Umfrage: Zwischenjingles

Wie findet ihr Jingles während eines Podcasts als Thementrenner? Findet ihr das gut oder nervt es euch eher?

Wenn sie (sehr) kurz sind, habe ich absolut nichts dagegen. Sie zwingen die Sprecher auch, nicht mitten im Satz mit einem neuen Thema zu beginnen, sonder dieses überlegt von Anfang an zu beginnen.

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Für meinen Geschmack (aus Sicht eines Hörers) kommt das auf den Podcast an. Kürzlich war das bei “Methodisch Inkorrekt” mal gefragt. Ich finde, dass dort die Jingles Spontanität weg nahmen und das laufende Gespräch unterbrachen.

Ich kann mir aber dennoch durchaus Sendungen vorstellen, wo das passen kann, z.B. bei Magazinen, die weniger dialogbasiert sind und mehr auf Einzelbeiträge setzen.

Wichtig finde ich allerdings, dass die Jingles nicht zu lang ausfallen. Sonst werden sie tatsächlich nervig.

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also so wie bei der MedienKuH oder dem Anycast find ich das ganz gut.

Meiner Meinung nach muss es nicht ein bewusster Zwischenjingle sein. Er hat allerdings den Vorteil, dass du einen neuen Audio-Reiz für den Hörer setzt. Und das halte ich durchaus für wichtig. Wenn zwei Personen miteinander reden, hat man schon einige Abwechslung, aber ich glaube, du kannst mit einem Jingle die Aufmerksamkeit erneut puschen.

Ein Podcast, der klar abgetrennte und immer gleiche Themenbereiche abarbeitet, kann mit Jingles IMHO gut strukturiert werden. Ein Positivbeispiel sind für mich die Wochennotizen: Das Gespräch zu einem Thema ist beendet und ein Jingle macht das kenntlich. Mitunter habe ich dort den Eindruck, dass das Thema in der Post-Produktion MIT dem Jingle beendet wird und halte das für elegant gelöst, wenn ein Gespräch ausfranst.

Vermeiden würde ich auf jeden Fall, Jingles in aufgezeichnete Podcasts “live” einzuspielen, um “So haben wir noch was? Nein? Sicher? Du auch nicht? Gut, dann machen wir mal weiter”-Anmoderationen für Jingles zu vermeiden.

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Wir halten natürlich gerne als Positivbeispiel her. :wink:

Ich finde, Rubriken - also auch Zwischen-Jingles - geben dem Hörer Orientierung. Da haben wir bei der Konzeption von Die Wochennotiz auch ganz dreist von uns auf alle geschlossen. Vielleicht bin ich ein schlechter Zuhörer, aber mir hilft so eine starke Formatierung, länger aufmerksam zuzuhören. Spätestens beim nächsten Jingle wacht man nämlich wieder auf.

Die Jingles sind bei uns übrigens wirklich live bei der Aufnahme eingespielt. Wir schneiden also nicht hinterher noch ein “ausgefranstes Gespräch” raus und bauen den Jingle ein, damit’s nicht auffällt. Aber der Jingle hat auch einen schönen Nebeneffek: Er kaschiert meine schlechten Anmoderationen zum nächsten Thema. :wink:

Ich mache nur einen Ein-Personen-Podcast und habe die erste Episode zwar schon an eine Struktur gebunden um mich nicht selber zu verlaufen, werde es aber (wenn die Musik dann fertig ist) in der nächsten Folge mit Zwischenjingles versuchen.

Für mich bieten die Jingles die Möglichkeit nicht bei jeder Kategorie (2 habe ich) zu sagen. “So nun noch”, “Kommen wir zu”. Ich glaube dass es auch für den Hörer dadurch angenehmer wird.

Ich möchte noch ergänzen, dass sie auch bitte nicht zu laut sein sollen. Grade Podcasts, die sich gegen Auphonic entschieden haben, ziehen ihre Jingles, Intros und Outros gerne mal so weit hoch, dass sie in der Waveform optisch auf gleicher höhe mit der Sprache und damit oft viel zu laut sind.

So mache ich das auch. Vor allem weil ich nicht am Stück aufnehme, sondern immer mal wieder einzelne Themen, die ich dann später zusammenschneide. Da weiß ich beim Einsprechen noch gar nicht, was als nächstes kommt und kann mit Worten nicht überleiten.

Daher nutze ich dann entweder einen kurzen Jingle oder wenn das Thema es anbietet einen eintsprechenden Einspieler passend zum Thema, der dann überleitet.

Guter Punkt! Bei solchen Formaten/Workflows machen Jingles sicher Sinn. Da würde ich auch welche verwenden.

Und da gibt es noch ein kleines, nicht ganz unwichtiges Detail: Die Hörer.

Für die Hörer ist der Jingle eine willkommene Pause, das zuvor angesprochene Thema zu reflektieren. Das bedingt natürlich zwei Dinge:

a) es gibt etwas zu reflektieren :wink:
b) der Jingle nervt nicht

Generell und wo es Sinn macht finde ein Jingle als Thementrenner gut. In der Sparte der Talk- (oder Laber)podcasts ist eine echte Thementrennung vielleicht schwierig, da die Themen doch oft in einander übergehen…

Ich finde Jingles als Thementrenner auch gut, allerding nur, wenn sie kurz sind, 5 Sekunden oder so.
Wenn da erstmal 'ne Minute irgendwas rumdudelt… neeeeee. :wink:

Ich hatte aber auch schon Hörer, die sich gewünscht haben dass ich keine Jingles mehr verwende. Denn wer den Podcast zum Einschlafen hören will, der mag es nicht so gerne, wenn plötzlich Musik/Jingle anfängt.

Wie schon vielfach erwähnt, kommt es auf den Podcast und dessen Länge bzw Gliederung an.
Ein schönes Beispiel für einen Podcast mit vielen Jingles ist das He-Manische Quartett. Viele Rubriken, mehrere Stunden lange Folgen und - ich unterstelle - bewusst im Radiostil der 80er gehaltene Jingles und Brücken sind da normal.
Mir sind die fast zu lang, aber die Sendungen sind gut geschnitten.
Bei Podcasts öffentlich rechtlicher Sender nervt das mich oft, da die bei 15Minuten es oft auch schaffen, 3 Minuten davon in jingles zu packen.

Gebe hier auch mal meinen Senf dazu
Ich finde es - gerade bei Laberpodcasts(!!) - wichtig, in verschiedene Abschnittte zu trennen. Abschweigen, ohne Punkt und Komme reden, finde ich alles kein Problem, wenn man durch ein paar Abschnitte etwas Struktur reinbringt.

Jingles finde ich (wie Intros auch) gut wenn sie…
…kurz und dezent sind,
…gut produziert sind,
…sie nicht zu laut sind: Und das ist ein Problem das ich bei vielen Podcasts sehe. Lieber etwas zu leise, als zu laut.
…sie nicht “anmoderiert” werden und flüssig rüber kommen. So Kommentare wie “Oh wo ist den mein Jingle… moment mal…” sind einfach nicht mehr witzig. Das hat man schon zu oft gehört.

Gruß, Dave