Ultraschall 5 + Studio-Link + Macbook M1: Kein Eingang und kein Ausgang, wenn Ultraschall nicht das aktive Fenster

Ich habe heute mit meinem neuen Macbook das erste mal einen Podcast über Studio-Link aufgenommen und hatte einige Startschwierigkeiten, da es in meiner Panik eine Weile gedauert hat, bis ich das Problem definiert hatte:

Wie schon im Titel beschrieben habe ich das Problem, dass die Audio-Verbindung zu Ultraschall bzw. Studio-Link unterbrochen wird, sobald Ultraschall nicht das aktive Fenster ist. Also sobald ich raustabbe oder auf meinem zweiten Monitor in meine Notizen klicke, höre ich nichts mehr und die andere Teilnehmerin hört mich auch nicht mehr. Die reine Call Verbindung bleibt bestehen, das ist nicht das Problem. Also sobald ich wieder in Ultraschall klicke oder das wieder in den Vordergrund hole, ist alles wieder beim Alten.
Für die Aufnahme heute war das ganze jetzt nicht so ganz dramatisch, aber es stehen einige Sessions an, bei denen ich in jedem Fall darauf angewiesen bin, zwischendurch in meine Notes zu gucken.
Hat jemand ein ähnliches Problem oder ist das ein bekannter Bug? Oder funkt mal wieder das Rechtemanagement von MacOS dazwischen?

Ich habe die Suche bemüht und finde leider das Problem nirgends, falls ich es übersehen haben sollte, seht es mir bitte nach.

Zeichnet Reaper weiter auf oder ist das Signal auch in deiner lokalen Spur dann weg?

Das kann ich dir leider nicht beantworten, da mir das Problem im Vorgespräch schon aufgefallen ist und ich dann während der Aufnahme sehr penibel drauf geachtet habe, auf keinen Fall aus dem Programm rauszutabben, weil mein Aufnahmepartner nur ein sehr kleines Zeitfenster hatte.

Ich versuche das gerade mal herauszufinden.

Also, das Problem ist schon ganz schön kurios, denn während die Aufnahme läuft, habe ich das Problem überhaupt nicht. Das heißt wenn der Aufnahmeknopf blinkt läuft alles fröhlich weiter und es interessiert keinen, welches Fenster aktiv ist. Sobald ich die Aufnahme beende habe ich wieder das oben beschriebene Problem.

Das heißt zumindest für mich in der Praxis ist das dann nur noch ein kleines Problem. Ich kann halt kein Vorgespräch führen und währenddessen in meinen Notizen blättern, was natürlich schon doof ist. Aber zumindest laufe ich nicht Gefahr, die eigentliche Aufnahme zu sabotieren. Hab das auch mit dem Music Testanruf eben kontrolliert, sowohl mein Eingang als auch der über Studio-Link läuft während der Aufnahme.

Vorgespräch einfach auch aufnehmen und dann wegschneiden ist keine Lösung?

Das wäre natürlich ein einfacher Workaround, da hast du wohl recht. Ein kurioses Problem bleibt es aber trotzdem. Aber danke, das werde ich dann wohl so machen.

Hm also workaround schön und gut, aber so was sollte in keinem Szenario passieren. Da sollten wir nochmal weiter dran forschen, erster Kandidat wäre eine nicht perfekt durchgelaufene Installation.

Kannst du den eigentlichen Fehlen denn stabil reproduzieren?

Ja, der Fehler ist einwandfrei reproduzierbar:

Ultraschall starten, neues Projekt erstellen mit Template Studio-Link (ich höre mich danach übrigens immer doppelt, muss manuell meinen Eingang im Routing für mich stumm schalten), Ultraschall aktives Fenster = alles Top, anderes Fenster aktiv = ich höre nichts mehr über Studio-Link und die anderen Personen mich auch nicht mehr.
Außerdem bekomme ich regelmäßig Fehlermeldungen darüber, dass irgendwo die 48KHz-Kette unterbrochen ist, aber wenn ich versuche herauszufinden, wo das Problem ist, springt der Soundcheck auch schon wieder auf Grün. Auch das nur während des Vorgesprächs, während der Aufnahme hatte ich keine Meldungen vom Soundcheck.

Das ist die ARM Version von REAPER auf einer M1?

Ja, das ist die Version

Bildschirmfoto 2021-03-30 um 07.10.20

1 Like

Schau mal bitte, ob in den REAPER-Settings dieser Haken hier gesetzt ist:

image

Bildschirmfoto 2021-03-30 um 07.28.10

Vielleicht mal testhalber deaktivieren, apply/ok, Setting neu starten wieder anschalten und schauen, ob es einen Unterschied macht…
Ansonsten: 3.0.2 Installer nochmal durchlaufen lassen. Den Effekt müssten wir schon oft gesehen haben wenn dass ein prinzipielles Problem wäre, die M1 ist ja doch schon weit verbreitet (bei mir ist es auch nicht reproduzierbar)

Das Problem ist halt auch, dass ich komplett neu am Mac bin und ganz schön viele Sachen nicht auf die Art und Weise funktionieren, wie ich mir das manchmal vorstelle. Alleine das Installieren von Dingen ist schon ganz schön seltsam: Aus dem App-Store passiert irgendwie alles automatisch, manchmal muss ich aber auch irgendwas irgendwo draufziehen um nen Installer zu öffnen, manchmal aber klicken oder doppelklicken, manchmal muss ich danach irgendwelche Volumes wieder rauswerfen, manchmal nicht, das ist alles echt noch sehr unübersichtlich für mich. Mal ganz zu schweigen von diesem unsäglichen Management und Setting-Gehopse, das man ständig vollbringen muss, damit ein Stück Software das, was es machen kann und will auch machen darf…

Aber dann werde ich in Kürze mal einen kompletten Reinstall von Reaper und Ultraschall machen, vielleicht behebt sich das Problem ja.

1 Like

Ja, aber immerhin ist es dir in kurzer Zeit gelungen genau die drei möglichen Varianten zu identifizieren:

  • Store (alles klickmichbunti, aber wenig verbreitet da mit Einschränkungen verbunden)
  • .app in Applications/Programme Ordner ziehen: der ganz klassische „Mac-Weg“ wie es gedacht war - alle Dateien liegen in einem ZIP (was anderes ist das .app nicht) und können fröhlich verschoben werden ohne das Abhängigkeiten brechen. Deinstall eifnach durch Löschen der .app
  • leider ist die drunter liegende Unix-Welt dann doch nicht so einfach daher haben sich häufig doch wieder Installer durchgesetzt, auch um Daten zwischen Apps austauschbar zu machen. Dreh- und Angelpunkt sind da die (zunächst versteckten) Library Ordner auf Systemebene und User-Ebene.

Ja, ja und ja. Das ist ein Elend. Auf der anderen Seite führt es zu relativ robusten Systemen, und immerhin muss man den Tanz nur genau 1x pro App machen und dann ist Ruhe im Karton.
Und ehrlich gesagt ist Windows 10 davon auch nicht mehr sooo weit entfernt.