mit niedrigem Frequenzgang wie z.B. manche Bändchenmikrofone oder auch Dynamische Modelle konzipiert

Welcher FetHead ist nun der Richtige für mich? Und taugen die Dinger wirklich was? Vor allem in Verbindung mit dem Procaster?

Antworten wären super. Danke


#2

Du brauchst den Normalen. Den habe ich auch. Ja, die taugen. Als ich mein Procaster noch hatte, habe ich auch diese Kombination verwendet.

Am Rande:
Ein Sennheiser e835 ist günstiger, klingt für mich etwa vergleichbar und wird wohl kein FetHead benötigen.


#3

Kennst du das, wenn es einem ein Produkt schon angetan hat? Ich werde es mir trotzdem mal anschauen, danke.

Weshalb hast du die Kombination aufgegeben?


#4

Vielleicht erst mal direkt am Interface versuchen, und das Setup erst dann komplizierter bauen, wenn es wirklich Not tut? Sonst pendelt man Richtung GAS…


#5

Was mich etwas verwundert ist, weshalb Thomann keinen FetHead im Programm hat. Eigentlich ist Thomann doch Vorreiter bei GUTEN Produkten. Das ist glaube ich der einzige Grund wieso/weshalb/warum ich etwas kritisch eingestellt bin.

.


#6

Ich wollte ein Upgrade zum Procaster, bzw. der Klang hat mir (für mich) nicht mehr gefallen.

Ein normalsterbliches Interface wird mit dem Procaster Mühe haben. Trotzdem hat @rstockm natürlich Recht. Ausser Zeit verlierst du mit “erstmal ausprobieren” nichts.

Falls es wirklich ein Procaster werden soll, vergiss bitte nicht, einen Popschutz dazu zu bestellen. Der interne taugt wenig.

Der Herr kann vielleicht keine Thomann-Quantitäten liefern oder läst sich bzgl. Preis nicht vom grossen T in die Knie zwingen.
Zudem haben sie schon den Cloudlifter.


#7

Darf man fragen, welches Mikrofon du nun benutzt?
Das ProCaster hat dir nicht mehr gefallen :frowning: :frowning: … aber es hat soviele gute Bewertungen? Viele Leute die ich feier (Motiationstrainer) benutzen das Podcaster. Also die USB-Version. Dachte mit der XLR-Version fahre ich noch besser.

Beim Popschutz dachte ich an das Rode WS2. Ein Überziehpopschutz. Kommt einfach direkt über das Mikrofon. Da ich sowieso eine Spinne dazu kaufen wollte, gäbe es noch das Rode SM6 als Alternative. Eine Spinne mit integriertem Popschutz. Schwer zu sagen!

Normale Rode PSM1 Spinne + dem WS2 Popschutz
oder eben direkt die SM6 Kombi.

Hast du den Fethead noch in Gebrauch?


#8

Klar. Ein Shure SM7 B.

Mir gefiel es in Verbindung mit meiner Stimme schlicht nicht (mehr). Es war mir zu dumpf. Das ist subjektiv und muss nicht für alle gelten.

Den hatte ich auch. Der tut, was er soll & verdeckt die Sicht nicht. Den internen kannst Du dann entfernen.

Das Teil ist mit dem Podcaster, Procaster und Broadcaster meines Wissens nicht kompatibel.

Auf die PSM1 Spinne würde ich vorerst verzichten. Ich hatte die auch. Wenn der Mikrofonarm leicht federt, ist die unnötig. Zudem sind die Gummibänder zu schwach, um das schwere Procaster auf Zeit zu tragen. Rode schickt dir auf Anfrage aber Ersatzbänder.[quote=“ProCast, post:7, topic:4862”]
Hast du den Fethead noch in Gebrauch?
[/quote]

Ja. Das Shure SM7 B schreit fast danach.


#9

Also scheint der Fethead eine ganz stabile und brauchbare Nummer zu sein (auch für die Zukunft).

Welche Halterung würdest du mir sonst empfehlen?

Und kann man den internen Popschutz nicht drin lassen? Dachte eher doppelt gemoppelt hält besser.


#10

Ja. Abhänging von deinen künftigen Mikros, kannst den auch weiter brauchen.

Falls Du vom Mikrofonarm sprichst, habe ich mit dem Rode PSA1 gute Erfahrungen gemacht. Ich kenne aber auch praktisch nur diesen.

Kann man sicher. Zu viel Popschutz wirkt halt kontraproduktiv.


#11

Hey. Sorry ich war im Kino (haha).

Das Procaster hat doch an sich gar keine Halterung für den PSA Gelenkarm oder doch? Wie hast du das denn ohne Spinne (von der hälst du ja nix) daran gehalten?

Ist der Unterschied zwischen dem blanko ProCaster und dem mit FetHead groß?


#12

“Inkl. Transporttasche und Mikrofonhalterung” … gar nicht bemerkt in der Beschreibung. Okay vergiss es ^^


#13

Bei meinem Steinberg UR22 musste ich ohne FetHead voll aufdrehen - inkl. entsprechendem Rauschen.
Mit FetHead sind wir da bei ca. 11-12 Uhr und quasi 0 Rauschen.

Und ja, eine Halterung ist dabei.


#14

Hammer klingt super!! Danke.

PS: Dabei muss im Interface die Phantomspeisung aktiviert sein?


#15

Falls es interessiert:

Die ca. neusten 10 Episoden sind mit dem Shure (und anderen); die älteren mit dem Procaster. Butsch nutzt meistens das Podcaster. So als nicht-wissenschaftliche Vergleiche…


#16

Klar :slight_smile: bin für alle Informationen dankbar. Ich denke, dass ich diese Kombination nehmen werde. Mein Yamaha AG03 + das Procaster + den WS2 Popschutz + die PSM1 Spinne + den FetHead Standard

Was mich interessieren würde… das Yamaha AG03 bezieht seinen Strom ausschließlich via USB. Da drängen sich mir 2 Fragen auf

[1.] - Benötigt ein FetHead nicht mehr Strom? Kann das ein Interface ausschließlich über USB überhaupt leisten? Andererseits, zieht es ja nicht mehr Strom als wäre ein Kondensatormikrofon dran? …

[2.] - Ebenfalls bezogen auf USB. Ich würde das ProCaster gerne hin und wieder an meinem Laptop betreiben. Ich bin relativer Techniklaie. Gibt ein USB Port an einem Desktop-PC mehr Leistung ab als ein USB-Port an einem Laptop? Also ist hier mit Qualitätsunterschieden zu rechnen? Vor allem im Akkubetrieb des Laptops?


#17

Sollte alles kein Problem sein.

Nimm anstatt der Spinne besser einen Mikrofonarm.


#18

Das gleiche Probleme habe (bzw. hatte) ich auch. Hab mir jetzt auch noch das ProCaster inkl. FetHead bestellt. Die Spinne ebenfalls, auch wenn Joey abrät. Hör lieber auf ihn, er hat Erfahrung, ich nicht.

Das Gelenkarmstativ von Rode habe ich… kann ich nur empfehlen!


#19

Phantomspannung ist in Spannung wie Widerstand standardisiert - bei 48V sind das 6,8kOhm, also (max) 7mA oder 339mW.

Das schafft USB locker (max. 2.500mW).


#20

×2 (Hot & Cold) = 0,7W + Verluste im Step-up-Wandler.

Eine Milliarde € hier, eine Milliarde dort. Da kommt richtig Geld zusammen ;-). Phantomspeisung zieht schon ordentlich.

Zur Diskussion über die FetHead/Cloudlifter Preamps: man sollte nicht aus den Augen verlieren dass es mit zunehmender Anzahl an Kanälen ins Geld geht, und laut Webforen (Gearslutz, Groupdiy) sind sie nicht wirklich besser als brauchbare Audio-Interfaces.

Was mich darüberhinaus an sowohl billigen Interfaces wie auch an den FetHead Dingern stört: es gibt keine brauchbaren Specs für Noise & THD, d.h. es bleibt immer bei raten & ausprobieren. Und niemand misst die mal ordentlich.